Immer viel los im Kiezladen „Alte Waschmaschinen-Börse“

"Pressemitteilung des Quartiersmanagement Kosmosviertel"

Seit fast einem Jahr bestehen im Kosmosviertel die partnerschaftlich umgesetzten Projekte „Kiezband/ Hallo Kosmos!“. Neben einem Büro im Bürgerhaus Altglienicke gibt es als festen Anlaufpunkt, auch dank der Unterstützung des Quartiersmanagements Kosmosviertel, an der Ortolfstraße 206b zusätzlich einen offenen Kiezladen in der Einkaufspassage.
Der Kiezladen firmiert in der Anwohnerschaft als "Alte Waschmaschinen-Börse" (kurz WaMa). Das hängt damit zusammen, dass das Ladengeschäft nach seiner Nutzung als Schlecker-Filiale eine Zeit lang als Waschmaschinen-Börse genutzt wurde. Hier heißen neben vielen ehrenamtlich Mitwirkenden die Projektbetreuenden Marion Krippner, Lea Sporer
 und Holger Wiegandt als Team der WeTek Berlin gGmbH, eines gemeinnützigen Bildungsträgers, die Besucherinnen und Besucher willkommen.
Neben einem Ort, der Fortbildungsangebote für Bewohnerinnen und Bewohner des Kosmosviertels bietet, versteht sich die Alte Waschmaschinen-Börse als einen offenen Raum für vielfältigste Projekte der Anwohnerschaft. Anregungen und Ideen für Nutzungen sind jederzeit willkommen und können gerne an das Team herangetragen werden. Es geht darum, den Kiez von hier aus mitzugestalten.

Allerlei Angebote existieren in den Räumlichkeiten bereits. Einiges ist im Aufbau, wie etwa die Entwicklung einer Kiezwerkstatt. Wer etwas zu reparieren hat, aber Unterstützung braucht, kann dort vorbeischauen. Treffpunkt ist in der Regel sonnabends 11 bis 15 Uhr. Geplant ist ein Werkzeugverleih. Wer also beispielweise für ein Vorhaben eine Bohrmaschine benötigt, soll nicht extra eine anschaffen müssen, sondern hier fündig werden. Hier will man noch ein größeres Team von Ehrenamtlichen rund um Berry aufbauen, welches sich um die Kiezwerkstatt kümmert und Interessierten mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Ab Mai ist darüber hinaus beabsichtigt, speziell für Frauen einen Heimwerkerinnen-Kurs mit einer Dozentin durchzuführen. Unter dem Motto „Selbst ist die Frau“ lernt man kleinere Reparaturen im Haushalt zu erledigen.

Ebenso ist perspektivisch ein Lastenradverleih für Anwohnerinnen und Anwohner in Vorbereitung. Mit solchen mit einem E-Motor versehenen multifunktionalen Cargobikes können gut Projekte im Kiez unterstützt, Einkäufe getätigt, aber auch die eigenen Kinder transportiert werden.
Bereits regelmäßig trifft sich jeden Mittwoch von 11 bis 13 Uhr das
 Strickcafé. Es handelt sich um eine bisher kleine Gruppe von Frauen, wo man unter fachkundiger Anleitung von Christel gemeinsam Stricken kann. Wer damit noch nicht vertraut ist, hat die Möglichkeit dieses hier zu erlernen. Der Unkostenbeitrag beträgt ein Euro.
Daneben findet ein
 Bastelnachmittag statt, der sich unter der Leitung von Ramona als offenes Angebot für Groß und Klein im Kiez einmal monatlich richtet. Nach einem Auftakt im März sind die nächsten Termine der 25. April und der 23. Mai ab 14.30 Uhr.
Es gibt im Weiteren ein
 Bühnentechnik-Team. Dieses bereitet alles rund um eine mobile Bühne für Veranstaltungen vor. Diese kann gerne auf Wunsch für eigene Aktionen bereitgestellt werden. Das Team hilft dabei. Auch hier werden zusätzliche Mitstreiter gesucht.
In eine ähnliche Richtung geht ein
 Workshop für Veranstaltungsmanagement, der mit einem professionellen Dozenten angeboten wird, um alles rund um das Thema zu erlernen, wie organisiert man angefangen von der Idee, einen Event. Die Zielsetzung ist, dass Anwohnerinnen und Anwohner Veranstaltungen durchführen, um den eigenen Kiez zu bereichern. Das kann vom Flohmarkt über ein Kiezkino bis hin zu Open-Air-Veranstaltungen gehen. Ein Planungsteam stellt so etwa unter professioneller Anleitung ein Open Air Festival auf die Beine. Wer gern gemeinsam singt, kann sich dem Kosmos-Chor anschließen, der auch in den Räumen der Alten Waschmaschinen-Börse probt.

