18. Altglienicker Spätsommerfest

Pressemitteilung des Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer e.V.

  • Wann: 08.09.2019, 10:00-20:30 Uhr
  • Wo: Besenbinderstrasse, Altglienicke

Auch in diesem Jahr findet wieder das traditionelle Altglienicker Spätsommerfest statt. Zum nunmehr 18. Mal wird am Sonntag, dem 8. September 2019 im Dorf Altglienicke in der Besenbinderstrasse und auf dem Parkplatz vor dem Action-Markt wieder groß gefeiert. Die Organisatoren des Wirtschaftsverbandes Altglienicker Unternehmer e.V. haben ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm zusammengestellt, bei dem für jeden etwas dabei sein sollte. Die Kinder und Sportlerinnen sowie Sportler der ansässigen Vereine demonstrieren wieder ihr Können und namhafte Künstlerinnen und Künstler sorgen für gute Unterhaltung. So wird der Londoner Star-Gitarrist Ginger Taylor mit Country, Rock & Oldies Hits von Smokie, CCR & Queen präsentieren, Dirk Jüttner wird Elvis Presley und seine Hits aufleben lassen und die Partyband „Volx Roxx“ mit dem aus The Voice of Germany bekannten Frontsänger Mikey Cyrox die Bühne rocken und zum Tanzen anregen. 
Das folgende Bühnenprogramm ist für das 18. Altglienicker Spätsommerfest am 8. September 2019 in Vorbereitung:

Es werden sich auch regionale Unternehmen und Gewerbetreibende präsentieren. Auch die Altglienicker Autohäuser werden wieder mit dabei sein und stellen die neuesten Modelle vor. Selbstverständlich sorgt die Altglienicker Gastronomie und das Fleischerhandwerk für Speis und Trank. Hier können Sie sich auf beeindruckende Foodtrucks und ein deutlich erweitertes Angebot freuen. Auch für alle Kinder gibt es viele Attraktionen wie Karussell, Hüpfburg, Kinderschminken, Bogenschießen u.v.m.
Es wird auch wieder eine Tombola mit vielen tollen Preisen veranstaltet, die Lose können bereits in ausgewählten Geschäften erworben werden. Die Preise werden durch Altglienicker Unternehmen gestiftet und der Erlös kommt den örtlichen Vereinen zugute. Die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei werden vor Ort sein und Einblick in ihre tägliche Arbeit gewähren. In der Besenbinderstraße werden über 40 Stände aufgebaut, die zum Bummeln einladen. Selbstverständlich ist auch hier für das leibliche Wohl aller gesorgt.

  • Interessierte Händler und Aussteller können sich noch anmelden unter katrin.vogel@wvau.de oder telefonisch unter 0172 39 39 499.

Wir wünschen allen Beteiligten und Gästen viel Erfolg und uns allen natürlich beste Wettervoraussetzungen für ein tolles Fest. 
Kontakt: Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer e.V.
Köpenicker Straße 8, 12524 Berlin
Tel.: (030) 8937 5912 Fax: (030) 8937 5915 - E-Mail: 
info@wvau.de


Verkehrseinschränkungen auf der BAB A113

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 08.08.2019

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick möchte auf eine Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz aufmerksam machen:

Grundinstandsetzung der letzten zwei von insgesamt zehn Zu- und Abfahrtsrampen vom 09.08. bis 22.08.2019
Zur Instandhaltung der Bundesautobahn BAB A113 im Bereich der Anschlussstellen (AS) Späthstraße, AS Johannisthaler Chaussee, AS Stubenrauchstraße und der AS Adlershof mussten Baumaßnahmen durchgeführt werden, da die Betonfahrbahn eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion, den sogenannten „Betonkrebs“, aufweist.
Nachdem inzwischen bereits acht der insgesamt zehn Zu- und Abfahrtsrampen grundsaniert wurden, erfolgt nun der letzte Abschnitt in Höhe der AS Adlershof.
Die Sperrungen betreffen die zwei nördlichen Rampen an der AS Adlershof mit den Abfahrtsrampen in Fahrtrichtung Süd und der Zufahrtsrampe in Fahrtrichtung Nord.
Die beiden Rampen sind von Freitag, den 09.08.2019, 5 Uhr, bis voraussichtlich Donnerstag, den 22.08.2019, 23 Uhr, voll gesperrt.
Die Baukosten für die Sanierung der zehn Rampen werden vom Bund als Baulastträger der Bundesautobahnen übernommen und betragen ca. 2,2 Millionen Euro.
Wir bitten für die anstehenden Arbeiten und die sich daraus ergebenden Verkehrseinschränkungen um Verständnis.


