Altglienicker Filmnächte: Draußen & umsonst im Kosmosviertel im Garten des Bürgerhauses

Foto: WAMA
Foto: WAMA

(Pressemitteilung vom Bezirksamt Treptow Köpenick vom 17.09.2020)

Noch bis zum 10.10., immer Samstags, verwandelt sich der Garten des Bürgerhauses Altglienicke zu einem großen Freiluftkino. Im Rahmen der “Altglienicker Filmnächte” werden im Kosmosviertel kostenlos Filme für die ganze Familie auf einer Großleinwand angeboten.
Das Kulturleben war seit einem halben Jahr aufgrund der Corona-Pandemie vielen Einschränkungen unterworfen. Lange war kaum etwas an Veranstaltungen möglich. Mittlerweile gehen mit gewissen Regeln wieder die einen und anderen Veranstaltungsformen, vor allem wenn solche draußen an freier Luft stattfinden. Nun soll es kulturell auch im Kosmosviertel wieder so richtig losgehen – mit einer ganzen Open-Air-Reihe: Der Bürgerverein Altglienicke e.V. lädt in den Garten des Bürgerhauses Altglienicke zu den ersten 
Altglienicker Filmnächten ein. An fünf aufeinander folgenden Sonnabenden können dort alle Interessierten auf Liegestühlen Platz nehmen und mit Einbruch der Dunkelheit sich kostenfrei Spielfilme sehen.
Die Veranstaltungsreihe des Bürgervereins wird unterstützt durch WeTeK gGmbH mit der Medienetage, dem Kiezladen der Möglichkeiten WaMa und dem Projekt Kulturkoordination, dem Jugendklub BASE24 sowie dem Quartiersmanagement Kosmosviertel. Finanziell wurde das Ganze möglich durch Mittel der Kiezkasse Altglienicke.
Start war am vergangenen Sonnabend (12.09.2020). Welche Filme an den kommenden Filmnächten gezeigt werden, kann man jeweils aktuell unter http://kiezladen-wama.de/filmklub/ sehen.
Noch stehen nicht alle Filme fest, man kann also noch Filmvorschläge senden.
Bedingung: Es sollten familientaugliche Filme sein mit Altersbeschränkung 6 Jahre, so dass auch Kinder und Jugendliche mitschauen können. Bevorzugt werden Filme von deutschen Produzenten und Studios gesucht.
Vorschläge bitte per E-Mail an: kiezkultur@wetek.de.
Bei den Altglienicker Filmnächten sind natürlich die aktuellen Corona-Regeln zu beachten. Das heißt, es sind am Eingang die jeweiligen Kontaktdaten zu hinterlassen (die nach drei Wochen vernichtet werden) und auf dem Gelände 1,50 Meter Abstand zu allen Personen außerhalb des eigenen Haushalts einzuhalten. Auf den Wegen zu den Sitzplätzen sowie zur Nutzung der Toilette ist eine Mund-Nasen-Maske zu tragen.
Der Eingang zum Garten des Bürgerhauses Altglienicke (Ortolfstraße 184) erfolgt durch das Tor am Gebäude rechts (neben dem Jugendklub).
Die nächsten Termine der Altglienicker Filmnächte sind:

  • Sa 19.09.: 19:45 Uhr
  • Sa 26.09.: 19:30 Uhr
  • Sa 03.10.: 19:00 Uhr
  • Sa 10.10.: 19:00 Uhr

Einlass ist ab eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Der Bürgerverein Altglienicke und alle weiteren Beteiligten freuen sich über zahlreichen Besuch! 
Rückfragen E-Mail: team@kosmosviertel.de


Drogerie Kussatz fliegt raus – Das Biotop-der Teich wird vernichtet! Moralische Entartungen im Kosmosviertel!

Moral – Anstand – Ehrlichkeit, keine Tugenden vom Grünflächenamt Treptow-Köpenick, der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke oder dem Quartiersmanagement Kosmosviertel!

 

1. Eine unheilige Allianz von der Katholischen Kirche Deutschland und der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke vernichtet die gewerbliche Existenz von Familie Kussatz. Die allseitsbekannte Drogerie besteht seit 1992, also stolze 28 Jahre. Generationen von Altglienickern kauften dort die 1000 Notwendigkeiten des Alltags. Was es nicht gab, wurde bestellt. Mit einem Projekt für Jugendliche zieht die Katholische Kirche in den Komma10-Laden, welcher den Ladenstandort der Drogerie Kussatz von der WGA bekommt. Die Katholische Kirche erkaufte sich Ablass von Familie Kussatz, indem sie Hilfe beim Auszug anbot sowie die August-Miete bezahlte. Der Komma10-Geschäftsführer entschuldigte sich bei Familie Kussatz... Vielen Dank Familie Kussatz für jahrzehntelanges Engagement und Freundlichkeit! Sehr befremdlich Wohnungsgenossenschaft Altglienicke!

