Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer und Umgebung e.V. mit neuer Führung und alter Tradition - Traditionelles Altglienicker Spätsommerfest findet am 10. September 2017 zum 16. Mal statt

Am 4. April 2017 wurde der neue Vorstand des Wirtschaftsverbandes Altglienicker Unternehmer und Umgebung e.V. gewählt. Nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit stand der bisherige Vorstand (Peter Schulz, Mathias Krüger, Thomas Riehl und Michael Schubert) nicht mehr zur Wahl. Einstimmig gewählt wurden zum Vorsitzenden Holger Seidel, zu den Stellvertretern Michael Vogel und Jörn Anhalt, Gabriela Bugs komplettiert das Team als Kassenwartin.
„Ich möchte mich ausdrücklich bei Peter Schulz und seinem Vorstand für die langjährige Arbeit und den Aufbau des WVAU bedanken, dies ist eine große Leistung und verdient allerhöchsten Respekt. Ich hoffe, dass ich diese Arbeit fortsetzen und den Erwartungen der Mitglieder gerecht werden kann. Ich freue mich auch sehr, dass ich weitere Mitstreiter finden konnte, die auch im Vorstand die Geschicke des WVAU aktiv mitgestalten werden.“ So Holger Seidel.

Doch nun sind alle bereits mitten in den Vorbereitungen und der Organisation des traditionellen Altglienicker Spätsommerfestes. Termin ist der 10. September 2017. Der Vorstand freut sich, wenn Sie dabei auch in diesem Jahr wieder Tatkräftig mit persönlichem Einsatz und/oder Spenden unterstützen. „Wir sind auch offen für neue Ideen, lassen Sie uns also gern Ihre Wünsche, Anregungen und Ideen zukommen.“ Zünftig eröffnet wird das Fest von unserem Hauptmann von Köpenick.
Das folgende Bühnenprogramm ist für das 16. Altglienicker Spätsommerfest am 10. September 2017 in Vorbereitung:
10.00 - 10.45 öffentlicher Freiluft-Gottesdienst der ev. Kirchengemeinde ca. 10.50 Grußwort und offizielle Eröffnung des 16. ASF durch den "Hauptmann von Köpenick", Jürgen Hilbrecht ca. 11.15 -12.30 Tanzstudio Danceplanet ca. 12.30 -13.00 BodyWorkBerlin - Gewaltprävention ca. 13.30 -14.30 Kinderzirkus Cabuwazi ca. 14.30 -14.45 Umbau- Pause/ Aktuelles von unserer VSG Altglienicke Abteilung Fußball ca. 14.45-15.00 Noemi Schulze- Trampolin und Work Out
ca. 15.00 -17.00 Leona Heine und Band
ca. 17.00 -17.30 Jugendfeuerwehr der FFW Altglienicke
ca. 17.30 -18.00 Perfect Taekwondo
ca. 18.30 -21.30 Hauptact "Auszeit" - deutsche Rockmusik aus vier Jahrzehnten live
20.00h -20.30 Ziehung der Tombola durch Prominente Altglienicker/in,
1. Preis ein Reisegutschein!!! - ca. 21.30 Ende

Auch die Altglienicker Autohäuser werden wieder mit dabei sein und stellen die neuesten Modelle vor. Selbstverständlich sorgt die Altglienicker Gastronomie und das Fleischerhandwerk für Speis und Trank und es wird wieder eine Tombola mit vielen tollen Preisen veranstaltet. Die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei werden vor Ort sein und Einblick in ihre tägliche Arbeit gewähren. In der Besenbinderstraße werden über 40 Stände aufgebaut, die zum Bummeln einladen. Selbstverständlich ist auch hier für das leibliche Wohl aller Besucher gesorgt. Interessierte Händler und Aussteller können sich ab jetzt anmelden unter mail@katrinvogel.de oder telefonisch unter 0172 39 39 499.
Wir wünschen allen Beteiligten und Gästen viel Erfolg und uns allen natürlich beste
Wettervoraussetzungen für ein tolles Fest. Der Verband versteht sich aber auch als Netzwerk und Ansprechpartner für die Belange und Interessen der Altglienicker Gewebetreibenden. So soll der Kontakt der Mitglieder untereinander
gefördert, die Mitglieder über Förderungen und Unterstützungsmöglichkeiten informiert werden. Wir unterstützen auch bei der Interessenvertretung der Gewerbetreibenden gegenüber Behörden. Denn gemeinsam im Verband sind wir deutlich stärker als der Einzelne. Konnten wir Sie neugierig machen und Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft wecken? Dann rufen Sie uns einfach an oder informieren Sie Sich auf unserer Homepage
www.wirtschaftsverband-altglienicke.de bzw. www.wvau.de
Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer und Umgebung e.V.
Semmelweisstraße 1 in 12524 Berlin
Tel.: +49 (0)30 – 8937 5912 - Fax.: +49 (0)30 – 8937 5915 - Email: info@wvau.de