Teilabbruch des geschädigten Gesellschaftshauses

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 05.08.2019

Am 05.08.2019 begann der Teilabbruch des bei dem Brand am 16.07.2019 stark geschädigten Gesellschaftshauses mit dem Ziel der Substanzsicherung. Gegen 8:30 Uhr wurde das Bezirksamt informiert, dass über die Genehmigung hinaus Teile des Denkmals abgebrochen würden. Aufmerksame Bürger hatten umgehend Polizei und Bezirksamt informiert. Die Untere Denkmalschutzbehörde ging den Vorwürfen umgehend vor Ort nach. Es zeigte sich, dass Abbrucharbeiten abweichend von der erteilten denkmalrechtlichen Genehmigung ausgeführt werden. Die Rückbauarbeiten vor Ort sind durch die örtliche Bauleitung zu überwachen; der Bauleiter vor Ort habe eigenmächtig über die Erweiterung des Abbruchs entschieden, da dies aus statischen Gründen erforderlich gewesen sei.

Durch den Bauherrn sind Berichte zum Fortgang der Rückbaumaßnahmen zu erstellen und regelmäßig und unverzüglich der Unteren Denkmalschutzbehörde vorzulegen. Erst nach Vorlage des Ausführungsberichts zum o.a. Teilabbruch und nach dessen Prüfung durch die Untere Denkmalschutzbehörde kann abschließend festgestellt werden, ob die Entscheidung angemessen und berechtigt war. Entsprechend wird dann über das weitere behördliche Vorgehen entschieden.
Der Beginn der Bauarbeiten war mit dem Bezirksamt abgestimmt. Der Grundstückseigentümer war vom Bezirksamt aufgefordert worden, die Arbeiten fachgerecht und zügig durchzuführen. Die Eile war einerseits aufgrund der Einsturzgefahr zur Gefahrenabwehr und zur Vermeidung eines unkontrollierten Einsturzes der verbliebenen Gebäudeteile geboten. Zum anderen soll die Sperrung der Regattastraße, gerade jetzt in der ersten Woche des neuen Schuljahres auf das notwendige Minimum begrenzt werden. Nach derzeitigem Stand kann die Sperrung am 09.08.2019 aufgeboben werden.


Als vor 110 Jahren in Niederschöneweide Treptower Kino-Geschichte begann

Das schon sichtlich marode Theater-Kino „Elysium” um 1952
Das schon sichtlich marode Theater-Kino „Elysium” um 1952