2. Wie erwartet, wurde die auf Druck der Anwohner zustande gekommene Infoveranstaltung der Planer zur Abqualifizierung des Grünzuges zwischen Venusstraße und Uranusstraße zur Bankrotterklärung derselben. Die durchschaubare Bürgerbeteiligungsfarce gipfelte in der Verhöhnung der Bürgerinitiative zum Erhalt des Biotops. Erschreckend diese Arroganz und Ignoranz gegenüber den Anwohnern! Der ideale Nährboden für zukünftige Protestwahlen. Leider wurde die Veranstaltung durch das Quartiersmanagement, willfährig im Sinne der Veranstalter, gegen den Willen der Bewohner beeinflusst. Als Ansprechpartner der Kosmosbewohner für deren Interessen hat sich das Quartiersmanagement disqualifiziert!

3. Wenn die Zerstörung von Natur unter der Flagge „Zukunft Stadtgrün“ stattfindet, dann bitte NO FUTURE!!!

Ronald Seiffert war dabei als interessierter und informierter Altglienicker


Ausstellungseröffnung am 17.09.2020 im Museum Köpenick: „Wir kommen nicht mit leeren Händen“ – Die Ortsteile des heutigen Treptow-Köpenick auf ihrem Weg nach Groß-Berlin im Jahr 1920

Pressemitteilung Bezirksamt Treptow Köpenick 

  • Ausstellungseröffnung: 17.09.2020, 16 Uhr
  • Ausstellungslaufzeit: 17.09.2020 – 31.03.2021, Eintritt frei
  • Ort: Museum Köpenick, Alter Markt 1, 12555 Berlin

Cornelia Flader, Bezirksstadträtin für Weiterbildung und Kultur, teilt mit:
»Am 1. Oktober 1920 wurde Berlin schlagartig zur drittgrößten Stadt der Welt. 59 Landgemeinden, 27 Gutsbezirke und sieben Städte bildeten gemeinsam mit dem „Alten Berlin“ die neue Einheitsgemeinde. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich auf 3,8 Millionen Menschen und die Fläche wuchs von 66 auf 878 Quadratkilometer. Im Alltag der Bevölkerung waren Berlin und sein Umland aber bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts zusammengewachsen. Industriebetriebe hatten sich in den Vororten, wie beispielsweise in Oberschöneweide, angesiedelt und damit die rasante Stadtentwicklung befördert.
Die Ortsteile des heutigen Treptow-Köpenick kamen vor 100 Jahren keineswegs „mit leeren Händen“. Sie brachten Wald- und Wasserflächen, Industriestandorte und Einrichtungen der Daseinsvorsorge mit ein. Doch wie erlebten die Gemeinden im Südosten die Zeit vor der Bildung von „Groß-Berlin“? Was brachten die Kommunen mit ein und wie profitierten sie selbst von der neuen Stadtgemeinde? Die Ausstellung richtet den Blick auf die 15 Ortsteile des heutigen Bezirks Treptow-Köpenick und zeigt, wie eine Verwaltungsreform das Leben der Menschen veränderte.
Bis heute haben sich die Ortsteile des heutigen Bezirks Treptow-Köpenick ihr unverwechselbares Profil bewahrt. Im Rahmen des Groß-Berlin-Jubiläums ist auch das ein Grund zu feiern.«
Die Ausstellung wird am 17. September 2020 um 16 Uhr durch Cornelia Flader, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, eröffnet.
Öffnungszeiten: Di. und Mi. 10 – 16 Uhr, Do. 10 – 18 Uhr, So. 14 – 18 Uhr
Weitere Informationen: https://www.berlin.de/museum-treptow-koepenick/
E-Mail.: museum@ba-tk.berlin.de  / Tel.: (030) 90297 - 3351

Rückfragen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Telefon: presse@ba-tk.berlin.de


Tante Emmas Laden im Altglienicke-Museum

So sah damals ein Laden aus.
So sah damals ein Laden aus.
Heute nachgebildet und aufgestellt im Museum
Heute nachgebildet und aufgestellt im Museum

Am Sonntag den 30.08.2020 ab 14 Uhr wurde der alte Kaufmannsladen im Altglienicke Museum feierlich eröffnet.

Liebevoll aufgearbeitet und ausgestellt sind diese Schätze unserer Heimatgeschichte

ab sofort in unserem kleinen Museum zu besichtigen.

Von einer Secura-Registrierkasse aus dem Konsum Schönefelder Chaussee, einem Fleischer-Hauklotz der Fleischerei Jauer in der Straße am Falkenberg, einen Verkaufstresen von Goldschmied Hasche in der Köpenicker Straße, sowie Ladenregale und noch vieles mehr. 

Diese Sammlung von Ausstattungsgegenständen, aus längst geschlossenen Läden der alten Altglienicker Geschäftswelt, wurde unserem Museum als Dauerleihgabe von unserem Mitglied Ezard Geike zur Verfügung gestellt. Dafür Vielen Dank. 

Hier können Sie einige Bilder von der Eröffnung sehen. 


