Das kleine Hochbeete-Wunder im Kosmosviertel

Nach über einem Jahr harter Arbeit ist es geschafft. Am 14. Juli haben rund 25 Anwohner*innen, Geflüchtete und die Mitarbeiter*innen des Quartiers-management die Hochbeete an der Ladenpassage neu bepflanzt. Bald wird gefeiert und fleißig weiter im Kiez gewerkelt.

Mit zehn Helfern und Helferinnen aus dem Kosmosviertel ging es um 13 Uhr los. Mit dabei: Die Organisatoren vom InfoPunkt Altgienicke, das Quartiersmanagement, Nachbarn aus dem Kiez und Helfer aus der Notunterkunft in der Rudower Straße. Das Ziel und die Herausforderung waren groß: Zunächst mussten noch letzte Unkrautreste in den sieben bereits verschönerten Beeten gejätet werden, dann kamen endlich die neuen Pflanzen in den Boden. Trotz der großen Anstrengung stieg die Laune, da noch weitere Helfer*innen aus der Gemeinschaftsunterkunft Quittenweg zur Unterstützung, gemeinsam mit dem BENN Team, dazukamen und als Überraschung auch noch Selbstgebackenes vorbeibrachten.

Ab 16 Uhr – dem eigentlich geplanten Ende – packte die Gruppe dann nochmal der Ehrgeiz und es ging in den Endspurt. Entgegen aller Erwartungen und Dank der großen Unterstützung kamen tatsächlich alle neu gekauften Pflanzen in die Erde. Und Dank Musik und Leckereien vom Grill waren um 18 Uhr alle Beteiligten überglücklich und stolz auf die in der Abendsonne glänzenden Hochbeete. Vorausgegangen war dem nämlich eine über einjährige Vorarbeit.

Beet vorher
Beet vorher
nachher
nachher

Einen Nerv getroffen

Nachdem auf den Hochbeeten 16 Jahre lang nur Unkraut gewuchert hatte, gaben der InfoPunkt Altglienicke und das Quartiersmanagement im vergangenen Jahr den Anstoß, sie wieder zu bepflanzen. Schon die erste Herbstbepflanzung hat im Kosmosviertel einen Nerv getroffen. Die benachbarten Ladeninhaber*innen haben die Blumen und Sträucher regelmäßig gegossen. Nach leichten Startschwierigkeiten ging es dann in diesem Jahr weiter. Bereits im Juni haben einige Hochbeet-Aktivisten an zwei Freitagen mit Hacke und Spaten kniehohe Disteln, Löwenzahn und anderes Unkraut ausgerissen. Die große Pflanzaktion sollte eigentlich schon am 30. Juni über die Bühne gehen, doch an diesem Tag machten heftige Regengüsse einen Strich durch die Rechnung.

Beim zweiten Anlauf spielte das Wetter aber mit. Die neuen Pflanzen sind winterhart: Beetrosen, Zitronenquitte, gelb- und weißblühender Fingerstrauch und andere bodendeckende Sträucher wachsen nun in den Hochbeeten. Bezahlt wurden die Pflanzen von der Lokalen Agenda 21 des Bezirks Treptow-Köpenick. Evi Lashöfer vom Infopunkt hatte dort das Geld beantragt. Die neuen Anpflanzungen sollen nun ohne Probleme den nächsten Winter überstehen. Das Gießen übernehmen weiterhin die Gewerbetreibenden. Alle Beteiligten hoffen, dass das Ergebnis ihres ehrenamtlichen Engagement geachtet wird und niemand die Hochbeete als Mülleimer oder Aschenbecher missbraucht. Gefeiert werden soll der große Erfolg wie im letzten Jahr in einer kleinen Feier an den Hochbeeten.

Weiter geht’s im Kosmosviertel

Die Reihe der Pflanzaktionen ist damit zunächst abgeschlossen, im Kiez soll es aber weitergehen. Denn allen ist klar, dass man dranbleiben muss. Das Quartiersmanagement hat schon verschiedene Vorschläge gesammelt. Rundum das neue KosmosForum, einem Treffpunkt direkt neben dem großen Spielplatz, sollen so noch in diesem Jahr erste Aktionen im Kosmosviertel umgesetzt werden. Die ersten Ideen stehen schon und so werden in diesem Jahr sicherlich noch der ein oder andere Betonblock farblich gestaltet, ein neuer Bolzplatz gebaut, Spielplätze geputzt oder ein Trödelmarkt stattfinden. Große Vorhaben für einen kleinen Kiez, aber mit dem Blick auf die Hochbeete scheint doch vieles möglich, was noch im letzten Jahr fast unvorstellbar schien.

