Leider kann der Altglienicker Adventsmarkt seinen 10. Geburtstag in diesem Jahr nicht feiern

Foto: Bürgerverein Altglienicke e.V.
Foto: Bürgerverein Altglienicke e.V.

Am 05.12.2010 fand in Regie von Bürgerverein Altglienicke und ev. Kirchengemeinde der erste Altglienicker Adventsmarkt rund um die Pfarrkirche statt. In diesem Jahr hieße es 10. Geburtstag zu feiern. Das Datum des 2. Adventssonntags als Veranstaltungstermin wirkt besonders inspirierend, denn es wäre der 06.12. – Nikolaustag. Nikolaus war daher als zusätzliches Thema angedacht. Leider grassiert seit dem Frühjahr die Corona-Pandemie in Deutschland, womit viele Einschränkungen verbunden waren und auch weiterhin sind. Viele traditionsreiche Volksfeste sind abgesagt worden. In Altglienicke gab es dieses Jahres auch kein Spätsommerfest. Die Hoffnung vor den Sommerferien war, dass es mit den Coronazahlen abwärts geht, doch die letzten Wochen zeigen wieder steigende Fallzahlen. 

Der Bürgerverein Altglienicke musste den Adventsmarkt jetzt leider absagen.

Der Adventsmarkt findet in diesem Jahr nicht statt. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Ausstellungseröffnung am 6. November Fotoausstellung „Anne Frank 90” in der WAMA im Kosmosviertel

Am 12. Juni 2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Das gab innerhalb der Schüler- und Lehrerschaft des Anne-Frank-Gymnasiums in Altglienicke den Anlass für zahlreiche Aktivitäten und Projekte. So entstand letztlich im Rahmen des Leistungskurses Kunst auch das Fotoprojekt „Anne Frank 90”. Im Rahmen dessen sollten Orte der Vertreibung jüdischer Mitbürger im unmittelbaren Umfeld, also in Altglienicke, Grünau und Adlershof fotografiert und dokumentiert werden. Der das Projekt leitende Lehrer Matthias Koenig und der ebenfalls involvierte Berufsfotograf Georg Krause (u.a. „Eiserne Menschen”, 2006) suchten für ihr Vorhaben Unterstützung und fanden sie, so half etwa der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung bei der Finanzierung. Auch der Bürgerverein Altglienicke und deren AG Heimatgeschichte unter Ronald Seiffert wirkte unterstützend mit seinen Archivmaterialien. Hans Eberhard Ernst, Verfasser des Buch „Ansichten von Altglienicke einst und jetzt”, war gleichfalls aktiv involviert. Im Herbst letzten Jahres besuchten die Leistungskurs-Schüler ihnen zugewiesene Orte auf, fotografierten, versuchten mit Bewohnern zu sprechen oder anderweitig Informationen über die Häuser und ihre damaligen Bewohner zu erlangen. Anhand Gerd Lüdersdorfs Buch: „Es war ihr Zuhause – Juden in Köpenick” lagen Adressenlisten, Karten-material und weitere erschütternde Dokumente menschlichen Leids, aber auch menschlicher Größe vor. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, dessen erstes Ergebnis am 22. Januar im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses vorgestellt wurde. Für Ende März und April war dann noch eine Ausstellung im Industriesalon Schöneweide geplant, die auf Grund des Corona-Lockdowns erst im Mai/Juni stattfand.

Nun gibt es am Freitag, dem 6. November, um 19:00 Uhr, erneut eine Ausstellungseröffnung in der WaMa, Ortolfstr. 206 B in 12524 Berlin-Altglienicke. Gezeigt werden Fotos der Fassaden und Gehwege vor den Häusern und Porträtfotos der Jugendlichen sowie Texte, aus denen Leser etwas über das Haus und das Schicksal der von den Nazis verfolgten Mitmenschen erfahren.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


