Bürgerverein Altglienicke feiert 30. Geburtstag

Stand des Bürgerverein beim Spätsommerfest 2019
Stand des Bürgerverein beim Spätsommerfest 2019

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie musste der Bürgerverein Altglienicke still und leise am 31. Januar seinen 30. Geburtstag feiern. Normalerweise hätte an diesem letzten Sonntag eines Monats das von ihm betriebene Altglienicke Museum geöffnet gehabt. Dazu hätte es sicherlich etwas Programm zum Miteinander feiern gegeben. Wie auch mal im Januar eine weitere Ausstellungseröffnung angedacht war. Das ist nun alles aufgrund des Lockdowns nicht möglich gewesen. Wann Museen wieder öffnen und wann Veranstaltungen stattfinden können, das war alles trotz zuletzt sinkender Infektionszahlen nicht abzusehen. In jedem Fall plant man beim Bürgerverein, das Jubiläum nachzuholen, sobald wieder derartiges zulässig ist. Hervorgegangen war der Bürgerverein aus der Arbeit des Runden Tisch Altglienicke, der sich in der Zeit der friedlichen Revolution in der DDR regelmäßig im Gemeindeheim Rosestraße traf. Mit der Wiedervereinigung war dort endgültig Schluss. Am 31. Januar 1991 erfolgte die Vereinsgründung. Erster Vorsitzender wurde damals Helmut Hauthal, der schon genauso verstorben ist wie der von 1995 bis 2010 amtierende Nachfolger Dr. Hellmut Rademacher. Seit bald 11 Jahren ist Joachim Schmidt an der Spitze des Vereins. In besten Zeiten in den 1990er Jahren zählte der Verein mal 130 Mitglieder, heute sind es hundert weniger. Ein Kind des Bürgervereins war mal die Zeitung „Der Altglienicker”, bis sich drei Jahre später die Wege nach Streitigkeiten zwischen Vorstand und Macher trennten. Diese Monatszeitung gibt es übrigens seit Anfang dieses Jahres nicht mehr. Sie ist nach drei Jahrzehnten aufgegangen in einem Bezirksmagazin. Höhepunkte der Arbeit des Bürgervereins waren zweifellos die Organisation der 625-Jahr-Feier Altglienickes im Jahr 2000, die Herausgabe zweier Bücher zur Ortsgeschichte und die Schaffung eines Altglienicke Museums. Hinzu kommen unzählige Ausstellungen und zehn Adventsmärkte. Schauen wir, wann das ausführlicher gewürdigt werden kann.


Altglienicker Kulturwochen im Garten des Bürgerhauses

Der Garten des Bürgerhauses lädt wieder zu Livemusik, Lesungen und Kino.
Der Garten des Bürgerhauses lädt wieder zu Livemusik, Lesungen und Kino.

Dank der finanziellen Unterstützung der Kiezkasse kann in Verantwortung des Bürgerverein Altglienicke im September und Oktober 2021 wieder ein umfangreiches Kulturprogramm an sechs Samstagen auf dem Freigelände des Altglienicker Bürgerhauses in der Ortolfstraße 182/184 im Kosmosviertel stattfinden.

Die Altglienicker Kulturwochen starten am 04.09 um 17:00 Uhr, mit einer Lesung des Sportjournalisten und Buchautors Christoph Biermann aus seinem Buch „Mein unglaubliches Jahr mit dem 1. FC Union Berlin”. Dies ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Altglienicke. Begleitet wird das Ganze passend von der Rock-Pop Band Krispin, die auch 2013 die immer wieder mal im Stadion gespielte Single „Wir sind Union” herausgebracht haben.

Um 20:30 Uhr startet dann das Freiluftkino mit dem Film „Der ganz große Traum” von 2010, der von dem Lehrer Konrad Koch handelt, der 1874 an seiner Schule in Braunschweig den Fußball einführte und bei den konservativen Lehrern und Eltern auf erheblichem Widerstand stieß.

Am 11.09 folgt um 16:00 Uhr gestützt vom Kiezklub Altglienicke das Jazzkonzert mit der Berliner Formation Fabia Mantwill Quartett. Um 20:15 Uhr wird im Freiluftkino ein Überraschungsfilm gezeigt.

Am 18.09, gibt es im Rahmen von 75 Jahre DEFA eine Filmvorführung von „Der nackte Mann auf dem Sportplatz”, eine Tragikomödie des Regisseurs Konrad Wolf von 1974, die teils im alten Dorfkern Altglienickes gedreht wurde.

Am 25.09. gibt es ab 15:00 Uhr den FamilienMUTmachtag von und mit Antje Scherbarth, ab 19:45 Uhr den Kinderfilm: „Paddington1” (2014).

Am 02.10. wird im Zuge der Langen Nacht der Familien ab 19:30 Uhr der Kinderfilm „Der Lorax” (2012) gezeigt

Zum Abschluss am 09.10. tritt ab 16:00 Uhr die Berliner Band Among Joe & Gäste auf. Danach wird ab 19:30 Uhr der Film „Blind Side – Die große Chance” (2009) gezeigt.

