Aktuelles vom Bürgerverein Altglienicke e.V.


Altglienicker Kulturwochen im Garten des Bürgerhauses

Der Garten des Bürgerhauses lädt wieder zu Livemusik, Lesungen und Kino.
Der Garten des Bürgerhauses lädt wieder zu Livemusik, Lesungen und Kino.

Dank der finanziellen Unterstützung der Kiezkasse kann in Verantwortung des Bürgerverein Altglienicke im September und Oktober 2021 wieder ein umfangreiches Kulturprogramm an sechs Samstagen auf dem Freigelände des Altglienicker Bürgerhauses in der Ortolfstraße 182/184 im Kosmosviertel stattfinden.

Die Altglienicker Kulturwochen starten am 04.09 um 17:00 Uhr, mit einer Lesung des Sportjournalisten und Buchautors Christoph Biermann aus seinem Buch „Mein unglaubliches Jahr mit dem 1. FC Union Berlin”. Dies ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Altglienicke. Begleitet wird das Ganze passend von der Rock-Pop Band Krispin, die auch 2013 die immer wieder mal im Stadion gespielte Single „Wir sind Union” herausgebracht haben.

Um 20:30 Uhr startet dann das Freiluftkino mit dem Film „Der ganz große Traum” von 2010, der von dem Lehrer Konrad Koch handelt, der 1874 an seiner Schule in Braunschweig den Fußball einführte und bei den konservativen Lehrern und Eltern auf erheblichem Widerstand stieß.

Am 11.09 folgt um 16:00 Uhr gestützt vom Kiezklub Altglienicke das Jazzkonzert mit der Berliner Formation Fabia Mantwill Quartett. Um 20:15 Uhr wird im Freiluftkino ein Überraschungsfilm gezeigt.

Am 18.09, gibt es im Rahmen von 75 Jahre DEFA eine Filmvorführung von „Der nackte Mann auf dem Sportplatz”, eine Tragikomödie des Regisseurs Konrad Wolf von 1974, die teils im alten Dorfkern Altglienickes gedreht wurde.

Am 25.09. gibt es ab 15:00 Uhr den FamilienMUTmachtag von und mit Antje Scherbarth, ab 19:45 Uhr den Kinderfilm: „Paddington1” (2014).

Am 02.10. wird im Zuge der Langen Nacht der Familien ab 19:30 Uhr der Kinderfilm „Der Lorax” (2012) gezeigt

Zum Abschluss am 09.10. tritt ab 16:00 Uhr die Berliner Band Among Joe & Gäste auf. Danach wird ab 19:30 Uhr der Film „Blind Side – Die große Chance” (2009) gezeigt.

Es gelten die jeweils aktuell gültigen Corona-Regeln. Dieses gilt, insbesondere wenn bei schlechtem Wetter einzelne Veranstaltungen nicht draußen, sondern im Saal des Bürgerhauses stattfinden müssen.

Die Kulturwochen finden in Kooperation des Bürgervereins mit dem KosmosFilmKlub, dem Kiezklub, der Stadtteilbücherei, dem Kiezladen WaMa, Jugendklub Base 24, FamilienMUTmachtag Antje Scherbarth, Medienetage und WeTeK statt.

Der Eintritt ist bis auf das Jazzkonzert frei.

Bürgerverein Altglienicke e.V.


Es ist vollbracht - Der neu errichtete Gedenkort auf dem Friedhof Altglienicke entreißt die 1370 Naziopfer dem Vergessen

Die erste 800kg schwere Namenstafel schwebt an ihren Standort
Die erste 800kg schwere Namenstafel schwebt an ihren Standort

Nach dem im März der erste Spatenstich erfolgte, ist der neue gestaltete Begräbnis- und Erinnerungsort auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke fertiggestellt. Den Opfern wurden ihre Namen zurück gegeben! Am 27. September wird er seiner Bestimmung übergeben. Leider sind auf Grund der katastrophalen Verhältnisse im Land, die Teilnehmerzahlen extremst begrenzt. Deshalb werden wir alle Interessierten sehr gerne individuell, in nicht übermäßig großen Gruppen, nach vorheriger Absprache willkommen heißen, mit dem Konzept der neu entstandenen Gedenk- und Begegnungsstätte bekanntmachen.