30 Jahre Deutsch/Deutsches Miteinander - Nachbarschaftsfest in Altglienicke

Mit viel Einfallsreichtum und Tatendrang, dazu noch an historisch korrektem Ort, fand das Nachbarschaftsfest zum 30jährigen Einheitsjubiläum in der Altglienicker Wohnsiedlung Grüneck am 3. Oktober seine Vollendung. Die Organisatoren, allesamt partyerfahren und seit etlichen Jahren die Initiatoren des Weihnachtsstraßenfestes der Nachbarschaft „LieselDank“, hatten eine ganz spezielle Idee! Wenn schon das Symbol der Deutschen Einheit, auf Grund besonderer äußerer Umstande, nicht besucht werden kann, dann holen wir es einfach vor unsere Haustür. Gesagt – getan, das Brandenburger Tor entstand unter fachkundiger Leitung von „Ingenieur“ Thomas, natürlich nicht ohne Mithilfe fleißiger Helfer, direkt am alten Grenzstreifen im Dankmarsteig. Deutschlandfahnen und DDR-Flagge waren gehisst. Am gleichen Ort befand sich bis 1989 ein Alarmtor der Grenztruppen der DDR, um schnellen Zugang/Zufahrt zum Grenzstreifen bei Grenzalarm zu gewährleisten. Letztes Jahr am 9. November, wurde an gleicher Stelle die Grenze geöffnet. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls wurde die originalgetreu hergerichtete Grenze mit Grenzsoldaten, Schlagbaum und Panzersperren filmreif unter „Wir sind das Volk“ – Rufen niedergerannt! Gemächlicher deshalb, nach so viel Aufregung im letzten Jahr, das diesjährige Einheitsfest der Nachbarn aus Lieselstraße, Dankmarsteig und Gustelstraße. Viele Geschichten wurden selbstverständlich ausgetauscht, neue Ideen für ́s nächste Jahr angedacht. Die nächsten „Herrenrunden“ über den Gartenzaun werden schon wieder etwas Spektakuläres zustandebringen, was von den zu Hause entscheidenden Damen festgelegt wird. Wir Nachbarn sind schon neugierig! Ronald Seiffert – interessierter und informierter Nachbar


Wie Ehrenamtliche für schöne Hochbeete im Kosmosviertel sorgen

Manche sehen derzeit in den Hochbeeten im Kosmosviertel „wahrscheinlich die gepflegtesten Grünflächen im Bezirk”. Zu verdanken ist dies fleißigen Ehrenamtlichen, denn das bezirkliche Natur- und Grünflächenamt stößt seit etlichen Jahren personell und finanziell immer wieder an seine Grenzen, wenn es darum geht, kommunale Grünanlagen zu pflegen. Daher ist es gut, wenn etwas in Eigeninitiative der Anwohnerschaft geschieht. Derzeit arbeiten drei Ehrenamtliche unermüdlich an den Beeten nahe des Edeka-Centers an der Siriusstraße. Am Anfang war es Uwe Regelin aus dem Quartiersrat, der sich schon vor drei Jahren ehrenamtlich verpflichtet fühlte, sich der Pflege der Hochbeete anzunehmen. Unterdessen ist ein kleines Team entstanden. Vor zweieinhalb Jahren stieß Rita Leibelt mit ihrem Lebensgefährten Matthias Rudolph hinzu. Seit über einem Jahr komplettiert Jetta Fritze die Runde. Alle haben Freude daran, etwas gärtnerisch zu gestalten und somit für ihr Wohnumfeld zu tun. Regelmäßig treffen sie sich nach Bedarf, um rund um die Hochbeete aktiv zu werden. Dabei wird Unkraut beseitigt, gepflanzt, gewässert und gepflegt, leider aber auch immer wieder Müll entfernt. Bis zu drei Stunden investieren sie da schon mal an einem Tag. Wenn es darum geht, der hartnäckig wuchernden Ackerwinde zu Leibe zu rücken, werden es schon mal drei Tage hintereinander mit jeweils drei Stunden. Pro Jahr sind es bestimmt um die 150 Stunden, die das Team an den Beeten verbringt.

Entstanden ist die Initiative aus dem Quartiersrat heraus. Da hieß es bei der Frage, wie der Kiez insgesamt schöner werden könne, an den unansehnlich gewordenen Beeten müsse etwas geschehen. Damals waren es sogar noch einige Beete mehr, bis diese mit dem Bau des Edeka-Centers auf einen Kernbereich von vier Beeten in Richtung Schönefelder Chaussee reduziert wurden. Der Infopunkt hatte seinerzeit zu einer Aktion die Anwohnerschaft mit Hochbeetpflege und Heckenschnitt aufgerufen. Einige wenige Freiwillige kamen. Uwe Regelin ist dabeigeblieben. Sein regelmäßiger Einsatz blieb anderen nicht verborgen und führte am Rande des Gärtnerns zu Gesprächen, durch die Uwe Regelin seine Mitstreiterinnen fand.