Angeboten wird ein Computer-Grundlagenkurs unter dem Motto „Computer, was machst du?“, der gerne von älteren Menschen frequentiert wird. Hier können Techniken beispielweise im Umgang mit Microsoft Word, Excel und Powerpoint gelernt werden. Man erwirbt Kenntnisse über Hard- und Software. Darüber hinaus gibt es einen Workshop für die eigene Entwicklung von Apps für Smartphones. Ebenso zählt zum Angebot ein Design-Workshop, wo man Open Source-Programmen (bei Bedarf aber auch Adobe) erlernt, um professionell Plakate und Flyer zu gestalten.
Neu ist ein
 Kreativ-Workshop, auf dem man seine eigenen Potenziale wachrufen und seine Kreativität schulen kann. Hier wird man vertraut gemacht in Dingen wie Schauspiel und Atemtechnik. Mit ganz viel Praxis und ein bisschen Theorie wird beigebracht, wie man richtig atmet, spricht und Menschen erreicht. Neben dem Sprechen geht es auch um eine Schulung des Blicks. Man geht etwa auf eine Fotoexkursion, neben Grundlagen der Fotografie heißt es sich mit Bildbearbeitung und somit mit der Möglichkeit der Veränderung der Wahrnehmung zu beschäftigen. Ferner gibt es einen Theater-Workshop. Hier wird man von erfahrenen Regisseuren und Schauspielern in Basisschauspielübungen geschult, um kleine oder große Stücke zu spielen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen. Die Workshops richten sich vor allem an 16- bis 64-jährige. Für alle Fortbildungsangebote gibt es am Ende ein Zertifikat, mit dem man nicht nur zeigen kann was man an Fertigkeiten erlernt hat, sondern seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern kann. Damit bringen die Qualifizierungen einen deutlichen persönlichen Mehrwert.
Das Projekt „Kiezband/ Hallo Kosmos!“ erreicht man im Bürgerhaus Altglienicke in der Ortolfstraße 184 dienstags 10.00 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 12.00 bis 18.30 Uhr sowie fast täglich um die Ecke im Kiezladen in der Alten Waschmaschinen-Börse in der Ortolfstraße 206b. Ein Kontakt ist auch unter kosmos@wetek.de oder  93 67 46 54 möglich. Über verschiedenste aktuelle Aktivitäten wird durch Aushänge am Kiezladen informiert, beziehungsweise die Internetseite www.wetek.de/kiezband. Über die Seite kann man sich auch entsprechend für Workshops und weitere Gruppen anmelden. Oder einfach hereinkommen. Ein großer Dank gilt natürlich auch der Schönefeld Wohnen GmbH, die das Ladengeschäft der WeTeK Berlin gGmbH für ihre Projekte zur Verfügung gestellt hat. Das Projekt „Kiezband“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Treptow – Köpenick. Das partnerschaftlich umgesetzte Projekt „Hallo Kosmos!“ wird aus Mitteln des Förderprogramms Soziale Stadt gefördert.

Weitere Termine

 

Mi, 25.04. 18.00 Uhr Sitzung der Jury für Aktionen

Sa, 05.05. Tag der Städtebauförderung/ Einweihung neugestalteter Bolzplatz

K ontakt und weitere Infos

Quartiersmanagement Kosmosviertel
Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin
Tel:  (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de 
team@kosmosviertel.de

F acebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel

 

 

 


Modulare Unterkünfte in Treptow-Köpenick – Bezirksbürgermeister Oliver Igel zum Standort Bohnsdorfer Weg 109-111, 12524 Berlin-Altglienicke