Theater Adlershof wird saniert

Das Theater Adlershof (Foto Ralf Drescher)
Das Theater Adlershof (Foto Ralf Drescher)

Unweit vom S-Bahnhof Adlershof liegt an der Moriz-Seeler Straße das Studiogebäude S5, welches 1952 unter dem in der Bauhaus-Schule Dessau ausgebildeten Architekten Franz Ehrlich (1907–1984) als „Fernsehtheater der DDR” mit einem großen Saal, Empore, Regieräumen und repräsentativem Eingangsfoyer errichtet wurde. Der Saal bot für 520 Leute Platz. Bis 1957 wurden von hier vom Deutschen Fernsehfunk (DFF), dem DDR-Fernsehen, Inszenierungen, Opern und Schauspielaufführungen gesendet. Es war das erste und einzige Fernsehtheater in Deutschland. Einer der ersten Schauspieler, die hier auf der Bühne standen, war Herbert Köfer. Dann entkernte man nur fünf Jahre nach seiner Errichtung das Gebäude und es diente bis Ende 1990 insbesondere für die Produktion der Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“. Dort diente der Theaterschauspieler Köfer sogar als erster Nachrichtensprecher. Das Haus steht heute als wichtiges bauliches Zeugnis der DDR-Moderne unter Denkmalschutz. Es ist auch das letzte erhaltene Fernsehstudio aus der Zeit des DDR-Fernsehens. Der große Saal steht seit längerem leer, während das vorgelagerte Foyer seit fünf Jahren vom „Theater Adlershof” unter Intendantin Kathrin Schülein als Spielstätte genutzt wird. 2008 sah Schülein das Haus zum ersten Mal, als sie Proberäume für ihr Ballett sowie ihre Compagnie „art changé” suchte und sich schnell in das Gebäude verliebte. Sie belebte durch ihr privates Engagement die kurzzeitige Theatertradition der 1950er Jahre auf ihre Weise wieder. Schon zuvor hatte sie in Adlershof das Theater „Casablanca” in der Friedenstraße zum Leben erweckt, wo zu DDR-Zeiten lange nur Lagerräume waren.

Jetzt geht es nach einem langwierigen Kampf, den Kathrin Schülein führte, insbesondere nachdem es für ihre Spielstätte Brandschutzauflagen gab, welche die weitere Existenz in Frage stellte, auch mit dem Theatergebäude weiter voran.

Blick in den Saal des „Fernsehtheaters der DDR” im Jahr 1953 (Foto: theater-adlershof.de)
Blick in den Saal des „Fernsehtheaters der DDR” im Jahr 1953 (Foto: theater-adlershof.de)

Die WISTA.Plan GmbH beurkundete kürzlich für das Land Berlin einen Erbbaurechtsvertrag mit der Studio 5 GmbH & Co. KG, die von dem Architekten Stefan Klinkenberg vertreten wird. Klinkenberg konnte in der Vergangenheit schon mehrfach beweisen, dass er Denkmalschutz und Kultureinrichtungen gut miteinander verzahnen und mit Leben füllen kann. So übernahm dieser beim Bürgerprojekt Rathaus Friedrichshagen die Projekt-entwicklung. In dem historischen Gebäude an der Bölschestraße, welches lange als Polizeirevier diente, finden sich heute Dienstleister aus den Bereichen Kultur, Medien, Tourismus sowie soziale Einrichtungen und Initiativen. Auch die Brauerei Königstadt in Prenzlauer Berg erweckte der Architekt zusammen mit der Genossenschaft der ansässigen Gewerbetreibenden zu neuem Leben. Aktuell saniert er das Schloss Broock in Vorpommern, wo künftig Tagungen, Musik- und Kulturfestivals stattfinden sollen. Jetzt wird Klinkenberg das Adlershofer Studiogebäude S5 denkmalgerecht sanieren und mit einem Neubau ergänzen. Darin sollen Büros für Unternehmen aus dem Kultur- und Medienbereich einziehen. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für 2024 geplant. Mit dem erfolgten Vertragsabschluss wurde jetzt ein großer Schritt getan, um das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren, nachhaltig mit kulturellen Leben zu füllen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Daran beteiligt waren insbesondere die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie das Bezirksamt Treptow-Köpenick, die gemeinsam bereit waren, kreative Lösungen bei den Denkmalschutz-belangen sowie bei der kulturellen Nutzung zu finden.

Der sanierte Saal soll dann auch als Spielstätte für das Theater Adlershof genutzt werden. Damit verfügt man auch über größere Möglichkeiten als bisher in dem Foyer. Nachdem es zuletzt Coronabedingt eine dreimonatige Spielpause gab, finden dort wieder seit Juni Aufführungen statt, die immer aktuell unter theater-adlershof.de zu sehen sind. Derzeit wird dafür ein Außengelände genutzt, doch wenn es die Situation erlaubt, wird es bald wieder nach innen gehen. Mit dem sanierten Saal in ein paar Jahren gibt es dann ein zusätzliches kulturelles Highlight für den sich entwickelnden Stadtteil Adlershof und die Region darüber hinaus.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


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Der Dörferblick
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