Das Team beklagt, dass das Grünflächenamt mehr machen könnte, um die Anlagen in den Wohngebieten in Schuss zu halten. Das sei aber nicht nur ein Problem des Kosmosviertels allein, sondern überall in der Stadt so. Ein Dankeschön, dass man dort ehrenamtlich die Pflege übernommen habe, kam aus den Amtsstuben nie. Was sie jedoch mehr ärgert ist, dass sie sich in ihrer Freizeit oft viel Mühe geben, was einige auch schätzen, es aber auch andere gibt, die das immer wieder mit den Füßen treten. So sei es schon etwas deprimierend, wenn regelmäßig nach getaner Arbeit Leute wieder ihren Müll in die Bepflanzung feuern. Gelegentlich findet man neben Glasscherben auch tote Ratten oder tote Tauben darin. Es komme auch vor, dass einige in den Beeten einen Selbstbedienungsladen sehen und sich vermutlich für eigene Sträuße etwas abschneiden. Trotzdem mache man weiter, denn man wolle es ja schön dort haben. Gut unterstützt werde man vom örtlichen Blumenladen, der sich hinter den Hochbeeten befindet. Dieser stelle regelmäßig nicht verkaufte Pflanzen zur Verfügung, die für eine wechselnde und jahreszeittypische Bepflanzung sorgen. Ursprünglich war es angedacht, dass sich die Gewerbetreibenden der Ladenpassage allesamt etwas bei den Hochbeeten einbringen, also beispielweise etwa beim Wässern helfen, das hätte aber nur ein Jahr wirklich funktioniert. Der Blumenladen sei dabeigeblieben. Für das gärtnerische Gestalten verfügt man über allerlei Werkzeug, das gleich zu Beginn über den Aktionsfonds angeschafft wurde und im Büro des Quartiersmanagements eingelagert ist. Dort gibt es Besen, Freischneider, Hacken, Harken, Schippen, Spaten, aber auch einen Gasbrenner und eine Kettensäge, also alles, was man so braucht. Dort im Büro könne sich auch jeder im Kosmosviertel etwas ausleihen, der sich im Kiez gärtnerisch betätigen möchte. Freuen würde sich das Hochbeete Team natürlich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die ebenso Lust und Freude haben, sich mit in die Gestaltung und Pflege einzubringen. Wer daran Interesse hat, melde sich im Büro des Quartiersmanagements in der Schönefelder Chaussee 237, die gerne den Kontakt weitervermitteln. 

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


Bürgerverein Altglienicke mit neuem altem Vorstand

Am 27. September 2020 führte der Bürgerverein Altglienicke e.V. im Bürgerhaus seine alljährliche Mitgliederversammlung durch. Aufgrund der Corona-Pandemie fand diese ein halbes Jahr später als sonst üblich statt. Diesmal gab es auch wieder Vorstandswahlen. Der Vorsitzende Joachim Schmidt, seit nunmehr zehn Jahren im Amt berichtete über die zurückliegenden Aktivitäten. Dazu zählten neben dem Altglienicke Museum und den Altglienicker Adventsmärkten regelmäßige Ausstellungen, wie etwa zur Geschichte der Gagfah-Siedlung, zu 30 Jahre Kosmosviertel, zu 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall aus Altglienicker Sicht und nun die Kunstausstellung. Die geplante zu 100 Jahre Groß-Berlin musste aufgrund von Corona verschoben werden. Ferner gab es auch mehrere kulturelle Veranstaltungen, so die aktuell in Kooperation mit WeTeK laufenden Altglienicker Filmnächte. Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Initiativen und Vereinen in Altglienicke habe sich gut entwickelt.

