„Engagiert in Altglienicke“ „Ich muss weiter!“

Pressemitteilung des Quartiersmanagements Kosmosviertel 

Mit diesem Satz beendet Margot ihren kurzen Gruß und eilte durch die Einkaufspassage des Kosmosviertels fröhlich und entschlossen zur Arbeit. Margot ist 80 Jahre alt und muss längst nicht mehr arbeiten. Dennoch arbeitet Margot seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Sie gratuliert älteren Menschen zum Geburtstag, besucht Kranke und hilft Kindern bei den Hausaufgaben in der Unterkunft für Geflüchtete. Margot ist einer der vielen Menschen, die sich in ihrem Stadtteil Altglienicke engagieren. Viele von ihnen sind in sozialen Einrichtungen verankert, wie z.B. André, der sich seit Jahren um die Tiere auf dem Abenteuerspielplatz kümmert. Andere arbeiten für sich, wie Uwe, er pflegt die Hochbeete in der Einkaufspassage des Kosmosviertels.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren, aber wie und wo erfährt man von diesen Möglichkeiten?

Künftig informiert das Quartiersmanagement Kosmosviertel sowie das Familienbegegnungszentrum Altglienicke alle Interessierten über Möglichkeiten des Engagements in ihrem Kiez. Dies wurde auf der Bühne des Spätsommerfestes Altglienicke unter dem Motto „Engagiert in Altglienicke“ von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen angekündigt. Über das Netzwerk „Engagiert in Altglienicke“ sollen die Kiezbewohner/Innen ohne großen Aufwand den Weg zum langfristigen oder punktuellen Ehrenamt finden. Dank „Engagiert in Altglienicke“ muss auch Margot die Belohnungsschokolade für die Hausaufgabenhilfe nicht mehr selber zahlen und kann sich künftig auf mehr Unterstützung und Anerkennung freuen. Steckbrief: Was ist „Engagiert in Altglienicke“?

Ein Netzwerk von Einrichtungen, die interessierte Bürger über Möglichkeiten des Engagements in ihrem Kiez informieren.

Wer ist „Engagiert in Altglienicke“?

QM- und BENN-Team Kosmosviertel, Familienbegegnungszentrum Altglienicke, Sozialraumorientierte Planungskoordination Treptow-Köpenick und Koordinationsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit des Bezirksamts Treptow-Köpenick.

Wo finden Sie „Engagiert in Altglienicke?

BENN und QM Kosmosviertel

Schönefelder Chaussee 237 in 12524 Berlin und im 

Familienbegegnungszentrum Altglienicke

Köpenicker Str. 42 in 12524 Berlin

Kontakt: Quartiersmanagement Kosmosviertel        Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin 

Tel: (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de - team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel  


Bürgerverein Altglienicke lädt ein zum Vortrag „Die vergessene Grabanlage auf dem Friedhof Altglienicke“ am 20.09. in der WaMa

Lange Zeit fristete das Sammelgrabfeld U 2 auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke an der Schönefelder Chaussee 100 ein Schattendasein. Nur ein unauffälliger namenloser Gedenkstein wies darauf hin, dass hier die Aschen von 1.284 Opfern der Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen, von Euthanasieopfern sowie von Hingerichteten aus der Hinrichtungsstätte Plötzensee beigesetzt wurden. Der 79-jährige Hobbyforscher Klaus Leutner engagiert sich seit vielen Jahren, um diese anonym beerdigten Menschen der Vergessenheit zu entreißen. Zu den dort Bestatteten zählen beispielweise auch 18 katholische Priester aus Polen, die im KZ Sachsenhausen ermordet wurden und zu denen der Köpenicker umfangreich recherchierte. Leutner tritt dafür ein, die Anlage als Kriegsgräberstätte neuzugestalten, wo sich dann Deutsche und Polen zur Versöhnung die Hände reichen können. Für sein außerordentliches Engagement bekam der gebürtige Ostpreuße sogar das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen überreicht.