Pressemitteilung vom 20.03.2018, Bezirksamt Treptow Köpenick

Mit der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales vom 14.02.2018 sowie der Pressemitteilung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick vom 16.02.2018 informierten die Senatsverwaltung und das Bezirksamt über die geplanten Standorte der geplanten „Modularen Unterkünfte“ für geflüchtete Menschen.
Hierzu informiert Bezirksbürgermeister Oliver Igel:


„Zuständig für die Unterbringung geflüchteter Menschen im Land Berlin ist die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und dort das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten. Bei der Standortsuche unterstützte die Senatsverwaltung für Finanzen. Das Bezirksamt wurde in den vergangenen Monaten über mögliche Standorte informiert. Entscheidende Kriterien zur Bestimmung der Standorte sind zunächst die Möglichkeit und die Erlaubnis am entsprechenden Ort wohnen zu können. Gewerbegebiete und mit Naturschutzauflagen belegte Standorte sind ausgeschlossen, sodass sich die Wahl möglicher Standorte wiederum deutlich reduziert. Ganz erheblich reduziert wird die Standortwahl dadurch, dass der Senat nur öffentliche Grundstücke in den Blick nahm und keine privaten. Der Senat legt jetzt frühzeitig ein Standortkonzept für die Unterbringung von Geflüchteten fest – ein Konzept, welches alle Bezirke gleichermaßen berücksichtigt und nicht zu einer Ungleichverteilung führt. So werden in allen Bezirken jeweils zwei Standorte errichtet werden.


- Keine konkreten Planungen oder Zeitabläufe -
Zahlreiche Konkretisierungen sind noch nicht vorgenommen worden, sodass viele Fragen noch nicht beantwortet werden können. Wie in der Vergangenheit auch soll in einem weiteren Schritt in der Nähe jedes Standortes eine Bürgerversammlung durchgeführt werden, in der standortkonkrete Planungen vorgestellt werden. Dafür müssten jedoch konkrete Planungen für den Standort vorliegen.
Das Grundstück am Bohnsdorfer Weg ist im Eigentum des Bundes. Der Bund ist dazu bereit, das Grundstück an das Land Berlin zu verkaufen. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr – wann genau, steht noch nicht fest – verkauft werden. Erst danach hat das Land Berlin die Verfügungsgewalt und kann dort bauen. Der Bund verkauft das Grundstück an das Land Berlin, um dort Wohnungsneubau zu ermöglichen. Und so ist geplant, dass auf diesem Grundstück die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo Neubauwohnungen errichtet. Dafür wiederum muss ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet und abgeschlossen werden. In dem Bebauungsplanverfahren muss die Umgebungsbebauung beachtet werden. Es ist dort nicht möglich, Hochhäuser zu errichten. Der dort zu planende Geschosswohnungsbau muss daher deutlich niedriger sein als an anderen Stellen. Mit wie vielen Geschossen dort gebaut werden darf, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit gesagt werden. Die degewo wird aber zu gegebener Zeit ihre Planungen vorstellen. Das künftige Wohngebiet wird damit eine Mischung darstellen aus frei vermietbaren Wohnungen und zusätzlich der Unterbringung von Flüchtlingen in den modularen Bauten.


- Modularer Wohnungsbau entspricht „normalem“ Wohnungsneubau -
Es werden dann auch genauere Vorstellungen über das Aussehen der Bauten vorgestellt werden können. Die modernen Modulbauten unterscheiden sich erheblich von den bisher genutzten Container-/ Tempohome-Lösungen und haben eher das Aussehen von „normalem“ Wohnungsbau. Perspektivisch sollen die sogenannten MUF sich auch als „normale“ Wohnungen nachnutzen und vermieten lassen. Wann diese Nachnutzung einsetzen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestimmt werden. Mindestens drei Jahre lang müssen diese Bauten aber für die reine Unterbringung von geflüchteten Menschen genutzt werden. Das liegt darin begründet, dass diese Modulbauten über ein spezielles Baurecht schneller als die Wohnungen im Rahmen eines festgesetzten Bebauungsplans gebaut werden dürfen. Das Bauvorhaben für die Geflüchteten wird demnach vor den übrigen Wohnungen in dem Gebiet fertig werden. Dieser Bau soll auch auf Dauer Bestand haben und ist nicht temporär. Ziel sollte es aber sein, dass das Bebauungsplanverfahren für den Bohnsdorfer Weg so rasch wie möglich auf den Weg gebracht wird, weil im Rahmen dieses Verfahrens für Bürgerinnen und Bürger Beteiligungsmöglichkeiten vorhanden sind und sie Ihre Belange einbringen dürfen.