Ab sofort wird es nun im Bürgerverein auch wieder neben der AG Heimatgeschichte eine AG Kultur geben, für die als neues Mitglied Berry Hänel gewonnen werden konnte. Man will sich noch stärker mit Künstlern und Kulturschaffenden vernetzen und vermehrt kulturelle Veranstaltungen anbieten. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen soll voran getrieben werden. Ebenso bringe man sich bei dem Projekt eines Denkzeichens für die Urnen Sammelgrabanlage für NS-Opfer auf dem Friedhof Schönefelder Chaussee ein, wo sich seit vielen Jahren das Mitglied Klaus Leutner engagiert. Gelungen sei es, die Neugestaltung des Altglienicke Museums anzugehen, welches jeden letzten Sonntag eines Monats von 14 bis 17 Uhr im Bürgerhaus an der Ortolfstraße 182 geöffnet hat und oft gut besucht ist. Ein historischer Tante-Emma-Laden ist neues Schmuckstück im Museum. Ob es dieses Jahr noch einen Altglienicker Adventsmarkt am 6. Dezember geben werde, sei angesichts Corona noch offen. Die Entscheidung werde kurzfristig fallen. Schließlich wurde nach den üblichen zwei Jahren der Vorstand neugewählt, der im wesentlichen aus den bisherigen Mitgliedern besteht. Unter dem Vorsitz von Joachim Schmidt und der Kassenführung von Ingo Drews gehören dazu Jeanot Franke, Karin Härtel und Ronald Seiffert. Die Wahl erfolgte einstimmig. BVA e.V


Es geht wieder voran beim einzigartigen „Adlershofer Fundus”

Unzählige historische Radios, Film- und Fernsehgeräte sind hier zu finden
Unzählige historische Radios, Film- und Fernsehgeräte sind hier zu finden

Fast zwei Jahre war der „Adlershofer Fundus” in der Ernst-Augustin-Straße 7 geschlossen. Der umfangreichen, seit 1952 aufgebauten Sammlung von Requisiten und Kostümen des Deutschen Fernsehfunks (DFF) der DDR drohte das endgültige Aus durch eine Versteigerung. Dabei war dieser großartige Nachlass des vor fast 30 Jahren eingestellten DDR Fernsehens schon einmal geschmälert worden. Die ARD-Anstalten zeigten nach der Wiedervereinigung kein Interesse, den Bestand zu übernehmen, so wurde er 1992 in seiner ganzen Breite an einen Baumaschinenhändler und Konkursverwalter verkauft. Der suchte sich gleich einige Sahnestücke aus, wie die Autosammlung aus verschiedenen Epochen und verkaufte sie. Um die Jahrtausendwende wechselte nochmals der Eigentümer. 2018 gab es schließlich einen Streit um Finanzen, auch hinsichtlich der Mietkosten, in deren Zuge wieder eine Zwangsversteigerung im Raum stand. Seitdem stand ein „Vorübergehend geschlossen” an der Tür. Es gab zeitweise kaum noch Hoffnung. Trotz Corona-Krise konnte der Adlershofer Fundus in der ersten Jahreshälfte nun wieder öffnen.

Dass es so ist, dem ging ein zäher Kampf von Anne Becker voraus, die dort schon in den letzten Jahren des DDR-Fernsehens im Bereich Kostümbild zu arbeiten begann und persönlich viel Herzblut in den Erhalt dieser Institution steckt. Als 2018 das Aus drohte, suchte sie die Öffentlichkeit, schrieb Briefe an den Kultursenator und letztlich gab es als Erfolg, dass das Immobilienunternehmen Navigo Capital mit einer Tochterfirma den Adlershofer Fundus übernahm. Seitdem geht es wieder vorwärts und können Magazinbestände ausgeliehen werden.