Der Bürgerverein Altglienicke nimmt sich mit einer eigenen Infoveranstaltung unter der Überschrift „Die vergessene Grabanlage auf dem Friedhof Altglienicke“ dem Thema an und lädt dazu herzlich alle Interessierten ein. Klaus Leutner berichtet am Freitag, den 20. September, ab 19.00 Uhr, im Kiezladen der Möglichkeiten WAMA, Ortolfstraße 206B, in der Ladenpassagen Kosmosviertel, mit einem Bildervortrag über die Geschichte sowie die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen in Erinnerung an die Opfer der Nazidiktatur. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hatte jüngst einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Erinnerungsortes für das Urnensammelgrab ausgeschrieben. Ganz zentrales Anliegen des Wettbewerbs ist die Anonymität der Opfer aufzuheben und alle Namen und Lebensdaten in geeigneter Form vor Ort anzubringen. Derzeit werden die eingegangenen Konzepte bewertet. Mehr wird es darüber am 20. September zu erfahren geben. Leutner setzt sich seit nunmehr 15 Jahren für einen würdigen Gedenkort an dieser Stelle ein. Auf der Suche nach den sterblichen Überresten der am 15. August 1942 in Berlin-Plötzensee hingerichteten Polin Bronislawa Czubakowska aus Zgierz war er 2004 bei der Friedhofsverwaltung in Altglienicke vorstellig geworden und bat um Einsicht in die Bestattungsunterlagen, in der Hoffnung ihr Grab zu finden. Die dort enthaltenen Angaben waren relativ spärlich. Beim Durchblättern der Unterlagen blieben seine Augen an einem Eintrag hängen: „80 Stück unbekannte Aschen vom Anatomischen Institut Humboldt Universität,Berlin N.W. 7 Philippstr. 1.“ Das waren nach Auskunft von Medizinhistorikern der Freien Universität Hinrichtungsopfer aus Plötzensee – aber ohne Namensangabe. Neugierig geworden, stellte er fest, dass auf diesem Friedhof außer den 80 Hinrichtungsopfern auch weit über 1000 KZ-Häftlinge, sowie über 140 Euthanasieopfer ihre letzte Ruhestätte in Altglienicke gefunden hatten. Die ersten 14 wurden im Dezember 1940 bestattet. Gras schien über die Geschichte dieser Opfer gewachsen zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes. Er fand damals an der Grabstelle U 2 nur ungepflegten Rasen und einen Gedenkstein mit dem ihm nichtssagenden Text: „Den 1284 ermordeten Antifaschisten deren Asche hier bestattet ist“. Dieses soll sich nun ändern.

(Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick)


Tag der offenen Kreativwerkstätten bei Schutzhülle e.V. Frauentreff in Baumschulenweg

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 17.09.2019

  • Zeit: Mittwoch , den 25. 09.2019 von 11.00 bis 16.00 Uhr
  • Ort: Schutzhülle e.V., Rinkartstraße 13 , 12437 Berlin

Interessierte sind eingeladen, sich in den neuen Räumen der Schutzhülle e. V. ein Bild von den Kreativ– und Beratungsangeboten zu machen.
In den Werkstätten Textil, Keramik und Malerei können Sie auf zwei Etagen den Frauen über die Schulter schauen:

  • 11:00 – 12:00 Aufbaukeramik
  • 11:00 – 13:00 Klöppeln
  • 11:00 – 12: 00 Amigurumi (japanische Häkelarbeiten)
  • 12:15 – 13:45 Sensitives Malen, bei schönem Wetter länger
  • 13:00 – 14:30 Bumerang-Ferse Stricken
  • 14:00 – 16:00 Aufbaukeramik
  • 14:00 – 16:00 Zwirnknöpfe mit bunten Fäden herstellen
  • 14:30 – 16:00 Kummerpüppchen Stricken

Einige der Kummerpüppchen gehen im Oktober auf große Reise. Sie sollen Kindern in Indien eine Freude bereiten, die sich im Haushalt schwer verletzt haben und deren Gesichter dank von Ärzten des Interplast e.V. kostenlos operiert werden. Andere dieser Kummerpüppchen werden, genauso wie kleine Herzen, Sorgenfänger und andere Amigurumi-Tiere, Kinder im Kinderhospiz Pankow trösten.
Besucherinnen und Besucher können sich auch ein Bild über die Förderung der Kreativität der Kindergartenkinder im Kiez machen und sich außerdem in einer Hofgalerie Bilder anschauen, die bei der Arbeit der Schutzhülle mit geflüchteten Kindern entstanden sind. Der Verein bietet auch neue Workshop-Angebote für die Herbstferien und die nächsten Monate an. Und selbstverständlich sind in den neuen Räumen viele Arbeiten der Schutzhülle zu sehen. 
Rückfragen: Schutzhülle e.V., Frauentreff in Baumschulenweg, Telefon: (030) 67 80 79 14