Geschäftseröffnung „Das Brautzimmer“ in Altglienicke

Seit dem 01. März 2017 gibt es in Altglienicke ein kleines Paradies für Bräute in spe.

In ihrem privaten Wohnhaus hat die Alglienickerin Katharina Hager einen Ort geschaffen der in eine andere Welt entführt. Damit hat sich die Inhaberin einen Traum erfüllt, welchen sie seit 2012 bis ins kleinste Detail geplant hat. „Die Menschen kommen mit einem positiven Ereignis und lassen sich von mir verzaubern.“ sagt sie, wenn man sie danach fragt was sie dazu bewegt hat sich für Brautmoden zu entscheiden.

Bei einem Besuch im Brautzimmer kann man sich auf eine exklusive Auswahl an Brautkleidern und passenden Accessoires freuen. Auch für größere Größen und für Blumenmädchen hat Katharina Hager ein offenes Ohr und tolle Ideen parat. Dass ihre Kunden „noch glücklicher“ ihr Haus verlassen ist ihr persönlicher Anspruch.

Das Brautzimmer arbeitet mit einer großen Anzahl an Geschäften in Altglienicke partnerschaftlich zusammen. Ob Friseur, Blumen oder Schneiderei, auf jede Frage gibt es eine passende Antwort. Letzteres sei besonders hervorgehoben. Mit Ilona Weidler, gelernte Kostümbildnerin aus der Boutique „Mode pur“ im Ortskern, wird das Brautzimmer perfekt ergänzt.

Wer jetzt Lust bekommen hat, kann unter der Telefonnummer 0177 250 37 67 einen Termin vereinbaren und „Das Brautzimmer“ in der Rudower Str. 75d besuchen. Da die Inhaberin ohne Öffnungszeiten arbeitet wird jeder Kunde individuell und ohne zeitliche Beschränkung betreut.

VSG Altglienicke feiert größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Aufstieg in die Regionalliga!