Dieses überaus wichtige Projekt des Gedenkens und Lernens liegt uns sehr am Herzen! Es ist an Uns, diesen Ort mit Leben zu füllen, denn nur im Wissen um diesen beschämenden Teil der jüngeren deutschen Geschichte, ist es möglich, derartiges in Zukunft zu verhindern.

Melden Sie sich bitte unter ronald.seiffert@web.de.

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.


Kostenfreie Radtourenkarte „Altglienicke mit dem Fahrrad entdecken” erschienen

In gemeinsamer Kooperation haben der Bürgerverein Altglienicke e.V. und BENN-Kosmosviertel (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) einen Fahrradtourenplan entwickelt, mit dem Ziel, Altglienicke besser kennenzulernen. Die Radtourenkarte „Altglienicke mit dem Fahrrad entdecken” soll Familien, Gruppen oder einzelnen Personen ermöglichen, den Ortsteil besser zu erkunden. Entlang einer vorgeschlagenen Route, die durch den Landschaftspark und den Ortskern zum Falkenberg, dann schließlich durch die Neubaugebiete führt, gibt es 24 Stationen aus den Bereichen Historisches, Landschaft & Natur oder einfach gut zum Verweilen. Auf der Rückseite der Karte finden sich, jeweils mit einem Foto versehen, Erläuterungen zu den einzelnen Punkten, die der Bürgervereins-Vorsitzende und Dörferblick Herausgeber Joachim Schmidt zusammengestellt hat. Die große Tour umfasst drei Stunden, sie kann den Hinweisen folgend aber um jeweils eine Stunde verkürzt werden, etwa wenn man mit Kindern unterwegs ist. Piktogramme verweisen auf Spielplätze.

Der Bürgerverein Altglienicke feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Dank der Zusammenarbeit mit BENN-Kosmosviertel wurde dazu ein solches Projekt auch finanziell möglich.

Die Karte ist kostenfrei erhältlich u. a. im Büro des Quartiersmanagements Kosmosviertel, Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin (Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–15Uhr).  Bürgerverein Altglienicke e.V.


Maulbeerbaum im Hangkantenpark


Fast 7 Jahre ist es her, dass wir als Bürgerverein Altglienicke e.V. im Hangkantenpark einen Maulbeerbaum pflanzten, in Erinnerung an 250 Jahre Ansiedlung Pfälzer Zuwanderer auf Geheiß Friedrich des Großen und damit der Gründung des Dorfes Neu-Glienicke. Unterdessen gedeiht nach Anfangsproblemen unser Baum gut, nur schade, dass die Gedenktafel dazu beschmiert ist. Müssen wir uns nur noch damit beschäftigen, ob und wie man das wieder entfernt. 


Altglienicker Geschichte im Bild - Taxi zu den Henschel Flugzeug-Werken - zum Flughafen Schönefeld

Der erste Spatenstich für den Werkflugplatz der Henschel Flugzeug-Werke im Oktober 1934, markiert den Beginn der Fliegerei in Schönefeld. Ausschlaggebend für diesen Standort, unweit des zweiten Motorflugplatzes von Deutschland in Johannisthal, war die vorhandene Wirtschaftsbahn zum Gut Diepensee, welche den massenhaften Transport von Material und Personal zum zukünftigen Flugplatz ermöglichte. Der Umzug von Johannisthal war Ende 1935 abgeschlossen. Da nicht nur eigene Flugzeuge gebaut wurden, sondern auch Flugzeuge in Lizenz für Dornier und Junkers, wuchs der Bedarf an Facharbeitern und Personal.

Der Transport dieser immer mehr werdenden Beschäftigten, erforderte auch die Einbindung der Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn. Wurden 1935 noch 158.000 Personen nach Schönefeld befördert, waren es 1938 schon 1.235.000.

Natürlich wurde auch in Altglienicke Personal gefunden, welches den täglichen Weg zur Arbeit in den Henschel Flugzeug-Werken zu bewältigen hatte. Unser Foto zeigt ein Pferde-Taxi beim Einsammeln der Beschäftigten Dankmarsteig Ecke Schönefelder Chaussee um 1942.

Wir suchen weiterhin Fotos – Dokumente – Ansichtskarten und jeden alten Zeitungsartikel über und von Altglienicke. Schreiben Sie mir – ronald.seiffert@web.de.

(Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.)

 


Ein photographischer Schatz aus Altglienickes Vergangenheit - Die Oppen-Behelfs-Brücke über dem Teltowkanal 1946 - 1950

Die hölzerne Behelfsbrücke, im Hintergrund die gesprengte Oppen-Brücke
Die hölzerne Behelfsbrücke, im Hintergrund die gesprengte Oppen-Brücke

Der am 22. Dezember 1900 erfolgte erste Spatenstich, die Baukosten von 25,25 Millionen Mark, (nur) 7 bei den Bauarbeiten umgekommene Arbeiter, die feierliche Eröffnung am 2. Juni 1906, die Länge von 37 Kilometern, und, und, und… Keine Frage, alle diese interessanten Informationen sind wichtige Details zum Teltowkanal, welcher von der Glienicker Lake bis zur Einmündung in die Wendische Spree unterhalb von Grünau den Süden von Berlin durchfließt.

Die meisten Altglienicker nehmen den Teltowkanal allerdings eher als störendes Hindernis wahr, wollen sie ihn in Richtung Adlershof überqueren. Eine Begegnung mit dem BVG-Bus oder mit LKW sind immer wieder Beweis für Berlins Meisterschaft, Fehlplanungen bei Bauprojekten im Großen und im Kleinen ganz locker hinzubekommen.

Bis Dezember 1992 befuhr unsere beliebte alte Straßenbahnlinie 84 die alte, bald darauf geschlossene Oppen-Brücke, wie diese Brücke richtigerweise heißt. Eine Unterbrechung der seit 1909 Altglienicke mit Adlershof verbindenden Straßenbahnlinie gab es jedoch schon vom 19. April 1945 bis zum Frühjahr 1950. Um Berlin, wahrscheinlich auch noch das Deutsche Reich, zu retten, sprengte ein Trupp Altglienicker Volkssturm die Brücke.

Unser spektakuläres Foto, welches einer unserer Leser dem Bürgerverein Altglienicke übergab, zeigt die Vorbereitung zur Hebung der gesprengten, im Wasser liegenden Oppen-Brücke im Frühjahr 1950. In der Mitte der Gruppe Arbeiter einer Adlershofer Baufirma ist die Mutter unseres Lesers, im Hintergrund die Brücke in der Totale zu sehen. Bisher war kein einziges Foto der hölzernen Behelfsbrücke bekannt! Wir Heimatgeschichtler suchen immer, würden uns sehr freuen, bald mehr Schätze der Altglienicker Geschichte zeigen zu können. Schreiben Sie uns: ronald.seiffert@web.de  

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V. 


Das Projekt Begräbnisstätte und Erinnerungsort Friedhof Altglienicke wird umgesetzt

Firma kasimir Hochbau beim Errichten der Stahlbetonfundamente
Firma kasimir Hochbau beim Errichten der Stahlbetonfundamente

Wir berichteten bereits über dieses überaus wichtige Projekt des Gedenkens und der Völkerverständigung. Den hier bestatteten 1360 Opfern der Nazidiktatur wird eine würdige Stätte errichtet, welche in Zukunft als Gedenkort sowie als Begegnungsstätte für heutige und zukünftige Generationen dienen wird. Das Motto „Erinnerung entsteht gemeinsam“ soll hier erfahrbar werden!

Im März begannen die ersten Arbeiten in Form von Bagger- und Handschachtungsarbeiten, welche den Fundamenten und Betonarbeiten vorausgehen. Besondere Vorsicht gilt den alten großen Linden, deren Wurzeln so wenig wie möglich geschadet werden soll. Gerade der alte Baumbestand, die wunderbaren Bauten der Aussegnungskapelle, der Familiengrabstätten sowie die beeindruckende Friedhofsmauer zur Schönefelder Chaussee, welche im bunten Herbstlaub des wilden Weines herrliche Fotomotive ergibt,  bilden ein Ensemble, das auch viele Spaziergänger zum Staunen anhält. In der nächsten Ausgabe werde ich detailliert die Leitidee und das Konzept dieser neu entstehenden Gedenkstätte beschreiben, da sich viele Besucher und Anwohner bestimmt fragen, was geschieht denn da eigentlich…

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.

 


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