Am 1. November 1895 flimmerten in Deutschland die ersten bewegten Bilder überhaupt über eine Leinwand im Berliner „Wintergarten“. Die Brüder Max und Emil Skladanowsky präsentierten sie an der Friedrichstraße als Schlussnummer eines Varieté-Programms. Am 25. April 1896 eröffnete Unter den Linden 21 in den „Wilhelms-Hallen“ das erste deutsche Kino, die späteren „Decla-Lichtspiele“. In der ganzen Stadt und in umliegenden Ortschaften schossen nach und nach „Kinemathographentheater“ (wie Kinos anfangs hießen) aus dem Boden. Oft waren diese noch im Hinterzimmer von Kiezkneipen untergebracht. Man sah vor allem in Kreisen der Arbeiterschaft (bürgerliche Kreise erachteten Filmeschauen lange als subversives Vergnügen) gemeinsam schwarz-weiße Stummfilme, die bis zum Aufkommen erster Tonfilme ab 1927 auf einem Klavier oder durch ganze Orchester begleitet wurden. Bis weit in die 1920er Jahre hinein entstanden schließlich oft prächtig ausgestattete Lichtspieltheater. Das älteste heute noch bestehende deutsche Kino ist das „Moviemento“ am Kottbusser Damm in Berlin-Kreuzberg aus dem Jahr 1907. Mit dem Aufstieg des Fernsehens, als Anfang der 1960er Jahre die Geräte erschwinglich wurden, gingen den Kiezkinos weitgehend die Lichter aus.
Auch in Niederschöneweide gab es einst Kinos. Für Berliner Umlandgemeinden (erst 1920 entstand Groß-Berlin) sogar recht früh, denn der echte Boom setzte erst gegen 1910 ein. Vor genau 110 Jahren eröffnete unweit des Bahnhofs Schöneweide das erste überhaupt im alten Bezirk Treptow. Nur in Köpenick war man ein Jahr schneller. Dabei ist die Brückenstraße die Treptower Wiege des gemeinsamen Schauens bewegter Bilder. Bis 1903 war das ganze Areal Brücken- und Spreestraße noch ein mit Baracken versehenes Gewerbegelände der Baubedarfsfabrik G.A.L. Schultz & Co., bis dann dort eine neue Straße mit Spreebrücke als Ortszentrum entstehen sollte. In eines der ersten Häuser ab 1905 zog Robert Schonert ein, der in der Brückenstraße 3 eine Lederwarenfabrik betrieb. Als dieser hörte, dass auch auf den nachfolgenden Grundstücken zur Spree hin Neubauten entstehen, war ihm das eigene Gewerbe nicht genug. Schonert wollte hier draußen etwas ganz Neues schaffen. So eröffnete er im frisch errichteten Haus Brückenstraße 9 im Sommer 1909 ein Kinematographentheater. Ein langgestreckter Ladenraum mit Bestuhlung und einer Leinwand. Schonerts Kintopp lief aber entgegen den Erwartungen nicht wirklich gut, denn schon nach etwas mehr als einem Jahr machte er wieder dicht. Er kehrte vermutlich aus Enttäuschung dem Metier und Niederschöneweide ganz den Rücken. Im Berliner Adressbuch 1911 ist er weggezogen, nur noch als Lederarbeiter Robert Schonert in Rixdorf (Neukölln), Weisestraße 12 notiert. In den Räumen seines Ladenkinos wurden Zwischenmauern eingezogen und das Ganze als normales Ladengeschäft weitergenutzt. Ein Laden ist auch heute dort, mittlerweile als Kindergarten der Freude Kindergärten gGmbH dienend. Es dauerte jedoch nicht viel mehr als ein Jahr, bis sich an anderer Stelle der nächste an ein Kinoprojekt in Niederschöneweide wagte. 1911 entstand an der Berliner Straße 121 (heute Schnellerstraße) zur Flutstraße ein Neubau eines Wohnhauses des Architekten Schewe aus Charlottenburg. Dabei wurde von ihm baulich die Möglichkeit für ein Lichtspieltheater berücksichtigt. 1912 ist in der Flutstraße 1 Ecke Berliner Straße erstmals der Kinobesitzer P. Leif notiert, allerdings bereits ein Jahr später nicht mehr. Vermutlich lief es auch bei ihm nicht. Ab 1914 weist dann das Kino-Adressbuch neu die „Niederschöneweider Lichtspiele“ als Kinotheater unter der Leitung von Max Reek aus. Das Kino hatte um die 200 Plätze und wurde „besonders im Winter“ täglich bespielt. Von 1921 bis 1924 war es geschlossen, bis es Hermann Hucke als Inhaber übernahm. Ex gab tägliche Vorstellungen und zwei Programme je Woche. Ab 1927 wurde Eberhard Marquardt aus Berlin-Mitte als Kinobesitzer genannt, während Kaufmann Max Reek weiterhin im Haus wohnte. Bis 1931 sind die Niederschöneweider Lichtspiele noch in den Berliner Kinoprogrammen aufgeführt. Bei der geringen Größe war wohl aber eine Umstellung auf eine Tonfilmeinrichtung nicht rentabel, Stummfilme waren nicht mehr gefragt, so dass der Betrieb eingestellt wurde. Das Haus Flutstraße 1 blieb bis in die heutige Zeit erhalten, während der größere Teil der heutigen Schnellerstraße 121 kriegsbedingt verloren ging. Das lange sehr heruntergekommene Wohnhaus Flutstraße 1 wurde in den Jahren 2004 bis 2008 saniert und beherbergt heute den Verein Sonnenhaus e.V. mit einem kleinen Bioladen und Café unten.