Es gelten die jeweils aktuell gültigen Corona-Regeln. Dieses gilt, insbesondere wenn bei schlechtem Wetter einzelne Veranstaltungen nicht draußen, sondern im Saal des Bürgerhauses stattfinden müssen.

Die Kulturwochen finden in Kooperation des Bürgervereins mit dem KosmosFilmKlub, dem Kiezklub, der Stadtteilbücherei, dem Kiezladen WaMa, Jugendklub Base 24, FamilienMUTmachtag Antje Scherbarth, Medienetage und WeTeK statt.

Der Eintritt ist bis auf das Jazzkonzert frei.

Bürgerverein Altglienicke e.V.


Kostenfreie Radtourenkarte „Altglienicke mit dem Fahrrad entdecken” erschienen

In gemeinsamer Kooperation haben der Bürgerverein Altglienicke e.V. und BENN-Kosmosviertel (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) einen Fahrradtourenplan entwickelt, mit dem Ziel, Altglienicke besser kennenzulernen. Die Radtourenkarte „Altglienicke mit dem Fahrrad entdecken” soll Familien, Gruppen oder einzelnen Personen ermöglichen, den Ortsteil besser zu erkunden. Entlang einer vorgeschlagenen Route, die durch den Landschaftspark und den Ortskern zum Falkenberg, dann schließlich durch die Neubaugebiete führt, gibt es 24 Stationen aus den Bereichen Historisches, Landschaft & Natur oder einfach gut zum Verweilen. Auf der Rückseite der Karte finden sich, jeweils mit einem Foto versehen, Erläuterungen zu den einzelnen Punkten, die der Bürgervereins-Vorsitzende und Dörferblick Herausgeber Joachim Schmidt zusammengestellt hat. Die große Tour umfasst drei Stunden, sie kann den Hinweisen folgend aber um jeweils eine Stunde verkürzt werden, etwa wenn man mit Kindern unterwegs ist. Piktogramme verweisen auf Spielplätze.

Der Bürgerverein Altglienicke feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Dank der Zusammenarbeit mit BENN-Kosmosviertel wurde dazu ein solches Projekt auch finanziell möglich.

Die Karte ist kostenfrei erhältlich u. a. im Büro des Quartiersmanagements Kosmosviertel, Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin (Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–15Uhr).  Bürgerverein Altglienicke e.V.


Es ist vollbracht - Der neu errichtete Gedenkort auf dem Friedhof Altglienicke entreißt die 1370 Naziopfer dem Vergessen

Die erste 800kg schwere Namenstafel schwebt an ihren Standort
Die erste 800kg schwere Namenstafel schwebt an ihren Standort

Nach dem im März der erste Spatenstich erfolgte, ist der neue gestaltete Begräbnis- und Erinnerungsort auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke fertiggestellt. Den Opfern wurden ihre Namen zurück gegeben! Am 27. September wird er seiner Bestimmung übergeben. Leider sind auf Grund der katastrophalen Verhältnisse im Land, die Teilnehmerzahlen extremst begrenzt. Deshalb werden wir alle Interessierten sehr gerne individuell, in nicht übermäßig großen Gruppen, nach vorheriger Absprache willkommen heißen, mit dem Konzept der neu entstandenen Gedenk- und Begegnungsstätte bekanntmachen.

Dieses überaus wichtige Projekt des Gedenkens und Lernens liegt uns sehr am Herzen! Es ist an Uns, diesen Ort mit Leben zu füllen, denn nur im Wissen um diesen beschämenden Teil der jüngeren deutschen Geschichte, ist es möglich, derartiges in Zukunft zu verhindern.

Melden Sie sich bitte unter ronald.seiffert@web.de.

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.


Das Projekt Begräbnisstätte und Erinnerungsort Friedhof Altglienicke wird umgesetzt

Firma kasimir Hochbau beim Errichten der Stahlbetonfundamente
Firma kasimir Hochbau beim Errichten der Stahlbetonfundamente

Wir berichteten bereits über dieses überaus wichtige Projekt des Gedenkens und der Völkerverständigung. Den hier bestatteten 1360 Opfern der Nazidiktatur wird eine würdige Stätte errichtet, welche in Zukunft als Gedenkort sowie als Begegnungsstätte für heutige und zukünftige Generationen dienen wird. Das Motto „Erinnerung entsteht gemeinsam“ soll hier erfahrbar werden!

Im März begannen die ersten Arbeiten in Form von Bagger- und Handschachtungsarbeiten, welche den Fundamenten und Betonarbeiten vorausgehen. Besondere Vorsicht gilt den alten großen Linden, deren Wurzeln so wenig wie möglich geschadet werden soll. Gerade der alte Baumbestand, die wunderbaren Bauten der Aussegnungskapelle, der Familiengrabstätten sowie die beeindruckende Friedhofsmauer zur Schönefelder Chaussee, welche im bunten Herbstlaub des wilden Weines herrliche Fotomotive ergibt,  bilden ein Ensemble, das auch viele Spaziergänger zum Staunen anhält. In der nächsten Ausgabe werde ich detailliert die Leitidee und das Konzept dieser neu entstehenden Gedenkstätte beschreiben, da sich viele Besucher und Anwohner bestimmt fragen, was geschieht denn da eigentlich…

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.