Aktion Glücksrad vom Bürgerverein beim Altglienicker Spätsommerfest war ein voller Erfolg

Gestern war unsere Glücksradaktion beim Altglienicker Spätsommerfest ein voller Erfolg. Einige Male kamen wir mit unserer Befüllung der Bürgervereinstüte gar nicht nach, da am Glücksrad so viele Leute standen und eine Tüte gewonnen haben. Der Hauptpreis unser Altglienicke Buch wurde am Glücksrad insgesamt zwölfmal gewonnen. Viel Spass beim Lesen unserer Altglienicker Geschichte an alle Gewinner. Insgesamt gingen bis 16:30 Uhr ca. 180 befüllte Bürgervereinstüten raus. Danach war dann aber auch alles weg. Danke nochmal an dm Drogerie Markt im Wegedornzentrum für die vielen Sachspenden. Alle haben sich riesig darüber gefreut. Wieder ein schöner Tag obwohl ab und an etwas stressig gewesen, aber insgesamt alles sehr gut verlaufen ist und das Wetter auch noch mitspielte. Hier einige Bilder von unserem Stand. Auf den ersten fünf Bildern sieht man noch die Vorbereitung und den Anfang, danach ging es richtig los am Glücksrad. Danke an alle unsere Helfer am Stand. 


Einladung zum Ortsteilgespräch: L(i)ebenswerter Kiez Johannisthal – Ich bin dabei!

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 17.09.2019

  • Zeit:: Samstag, den 28. September 2019 von 10 bis 13 Uhr
  • Ort: Rathaus Johannisthal, Am Sterndamm 102, 12487 Berlin

Sie wollen etwas für Johannisthal tun? Sie haben schon konkrete Projekte oder Ideen, was Sie für Ihre Nachbarschaft in Johannisthal einbringen können oder wollen? Manchmal fehlen Ihnen aber Unterstützung und Partnerschaften, die Ihnen helfen?
Dann diskutieren Sie im „Ortsteilgespräch: L(i)ebenswerter Kiez Johannisthal – Ich bin dabei!“ mit Gleichgesinnten und Partnern, wie die Bedingungen für Ihr Engagement verbessert werden können.
Das Ortsteilgespräch ist eine Kooperation von:

  • Quartierszentrum Johannisthal der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
  • Sozialraumorientierte Planungskoordination (SPK) des Bezirksamts Treptow-Köpenick
  • LiK-Netzwerk Leben im Kiez/offensiv 91 e.V.
  • Freundeskreis Heimatgeschichte Treptow – Arbeitsgruppe Johannisthal
  • Seniorenvertretung Treptow-Köpenick
  • Kontaktstelle Pflegeengagement
  • Ev. Kirche Johannisthal

 

Um eine Anmeldung bis zum 25. September 2019 wird gebeten, da die Platzkapazitäten begrenzt sind:
Gesa Hoffmann
ortsteilgespraech-johannisthal.berlin@johanniter.de
0173/ 619 569 7
Barrierefreiheit ist gegeben (bitte Eingang über den Hof nutzen, dort ist ein Aufzug).
Für einen kleinen Imbiss und Getränke ist gesorgt.


„Tante-Emma-Laden“ im Altglienicke Museum Altglienicker Geschichte wird bewahrt

Partiehandlung Adolf Ehrlich Grünauer / Ecke Köpenicker Straße um 1916
Partiehandlung Adolf Ehrlich Grünauer / Ecke Köpenicker Straße um 1916