Die Erfolgsgeschichte der Fußballer der VSG Altglienicke ist mit dem Aufstieg in die viertklassige Regionalliga um ein neues Kapitel reicher. Vor 13 Jahren spielte der Klub noch ganz unten in der Kreisliga B, der 10. Liga. Nach drei Jahren Kreisliga A mit zwischenzeitlich einem Fast-Abstieg ging es 2007 unter Spielertrainer Daniel Böhm weiter in die Bezirksliga hoch. Während in der Saison 2007/08 ein erneuter Aufstieg noch knapp verpasst wurde, gelang dieser nachfolgend 2009. Die Landesliga währte nur ein Jahr, denn bereits 2010 war mit der Berlin-Liga die höchste Spielklasse der Stadt erreicht. Dort wurde die VSG auf Anhieb hinter BFC Viktoria 89 Vizemeister, bis im Nachfolgejahr zum ersten Mal die Berliner Meisterschaft und der Aufstieg in die NOFV-Oberliga geholt wurde. Erstmals in der Vereinsgeschichte zog der Name Altglienicke somit im überregionalen Fußball jenseits von Berlin Einzug. Die Hinrunde beendete der Aufsteiger erfolgreich mit Platz 5. In der Rückrunde fand man hingegen nicht mehr wirklich Tritt und schloss am Ende auf Platz 9 ab. In der Folgesaison gelang der achtbare 7. Platz, doch der Verein entschied sich aus wirtschaftlichen Gründen für den freiwilligen Rückzug aus der Oberliga. In der Berlin-Liga wieder angekommen, wurde 2014/15 zunächst Platz 5 erreicht. Die nachfolgende Spielzeit setzte sich die VSG Altglienicke frühzeitig an der Tabellenspitze fest und sicherte sich vorzeitig die Berliner Meisterschaft. Zwei Jahre nach dem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga nahm der Verein sein Aufstiegsrecht wahr. Es gelang für die gerade zurückliegende Oberliga-Saison 2016/17 zwei ehemalige Profispieler wie Björn Brunnemann und Torsten Mattuschka zu gewinnen. Bereits nach drei Spieltagen konnte sich der Aufsteiger VSG mit einem Sieg über den Mitfavoriten Tennis Borussia erstmals an die Tabellenspitze setzen. Im Verlaufe der Saison konkurrierte Altglienicke mit Regionalliga-Absteiger FSV Optik Rathenow auf engem Abstand um die Tabellenspitze. Das zweite Kapitel Oberliga blieb kurz, denn 25 von 30 Spieltagen führten die Altglienicker als Aufsteiger die Tabelle an. Am Ende waren die Oberliga-Meisterschaft und der Aufstieg in die Regionalliga für das Team um Mannschaftskapitän Torsten Mattuschka perfekt. Der Einzug in die Liga 4 ist nun der größte Erfolg in der Altglienicker Fußballgeschichte, die 1909 mit der Gründung des Vorgängervereins Altglienicker Ballspiel-Club (AGBC) beginnt. Zwar war die VSG Altglienicke faktisch einmal zum Ende der DDR drittklassig, als sie 1989 in die Bezirksliga Berlin aufstieg, aber das war nur eine Spielklasse Ost-Berliner Vereine. Mit der Wiedervereinigung des Berliner Fußballs nach 1990 entwickelte sich das mit der Neuordnung der Spielklassen zur Viertklassigkeit. Ab 1996 begann für die VSG endgültig der Niedergang mit drei Abstiegen binnen vier Jahren. Es sollte erst ein Jahrzehnt später wieder aufwärts gehen. Höher als jemals zuvor. Altglienicke gehört ab sofort zu den besten vier Berliner Teams hinter Hertha BSC und den 1. FC Union. Nicht ehemalige Bundesligisten wie Tennis Borussia und Blau-Weiß 90. Nach dem Meistertitel in der NOFV-Oberliga spielt man ab 2017/18 in der höchsten Spielklasse der neuen Bundesländer. Es gibt noch weitere Fahrten als bisher. Die Altglienicker sind künftig zwischen Thüringen und Mecklenburg unterwegs. Es kommen dabei namhafte Gegner wie FC Energie Cottbus, SV Babelsberg 03, 1. FC Lok Leipzig, Chemie Leipzig oder BFC Dynamo, die eine Vergangenheit in der DDR-Oberliga oder in der 1. bzw. 2. Bundesliga sowie ein größeres Fanpotential haben. Das hat natürlich auch seinen Preis. Altglienicke wird künftig nicht mehr in Altglienicke spielen, da es in Berlin nur wenige Regionalliga-taugliche Stadien im städtischen Besitz gibt. Es liegt dabei nicht nur am heimischen Kunstrasenplatz am Alten Schönefelder