Hier, in der Brückenstraße 9, eröffnete im Sommer 1909 ein „Kinematographentheater” und damit das erste Kino in Treptow
Hier, in der Brückenstraße 9, eröffnete im Sommer 1909 ein „Kinematographentheater” und damit das erste Kino in Treptow

Zwischenzeitlich wurde ab 1923 ganz in der Nähe zu Füßen des Kaiserstegs an der Spree ein weiteres Kapitel Kinogeschichte geschrieben. Damit gab es etwa acht Jahre lang zwei Licht-spieltheater in Nieder-schöneweide, nämlich mit dem Theater-Kino „Elysium“ an der Hasselwerderstraße 17. Der Hasselwerder war eine in den Spreeverlauf vorgestreckte Halbinsel, wo sich seit den 1880er Jahren das gleich-namige Ausflugslokal „Restaurant Hasselwerder“ befand. Gegenüber lagen die teils heute noch erhaltenen Werkhallen der Stoffe- und Plüschfabrik A. & A. Lehmann AG, Wohnhäuser für deren Mitarbeiter sowie die 1906 errichtete Villa von Direktor Richard Lehmann. Besagter Lehmann war als Industrieller nicht nur Gemeindevertreter in Niederschöneweide, sondern auch Eigentümer des Kinos. Eröffnet wurde das Lichtspieltheater 1923 als „Film-Palast“ auf einer zur Straße hin vorgelagerten Fläche der zuletzt nicht mehr gut frequentierten Ausflugsgaststätte „Hasselwerder“. Der erste Betreiber auf dem Lehmannschen Grundstück war der im Nachbarhaus wohnende Kaufmann Richard Günther, der es bis 1929 führte. Es gab tägliche Vorführungen und zwei Programme je Woche. Die Kapazität des Kinos war zunächst mit 500 Zuschauern vermerkt. 1929 wurden Karl Sedlak und Bernhard Heimann aus Charlottenburg Kinobesitzer des Filmpalasts und gaben ihm den neuen Namen „Elysium“, der bis zur Schließung Bestand hatte. Sedlak und Heitmann besaßen gemeinsam weitere Kinos in Berlin. Das Elysium hatte eine Bühne von fünf Meter mal sechs Meter, sechs Kinomusiker waren eingesetzt. 1931 war die Einrichtung von Klangfilm zur Wiedergabe von Tonfilmen installiert worden. Die Anzahl der Sitzplätze wurde im gleichen Jahr von 500 auf 750 erhöht. Das Kino wurde 1937 von Karl Koeppen aus Friedrichshain als Inhaber übernommen. Die vorherige Eigentümerfamilie Lehmann kam aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln Februar 1943 im KZ Theresienstadt ums Leben. Das Kino wie auch die dazugehörige Gastwirtschaft blieb ohne Kriegsschäden, so wurden die Elysium-Lichtspiele in den Nachkriegsjahren weitergeführt. An Sonntagen nutzte die Kirchengemeine den Saal für ihre Gottesdienste, da die Friedenskirche noch kriegsbeschädigt war. Der Bauzustand führte jedoch dazu, dass das Kino 1956 geschlossen wurde. Das Gebäude des Kinos wurde in den 1960er Jahren abgerissen. Im Zuge von Bauarbeiten 1979 bis 1980 wurde der Kinostandort überbaut. Auf dem (nun) Spreegrundstück Hasselwerderstraße 16 befindet sich heute ein Bolzplatz innerhalb umgebender Grünfläche.
Heute gibt es seit nunmehr 63 Jahren in Niederschöneweide kein Kino mehr. Wobei man es nicht weit hat, denn über die Treskowbrücke gelangt man in Oberschöneweide zum seit 1998 bestehenden „Kino Spreehöfe“, nachdem dort 1992 als letztes die „UT-Lichtspiele“ in der Wilhelminenhofstraße 34 nach über sechs Jahrzehnten dicht gemacht haben. In anderer Richtung in Johannisthal gibt es am Sterndamm seit 1928 den „Astra Filmpalast“.

(Der Text und die Fotos wurden vom Dörferblick von Joachim Schmidt zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


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