Nicht ungenutzt geht die Museums-Sommerpause zu Ende. Unser Vereinsmitglied Ezard Geike überlässt dem Museum, nicht ohne Wehmut, seine Sammlung von Einrichtungsgegenständen aus Altglienicker Geschäften. Der Verkaufstresen von Oskar Hasche (Köpenicker Straße), der Hauklotz und das Fleischerbeil aus der Fleischerei Jauer (Straße am Falkenberg), das beleuchtete Reklameschild überm Tresen von Bäckerei Werner (Rudower Straße), Waagen und Kassen aus verschiedenen weiteren Geschäften (Schirnerstraße, Germanenstraße u.a.), desweiteren ein Füllhorn sehenswerter Artefakte Altglienicker Geschäftigkeit. Wir Ehrenämtler im Bürgerverein geben alles, um den „Tante-Emma-Laden“ lebendig werden zu lassen. Ungezählte Stunden haben wir schon investiert, viele weitere werden folgen. Wir suchen gerne noch Mitstreiter, die Freude am Bewahren ihrer, unserer Altglienicker Geschichte haben.

Auch suchen wir jedes Foto, jedes Dokument, welches hilft, Altglienicke wie es einst war, zu zeigen und somit den Einwohnern und Gästen nahe bringen zu können! Durchstöbern Sie ihre Keller und Dachböden auf der Suche nach heimatgeschichtlichen Kostbarkeiten! Jedes noch so kleine Detail im Hintergrund kann für uns wichtig sein. Kontakt: Ronald Seiffert Tel.: 01727525761 oder ronald.seiffert@web.de .

Seien Sie neugierig, besuchen Sie uns wieder im Altglienicke Museum, dort erfahren und erleben Sie weiterhin Altglienicker Geschichte in geselliger Runde.

(Text und Foto: Ronald Seiffert BVA Arbeitsgruppe Heimatgeschichte)

 

Achtung bitte beachten: Zur Zeit ist leider das Museum zwecks Umbau und Aufstellung neuer Museumsexponate nicht besuchbar. Sie können aber unsere beiden Veranstaltungen am 20.09 um 19:00 Uhr in der WaMa im Kosmosviertel (Vortrag über die vergessene Grabanlage auf dem Friedhof Altglienicke) und am 11.10 um 18:00 Uhr unsere Ausstellung 30 Jahre Mauerfall im Bürgerhaus Altglienicke besuchen kommen. 


Einweihung des Fischerbrunnens vor dem Rathaus Treptow

Bild: Bezirksamt Treptow Köpenick
Bild: Bezirksamt Treptow Köpenick

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 13.09.2019

Heute haben Bezirksbürgermeister Oliver Igel und der Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung, Rainer Hölmer, den historischen Fischerbrunnen vor dem Rathaus Treptow nach 10-monatiger Sanierung an die Öffentlichkeit übergeben. Im Jahr 1925 wurde der Platz rund um den Brunnen mit der Fischerskulptur “Stralauer Fischer” (von Reinhold Felderhoff, 1916) angelegt. Zu dieser Zeit war der Platz vor dem Treptower Rathaus offen und grün. Durch verschiedenste Sanierungsarbeiten in den Jahren 1977 und 1984 ging die Symmetrie der Brunnenanlage teilweise verloren.

Mit der jetzigen Sanierung wurde die Platzfläche am Fischerbrunnen auf Grundlage historischer Pläne wieder hergestellt. Die denkmalgerechte Restaurierung des Brunnens und der Skulptur des Stralauer Fischers hatten hierbei besondere Bedeutung.

Mit der Fischer-Skulptur soll an die berühmten Stralauer Fischzüge des Mittelalters erinnert werden, die damals quasi vor den Toren Treptows stattfanden und an denen auch Fischer vom Treptower Spreeufer beteiligt waren. Die Sanierung konnte mit 810.000 EUR aus Investitionsmitteln des Landes Berlin finanziert werden.

Besonderen Dank gilt den ausführenden Firmen: Plancontext GmbH, Ingenieurbüro für Wassertechnik Dipl.-Ing. Jürgen Fiedler, BfU – Büro für Umweltfragen GmbH, Firma Flöter & Uszkureit GmbH, DEBUS Umweltgerechte Entsorgungs GmbH, KIESEWETTER GmbH, Steinrestaurierung Ellwart GmbH & Co. KG, Firma ComBau GmbH, Firma Combé Anlagenbau GmbH und der BMP Konservierung und Restaurierung GmbH


Vielen Dank für Ihre Unterstützung geht an:

Der Dörferblick
Der Dörferblick