Weg. Es gibt Auflagen an Sitzplätzen, Überdachung und Fangruppentrennung zu erfüllen. Im ersten Regionalliga-Jahr geht es daher für die VSG erst einmal weit weg nach Prenzlauer Berg in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo auch der BFC Dynamo spielt. Gelingt es sich in der neuen Spielklasse zu etablieren, will der Verein einen Rasenplatz im Bezirk Treptow-Köpenick mit entsprechender Kostenbeteiligung umbauen. Eine Überlegung ist dabei die Sportanlage Köpenicker Landstraße in Baumschulenweg. Schon Ende Juli startet für Aufsteiger VSG Altglienicke die neue Regionalliga-Saison. Der Spielplan lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor.
Auch nach der Oberliga-Meisterschaft hieß es jedoch sich wieder von einigen Spielern zu verabschieden:
Sabit Alimanovic (50 Pflichtspiele für die VSG seit 2015) und Leonard Tseke (42 Spiele/ seit 2016) wechseln zum Oberligisten Tennis Borussia. Julian Austermann (60 Spiele/ seit 2015) und Pascal Matthias (61 Spiele/ seit 2015) gehen zum Berlin-Ligisten Blau-Weiß 90. Philip Kadur (4 Spiele/ seit 2015) spielt künftig bei Berlin-Ligist Eintracht Mahlsdorf. Daniel Ujazdowski (15 Spiele/ seit 2016) zieht es in die Berlin-Liga zum SV Tasmania. Francis Banecki (49 Spiele/ seit 2014), Manuel Marschel (46 Spiele/ 2011-12 und seit 2016) und Yannick Lüdtke (kein Spiel/ seit 2017) wechseln mit noch unbekanntem Ziel. Hintergrund der Wechsel ist zumeist der höhere zeitliche Aufwand in der Regionalliga. Künftig nicht mehr dabei ist auch Lennart Hartmann. Der frühere Bundesliga-Spieler von Hertha BSC, 39-fache Junioren-Nationalspieler und zuletzt auch noch mal Futsal-Nationalspieler muss leider als Sportinvalide seine sportliche Karriere mit nur 26 Jahren beenden.
Auch beim Trainer vollzieht sich ein Wechsel. Nach zwei Aufstiegen in Folge kann Erfolgscoach Simon Rösner nicht weitermachen, da ihm die für die Regionalliga notwendige A-Lizenz fehlt. Diese wird er zwar jetzt in entsprechenden DFB-Lehrgängen machen, er rückt aber künftig in die Funktion eines Technischen Leiters. Neuer VSG-Trainer wird Miroslav Jagatic (40), bisher Co-Trainer der Nationalmannschaft von Myanmar (Birma), zuvor auch Coach bei SV Altlüdersdorf, SV Tasmania, SV Empor und BFC Preussen.
Sieben Neuzugänge im Spielerkader wurden von der VSG vermeldet:
Lukas Müller (19) wechselt als Mittelfeldspieler vom FC Energie Cottbus zur VSG. Er bestritt bisher drei Regionalligaspiele. Als Verteidiger kommt Igli Cami (19) von der U19 von Energie Cottbus. Ein weiterer Verteidiger wird René Pütt (26), bisher TSG Neustrelitz. Er kommt aus dem Nachwuchs von Hertha BSC und bringt die Erfahrung von 143 Regionalliga- und 38 Oberliga-Spielen mit. Ein neuer Mittelstürmer ist Kevin Stephan (26) vom Regionalligisten Berliner AK 07, dessen vorherige Stationen Hertha BSC II und FC Erzgebirge Aue waren. Dieser bestritt 6 Einsätze in der 2. Bundesliga und 169 Einsätze in der Regionalliga. Als Abwehrspieler fand Lukas Bache (20) den Weg vom BFC Dynamo zur VSG, wo er 30 Regionalliga-Einsätze bestritt. Zuvor war dieser in der Jugend von Energie Cottbus. Als Mittelfeldspieler stößt Steven Marx (19) vom Brandenburg-Ligisten BSV Guben Nord hinzu, ebenso dem Nachwuchs der Cottbuser entsprungen. Vom Berliner AK 07 kommt Innenverteidiger Kevin Kahlert (27). Dieser entstammt der Jugend des VfL Wolfsburg, mit der er Deutscher Vizemeister der A-Jugend 2008 wurde – damals mit im Team Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV) und Sebastian Polter (Union Berlin). Im Männerbereich spielte er beim VfL Wolfsburg II, Brandenburger SC Süd, TSG Neustrelitz, Goslarer SC, FC Viktoria 89 und BAK. Er kommt auf 140 Regionalliga- und 78 Oberliga-Einsätze. Am 26. Juni war Trainingsauftakt für die neue Saison.
Wir gratulieren der VSG Altglienicke zum Regionalliga-Aufstieg und wünschen in der neuen Spielklasse viel Erfolg!