 

Quartiersmanagement Kosmosviertel Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin, Tel:  (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de  - team@kosmosviertel.de, Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel 

Sprechzeiten: Di. 10 bis 12 Uhr; Mi. 18  bis 20 Uhr

Das KosmosForum – neue Ideen fürs Kosmosviertel

Der Sommer startet langsam so richtig und damit auch ein neues Projekt im Kosmosviertel, das KosmosForum – gemeinsame Gestaltung des öffentlichen Raumes“. Wie der Name schon sagt geht es darum, dass Groß und Klein, Jung und Alt in den nächsten eineinhalb Jahren die Chance haben das Kosmosviertel mitzugestalten. Dabei sollen ganz unterschiedliche Aktionen umgesetzt werden. Was aber immer gilt: die Aktionen sollen nicht drinnen, sondern draußen stattfinden. Und die meisten eher dauerhaft als kurzfristig. Das können Sitzmöbel, bunte Wände oder Spielgeräte sein, aber auch Aktionen wie gemeinsames Pflanzen, Spiele oder Ähnliches.

Was genau gemacht wird, soll gemeinsam überlegt und diskutiert werden. Daher wird mit dem Start des Projektes im Juli das KosmosForum gebaut – eine Mischung aus Informations- und Versammlungsort. Zum Sitzen, Reden und Ideen skizzieren. Hier sollen Ideen sichtbar und Diskussionen geführt werden. Ab Ende Juli soll fast jede Woche eine neue Idee präsentiert werden, mal groß, mal klein, mal total verrückt mal realistisch. Die Ideen sollen dabei vor allem von Nachbarn kommen und mit allen die Lust haben mitzumachen besprochen werden. Mindestens einmal die Woche werden die neuen Kollegen im Kiez daher Rede und Antwort stehen. Und für die restliche Zeit können Nachrichten auch immer an den Tafeln und Wänden den Forums selbst hinterlassen werden. Der perfekte Ort dafür wird noch gesucht. Aber vielleicht gibt es ja schon gute Ideen von den Nachbarn, wo das Forum seine Heimat finden sollte.

Das Forum soll so ein Ort zum Gedankenaustausch und zum Ideenentwickeln für den öffentlichen Raum im Kosmos Viertel werden … und ein Ort wo sich jeder beim Nachdenken die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder vor allem in Richtung Herbst auch Schutz vor Regen finden kann. Denn das Forum soll in mehreren Stufen gebaut und entwickelt werden. Anfangs kleiner und mit drei bis vier Sitzplätzen, später dann etwas größer und für eine ganze Schulkasse. Wer mitmachen will ist dabei natürlich herzlich eingeladen.

Das Forum soll sich aber nicht nur baulich verändern, sondern auch in seinem Aussehen. Angedacht ist noch als zusätzliche Idee die farbliche Gestaltung gemeinsam mit jugendlichen Graffitikünstlern in regelmäßigen Abständen zu verändern. Auch hier sollen alle Leute mitsprechen dürfen. Denn es soll nicht nur im klassischen Graffiti Stil gestaltet werden, sondern auch Ideen von anderen Anwohnern – speziell von Älteren aufgegriffen werden. Vielleicht wird das KosmosForum so auch mal zu einem typischen Wohnzimmer aus der Nachbarschaft umgestaltet, in das alle eingeladen werden können.

Noch mehr Infos oder die Möglichkeit sich schon mal zum Mitmachen anzumelden gibt’s an einem Stand auf dem Kiezfest im Kosmosviertel am 08.Juli. Und wer es gar nicht abwarten kann, Infos gibt’s natürlich auch wie immer beim Quartiersmanagement. Also mal sehen was der Sommer an Ideen mit sich bringt.


