Bürgerverein betreibt seit 2006 ein kleines Museum in Altglienicke (Ein kleiner Bericht von der Berliner Woche)

Foto: Ralf Drescher Berliner Woche
Foto: Ralf Drescher Berliner Woche

Nur wenige Ortsteile, darunter Müggelheim und Adlershof, haben eine heimatgeschichtliche Sammlung. Seit 2006 gibt es auch das Heimatmuseum Altglienicke.

Träger ist der Bürgerverein Altglienicke. Der hatte die Ausstellung die ersten Jahre im Wasserturm an der Schirnerstraße präsentiert. Seit 2016 hat das Museum nun im Bürgerhaus Altglienicke an der Ortolfstraße eine neue Heimat gefunden. mehr lesen ..

IHEK – der Fahrplan für das Kosmosviertel (QM)

Wir bitten Sie ab dem 01.03. unsere neue Adresse in der Schönefelder Chaussee 237 zu berücksichtigen.

Das Quartiersmanagement berät in diesen Monaten zusammen mit dem Quartiersrat und den Bewohner*innen über die Zukunft des Kosmosviertels. Bis Ende Juni wird gemeinsam das „Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept“ – kurz: IHEK – aufgestellt.

Das IHEK ist der Leitfaden für die Arbeit im Kosmosviertel in den nächsten Jahren. Im Konzept sollte möglichst alles drinstehen, was den Kiezbewohner*innen wichtig ist. Denn aus dem Programm Soziale Stadt und anderen Förderprogrammen können künftig nur solche Projekte gefördert werden, die sich aus dem IHEK ableiten lassen. Sprich: Was nicht im IHEK steht, kann später kein Geld bekommen. Das Team vom Quartiers-management erarbeitet das Konzept für das Bezirksamt Treptow-Köpenick, dass das IHEK in alle anderen Konzepte integrieren muss. Deswegen beschließt am Ende das Bezirksamt das IHEK.

Die Ideen der Bewohner*innen sind gefragt

Das IHEK soll ganz wesentlich auf den Einschätzungen der Bewohner*innen aufbauen. Schließlich wissen die Leute, die im Kosmosviertel wohnen und arbeiten, am besten, was dem Viertel fehlt, was am dringendsten getan werden muss und welche guten Entwicklungen man noch unterstützen sollte.
Das IHEK legt fest, in welchem Handlungsfeld am meisten passieren muss: im Wohnumfeld, beim Gewerbe, bei der Bildung, bei der Beteiligung oder im nachbarschaftlichen Miteinander. Aber auch die wichtigsten konkreten Maßnahmen werden dort schon aufgelistet. Das könnte die Renovierung eines Spielplatzes, die Reparatur der Straßenbeleuchtung, ein Förderangebot an der Grundschule oder auch ein Streetworker-Einsatz sein.

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Voller Zeitplan bis Juni

Bis Ende Juni muss das IHEK fertig sein. Weil es viel zu besprechen gibt, trifft sich der Quartiersrat bis dahin einmal im Monat zur Beratung. In den nächsten Sitzungen am 15. Februar und am 15. März geht es um Ziele und Bedarfe für unterschiedliche Gruppen. Am 5. April wird das Leitbild festgelegt. Am 26. April gibt es unter dem Titel „IHEK für alle“ in einem größeren Rahmen eine Workshop-Veranstaltung, auf der weitere Anregungen und Ideen für das Kosmosviertel gesammelt werden. Dazu dienen auch die Abendbrote, die bis in den Mai an den „Schnapstagen“ im Bürgerhaus stattfinden, also am 3.3., am 4.4. und am 5.5. Auch fachliche Stellungnahmen aus dem Bezirksamt fließen ins Quartierskonzept ein. In seiner Sitzung am 10. Mai will der Quartiersrat die vorgeschlagenen Maßnahmen nach der Wichtigkeit sortieren. Anschließend fasst das Quartiersmanagement die Ergebnisse zusammen und stellt das fertige IHEK am 14. Juni im Quartiersrat vor. Zu guter Letzt wird das Papier vom Bezirksamt Treptow-Köpenick beschlossen und von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bestätigt.

Neue Räume für das Quartiersmanagement

Wer noch Interesse hat sich an den Sitzungen des Quartiersrates als Gast zu beteiligen ist herzlich eingeladen sich beim Quartiersmanagement zu melden. Und auch darüber hinaus sammelt das Team alle Ideen, Wünsche und Anregungen, damit auch nichts im großen Fahrplan fehlt. Wer persönlich vorbeischauen mag, darf das ab März auch in den neuen, - noch zentraleren - Räumen. Zum 01.03. ziehen die drei Kollegen vom Bürgerhaus Altglienicke in die Schönefelder Chaussee 237 und freuen sich auf viele neue Besucher und den Ausblick auf die neu bepflanzten Hochbeete.

