News und Termine

Willkommen auf unserer News-Seite!
Hier finden Sie immer aktuelle Informationen aus unserem Tätigkeitsbereich oder auch zum Verein / zur Organisation. So wissen Sie nicht nur wofür, sondern auch wo wir gerade stehen. Und bestimmt ist immer die eine oder andere interessante Information für Sie dabei. Klicken Sie einfach immer mal wieder rein.  Hier können Sie auf unseren Unterseiten im Archiv (siehe Linke Seite der Menüführung) vom Jahr 2010 bis 2017 die letzten Jahre Revue passieren lassen. 


Vorstandssitzungen

Die Mitgliederversammlungen und Sitzungen der AG Heimatgeschichte finden im Bürgerhaus Altglienicke in der Ortolfstraße 182 in der 1.Etage statt. Bitte benutzen Sie den Eingang wo sich die Bibliothek befindet.

Vorstandssitzungen

jeden 1. Montag im Monat um 18:00 Uhr im Bürgerhaus Altglienicke

(teilweise ausgesetzt)

Besucher sind (erst nach Anmeldung) gerne willkommen.

Schauen Sie vorbei und Erkundigen sie sich.
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Bürgerverein Altglienicke feierte 30. Geburtstag

Joachim Schmidt, Vorsitzender des Bürgervereins Altglienicke, gab einen Überblick über Geschichte und Wirken des Vereins
Joachim Schmidt, Vorsitzender des Bürgervereins Altglienicke, gab einen Überblick über Geschichte und Wirken des Vereins

Am 8. Oktober 2021 war es dann soweit. Der Bürgerverein Altglienicke konnte seinen 30. Geburtstag nachfeiern. Das Gründungsdatum ist eigentlich am 30. Januar 1991, doch zu diesem Zeitpunkt war angesichts des Corona-Lockdowns an Feierlichkeiten nicht zu denken. Daher entschied man sich, die ganze Sache im Oktober nachzuholen. Nach der einmal jährlich durchzuführenden Jahreshauptversammlung ging es ab 19 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses los. Rund 40 Besucher fanden sich ein, darunter Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) sowie die örtlichen Mitglieder des Abgeordnetenhauses, Ellen Haußdörfer (SPD), Stefan Evers (CDU) und Stefan Förster (FDP), daneben etliche Vertreter Altglienicker Institutionen. Joachim Schmidt gab als Vorsitzender einen kleinen Rückblick über die Geschichte des Vereins, dessen Gründung aus dem Runden Tisch der Wendezeit heraus er damals als noch jüngstes Mitglied erleben durfte, mittlerweile ist er fast eines der letzten noch lebenden Gründungsmitglieder. In den 1990er Jahren war man mit in Spitzenzeiten noch 150 Mitgliedern ein zahlenmäßig großer Verein, in dem mit Kampfkandidaturen um die sieben maximal möglichen Vorstandsämter gerungen wurde. Heute sei das alles bescheidener mit um die 30 Mitglieder, wo nicht mehr als fünf für den Vorstand zu finden waren. In den 30 Jahren kam man mit drei Vorsitzenden aus. 

Vor Joachim Schmidt waren das, mittlerweile beide verstorben, Helmut Hauthal (1991–95) und Dr. Hellmut Rademacher (1995– 2010). Zurückgeblickt wurde auf diverse Veranstaltungen, wo ein Höhepunkt sicherlich die Durchführung der 625-Jahr-Feier-Altglienickes im Jahr 2000 war. Als feste Institution betreibe man seit 15 Jahren das Altglienicke Museum, was zunächst 2006 bis 2009 im Wasserturm an der Schirnerstraße und 2009 bis 2015 im FBZ Besenbinderstraße ansässig war, seit 2016 im Bürgerhaus an der Ortolfstraße. Um das Museum herum präsentierte man alljährlich wechselnde Ausstellungen, die unterschiedlichste Themen historisch und mit viel Bildmaterial versehen beleuchteten, seien es bestimmte Gebiete wie Ortskern, Gagfah-Siedlung, Kosmosviertel oder Kölner Viertel, die Geschichte zum Beispiel von Schulen, Sportvereinen oder Straßenbahn, Ereignisse wie der 1956 aufgeflogene CIA-Spionagetunnel oder die Friedliche Revolution 1989/90 im damaligen Ortsleben bzw. einfach Ansichten der Berliner Mauer zwischen Altglienicke und Rudow. 1998 und 2010 brachte der Bürgerverein zwei Bücher zur Geschichte Altglienickes heraus. 