Bilder: Kollegen 2,3 – Büro für Kulturangelegenheiten

Quartiersmanagement Kosmosviertel
Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin, Tel:  (030) 77 32 01 95

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Sprechzeiten: Di. 10 bis 12 Uhr; Mi. 18  bis 20 Uhr

Startschuss für Einkaufszentrum an der Siriusstraße

An der Siriusstraße im Kosmosviertel Altglienicke kann endlich gebaut werden. Die alte Planung für das Neubaugebiet sah an dieser Stelle einen DDR-typischen „Dienstleistungswürfel“ vor, bestehend aus einer HO-Kaufhalle, einer HO-Großgaststätte, einer Serostation, einer Reparaturannahmestelle und einen FDJ-Jugendklub. Dann kam 1989/1990 die Wende mit ihren ganzen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Man entschied zunächst einmal auf Baustopp im Kosmosviertel. Die Wohnungen wurden zwar recht bald weitergebaut, aber nicht der besagte Würfelkomplex. Hier stellte man nur die Kaufhalle fertig, wo ein Kaiser’s Verbrauchermarkt Einzug hielt.

Für den Rest fand sich kein Pächter, bis auf die zeitweise temporäre Nutzung von Gebäudeteilen. Auch politisch war immer gewollt, etwas Zeitgemäßes neu zu errichten. Etliche Bemühungen zum Verkauf scheiterten. Auch eine Gruppe Altglienicker Gewerbetreibender, die ein eigenes Konzept vorlegte, kam nicht zum Zuge. Problematisch für einen Verkauf war eine unter dem Gebäude verlaufende Gasleitung, was nach bundesdeutschem Baurecht unzulässig ist. Diese musste zunächst verlegt werden. Die Frage, wer die Kosten dafür trägt, stand im Raum. Auch der Pächter Kaiser’s musste bei allen Planungen rund um die von ihm genutzte Fläche seine Zustimmung geben. Das Gebäude verfiel zunehmend und verkam immer mehr zur sprichwörtlichen „Momper-Ruine“. Fast zwei Jahrzehnte währte die Debatte über einen Abriss. Ende 2011 war es schließlich soweit, doch auf einen Baubeginn musste man abermals warten. Im Sommer ärgerten sich bei langer Trockenheit Anwohner über gelegentlich zu ihnen herüberziehende Sandstürme. Jetzt soll tatsächlich etwas passieren. Ende Februar 2014 unterzeichneten Bezirksbaustadtrat Rainer Hölmer (SPD) und Walter Momper als Vertreter der Momper Projektentwicklung GmbH einen modifizierten städtebaulichen Vertrag. Er setzt die Rahmenbedingungen für die Errichtung des geplanten Nahversorgungszentrums im Kosmosviertel Altglienicke. Eigentlich war schon 2011 ein solcher ausgehandelt, aber der Vorhabenträger, vertreten durch den ehemaligen Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, brachte plötzlich zahlreiche Änderungswünsche und so mussten die Verhandlungen aufs neue fortgeführt werden. Der Vertrag, der Regelungen des Bebauungsplans 9-29 VE ergänz, dient nicht zuletzt auch Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung für das konkrete Projekt. Diese wurde bereits seitens des Bauherren Domos GmbH, vor Ort vertreten durch die Momper Projektentwicklung GmbH, beantragt.

Abrissarbeiten 2011
Abrissarbeiten 2011
2011
2011

 

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick sieht dem Baubeginn zuversichtlich entgegen. Bezirksstadtrat Rainer Hölmer begrüßt die Veränderungen in Altglienicke: „Ich freue mich, dass sich die Bauherren nun endlich entschlossen haben, an diesem Standort in die Realisierungsphase überzugehen. Die Neuordnung und Nutzung der seit Jahren vorhandenen Brachfläche beseitigt einen städtebaulichen Missstand und wird dem Quartier gut tun.“ Weiter heißt es: „Mit dem Neubau des Nahversorgungszentrums kann eine Stabilisierung und Funktionsfähigkeit des Ortsteilzentrum Siriusstraße erreicht werden, vorhandenes Entwicklungspotenzial genutzt und insgesamt eine Aufwertung des Ortsteils Altglienicke erzielt werden.“
Überwiegend soll das teilweise zweigeschossige Zentrum für Einzelhandel genutzt werden. Hauptmieter wird die vor Ort bereits ansässige Kaiser’s Tengelmann-Gruppe mit einem Verbrauchermarkt sein. Ergänzt wird der Markt durch einen Discounter und kleinere Ladengeschäfte. Die Einzelhandelseinrichtungen umfassen insgesamt Verkaufsflächen von rund 4.000 Quadratmeter. Zur Siriusstraße sowie zu den angrenzenden Fußgängerbereichen erhält das Gebäude ein Obergeschoss, das vorrangig an Arztpraxen sowie Gesundheitspflegeeinrichtungen vermietet werden soll. Dafür stehen dann Raumflächen mit rund 1.300 Quadratmeter zur Verfügung. Das mit der Bauausführung beauftragte Bayreuther Unternehmen Domos GmbH, ein Teil der Firmengruppe Harry & Michael Krause, war bisher vor allem im sächsich-fränkischen Raum aktiv. Zu den Referenzen zählen Einkaufszentren wie die „Elbgalerie Riesa“, das „Elsthal-Center Luckenwalde“ und der „Shopping-Park Chemnitz“, daneben unzählige Fachmarktzentren und Filialen von Aldi, Lidl, Netto und Norma. In Berlin selber war das seit 30 Jahren bestehende Unternehmen laut eigener Internetpräsenz bisher allein mit dem im Bezirk Mitte befindlichen Fachmarktzentrum Friedrich-Krause-Ufer tätig. Da soll demnächst ein kleines Einkaufszentrum im Neubaugebiet Altglienicke hinzukommen.