Termine

01.03.2017 - Umzug ins neue QM-Büro (Schönefelder Chaussee 237)

03.03.2017 - 18 Uhr - Abendbrot im Bürgerhaus (Ortolfstraße 184)

15.03.2017 - 18.30 Uhr - Sitzung des Quartiersrates (bitte anmelden)

04.04.2017 - 18 Uhr - Abendbrot im Bürgerhaus (Ortolfstraße 184)

05.04.2017 - 18.30 Uhr - Sitzung des Quartiersrates (bitte anmelden)

07.04.2017 - 15 Uhr - Feierliche Büroeröffnung

26.04.2017- Workshop zum IHEK mit Nachbar*innen, Quartiersrat und Bezirksamt

 

(Pressemitteilung des Quartiersmanagement Kosmosviertel
Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin, Tel:  (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de  - team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel

Sprechzeiten: Di. 10 bis 12 Uhr; Do. 18  bis 20 Uhr)

Neue Zukunft für Wasserwerk und Wasserturm in Altglienicke

Wasserwerk im Jahr 2010
Wasserwerk im Jahr 2010

Nach jahrelangem Leerstand geht das 1905/06 im Stile der Backsteingotik erbaute Wasserwerk Altglienicke in der Straße Am Pumpwerk einer neuen Nutzung entgegen. Das Areal mit dem vom Düsseldorfer Architekten Heinrich Scheven konzipiertem Baudenkmal wurde von den Berliner Wasserbetrieben an einen privaten Eigentümer verkauft. Dessen Bauantrag wurde im November 2016 wiederum positiv beschieden. Beantragt und genehmigt wurden eine Nutzungsänderung sowie der Umbau des früheren Wasserwerks zur Wohnnutzung mit zwei Wohnungen sowie einer Gewerbe- und Büronutzung. Erweiterungen und Neubauten sind nicht geplant und auch nicht zulässig. Alle Planungen zu diesem Grundstück wurden dabei mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Das Wasserwerk wurde bis 1990 für die Wasser-versorgung der Region Altglienicke, Bohnsdorf und Grünau genutzt, wobei ab 1956 ein Pumpsystem anstelle des Wasserturms für den benötigten Wasserdruck sorgte.

Die dort befindlichen Wohngebäude wurden noch bis Anfang der 90er Jahre genutzt und sogar mit erheblichem finanziellem Aufwand denkmalgerecht saniert. Dächer wurden erneuert, Fenster ersetzt, Fassaden saniert und die Elektrik modernisiert. Kurze Zeit später wurde jedoch aus Wasserschutzgründen die Wohnnutzung untersagt, die Gebäude verschlossen und das gesamte Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt und verlassen, als es hieß, man benötige dieses Wasserwerk nicht mehr. 1999 entfernten die Wasserbetriebe die Brunnen, so dass eine Wiederinbetriebnahme der technischen Einrichtungen in der bestehenden Form ausgeschlossen war. Es wurde sogar im gleichen Jahr vom Eigentümer ein Abrissantrag gestellt, der von der Denkmalschutzbehörde abgelehnt wurde. Bis 2009 bestand das Wasserschutzgebiet um das Wasserwerk in Form eines Vorhaltebereiches mit allen wasserschutzrechtlichen Auflagen weiter. Erst mit deren Aufhebung wurde eine Nachnutzung zur Bewahrung des denkmalgeschützten Gebäudes möglich. Acht Jahre später kann es nun losgehen. Doch nicht nur da.

Auch bei dem mit dem Wasserwerk zusammen entstandenen Wasserturm in der Schirnerstraße geht es durch einen Eigentümerwechsel weiter. Der 38,55 Meter hohe Turm wurde schon 1993 von den Wasserbetrieben verkauft, nachdem dieser schon Jahrzehnte nicht mehr in seiner eigentlichen Form genutzt wurde. Damals erwarb zunächst das Bezirksamt das Baudenkmal, um hier ein soziokulturelles Zentrum für die Region Falkenberg zu schaffen, doch die Sanierungskosten erwiesen sich als zu hoch. 1999 kaufte der Unternehmer Michael Eyberg von der Dachland GmbH den Turm vom Bezirk ab. Der ging auch rasch an Pläne für eine Nutzung als Wohnung, Büroräume sowie unten im Sockelgeschoss einen öffentlichen Raum als Galerie und Café, vollzog Sicherungs-maßnahmen und reichte entsprechende Bauanträge ein. Zeitweise zog als vorübergehende Nutzung das Altglienicke Museum in den Turm ein.