Nachdem wir in unserer letzten Zeitung nicht ganz korrekt schrieben, dass das „Theater Adlershof” im letzten so erhaltenen DDR-Fernsehstudio beheimatet ist, nahm Anne Becker zu uns Kontakt auf, dass es davon noch einiges mehr auf dem alten Fernsehfunk-Gelände, der heutigen Media City Adlershof, gibt, darunter auch Gebäude, die nach wie vor der Fernsehproduktion dienen. Dass hier Formate wie „Hart aber Fair”, „Voice of Germany”, „Anne Will” und mehr produziert werden, war uns nicht unbekannt, aber manchem der Studios schrieben wir zu, ein völliger Neubau zu sein. Tatsächlich gab es sie, nur heute modernisiert, auch schon vor 1990. Inmitten dieses geschichtsträchtigen Geländes befindet sich natürlich der Kostüm- und Requisitenfundus, über dessen Schließung wir auch schon mal vor zwei Jahren geschrieben hatten. So ergab es sich, dass wir beim Adlershofer Fundus vorbei schauten, der mit seinem Interieur gut 40 Jahre lang DDR-Filmproduktionen wie Willi Schwabes „Rumpelkammer” oder „Polizeiruf 110” ausstattete. Auch nach der Wende lieferte man wichtiges Beiwerk für bekannte Filme wie „Good bye, Lenin!” und „Sonnenallee”, die noch mal auf ihre Weise das Ende der DDR wachriefen. Als wir von Anne Becker geführt die Magazinräume im Keller eines alten Plattenbaus an der Ernst Augustin-Straße betreten, ist man beeindruckt, was es säuberlich in Kammern und Regalen aufgereiht so alles gibt. Da finden sich zum einen unzählige Kostüme aus verschiedensten Epochen, zum anderen Möbel und Alltagsgegenstände von früheren Jahrhunderten bis heute. Es gibt Briefkästen von Kaiserlicher Post bis Deutsche Post der DDR, man erblickt hunderte Radios und Fernsehgeräte, alte Schreibmaschinen, Telefone und Musikaufführungsgeräte, sogar ein altes Polyphon, der erste Vorläufer noch des dem Schallplattenspieler vorausgegangenen Grammophons, unzählige Musikinstrumente, alte Computer, einen ganzen Raum mit Zeitungen und Zeitschriften aus der DDR, aber auch davor, alte Telefonbücher, aber auch Regale mit Tellern, Tassen und Besteck. In einem Raum steht ein kompletter alter Kneipentresen.

Einen kompletten alten Kneipentresen gibt es ebenfalls zum Verleih
Einen kompletten alten Kneipentresen gibt es ebenfalls zum Verleih

Auch ganze Litfaßsäulen mit historischen Anschlägen kann man leihen. Weitere Regal-reihen sind voll mit alten Ostprodukten, mit denen man gut eine kleine Konsum-Kaufhalle füllen könnte: vom Glas mit Sauerkirschen über Tempobohnen bis hin zum Rotkäppchen-Sekt in DDR-Design. Es gibt originale Pfandkästen mit den dazu gehörigen Flaschen, teils aus Holz. Nur einen typischen Einkaufswagen aus der Zeit vor 1990 habe man leider nicht. Der Adlershofer Fundus stattet heute nicht nur Film- und Fernsehproduktionen aus, sondern auch Theaterstücke und Fotoshootings. Was man nicht mehr mache, ist private Kostümfeste auszustatten, da es da vor Ort andere Anbieter gebe. Die Nachfrage nach Ausstattungsgegenständen aus dem Fundus mit seinen Schätzen aus verschiedensten Zeitepochen nehme wieder deutlich zu. In diesem Jahr lieferte man Ausstattungsgegenstände für Leander Haußmanns neuen Film „Stasikomödie” wie auch die TV Serie „Deutschland 89”.

Mittlerweile ist man sogar wieder so weit, den Leihbestand des Fundus zu erweitern.

Es haben Alltagsgegenstände aus der Zeit nach der Wiedervereinigung Platz gefunden, aber auch die aus der DDR wachsen wieder. Immer wieder gibt es Menschen, die für Dinge aus der Zeit bis 1989 keine eigene Verwendung mehr haben, diese aber auch nicht wegwerfen wollen und so der Sammlung zur Verfügung stellen. Die werden dann in den Magazinbestand eingeordnet. Auf diese Weise unterstützt so mancher diese in Deutschland einzigartige Einrichtung, denn es gibt keinen vergleichbaren Film- und Fernsehfundus. Mehr erfährt man auch über www. crew-united.com. Der Fundus öffnet aktuell nach Vereinbarung. Informationen gibt es unter Telefon 030 / 66 50 41 75 oder 0176 / 72 68 34 42. Wer derzeit zu Besuch kommt, sollte unbedingt eine Mund-Nasen-Maske mitbringen. 

(Text und Bilder wurden von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


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Der Dörferblick
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