Joachim Schmidt

Das "Kosmosviertel" in Altglienicke.

Foto von Herr Kretschmar
Foto von Herr Kretschmar

Ein kleines Berliner Wohngebiet, das in seiner Randlage an der ehemaligen Staats- und heutigen Bezirksgrenze zwischen Treptow und Neukölln nur Wenigen bekannt sein dürfte:


Das "Kosmosviertel" in Altglienicke.


Das noch zu DDR-Zeiten zwischen 1987 und 1990 in Plattenbauweise errichtete Gebiet an der Schönefelder Chaussee wird als Kosmos-Viertel bezeichnet.
Auf den ersten Blick ist das so genannte Kosmos-Viertel in Altglienicke - benannt nach Straßen, die Venus-, Pegasus- oder Siriusstraße heißen - ein Wohnviertel wie viele andere in dieser Stadt. Seine Straßennamen künden von fernen Planeten, Sternen und Sternbildern und sollten vielleicht das kosmonautische Fernweh seiner reisebeschränkten Bewohner in der nach oben offenen Hauptstadt der DDR stillen, zumal sie die Berliner Mauer von den Hochhäusern an der Schönefelder Chaussee aus stets vor Augen hatten. Kosmosviertel klang einfach besser als Wohngebiet 2, und da die zugezogenen Bewohner, die von weither kamen, sich nicht sonderlich integrationsfreudig zeigten und eher großstädtische Anonymität bevorzugten, nannten die Altglienicker sie bald die Außerirdischen.
In den Elf-, Fünf- und Dreigeschossern leben rund 6000 Menschen. Fast alle Häuser wurden zwischen 1989 und 1991 erbaut, die wenigen, die später errichtet wurden, fallen nicht weiter ins Gewicht.

Wenn man mit der S-Bahn in diesen Teil von Altglienicke reist, merkt man gleich, dass man am Stadtrand ist. Endlos weit ziehen sich die Einfamilienhäuser hin, und nur die etwas breiteren Hauptstraßen, auf die man manchmal trifft, helfen bei der Orientierung. Auf einmal aber weitet sich der Weg, und an die Stelle der Eigenheime tritt eine Plattenbauzeile, die sich stufenweise von drei auf sechs Geschosse erhebt, um den Wechsel der Bebauung dem Auge sanfter zu machen. Die Variation der Bauhöhe setzt sich im Laufe des Wohngebiets, das seine Bezeichnung von den nach Himmelskörpern benannten Straßen hat, immer weiter fort bis zu den elfgeschossigen Scheibenbauten, die die Höhendominanten des Viertels bilden. Unglaublich eigentlich, dass zu einer Zeit, als die Großsiedlung Berlin-Hellersdorf mit fast durchgängig fünfgeschossiger Bebauung errichtet wurde, in diesem kleinen Wohngebiet noch immer solche Hochhäuser emporschossen.
Die aus hellgrauen und braunen, mit Klinkermustern verzierten Betonplatten bestehenden Fassaden sind glücklicherweise auch noch zu großen Teilen nicht saniert worden und haben das augenscheinlich auch gar nicht nötig. Im Wohngebietszentrum sind in die Erdgeschosse Ladenzeilen eingebaut, so dass eine kleine Flaniermeile entsteht, die einzige wirklich urbane Zone inmitten der weitgestreckten, ausschließlich dem Wohnen vorbehaltenen Fläche von Altglienicke - der Ort wird sozusagen vom Rande her urbanisiert.