- Kein zusätzlicher Standort zur Unterbringung -
Der Tempohome-Standort am Quittenweg in Altglienicke soll voraussichtlich im kommenden Jahr geschlossen werden, so dass die Zahl der geflüchteten Menschen in Altglienicke an dieser Stelle zurückgehen wird.“
Zur weiteren Entwicklung von Unterkünften für geflüchtete Menschen soll es voraussichtlich Mitte des Jahres eine Einwohnerversammlung zusammen mit den zuständigen Senatsverwaltungen geben, um Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über die Entwicklungen im Bezirk zu geben sowie die Möglichkeit, Fragen und Anregungen zu formulieren. Weitere Informationen erhalten Sie zu gegebener Zeit auf unserem Presseportal unter https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/aktuelles/pressemitteilungen/. Gerne können Sie sich auch mit weiteren Fragestellungen an den Integrationsbeauftragten, Herrn Postler, oder die Koordinatorin für Flüchtlingsfragen, Frau Herm, unter integration@ba-tk.berlin.de wenden.

Rückfragen: *Integrationsbeauftragter* Gregor Postler, Telefon: (030) 90297-2307



KIEZFEST Altglienicke am 23.06.2018 - „Ein Kiez verbindet“

Pressemitteilung vom 12.03.2018, Bezirksamt Treptow Köpenick

Die Akteure der anliegenden Einrichtungen in der Region bereiten auch 2018 für Sie ein buntes Fest mit Musik und Show zum Mitmachen und Genießen vor. Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm haben Sie an diesem Tag die Möglichkeit, sich über die Projekte und Einrichtungen im Kiez zu informieren. Darüber hinaus gibt es jede Menge Aktionen und kulinarische Genüsse für Familien und Anwohner jeden Alters.
Unser Kiezfest steht dafür, die Vielfalt Altglienickes zu präsentieren. Von Jung bis Alt wollen wir die bunte Mischung Altglienickes aufzeigen und Ihnen dafür die Gelegenheit bieten, über einen Stand oder als Teil des Bühnenprogramms mitzuwirken.

  • Wann: am 23.06.2018 von 14:00 – 18:00 Uhr
  • Wo: in der Wohnanlage gegenüber des Bürgerhauses in der Ortolfstr. 182-184, 12524 Berlin

Bei Interesse für die Anmeldung eines Standes oder als Teil des Bühnenprogramms mitzuwirken können Sie uns sehr gern unter kiezfest-altglienicke@gmx.de kontaktieren.
Für Rückfragen stehen wir natürlich gern zur Verfügung:


Rattenaufkommen im Kosmosviertel - „Jetzt geht’s den Ratten an den Kragen!“

Pressemitteilung vom 09.03.2018, Bezirksamt Treptow Köpenick

Im letzten Jahr haben die Meldungen an die öffentlichen Ämter zu sichtbaren Ratten im Bereich des Kosmosviertel massiv zugenommen. Auf der Suche nach dem Ursprung haben sich folgende Ursachen für das gehäufte Auftreten von Schadnagern herausarbeiten lassen:

  • Rund um das Kosmosviertel, teilweise im Kosmosviertel, finden massive Umbauten des ursprünglichen Geländes statt. Dabei werden jahrzehntelang brach liegende Flächen erschlossen und bebaut oder ruhende Altgebäude abgerissen. Ohne Frage, hier hatten auch Ratten ein zu Hause! Diese wurden nun aufgescheucht und sind auf ihrer „Flucht“ für jeden deutlich sichtbar.
  • Die Müllentsorgung findet im gesamten Kosmosviertel nicht immer sachgerecht statt. Damit finden die Ratten Nahrung und siedeln sich fest an.
  • Ungepflegte Grünflächen bieten Rückzugsorte und unterstützen die Ansiedlung.

Um dieser neuen Situation Rechnung zu tragen, muss daher über andere Methoden nachgedacht werden. In der Vergangenheit wurden Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen immer lokal, in kleinen begrenzten Bereichen, zu verschiedenen Zeiten durchgeführt.