Wasserturm im Jahr 2010
Wasserturm im Jahr 2010

Doch es gab viel Streit um die Jahrtausendwende herum. Zum einen um einen zu schaffenden zusätzlichen Fluchtweg, der durch einen gläsernen Turmanbau mit Fahrstuhl erfolgen sollte. Dann sorgten Risse in dem Turmkopf, der den Wasserkessel umgab, für Sicherheitsprobleme – drohende Einsturzgefahr! In Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde wurde das Mauerwerk oben abgetragen, um die Statik des Turmschafts nicht länger zu gefährden. Eyberg wollte den so erst einmal verloren gegangenen Turmkopf nicht in seiner historischen Form der Backsteingotik, sondern in einer modernen Form mit großen Panoramafenstern aufbauen, was vielen Altglienickern missfiel. Zum anderen wehrten sich damals einige Anwohner in dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan-verfahren gegen Eybergs Nutzungspläne. Diese fürchteten für ihre Grundstücke Nachteile durch Lärm und wegfallende Parkplätze, wenn dort ein öffentliches Café entstünde und oben eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform sei. Man könne dann von oben auf ihr Grundstück schauen, wenn sie etwa gerade im Pool baden, hieß es unter anderem in einer Anwohnerversammlung. Letztlich zeigte sich Eyberg zunehmend frustriert, warf hin, zog auch aus Altglienicke weg und verfolgte keine weiteren Pläne mehr mit dem Turm, blieb aber Eigentümer. Der obere Teil des Wasserturms zeigte sich fortan als ewige Baustelle mahnend von einer weißen Kunststoffhülle umhüllt.
Jetzt hat Eyberg den Wasserturm an die Terraplan Baudenkmalsanierungsgesellschaft mbH in Nürnberg verkauft. Diese sind in der Ortslage Falkenberg nicht unbekannt, denn erwarben sie bereits die naheliegende Preußensiedlung und führten das lange durch Leerstand gekennzeichnete Baudenkmal durch umfangreiche Sanierungsarbeiten wieder einer Wohnnutzung zu. Das Ergebnis ist gelungen. Die Terraplan hat jetzt nach dem Grundstückserwerb in der Schirnerstraße 19 als erstes einen Historiker beschäftigt, alles Wissenswerte in Archiven und Fotosammlungen über den Wasserturm zusammenzutragen. Schließlich soll er denkmalsgerecht saniert werden und über die Fortführung des Bebauungsplanverfahren künftig mit einer Büro- und Wohnnutzung neuen Zeiten entgegen gehen. Dazu sollen uns recht bald erste Pläne vorgestellt werden. So können wir uns zum Jahresbeginn 2017 freuen, dass der Fortbestand zweier Baudenkmäler in Altglienicke nach lange fehlender Nutzung endlich wieder in Sichtweite erscheint. Man glaubte nach den vielfältigen, dann immer stiller werdenden Debatten ab den 90er Jahren um Wasserwerk und Wasserturm schon fast gar nicht mehr, dass sich da noch mal etwas bewegt.

(Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick, Vielen Dank, Fotos: I.Drews)

Zu den vom Senat geplanten Unterkünften für Flüchtlinge gibt es jetzt doch Widerspruch aus den Bezirken. Der Bürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD), erklärte am Donnerstag, dass das Bezirksamt einer Flüchtlingsunterkunft mit 1000 Plätzen in Containern am Fürstenwalder Damm 388 „nicht zugestimmt“ habe.

„Vielmehr bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen normalen Standort mit 500 Plätzen handelt“, teilte Igel mit. Einem Standort für 500 Flüchtlinge könne er zustimmen, einer Erhöhung der Zahl der Plätze dagegen nicht. In einer vom Senat verbreiteten Liste war zuvor der Fürstenwalder Damm 388 mit zwei Standorten für Containerdörfer ausgewiesen worden. Auf der Liste war vermerkt, dass der Bezirksbürgermeister darüber informiert worden sei und dass die Zustimmung des Bezirks vorliege.
Zustimmung liegt nicht vor

Auch dem Bau von Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge an zwei Standorten am Bohnsdorfer Weg 99-103 und 109-119 habe das Bezirksamt nicht zugestimmt, erklärte der Bürgermeister. „Im Gegenteil: Wir haben an dieser Stelle empfohlen, den geplanten Wohnungsbau voranzutreiben“, so Igel. Bei dieser Ablehnung bleibe es. Laut der verbreiteten Liste soll dazu ebenfalls die Zustimmung des Bezirks vorgelegen haben.

Flüchtlinge in Berlin: Neue Container in Treptow-Köpenick - Bezirk widerspricht Senat | Berlin - Berliner Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
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