Gewiss haben inzwischen Kindergärten, Schulen, Jugendtreffs, ein Kinderzirkus, das Bürgerhaus mit seinen sozialen, kulturellen und kirchlichen Angeboten oder der neue Landschaftspark ein wenig zum Wurzelschlagen beigetragen und bei den Sesshaften auch ein Heimatgefühl entwickeln können. Ob die oft wechselnden Einzelhändler und Restaurantinhaber, die Senioren und Pflegeheime oder die Supermärkte auch daran teilhaben, bleibt offen. Da müssten wir die zwischen den Bauwagen spielenden Kinder von damals oder deren Kinder befragen, die heute vielleicht Hundekot und Invest-Ruine, Zigarettnamesen und Neonazis stinknormal finden.
Das Zentrum dieser Altglienicker Satellitenstadt hatten die DDR- Stadtplaner 1988 mit einer Kaufhalle, einer HO-Großgaststätte, einer Stadtteilbibliothek und einer Schwimmhalle an der Siriusstraße vorgesehen. Dazu ein Grünzug als Park an der Venusstraße, der an Spielplätzen vorbei in eine als Fußgängerzone angelegte Ladenstraße übergeht und über die Siriusstraße hinaus das gesamte Neubaugebiet durchzieht und an der Uranusstraße endet. Neben den Park ein Altenheim und eine zweite Kaufhalle, Schulen und Kindertagesstätten in geschützten Bereichen. Die Wohnbauten wurden rechtwinklig zu einander gestellt, denn der Kran und der vorgegebende Bauetat diktierten die Gestaltung des umfangreichen Bauvorhabens. Der Großplattenbaukasten ließ wenig Spielraum für Varianten.


Entstehung der Wohnhäuser an der Venusstraße.Diese beiden Bilder wurden von Herrn Lenz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank (Auf dem ersten Bild sehen sie den 11-Geschosser in der Venustr. mit ehemaligem Konsum (heute Edeka) und auch noch ohne Grünanlage m
Entstehung der Wohnhäuser an der Venusstraße.Diese beiden Bilder wurden von Herrn Lenz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank (Auf dem ersten Bild sehen sie den 11-Geschosser in der Venustr. mit ehemaligem Konsum (heute Edeka) und auch noch ohne Grünanlage m
Entstehung der Wohnhäuser an der Ortolfstraße
Entstehung der Wohnhäuser an der Ortolfstraße

Einige Bauten an der Schönefelder Chaussee sind noch im ursprünglichen DDR Design erhalten. Wilder Wein schmückt ihre Fassaden und erklimmt inzwischen das achte Stockwerk. Mit hellblauem oder hellgrünem Fassadenanstrich heben sich die abgestuften Wohnquartiere an der Venusstraße deutlich davon ab. Sie wurden in der Obhut der Wohnungsbau-Genossenschaft Altglienicke e.G. komfortabel modernisiert und erhielten verglaste Loggien und überdachte Eingänge. Auch zur Siriusstraße hin hat sich das Bild durch neue Fassadengestaltung wesentlich verändert und verbessert.
Die zur Wendezeit fertiggestellte Kaufhalle wurde in einen Kaiser,s Verbrauchermarkt verwandelt. Die günstige Zufahrt an der Schönefelder Chaussee nutzten inzwischen weitere Supermärkte.
An der Ecke Rheingoldstraße, die den Namen eines bei einem Fluchtversuch an der Berliner Mauer Erschossenen erhielt und seit 2009 Lutz-Schmidt-Straße heißt enden die Altglienicker Siedlungen an der Schönefelder Chaussee. Dann folgt der neue Landschaftspark Rudow-Altglienicke und die Autobahn. An der Uranusstraße ist die Ortsgrenze und damit die Berliner Stadtgrenze erreicht. Einige Meter weiter an Wehrmathen vorbei befindet sich die Autobahn. Dort an dieser Stelle überspannt eine mehrspurige von mächtigen Säulen getragene Brückenkontruktion unseren einstigen alten Schönefelder Weg mit den Autobahnauf- und -abfahrten Schönefeld Nord als imposantes "Tor nach Altglienicke".
Nach 1990 entstanden als weitere Neubaugebiete das Kölner Viertel, das Ärztinnenviertel und das Anne-Frank-Carée. Die Namen nehmen Bezug auf die in den Vierteln vorherrschenden Straßennamen.

Bilder zum Kosmosviertel