 

Text und Foto wurden von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt.

Altglienicke: Hinter Berliner Zäunen

Foto: R. Seiffert
Foto: R. Seiffert

Text von Kai Biermann (Zeit Online)

Früher verlief in Altglienicke die Berliner Mauer mitten durch die Gärten. Heute ist sie weg, aber die Grenzen sind es nicht. Und nun sind auch noch Flüchtlinge gekommen.

Thomas Haber* lebte im Schatten der Mauer. Eine fast vier Meter hohe Betonwand ging früher durch seinen Garten. Sie sollte ihn und viele andere davon abhalten, in den Westen zu fliehen. Nachts hörte er hinter ihr die Schäferhunde an ihren Laufleinen jaulen. Es war damals nicht leicht, Haber zu besuchen. Wer wie er direkt im Grenzgebiet lebte, wurde ständig beobachtet. Die Grenzsoldaten liefen mit der Kalaschnikow über der Schulter Streife und griffen jeden auf, der keinen Passierschein hatte. Die Grenzer schauten auch von den Wachtürmen aus mit Ferngläsern in die Gärten. Nackt in der Sonne liegen war da nicht. Es war ein Gefängnis, aber ja, irgendwie fühlte es sich wohl auch beschützt an. Einbrecher gab es keine und Fremde verirrten sich garantiert nicht dorthin. Haber wohnt in Altglienicke, am südlichen Rand des Berliner Stadtbezirks Treptow-Köpenick. Eingeklemmt zwischen Rudow, Bohnsdorf und dem Flughafen Schönefeld geht die Großstadt dort in die zersiedelte Dörflichkeit Deutschlands über. Die Häuser haben kleine Gärten drumherum, manche einen Swimmingpool. Dazu geschnittene Hecken, geputzte Autos. mehr lesen ...

Das KosmosForum – neue Ideen fürs Kosmosviertel

Der Sommer startet langsam so richtig und damit auch ein neues Projekt im Kosmosviertel, das KosmosForum – gemeinsame Gestaltung des öffentlichen Raumes“. Wie der Name schon sagt geht es darum, dass Groß und Klein, Jung und Alt in den nächsten eineinhalb Jahren die Chance haben das Kosmosviertel mitzugestalten. Dabei sollen ganz unterschiedliche Aktionen umgesetzt werden. Was aber immer gilt: die Aktionen sollen nicht drinnen, sondern draußen stattfinden. Und die meisten eher dauerhaft als kurzfristig. Das können Sitzmöbel, bunte Wände oder Spielgeräte sein, aber auch Aktionen wie gemeinsames Pflanzen, Spiele oder Ähnliches.

Was genau gemacht wird, soll gemeinsam überlegt und diskutiert werden. Daher wird mit dem Start des Projektes im Juli das KosmosForum gebaut – eine Mischung aus Informations- und Versammlungsort. Zum Sitzen, Reden und Ideen skizzieren. Hier sollen Ideen sichtbar und Diskussionen geführt werden. Ab Ende Juli soll fast jede Woche eine neue Idee präsentiert werden, mal groß, mal klein, mal total verrückt mal realistisch. Die Ideen sollen dabei vor allem von Nachbarn kommen und mit allen die Lust haben mitzumachen besprochen werden. Mindestens einmal die Woche werden die neuen Kollegen im Kiez daher Rede und Antwort stehen. Und für die restliche Zeit können Nachrichten auch immer an den Tafeln und Wänden den Forums selbst hinterlassen werden. Der perfekte Ort dafür wird noch gesucht. Aber vielleicht gibt es ja schon gute Ideen von den Nachbarn, wo das Forum seine Heimat finden sollte.

Das Forum soll so ein Ort zum Gedankenaustausch und zum Ideenentwickeln für den öffentlichen Raum im Kosmos Viertel werden … und ein Ort wo sich jeder beim Nachdenken die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder vor allem in Richtung Herbst auch Schutz vor Regen finden kann. Denn das Forum soll in mehreren Stufen gebaut und entwickelt werden. Anfangs kleiner und mit drei bis vier Sitzplätzen, später dann etwas größer und für eine ganze Schulkasse. Wer mitmachen will ist dabei natürlich herzlich eingeladen.

Das Forum soll sich aber nicht nur baulich verändern, sondern auch in seinem Aussehen. Angedacht ist noch als zusätzliche Idee die farbliche Gestaltung gemeinsam mit jugendlichen Graffitikünstlern in regelmäßigen Abständen zu verändern. Auch hier sollen alle Leute mitsprechen dürfen. Denn es soll nicht nur im klassischen Graffiti Stil gestaltet werden, sondern auch Ideen von anderen Anwohnern – speziell von Älteren aufgegriffen werden. Vielleicht wird das KosmosForum so auch mal zu einem typischen Wohnzimmer aus der Nachbarschaft umgestaltet, in das alle eingeladen werden können.