Geplant ist nun, allen Akteuren die veränderte Situation aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer großflächigen und gleichzeitigen Bekämpfung zu vermitteln. Ziel ist es, dass die Pflichtigen nach der Verordnung über die Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen vom 16.08.2011 – hier: verantwortliche Hausverwaltungen und Träger öffentlicher Flächen und Einrichtungen – gleichzeitig Schädlingsbekämpfungen veranlassen. Die Koordinierung und Betreuung der Aktion wird durch das zuständige Gesundheitsamt, Fachbereich 2 (Infektions-, Katastrophenschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz) in Zusammenarbeit mit dem Bezirksstadtrat für Gesundheit und Umwelt, Bernd Geschanowski und dem Quartiersmanagement Kosmosviertel vor Ort erfolgen.

Überall, wo der Mensch ihnen Nahrung und Nistmöglichkeiten bietet, siedeln seit alters her auch diese vermehrungsfreudigen Nagetiere. Die Vielzahl von Unterschlupfmöglichkeiten und ein großes Angebot an Nahrungsmittelresten und Vorräten, wie sie für Großstädte charakteristisch sind, lassen Rattenpopulationen hier beste Lebensbedingungen finden.Ratten müssen und sollen sich nicht ungehindert in unserer Stadt ausbreiten. Schon durch sehr einfache Maßnahmen lassen sich wirkungsvolle Effekte erzielen.

Jeder Einzelne kann dazu beitragen, den Ratten Entwicklungsmöglichkeiten zu entziehen, indem er keine Speisereste in den Ausguss von Toiletten oder Waschbecken gibt und Speiseabfälle nur in verschlossenen Behältnissen lagert. Keinesfalls dürfen Essenreste einfach achtlos fortgeworfen werden. Alle Müllbehältnisse sollten stets geschlossen gehalten werden. Müllbeutel gehören nicht neben, sondern in die Mülltonnen, deren regelmäßige Leerung ebenfalls zur Minderung der Nahrungsangebote beiträgt.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Gesundheitsamt – FB 2 – E-Mail: geshum@ba-tk.berlin.de


Mieterberatung im Kosmosviertel

Pressemitteilung vom 22.02.2018, Bezirksamt Treptow Köpenick

Das Amt für Bürgerdienste hat nochmals weitere Mieterberatungen durch einen Rechtsanwalt organisiert.

Folgende Beratungstermine sind vereinbart und finden im KIEZKLUB im Bürgerhaus Altglienicke statt:

  • 24.04.2018 von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Die Beratung ist kostenlos und wird vom Amt für Bürgerdienste finanziert.

Rückfragen: Abteilung Bürgerdienste, Personal, Finanzen, Immobilien und Wirtschaft Amt für Bürgerdienste, Telefon: (030) 115


Treptow feiert seinen 450. Geburtstag

Bild: BA Treptow Köpenick
Bild: BA Treptow Köpenick

Das Jahr 2018 ist in Treptow ein besonderer Anlass zum Feiern, denn der Ortsteil und Altbezirk feiert sein 450. Jubiläum. Zurückzuführen ist dieses auf eine Kämmereirechnung der Stadt Cölln an den Fischer Andreas Neuendorf aus dem Jahre 1568. Auf ihr ist die erste Erwähnung Treptows im Zusammenhang mit der 50-jährigen Pacht eines Spreeuferstreifens dokumentiert. Dieser wurde als „Der Trebow“ bezeichnet. Die Rechnung führte aus, dass Bewohner für das Recht, Fischerei zu betreiben, 24 Groschen Wasserzins und 32 Groschen Heidegeld für die Bienenzucht an die Stadt entrichten mussten. Das historische Dokument aus dem Stadtarchiv ist als Original leider seit den letzten Kriegswirren 1945 verschollen. Der Ursprung des Ortsnamens mit den zwischenzeitlichen Varianten Trebow, Trebkow, Trebikow, Trepkow lag offensichtlich in den slawischen Worten „drewo“ (‚Laubholz‘) bzw. „drewko“ (‚kleines Laubholz‘). Das ist auch analog zur Namensherkunft der früher gleichnamigen Stadt Treptow / Rega in Pommern, heute polnisch Trzebiatów, aus dem 12. Jahrhundert. Der Name deutet darauf hin, dass auch unser Treptow eigentlich viel älter ist, denn im 16. Jahrhundert siedelten keine slawischen Stämme mehr wie die Sorben dort, sondern nur noch Deutsche. Spuren im Boden weisen allerdings auf eine frühere Ansiedlung von Sorben oder Wenden bereits im 6. oder 7. Jahrhundert hin, die an der Spree in waldreicher Umgebung Fischfang betrieben. Dazu wurde nur damals nichts schriftlich festgehalten. Immer wieder in der Geschichte wurde dann das kleine Fischerdorf aufgegeben. Bekannt ist zwischenzeitlich auch, dass um 1261 herum ein Ritter Rudolf von Stralau sein auf der anderen Spreeseite gelegenes Vorwerk Treptow der Stadt Cölln überließ, es fehlt aber auch hier ein Dokument. Daher führt man Treptow auf das Jahr 1568 zurück, wo wir über ein Fischerhaus von Andreas Neuendorf an der Einmündung des Heidekampgrabens in die Spree wissen. Es ist die Stelle der späteren Ausflugsgaststätte „Zenner“ und das Haus muss dort gestanden haben, wo sich heute am Rande des Biergartens die Ruine der von Ludwig Hofmann vor über 100 Jahren erbauten Körner-Villa befindet. Auch in den letzten 450 Jahren sollte Treptow noch einmal verschwinden, nämlich in Folge des 30-jährigen Krieges wurde die Stelle als „wüst“ sprich verlassen bezeichnet. Erst 1653 wurde dann dort ein Wein- und Bierausschank eröffnet und ab 1707 auch wieder Menschen mit Stallungen und Scheunen angesiedelt. Da die Gegend vor den Toren Berlins als Ausflugsziel immer gefragter war, kamen ab 1779 weitere Kolonistenhäuser hinzu, die ebenso Gaststätten eröffneten. Auf alten Fotos kurz vor dem Zweiten Weltkrieg kann man noch sehen, wie sich Alt-Treptow lange in dieser Form bis zur heutigen Bulgarischen Straße erstreckte. Dieses Areal wurde durch Bombentreffer zerstört. Beiderseits des Wegs zur Abteibrücke und –insel finden sich heute nur noch Wiesen, Sträucher und Bäume. Ab 1860 verlagerte sich aber die Besiedlung von Treptow immer mehr in Richtung Elsenstraße, Kiefholzstraße und Landwehrkanal.

Bild: BA Treptow Köpenick
Bild: BA Treptow Köpenick

1876 wurde in Folge des rasanten Bevölkerungswachstums der Gutsbezirk Treptow eine Landgemeinde, die das Gebiet der heutigen Ortsteile Treptow, Plänterwald und Baumschulenweg umfasste. 1920 erfolgte schließlich die Eingemeindung in Groß-Berlin, in der Treptow territorial erweitert um Johannisthal, Schöneweide, Adlershof und Altglienicke einer von 20 Berliner Verwaltungsbezirken wurde. 1938 kam durch einen Gebietstausch gegen Oberschöneweide das bis dahin Köpenicker Bohnsdorf hinzu. Mit der Verwaltungsreform 2001 fusionierte der Bezirk mit dem östlichen Nachbar Köpenick zu Treptow-Köpenick. In zahlreichen Veranstaltungen möchte das Bezirksamt Treptow-Köpenick in diesem Jahr die wechselhafte Geschichte Treptows erlebbar machen. Ein dazu veröffentlichter Programmflyer informiert umfangreich über das Programmangebot anlässlich des Jubiläums. Weitere und aktualisierte Infos gibt es auch auf der Internetseite www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/aktuelles/450-jahre-treptow/.
Den Jubiläumsauftakt bildet eine Theaterveranstaltung des Amtes für Weiterbildung und Kultur mit Jürgen Hilbrecht als Hauptmann von Köpenick. Das Stück „Köpenick grüßt Treptow“ wird am 18. Februar um 16.00 Uhr im Rathaus Treptow zu sehen sein.
Am 13. April um 16.00 Uhr findet unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller der offizielle Festakt zur Würdigung des Jubiläums im Rathaus Treptow statt. Im Rahmen des Festaktes wird zudem die Ausstellung „450 Jahre Treptow – Von den Ursprüngen bis heute“ im Foyer des Rathauses eröffnet. Auch eine Festschrift soll erscheinen. Es gibt zwischen Mitte Februar und Anfang September verschiedene Vorträge an der Volkshochschule zu Themen wie Berliner Gewerbeausstellung, Geschichte der Späth’schen Baumschule, Flugplatz Johannisthal und Archenhold-Sternwarte. Eine Fotoausstellung zum Spreepark gehört ebenso dazu wie Führungen durch den Treptower Park. Ein temporäres Kunstprojekt ist im Rosengarten des Parks angedacht. Der Berliner Denkmaltag 2018 führt am 16. März sein Programm im Rathaus Treptow durch. Dabei gibt es auch eine Führung durch das Rathaus Treptow. Weiter vermissen muss man leider eine Neuauflage der Treptower Festtage mit „Treptow in Flammen“, das sich einst 1835 aus dem „Stralauer Festzug“ heraus entwickelte und bis vor fünf Jahren als Volksfest die Massen nach Treptow pilgern ließ. Die Stern und Kreisschiffahrt als letzter Veranstalter will nur noch ihr Kerngeschäft durchführen. Der Treptower Park ist zudem politisch nicht mehr als Festmeile erwünscht. Und darauf, dass das Fest eine ganze Ewigkeit nur zwischen Rathaus Treptow und Zenner mit dem Zentrum Bulgarische Straße auf Straßenland stattfand, will keiner so recht eingehen.
Für das Jubiläumsjahr wurde übrigens auch eigens ein Logo entwickelt. Dazu führte man einen Wettbewerb unter Grafikdesign-Schülern der Best Sabel-Schule durch. Ausgewählt wurde ein Entwurf von Marc Müseler, der eine fröhliche, lebendige Figur in den Treptow-Köpenicker Farben blau und grün zeigt, die Assoziationen an Wasser, Fische, Wald, aber auch ein „T“ weckt.

(Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)


Zitterpartie um das Museum Altglienicke

Ingo Drews mit dem Trikot des früheren Union-Spielers Torsten Mattuschka, der jetzt bei VSG Altglienicke aufläuft. (Foto: Ralf Drescher)
Ingo Drews mit dem Trikot des früheren Union-Spielers Torsten Mattuschka, der jetzt bei VSG Altglienicke aufläuft. (Foto: Ralf Drescher)

Text und Fotos von Ralf Drescher von der Berliner Woche. Vielen Dank

Berlin: Altglienicke Museum |

Seit 2006 gibt es das Heimatmuseum Altglienicke. Einmal im Monat öffnen die Ehrenamtlichen vom örtlichen Bürgerverein ihre Türen und zeigen Besucher Dokumente und Sachzeugen der Ortsgeschichte. Damit könnte bald Schluss sein.

„Ich habe mit Interesse den Beitrag über verschwundene Museen im Bezirk in der Berliner Woche gelesen. Und ich befürchte, unser Museum gehört bald dazu“, sagt Ingo Drews vom Bürgerverein Altglienicke. Dann legt er das Kassenbuch des Vereins vor. Der Bezirk stellt die Räume im Bürgerhaus Altglienicke zwar kostenlos zur Verfügung, aber der Verein muss für die Betriebskosten aufkommen. Und die betragen pro Monat 117 Euro.

Der Eintritt ins Museum ist frei, an einem Besuchertag landen leider nur fünf bis zehn Euro in der Spendenkasse. „Wenn wir Eintritt nehmen, kommen aber noch weniger“, fürchtet Ingo Drews. Vor Jahren hatten Sponsoren, darunter die Berliner Sparkasse und die örtliche Wohnungsbaugenossenschaft, die Betriebskosten übernommen.

In dieser Zeit hatte der kleine Verein mit seinen 25 Mitgliedern keine Probleme, die Zukunft des Museums zu sichern. mehr lesen ...


Ein Gedicht auf die Zukunft unseres Altglienicke Museums. Helft uns. Spenden Sie. Wir brauchen Hilfe.

Wer unser Altglienicke Museum mit einer großzügigen Spende unterstützen möchte, findet uns hier als Ansprechpartner zur Kontaktaufnahme sowie unsere Bankverbindung für Ihre Spende. Vielen Dank.