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (links) gratuliert Joachim Schmidt (rechts)
Bezirksbürgermeister Oliver Igel (links) gratuliert Joachim Schmidt (rechts)
Pfarrer Wolfram Geiger (links) gratuliert Joachim Schmidt (rechts)
Pfarrer Wolfram Geiger (links) gratuliert Joachim Schmidt (rechts)

Auch kulturell gab es vielfältigste Veranstaltungen. Seit 2010 führe man alljährlich den Altglienicker Adventsmarkt rund um die Pfarrkirche durch. Seit letztem Jahr kamen in enger Kooperation mit dem Kiezladen WaMa OpenAir-Kultur-veranstaltungen im Kosmosviertel hinzu. Als neuestes Werk entstand in Kooperation mit BENN ein Radtourenplan für Altglienicke mit einer jeweils kurzen Beschreibung interessanter Stationen. Vor wenigen Wochen wurde eine Partnerschaft mit einem polnischen Bürgerverein in Zgierz bei Lodz abgeschlossen. Der Vorsitzende Joachim Schmidt drückte abschließend seine Hoffnung aus, dass der Bürgerverein in den kommenden Jahren weitere Mitstreiter für seine ehrenamtliche Arbeit für den Ortsteil finde. In kaum mehr als drei Jahren stehe schließlich auch das Jubiläum 650 Jahre Altglienicke an. Im Anschluss an die Festrede gab es noch zwei Grußworte, einmal von Bezirksbürgermeister Oliver Igel und zum anderen vom örtlichen evangelischen Pfarrer Wolfram Geiger. Danach wurde das Buffet eröffnet und es gab ordentlich Raum für persönliche Gespräche. Musikalisch präsentierte dabei Jonathan Scherbarth auf der Gitarre einige seiner selbstgeschriebenen Lieder. Am Ende bekamen alle Anwesenden noch einen kleinen Präsentbeutel, unter anderem mit einer Altglienicke-Tasse.

(Text und Bilder vom Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Erinnerungsort für NS-Opfer auf Altglienicker Friedhof eingeweiht – Bürgervereine vereinbaren deutsch-polnische Partnerschaft

1.370 NS-Opfer erhielten einen würdigen Gedenkort – eine gläserne Wand mit den Namen der ermordeten Menschen erstellt aus persönlichen Handschriften von Bürgerinnen und Bürgern
1.370 NS-Opfer erhielten einen würdigen Gedenkort – eine gläserne Wand mit den Namen der ermordeten Menschen erstellt aus persönlichen Handschriften von Bürgerinnen und Bürgern

In den Jahren 1940 bis 1943 wurden auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke an der Schönefelder Chaussee 1.360 Opfer nationalsozialistischer Gewalt ohne Nennung ihrer Namen beigesetzt. Bei diesen Toten handelt es sich überwiegend um Opfer aus verschiedenen Konzentrationslagern und Tötungsanstalten, etwa Patientenmorde im Rahmen des sogenannten „Euthanasie”-Programms. Sie wurden ohne Information ihrer Angehörigen in Krematorien eingeäschert. Die Verstorbenen gehören unterschiedlichen Nationalitäten an, wobei allein über 400 Verstorbene aus Polen stammen, darunter 18 im KZ Sachsenhausen ermordete katholische Priester. Es ist jahrelangen Recherchen von Klaus Leutner, Mitglied des Bürgerverein Altglienicke, zu verdanken, dass vieles rund um das lange unscheinbare Urnenfeld im Eingangsbereich des Friedhofs aufgeklärt werden konnte. Es gelang, fast alle Namen zu ermitteln und das eine und andere zu den Opfern zu erfahren. Unnachlässig trat er dafür ein, dass diese von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen einen würdigeren Gedenkort bekommen, der ihre Anonymität aufhebt. Daher lobte schließlich die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Ende 2018 einen Wettbewerb zur Neugestaltung der Grabfläche aus.

Auf Empfehlung des Preisgerichts wurde dieser Auftrag der Arbeitsgemeinschaft „Erinnerungsort Altglienicke” – gebildet aus struber gruber mit outside < landschaftsarchitektur – übertragen. Namentlich sind das die Künstlerin Katharina Struber und der Architekt Klaus Gruber, die den künstlerischen Teil des Gesamtentwurfs konzipiert haben, und der für den landschaftsarchitektonischen Teil verantwortliche Thomas Leidinger. Das Besondere: Anfang des vergangenen Jahres haben sich über 1.300 Menschen an der Neugestaltung der Begräbnisstätte und des Erinnerungsortes auf dem Friedhof Altglienicke beteiligt, in dem sie mit ihrer persönlichen Handschrift den Namen und die Lebensdaten eines verstorbenen Menschen festgehalten haben. Sie trugen damit zum aktiven Erinnern und Gedenken an die mehr als 1.370 Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft bei. Das Urnensammelgrab U1/U2 erhielt eine Einfassung mit Worten in Deutsch, Englisch und Polnisch, dahinter nennt eine gläserne Wand jetzt, wer dort alles ruht. Der neu gestaltete Erinnerungsort auf dem Friedhof in Altglienicke wurde im Rahmen eines Festakts am 27. September 2021 in Gegenwart von 200 Menschen unter anderem durch Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Staatssekretär Stefan Tidow feierlich eingeweiht.

Höchste Berliner Würdenträger sprachen Segensworte
Höchste Berliner Würdenträger sprachen Segensworte

Auch ein interreligiöser Ritus war damit verbunden, in denen als höchste Berliner Würdenträger der jüdische Rabbiner Andreas Nachama, der katholische Erzbischof Heiner Koch und der evangelische Landesbischof Christian Stäblein Segensworte sprachen. Viele Gäste aus Polen, insbesondere aus Zgierz,weilten unter den Besuchern. Beteiligt waren auch Schüler des Archenhold-Gymnasiums, die sich im Rahmen von Projekten ebenso für die Würdigung der Toten einsetzten, etwa einzelne Biographien recherchierten. Nach dem Festakt gegen Mittag gab es abends noch zusammen mit den vielen Gästen aus Polen einen Ökumenischen Gottesdienst in der Christus-König-Kirche Adlershof, der gehalten wurde von den Pfarrern Mathias Laminski (Pfarrei St. Josef, Köpenick), Leszek Bartuzi (ChristusKönig Adlershof), Wolfram Geiger (Evang. Kirchengemeinde Altglienicke) und Przemek Kawecki SDB (Polnisch Katholische Mission Berlin). In diesem wurde das sehr beeindruckende „Requiem für B.” des Leipziger Komponisten Warnfried Altmann aufgeführt. Finanziert wurde dieses durch jeweils zu einem Drittel aus Geldern der örtlichen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie über BVV-Sondermittel des Bürgerverein Altglienicke e.V. Im Rahmen des Requiems ertönten von allen Seiten verlesen die einzelnen Namen der 1.370 NS-Opfer. Danach gab es noch auf dem Außengelände der Kirche einen kleinen Empfang. Es sollte aber bei dem einen Tag nicht bleiben. Auch Nachhaltiges vermochte aus dieser Begegnung von Deutschen und Polen an den gemeinsamen Gräbern von NS-Opfern hervorgehen.

Unterzeichnung eines deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrages zwischen dem Bürgerverein Altglienicke e.V. und Towarzystwo Przyjaciół Zgierza (TPZ) durch die Vorsitzenden Joachim Schmidt (l.) und Adam Zamojski (r.)
Unterzeichnung eines deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrages zwischen dem Bürgerverein Altglienicke e.V. und Towarzystwo Przyjaciół Zgierza (TPZ) durch die Vorsitzenden Joachim Schmidt (l.) und Adam Zamojski (r.)

Am nachfolgenden Dienstag trafen sich in den Räumen des Altglienicke Museums Abordnungen der Bürgervereine aus Zgierz (bei Lodz) und Altglienicke. Dabei kam es, befördert durch die Initiative von Klaus Leutner, zur Unterzeichnung eines deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrages zwischen dem Bürgerverein Altglienicke e.V. und Towarzystwo Przyjaciół Zgierza (TPZ) durch die Vorsitzenden Joachim Schmidt und Adam Zamojski, die künftig engere Beziehungen pflegen wollen. Anschließend gab es ein gemeinsames Essen in der Gaststätte Ebel, wo man weiter untereinander austauschte. Die sprachlichen Barrieren wurden gut überwunden durch Klaus Leutners aus Polen stammende Ehefrau sowie den gut deutsch sprechenden evangelischen Zgierzer Pfarrer. Im kommenden Jahr ist vorgesehen, dass der Bürgerverein zum Gegenbesuch nach Zgierz kommt.

(Text und Bilder vom Bürgerverein Altglienicke e.V.)

Hier noch einige Bilder von der Einweihung der Gedenkanlage 

(Text und Bilder vom Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Altglienicker Geschichte im Bild - Taxi zu den Henschel Flugzeug-Werken - zum Flughafen Schönefeld

Der erste Spatenstich für den Werkflugplatz der Henschel Flugzeug-Werke im Oktober 1934, markiert den Beginn der Fliegerei in Schönefeld. Ausschlaggebend für diesen Standort, unweit des zweiten Motorflugplatzes von Deutschland in Johannisthal, war die vorhandene Wirtschaftsbahn zum Gut Diepensee, welche den massenhaften Transport von Material und Personal zum zukünftigen Flugplatz ermöglichte. Der Umzug von Johannisthal war Ende 1935 abgeschlossen. Da nicht nur eigene Flugzeuge gebaut wurden, sondern auch Flugzeuge in Lizenz für Dornier und Junkers, wuchs der Bedarf an Facharbeitern und Personal.

Der Transport dieser immer mehr werdenden Beschäftigten, erforderte auch die Einbindung der Neukölln-Mittenwalder-Eisenbahn. Wurden 1935 noch 158.000 Personen nach Schönefeld befördert, waren es 1938 schon 1.235.000.

Natürlich wurde auch in Altglienicke Personal gefunden, welches den täglichen Weg zur Arbeit in den Henschel Flugzeug-Werken zu bewältigen hatte. Unser Foto zeigt ein Pferde-Taxi beim Einsammeln der Beschäftigten Dankmarsteig Ecke Schönefelder Chaussee um 1942.

Wir suchen weiterhin Fotos – Dokumente – Ansichtskarten und jeden alten Zeitungsartikel über und von Altglienicke. Schreiben Sie mir – ronald.seiffert@web.de.

(Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.)

 


Ein photographischer Schatz aus Altglienickes Vergangenheit - Die Oppen-Behelfs-Brücke über dem Teltowkanal 1946 - 1950

Die hölzerne Behelfsbrücke, im Hintergrund die gesprengte Oppen-Brücke
Die hölzerne Behelfsbrücke, im Hintergrund die gesprengte Oppen-Brücke

Der am 22. Dezember 1900 erfolgte erste Spatenstich, die Baukosten von 25,25 Millionen Mark, (nur) 7 bei den Bauarbeiten umgekommene Arbeiter, die feierliche Eröffnung am 2. Juni 1906, die Länge von 37 Kilometern, und, und, und… Keine Frage, alle diese interessanten Informationen sind wichtige Details zum Teltowkanal, welcher von der Glienicker Lake bis zur Einmündung in die Wendische Spree unterhalb von Grünau den Süden von Berlin durchfließt.

Die meisten Altglienicker nehmen den Teltowkanal allerdings eher als störendes Hindernis wahr, wollen sie ihn in Richtung Adlershof überqueren. Eine Begegnung mit dem BVG-Bus oder mit LKW sind immer wieder Beweis für Berlins Meisterschaft, Fehlplanungen bei Bauprojekten im Großen und im Kleinen ganz locker hinzubekommen.

Bis Dezember 1992 befuhr unsere beliebte alte Straßenbahnlinie 84 die alte, bald darauf geschlossene Oppen-Brücke, wie diese Brücke richtigerweise heißt. Eine Unterbrechung der seit 1909 Altglienicke mit Adlershof verbindenden Straßenbahnlinie gab es jedoch schon vom 19. April 1945 bis zum Frühjahr 1950. Um Berlin, wahrscheinlich auch noch das Deutsche Reich, zu retten, sprengte ein Trupp Altglienicker Volkssturm die Brücke.

Unser spektakuläres Foto, welches einer unserer Leser dem Bürgerverein Altglienicke übergab, zeigt die Vorbereitung zur Hebung der gesprengten, im Wasser liegenden Oppen-Brücke im Frühjahr 1950. In der Mitte der Gruppe Arbeiter einer Adlershofer Baufirma ist die Mutter unseres Lesers, im Hintergrund die Brücke in der Totale zu sehen. Bisher war kein einziges Foto der hölzernen Behelfsbrücke bekannt! Wir Heimatgeschichtler suchen immer, würden uns sehr freuen, bald mehr Schätze der Altglienicker Geschichte zeigen zu können. Schreiben Sie uns: ronald.seiffert@web.de  

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V. 


Beyound Future Gesucht wird Altglienicke – in jedweder Form

Solle’sche Windmühle (heute REWE) gegenüber der Grundschule am Berg, gesehen vom Bohnsdorfer Weg aus um 1920 Foto: BVA
Solle’sche Windmühle (heute REWE) gegenüber der Grundschule am Berg, gesehen vom Bohnsdorfer Weg aus um 1920 Foto: BVA

Wer kann helfen? – mit ziemlicher Sicherheit viele Altglienicker Familien!

Jenseits der Zukunft liegt eines unserer Haupt-interessengebiete, nämlich in der Geschichte, präziser die Altglienicker Geschichte. Wir Heimatgeschichtler, gerne auch Ortschronisten im Altglienicker Bürgerverein, suchen zu jeder Zeit!

Kein Problem auch noch nach 22 Uhr. Von Interesse sind jeder ausgeschnittene Zeitungsartikel, jedes Dokument, ob Einladung zum Kaninchenzüchterwettbewerb – Tanz im Anglerverein – Weihnachtsfeier im VEB Säureschutz – Betriebsvergnügen von Mitropa, oder Stiftungsfesten (Jahresfeiern) von MTV Spieß oder der VSG Altglienicke. Natürlich sind Postkarten und Fotos unseres Heimatortes, ob aus Kaisers Zeiten-der Weimarer Republik oder der DDR, immer willkommen! 

Informationen, auch ganze Geschichten, schreibe ich gerne auf, um diese im Altglienicke–Archiv der Nachwelt zu erhalten. In loser Folge möchte an dieser Stelle neu hinzugewonnene Erkenntnisse und Fotos den interessierten Altglienickern vorstellen. Bitte, bevor etwas weggeworfen wird diese Telefonnummer wählen 01727525761.

Ronald Seiffert Bürgerverein Altglienicke e.V.


Altglienicker Mysterien  - Auf heimatgeschichtlicher Spurensuche

Zum Vergrößern auf das Bild klicken Bild: BVA
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Verschiedene alte Zeitzeugnisse, seien es alte Zeitungsartikel, Ansichtskarten, Rechnungen oder Dokumente jeglicher Art, geben bisweilen Rätsel auf! So entsteht der Eindruck, unser Heimatort hätte längst zum „Bad Altglienicke“ avancieren müssen. Die abgebildete Ansichtskarte von 1905 zeigt Alt-Glienicke malerisch am Wasser gelegen. Eine Bade-Anstalt „Bad Altglienicke“ existierte bereits Ende der 20ger Jahre am Germanenplatz. Es wird doch gerade eine neue Gestaltung-Nutzung des Platzes überlegt – bitte schön…

Oder die berühmte, leider komplett in Vergessenheit geratene Brautradition Altglienickes. Laut verschiedener Brauereiverzeichnisse, gab es in Altglienicke seit 1898(?) eine `Brauerei Anton Stapusch` , bis 1906 als `Brauerei Franz Kurzke` nachgefolgt. Wo existierte diese Brauerei? Im Einwohnerverzeichnis von 1895/96 ist Anton Stapusch, wohnhaft Grünauerstraße 3a, als „Bierverleger“ geführt, was ihn als Biergroßhändler ausweist. Bekannt sind mir als Getränkeabfüller zumindest die „Chemische Fabrik Falkenberg“ , wo Gicht- und Rheumatismuswässer das Licht der adlerverzierten grünen Flaschen erblickte. Späteren Generationen, so auch mir, noch als „Bummi-Kindergarten“ in Erinnerung. Das andere `Brauerei-Rätsel` besteht in Form einer uralten Flasche mit Aufschrift: H. Voigt – Falkenberg Grünau. Den Porzellan-Verschluss dieser Brauerei(?) fand ich beim Umgraben im Garten. Jahre später brachte mir ein netter älterer Altglienicker die Flasche dazu in unser Altglienicke-Museum, welche er in seinem Garten ausgrub. Eventuell ist H.Voigt der Vorgänger der Chemischen Fabrik…?

Zum Vergrößern auf das Bild klicken Bild: BVA
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Es gibt tausend Spuren, wobei sich daraus wiederum tausend Fragen ergeben. Eben diesen Altglienicker Mysterien bin ich auf der Spur. Letztes Jahr erlebte ich eine Horrorgeschichte. Ein Nachkomme einer alten, über Generationen ansässigen, als auch prägenden Familie aus unserem Ort, wollte mir den `üblichen` Karton voller Fotos, wie es ihn wahrscheinlich in vielen Familien gibt, heraussuchen. Nach einem dreiviertel Jahr nachfragen, „keine Zeit, nächste Woche“, dann die Katastrophe – „vor nem Monat hat mein Bruder die Foto-Kartons (es waren derer drei) in der Feuerschale verbrannt…BITTE NICHT !!! Alle Sachzeugnisse, wie bereits erwähnt, helfen diese Rätsel zu lösen, und daraus wieder erlebbare Altglienicker Geschichte zu machen. Zu sehen seit Jahren im Altglienicke-Museum. Jeden letzten Sonntag im Monat 14-18 Uhr!

Fällt Ihnen ein altes Foto, eine alte Ansichtskarte, was auch immer mit Altglienicke-Bezug in die Hände, rufen Sie mich an unter 030/54778427, oder mailen Sie mir ronald.seiffert@web.de. Sehr gerne schreibe ich auch Geschichten zum Ort auf. Was fällt Ihnen ein, wie war es „Früher“ ? In den letzten zwanzig Jahren ist bereits ein beachtliches Altglienicke-Archiv entstanden. Aktuell suchen wir verstärkt alles zur Gagfah-Siedlung, zu welcher eine neue Ausstellung im Museum geplant ist. Helfen Sie mit, unsere Heimatgeschichte zu bewahren! Jedes Detail ist wichtig! Achso, die Ansichtskarte von 1905 zeigt übrigens Rahnsdorf – Fehler vom Verlag. Altglienicke hat erst seit 1906 einen Wasserzugang. Da eröffnete der Teltowkanal!

(Ronald Seiffert Leiter Arbeitsgruppe Heimatgeschichte Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Ansichten von Altglienicke einst und jetzt

Fünfzehn Spaziergänge mit begleitenden Texten von Hans-Eberhard Ernst herausgegeben vom Bürgerverein Altglienicke e.V. Im Jahre 2010 haben wir es geschafft, das zweite Buch über unseren Heimatort Altglienicke herauszugeben. Ausgehend von der mit großem Interesse aufgenommenen Ausstellung "Altglienicke einst und jetzt" zeigt dieses Buch alte und neue Bilder im Vergleich, um die Entwicklung und die umfangreichen Veränderungen eines der ältesten Orte der Region zu verdeutlichen. Beim Betrachten und Lesen wird sich mancher wundern, was sich zwischen Kanalbrücke und Kölner Viertel, Falkenberg und Kiesberg schon alles ereignet hat. 

Ein Muss für jeden Altglienicker und dessen Besucher. Oder verschenken Sie es doch einfach. Schon für 19.90 Euro können Sie es bei uns erwerben. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich über das Kontaktformular.