Noch mehr Infos oder die Möglichkeit sich schon mal zum Mitmachen anzumelden gibt’s an einem Stand auf dem Kiezfest im Kosmosviertel am 08.Juli. Und wer es gar nicht abwarten kann, Infos gibt’s natürlich auch wie immer beim Quartiersmanagement. Also mal sehen was der Sommer an Ideen mit sich bringt.


Bilder: Kollegen 2,3 – Büro für Kulturangelegenheiten

Termine

08.07.2017 18 Uhr - Kiezfest im Kosmosviertel

19.07.2017 18.30 Uhr- Sitzung des Quartiersrates (bitte anmelden) 

Quartiersmanagement Kosmosviertel
Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin, Tel:  (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de  - team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel 

Sprechzeiten: Di. 10 bis 12 Uhr; Mi. 18  bis 20 Uhr

Keine Sparkasse mehr im Altglienicker Ortskern

Bild: BVA
Bild: BVA

Die Sparkassenfiliale im Ortskern hatte eine lange Tradition. Erst im Eckgebäude Besenbinder-/ Köpenicker Straße (heute FBZ) befindlich, ging es in der zweiten Hälfte der 90er Jahre eine Ecke weiter in einen eigens von der Landesbank dafür errichteten, immer etwas überdimensioniert wirkenden Neubau. Dafür musste ein alter Gründerzeitbau weichen. Im vergangenen Jahr schloss die Filiale, aber zumindest die Geldautomaten blieben. Obwohl das Gebäude weiterhin sich von allen Seiten mit Sparkassen-Schriftzügen ausweist, sind seit einigen Wochen auch die Geldautomaten weg. Nun denkt man hier wurde ein Standort wegrationalisiert, wie es bei Banken derzeit im Trend zu sein scheint, doch nein, der Geldautomat befindet sich an anderer Stelle. Anstelle im bisher eigenen Gebäude jetzt zur Miete im Wegedorn-Zentrum. Eine Entscheidung zum Umzug, die ein Großteil der Altglienicker nicht versteht. Anders als im Ortskern ist bei allen Geschäften im Wegedorn-Zentrum EC-Zahlung möglich. Hier ist das schnelle Bargeldholen weniger notwendig. Zudem befinden sich jetzt mehrere Sparkassen-Geldautomaten in engstem Abstand. Nimmt man mal die Hauptachse Adlershof, die gleich hinter dem Wegedorn-Zentrum liegt, ist ein Stückchen weiter im Einkaufszentrum "Adlershofer Tor" an der Rudower Chaussee der nächste Automat, zwei Straßenbahn-Haltestellen weiter in der Dörpfeldstraße eine ganze Sparkassen-Filiale. Auf 2,2 Kilometer drei Sparkassenautomaten sind das. Für das Altglienicker Siedlungsgebiet befindet sich jetzt der Geldautomat in einer absoluten Randlage, denn Wegedornstraße Ecke Semmelweisstraße dominieren Autohäuser, wohnen aber relativ wenig Menschen. Der Ortskern war für die meisten wesentlich besser zu Fuß erreichbar. Gerade ältere Menschen beklagen jetzt den Wegfall des Standorts. Auch  Besucher des Sportplatzes am Alten Schönefelder weg, Heimstätte des Oberligisten VSG Altglienicke, missen den nahen Geldautomaten, müssen nun mit Bus oder Auto fahren. Ebenso klagen Gewerbetreibende im Ortskern, dass sie nicht mehr um die Ecke ihr Geld einzahlen können. Wer sich die Frequentierung des Automaten vorher und nachher regelmäßig anschaut, kommt zur Feststellung, dass der neue Standort weniger genutzt wird. Viele nutzen nun doch eher den in Adlershof oder im Altglienicker Kosmosviertel. Kundennähe sieht anders aus, die für viele mal aufgrund des Filialsystems ausschlaggebend war, die Sparkasse als Geldinstitut zu erwählen. (Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick)