Schritt für Schritt zu altem Glanz?! – Grünanlagen im Kosmosviertel

Pressemitteilung des Quartiersmanagement Kosmosviertel 

Grün ist das richtige Stichwort für die letzten Wochen und Monate im Kosmosviertel. Bei sommerlichen Wetter genießen wieder zahlreiche der fast 6.000 Nachbarn Sonne und Schatten im Kiez. Klar ist: die Grünanlagen haben schon bessere Zeiten gesehen. Doch Schritt für Schritt geht es nun wieder voran um dem Kosmosviertel wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Das merkt man schon in diesem Jahr.

Aus 12 Meter Höhe grüßt seit Anfang Juni eine drei Meter große Fee, alle Besucher des Kosmosviertels, die sich von der Schönefelder Chaussee aus in den Kiez bewegen. Das bislang wohl sichtbarste Zeichen dafür, dass sich was tut im Kosmosviertel. Umgesetzt wurde die Aktion im Rahmen des Projektes „FREIRAUM gestalten“. Gemeinsam hatten der Quartiersrat, die Träger, Bezirk und Senatsverwaltung beschlossen, Aktionen in den Grünanlagen zu fördern, die dem Kiez Schritt für Schritt wieder zu altem Glanz verhelfen sollen. 

Die Hochs und Tiefs der Grünanlagen

Denn mancher kennt ihn noch den alten Glanz. „Die Kugel soll sich wieder drehen“ ist wohl der meistgehörte Satz. Die drei Brunnen, Hollywoodschaukeln und Hängematten sorgten dafür, dass der Grünzug im Kosmosviertel in den 90ern noch einen Preis als schönste Grünanlage in einer deutschen Großbausiedlung erhielt. Leider zeigte sich in den folgenden Jahren, dass die schön angelegten Grünflächen eben auch sehr pflegeintensiv waren. In Zeiten knapper Kassen und Stellenabbau bei den Grünflächenämtern, kam eben dieses kaum noch hinterher mit der Pflege. Ein Zustand der bei den Mitarbeitern und noch mehr bei den Menschen im Kosmosviertel für immer mehr Frust sorgte.

Im Rahmen des Quartiersmanagements wollen Bezirk, Senatsverwaltung und nicht zuletzt der Quartiersrat, dass sich daran etwas ändert. Langfristig soll der Grünzug durch Umbaumaßnahmen wieder fit gemacht werden. Daher bewirbt sich der Bezirk auf das Bundesprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Wenn alles gutgeht könnte 2019 die Planung und Beteiligung starten, 2020 gebaut werden. Überzeugen muss der Bezirk die Senatsverwaltung aber auch mit Ideen. Und genau die sollen im Rahmen des Projekts „FREIRAUM gestalten“ gesammelt und schon mal ausprobiert werden.

FREIRAUM gestalten“ – Schritt für Schritt geht’s voran

Das Projekt rund um Sascha Schneider von den Kollegen 2,3 soll nämlich so einiges. Ideen sammeln wie der Kiez mal aussehen könnte. Gemeinsam mit den Nachbarn schon mal diskutieren, was davon am wichtigsten wäre. Außerdem darauf achten, dass keine Gruppe vergessen wird, ob alt, jung, sportlich, entspannt, mit oder ohne Hund. Wohlfühlen können soll sich in Zukunft nämlich jeder an irgendeinem Fleck. Und für die Nachbarn am allerwichtigsten: Schon jetzt mit anpacken. Denn zwei Jahre warten und nichts tun, wünscht sich ja niemand.

Und für ein kleines Projekt, das vor allem auf die Unterstützung von Nachbarn angewiesen ist, können sich die Ergebnisse sehen lassen. Zurückgeschnittene Hecken in der Ladenpassage – hier ein großer Dank an Uwe Regelin -, die mit Schulen und Jugendeinrichtungen farbig gestalteten Betonstelen, eine Kiezolympiade, Putzaktionen mit Groß und Klein oder eine „Laternen-Karten“-Aktion damit in Zukunft kaputte Laternen möglichst schnell repariert werden können sind nur einige Beispiele. Nachzulesen ist das alles am neu gebauten KosmosForum - auch was als nächstes ansteht. Und das ist noch so einiges.

Noch in diesem Jahr sollen Schilder den Weg in verschiedene Einrichtungen wie Bürgerhaus, Kita oder Familienzentrum weisen. Gemeinsam mit Hundebesitzern sollen mobile Spielgeräte für Hunde gebaut, aber auch Paten für Hundekotbeutelspender gesucht werden. Die kaputte Brunnenanlage am KosmosForum wird vorrübergehend ein Hochbeet. Und auch die seit Jahren brachliegende Sitzrunde rund um den Kugelbrunnen soll wieder ein Ort zum Wohlfühlen werden. Und und und… Trotzdem ist immer noch Platz für neue Ideen und auch Hände, die bei der einen oder anderen Aktion mitanpacken. Also keine falsche Zurückhaltung mit Wünschen, Ideen und Kritik. Wenn es nicht sofort geht, dann doch hoffentlich in den nächsten Jahren. Eben ein Schritt nach dem anderen.

Kontakt

Quartiersmanagement Kosmosviertel
Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin
Tel:  (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de  
team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel


Kiezfest zeigte wieder Kosmosviertel in all seiner Vielfalt

Foto: Joachim Schmidt
Foto: Joachim Schmidt

Das Kiezfest im Kosmosviertel kann schon auf gewisse Tradition zurückschauen. Seit sieben Jahren gehört es zu den festen Veranstaltungen eines jeden Sommers, so auch nun wieder am 23. Juni. Es galt im Rahmen eines Sommerfestes die ganze Vielfalt Altglienickes zu präsentieren. Von Jung bis Alt gab es erneut eine bunte Mischung aus etlichen Ständen sowie ein umfassendes Bühnenprogramm.
Pünktlich um 14 Uhr ging es los an den zahlreichen Ständen zwischen der Ladenpassage und dem Bürgerhaus, an denen sich beim Flanieren insbesondere wieder eine Reihe lokaler Projekte und Einrichtungen im Kiez mit ihren vielfältigen Angeboten zeigten. Es wurden dabei jede Menge Aktionen und kulinarische Genüsse für die Anwohnerschaft geboten. Am Stand des Quartiermanagements konnte neben allerlei Informationen ein Fragebogen zum Leben im Kiez beantwortet werden. Outreach als Betreiber des Jugenklubs im Bürgerhaus informierte über seine Jugendarbeit im Kiez.
Kinder konnten spielen, basteln, raten, sich schminken und ihre Sportlichkeit beweisen, so etwa auch an einer Kletterwand, wo man sich gesichert an Seilen von Vorsprung zu Vorsprung nach oben ans Ziel hangelte. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Tanz- und Musikdarbietungen, so etwa von Schülerinnen und Schülern der Grundschule am Pegasuseck, von der Joseph-Schmidt-Musikschule, einer Line-Dance-Gruppe und dem Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi, sorgte für Unterhaltung. Im Bürgerhaus Altglienicke hatte für einen kleinen Abstecher das Altglienicke Museum geöffnet.
Organisator Marcus Heidrich vom Familienzentrum im Kosmosviertel zeigte sich wieder zufrieden vom Verlauf des Festes, das wieder unter dem Motto „Ein Kiez verbindet“ stand. Auch das Wetter spielte lange Zeit gut mit, auch wenn es nicht ganz so sommerlich wie noch einige Tage zuvor war. Erst zum Schluss fielen dann einige Regentropfen. Nach dem Kiezfest schloss sich noch ein Public Viewing des zweiten Gruppenspiels der Fußball-WM Deutschland gegen Schweden an, wo das DFB-Team mit einem Last-Minute-Tor 2:1 gewann. (Der Text wurde vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt)


Ein erstes Kinderfest am 01.06 im Kosmosviertel

Foto: Joachim Schmidt
Foto: Joachim Schmidt

Der 1. Juni ist Weltkindertag. Da das Kosmosviertel ein Kiez ist, wo viele Kinder leben, lag es nahe, auch hier mal ein Kinderfest durchzuführen. Überlegungen dazu gab es schon seit Jahren. Nicht nur bei der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke, die früher in kleinerem Rahmen schon einiges veranstaltete. Zudem bestanden in den Vorjahren Aktivitäten zu diesem Datum beim Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi in der Nachbarschaft. Da unterdessen das Quartiersmanagement Kosmosviertel im Kiez tätig ist, war es eine Aufgabe verschiedene Ideen und Initiativen zusammenzufassen. Das ist in diesem Jahr dann auch gut gelungen. Unterstützt durch Gelder aus dem Aktionsfonds organisierten Mieter der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke gemeinsam mit dem Mitgliedertreff und vielen Einrichtungen aus dem Kiez ein Kinderfest, was sich durchaus sehen lassen konnte. Zwischen 15 und 17 Uhr war in dem Grünzug zwischen dem Mitgliedertreff der Wohnungsgenossenschaft (Schönefelder Chaussee 245) und dem Nachbarschaftstreff WaMa (Ortolfstraße 206b) allerlei los. Und das Wetter spielte mit viel Sonnenschein mit, denn erst danach zog sich der Himmel zu und ließ es regnen.
Das Schöne an diesem Kinderfest war die Einbeziehung vieler Generationen. Nicht nur Kinder selber beteiligten sich an der Durchführung, sondern viele Eltern und Großeltern, die sich aus der Mitgliederschaft der Wohnungsgenossenschaft speisten. Ein solches Fest steht und fällt mit den Ehrenamtlichen - und soll einen Beitrag leisten, dass sich alle im Kiez wohlfühlen und ihn als ihren verstehen. Damit alles gut funktionierte, wurde entsprechend gute Vorarbeit geleistet.
Dörte Ehrig als Leiterin des Mitgliedertreffs der Genossenschaft begann bereits voriges Jahr mit der Vorbereitung. Verschiedene Kooperationspartner aus der Umgebung konnten für das Fest gewonnen werden, wie das Quartiersmanagement, die WaMa, Hallo Kosmos/ Kiezband, die Kollegen 2,3 und der Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi, der dieses Jahr bei sich selber auf dem Gelände nichts durchführte. Die Mobile Jugendarbeit Outreach stellte ferner Bänke und Tische zur Verfügung.
Innerhalb der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke folgten einem Aufruf zur Mithilfe schnell um die zehn Mitglieder, die sich als zumeist Eltern oder Großeltern mit mehreren Treffen an der Vorbereitung und letztlich an der Durchführung aktiv beteiligten. Die Genossenschaft selber stellte finanziellen Mittel bereit, um einige Spielgeräte anzuschaffen, die den Mitgliedern künftig im Treffpunkt zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Foto: Joachim Schmidt
Foto: Joachim Schmidt

Bei der Konzeption des Festes war es Dörte Ehrig wichtig, über das Areal verteilt einzelne Stationen mit möglichst einfachen Spielen aufzubauen. Alles welche, die man aus der eigenen Kindheit noch kennt, aber in der heutigen Hightech-Zeit mit Computerspielen und ähnlichem nicht unbedingt mehr so praktiziert werden. Es gab so Eierlaufen, Wasserbombenzielwurf, Sackhüpfen, Ballontennis, Stelzenlauf, Teebeutelweitwurf oder Wettspringen. Der Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi brachte das Kegelwerfen näher. Für Kinder, die einfach relaxen wollten, waren einige Hängematten zwischen Bäumen aufgespannt.
Als Highlight war die Freiwillige Feuerwehr Altglienicke mit einem Fahrzeug vor Ort, welches von den Kindern zahlreich besichtigt wurde. Im Laden der WaMa gab es eine Mal- und Bastelstube. Der Mitgliedertreff der Wohnungsgenossenschaft bot in seinen Räumen Spiel und Spaß mit unter anderem klassischen Hula Hoop-Reifen. An der Tür war ein kleiner Basar aufgebaut, wo Dinge mitgenommen werden konnten, die andere aussortiert hatten, aber zum Wegwerfen einfach zu schade waren. Das alles gerne gegen eine Spende.
Dieser Basar hat bei der Genossenschaft schon eine gewisse Tradition. Die Spenden wurden wieder gesammelt für das Sonnenhof Kinderhospiz in Berlin-Pankow. Gerade letztes Jahr wurde zu Weihnachten wieder eine ordentliche Summe von 1107,70 Euro zugunsten schwerkranker Kinder und Jugendlicher überbracht, wie auch eine Urkunde der Björn-Schulz-Stiftung im Mitgliedertreff der Genossenschaft zeigt. Am Ende ließ sich zum Weltkindertag auf ein erfolgreiches erstes Kinderfest im Kosmosviertel zurückblicken. Ein Dank geht an allen, die sich auf vielfältigste Weise daran beteiligten, insbesondere natürlich den ehrenamtlichen Helfern und der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke. Alle waren sich einig, man sollte im nächsten Jahr wieder ein solches Kinderfest auf die Beine stellen.

(Der Text wurde vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt)


Bald Wohnen im Altglienicker Wasserturm

Foto: Archiv Bürgerverein Altglienicke e.V.
Foto: Archiv Bürgerverein Altglienicke e.V.

Seit etwa 15 Jahren ist es still geworden um den Wasserturm Altglienicke in der Schirnerstraße, einem Wahrzeichen des Ortsteils, dem einzigen, der es zu DDR-Zeiten sogar 1986 auf eine Briefmarke mit dem Wert 35 Pfennig (das Porto für Briefe nach West-Deutschland und West-Berlin) gebracht hat. Immer wieder wurden wir als "Dörferblick" gefragt, ob wir neue Informationen haben. Da war wenig zu sagen. Der zwischenzeitliche Erwerber hatte das Interesse an dem 1906 eingeweihten Turm verloren - bis er vor rund zwei Jahren an die terraplan Baudenkmalsanierungs-gesellschaft mbH weiterverkauft wurde. Die ist in der Region Falkenberg zweifellos kein Unbekannter. Auch positiv in Erinnerung. Die Nürnberger Gesellschaft sanierte bereits in der Nachbarschaft die Preußensiedlung denkmalgerecht. Im Rahmen einer Anwohnerversammlung Mitte Mai stellte deren Geschäftsführer Erik Roßnagel jetzt seine Pläne vor. Der 38 Meter hohe Turm soll durch zwei Häuser ergänzt werden, in denen vier Wohnungen mit Wohnflächen von 136 bis 150 Quadratmetern Platz finden. Im Turm, dessen Äußeres denkmalgerecht hergerichtet wird, sollen neun Wohnungen Platz entstehen. Um dieses verwirklichen zu können, ist neben dem Turm ein Treppenbauwerk nebst Fahrstuhl erforderlich. Im Untergrund wird eine Tiefgarage entstehen. Seit einem Monat laufen für das Bauvorhaben die Vorbereitungen. Ein Historiker beschäftigte sich mit der Geschichte des Bauwerks. Daneben gab es immer wieder Gespräche mit der Unteren Denkmalbehörde des Bezirks und mit der Stadtplanung. Die Pläne des Nürnberger Unternehmens stießen in der Anwohnerschaft mehrheitlich auf Zuspruch. Das war beim Voreigentümer nicht immer so. Der jetzige Investor will sogar noch die Auswirkungen des geplanten Erschließungsturms auf die Besonnung eines Nachbarn sowie mögliche Schallemissionen der künftigen Bewohner prüfen lassen. Bereits im kommenden Jahr soll der Bau beginnen. Die terraplan rechnet mit einer Fertigstellung nach zwei Jahren. Dann könnte der Wasserturm wieder in altem Glanz erstrahlen. Für seinen eigentlichen Zweck als Wassereservoir und zum Aufbauen eines Drucks auf die vom Wasserwerk Altglienicke gespeisten Wasserleitungen war er eigentlich schon 1956 endgültig außer Betrieb gesetzt worden. Zeitweise fanden im Sockelgeschoss zwischenzeitlich sogar evangelische Gottesdienste statt, nämlich die Jahre vor dem Bau des Ernst-Moritz-Arndt-Gemeindeheims in der Rosestraße 1937 und als dieses nach dem Zweiten Weltkrieg erstmal nicht zur Verfügung stand. Der Turm diente wenige Jahrzehnte noch den Berliner Wasserbetrieben als Vorhaltung und für Lagerzwecke, bis er 1993 vom Bezirk erworben wurde, eigentlich mit der Planung für ein soziokulturelles Zentrum, aber dafür gab es am Ende kein Geld. Die Sanierung und den Umbau konnte man nicht stemmen. 1999 wurde das Denkmal an einen Bauunternehmer verkauft, der dort ein Café mit Aussichtsplattform, ein Büro und eine Wohnung für sich plante. Zur Jahrtausendwende hatte hier als Zwischennutzung wenige Jahre das Altglienicke Museum seinen ersten Sitz. Dann musste das Bauwerk beräumt werden. Der Wasserturm stand dann endgültig leer. Weil der sich oben befindliche Wasserbehälter allzu sehr auf das Bauwerk drückte, bestand nämlich akute Einsturzgefahr. In der Folge musste 2005 der Voreigentümer die Außenmauer im Bereich der Turmkrone abtragen. Seitdem schützte eine weiße Plastikplane den oberen Teil des Turms vor Witterungseinflüssen. Dieser wird nun wiederentstehen, mit den notwendigen zusätzlichen Fensteröffnungen. Dann wird von der Ferne her wieder der Wasserturm mit seiner Backsteingotik über die Ortslage Falkenberg hinweg so grüßen, wie man es einst kannte.  (Der Text wurde vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt)


Altglienicke feierte Nachbarschaft am 25. Mai 2018

Foto: Joachim Schmidt
Foto: Joachim Schmidt

Erstmals war am 25. Mai das Altglienicker Kosmosviertel beim europaweiten Nachbarschaftstag dabei. Unter dem Motto Essen, gemeinsam ins Gespräch kommen und Spielen fand man sich bei sommerlichem Wetter vor dem Laden des Quartiersmanagement in nachbarschaftlicher Runde zusammen. Gleichzeitig wurde nebenan im Kölner Viertel abermals der Tag gefeiert.
Der seit 2004 unter der Schirmherrschaft des Europäischen Rates jährlich stattfindende “Europäische Tag der Nachbarschaft” soll die nachbarschaftliche Solidarität fördern und für ein besseres Zusammenlebens in den Städten sorgen. Das Konzept dahinter ist recht einfach: Einmal im Jahr treffen sich in ganz Europa Menschen am letzten Freitag im Monat Mai in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, um bei einem Getränk oder einem gemeinschaftlich gestalteten Büffet, bei großen oder kleinen Festen, sich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen oder bereits bestehende Kontakte und Freundschaften zu pflegen.
Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr, die sich daran beteiligen. Im Großraum Berlin waren in diesem Jahr bereits 239 solcher Nachbarschaftsfeste auf der Internetplattform www.tagdernachbarn.de offiziell registriert. Es gibt darüber hinaus aber viele insbesondere kleinere Aktivitäten, die gar nicht auf der Plattform angemeldet wurden. Auch in Altglienicke findet der Nachbarschaftstag wachsende Resonanz. Gab es schon in den letzten Jahren am Ehrenfelder Platz im Kölner Viertel eine entsprechende Beteiligung, fand dieses Jahr am 25. Mai erstmals etwas im Kosmosviertel statt.
Anlaufpunkt für nachbarschaftliche Begegnung war dabei das Büro des Quartiersmanagements in der Ladenpassage an der Siriusstraße. Dort wurden für eine gemütliche Runde Tische und Stühle hinausgestellt, zu der sich dann auch Menschen aus der Nachbarschaft einfanden. Es gab neben Kaffee und Kuchen auch einen lecker zubereiteten Nudelsalat sowie allerlei Obst. Schnell ergaben sich viele nette Gespräche. Kinder erfreuten sich an Eis und Helium-Luftballons.
Nebenan im Kölner Viertel fand der Nachbarschaftstag wieder am Ehrenfelder Platz in Regie des Projekt A+ statt, der bestens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht war. Es blieb kaum ein Platz auf den zahlreichen Bankgarnituren frei. Hier gab es neben allerlei Spielen für die Jüngsten und eine kleine Tombola ein umfangreiches Büffet. Dazu steuerten mehrere dort im Umfeld ansässige Unternehmen etwas bei, so gab es unter anderem vom Edeka-Markt gratis Eis und vom Döner-Imbiss Kinder-Döner und Pommes frei.
Insgesamt war es wieder ein schönes Nachbarschaftsfest, was da an zwei Orten in Altglienicke stattfand und Menschen in ihrem Wohnumfeld zusammenführte. Alle hatten große Lust, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dementsprechend freut man sich schon auf das nächste Jahr. Und vielleicht haben ja auch andere im Kosmosviertel und darüber hinaus Interesse so etwas auch bei sich vor der Tür durchzuführen, wenn der Nachbarschaftstag am 31. Mai 2019 stattfindet. Das Quartiersmanagement gibt dafür gerne Hilfestellungen. (Der Text wurde vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt)


Ein neues Trainingsgebäude für Cabuwazi Altglienicke

Beim Altglienicker Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi geht es weiter voran. Am 5. Mai wurde die Planung für ein neues festes Gebäude auf dem Areal an der Venusstraße 90 vorgestellt, für welches schon in Kürze Baubeginn ist. Es wird die dortigen Arbeitsbedingungen bereits ab kommenden Sommer spürbar verbessern.
Der Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi ist seit 1997 ein wichtiges Freizeitangebot für viele Heranwachsende in Altglienicke. Hier trainieren 160 Kinder und Jugendliche regelmäßig in festen Trainingsgruppen. Hinzu kommen etwa 65 Kinder aus Zirkuskursen, die in Kooperation mit Schulen und Flüchtlimgsheimen angeboten werden. Die Teilnehmenden im Alter von 4 bis 21 Jahren kommen vorwiegend aus dem Kosmosviertel-Kiez.
Anne Timm erläuterte als Cabuwazi-Standortleiterin den Anwesenden das anstehende Vorhaben, wonach ab Juni 2018 ein neuer Trainingskomplex in Holzbauweise errichtet wird. Wurde seit über 20 Jahren die Arbeit in Zelten und Containern bestritten, entsteht jetzt ein Gebäude mit zwei Trainingsräumen, die zwölf Meter Durchmesser haben und sieben bzw. neun Meter Arbeitshöhe aufweisen werden. Diese bieten ausreichend Platz für Aktivitäten von Trampolinspringen bis Drahtseilläufe. Dazwischen entstehen für die Kinder und Jugendlichen Umkleideräume, Duschen und Toiletten, ein Gruppenraum sowie Büros für das Personal. Im kommenden Sommer soll nach einjähriger Bauzeit Einweihung gefeiert werden. Dann könne man die bisher genutzten Trainingszelte abbauen und die neuen Räumlichkeiten beziehen. Die Baumaßnahme wird gefördert vom Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ des Bundesbauministeriums. Ziel ist hierbei, die Infrastruktur in Altglienicke voranzubringen. Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Fröde gab auf der Veranstaltung als für die Baukonzeption Verantwortlicher noch einige detaillierte Informationen, wie das ganze am Ende genau aussehen soll. Es entstehen demnach zwei Oktagone mit zwei vor allem für die Hochseilakrobatik vorgesehenen Türmen mit sieben und neun Meter Höhe. Der dazwischen liegende Bau wird ein begrüntes Dach haben. Er bewertete den Bau als städtebaulich interessant, da er sich gut in die Umgebung einfüge und zudem mit seiner Ausführung in Holz ein sehr ökologischer Bau sei.
(Dieser Text wurde vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt)


Eröffnung des neuen Netto - Markts

So wird das neue Objekt aussehen
So wird das neue Objekt aussehen

Wer dieser Tage durch den Dorfkern spaziert um die milde Frühlingsluft zu genießen, kommt nicht umhin eine Spezies wahrzunehmen, die sich in den letzten Jahren in Altglienicke zunehmend heimisch fühlt. Die Rede ist vom Bagger. In der Tat sprießen an allen Ecken des Ortes Bauschilder wie Pilze aus dem Boden, die uns darüber informieren welche – städtische oder auch private – Gesellschaft wie viele Wohnungen baut. Darunter solche wie das Projekt an der Schönefelder Chaussee Ecke Wegedornstraße oder auch das elegante “Parkquartier Altglienicke” zwischen der Rudower Straße und der Semmelweißstraße. Dass dabei die Nahversorgung auch eine entscheidende Rolle spielt, steht außer Frage. Und genau mit diesem Thema beschäftigt sich die G & G Vermögensverwaltung aus Altglienicke seit 20 Jahren, angetrieben von der Frage, wie man Wohnen und Einkaufen miteinander in Einklang bringen kann.

Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Wegedornzentrum. Alles begann mit Lidl, einigen Arztpraxen, einer Apotheke, einer Pflege-WG, einem Getränkemarkt und ein paar kleineren Ladengeschäften. Durch kontinuierliche Investition in den Standort jedoch wurde das Projekt innerhalb der letzten zehn Jahre zu einem Nahversorgungszentrum weiterentwickelt, das nicht nur Einkaufsmöglichkeiten bietet, sondern die Besucher auch in Restaurants zum Verweilen einlädt. Darüber hinaus bietet das Wegedornzentrum Wohnraum für ca. 50 Mietparteien die einen großzügigen Ausblick über den Teltowkanal und die WISTA genießen. Den Abschluss der achtzehnjährigen Entwicklung bildet die Eröffnung des Restaurants “Hafen Domizil” am 1. Mai.

Kurz darauf beginnt, mit der Eröffnung des neuen Netto-Marktes im Dorfkern am 15. Mai, auch die Vermietung der Wohnungen im aktuellen Projekt der G & G in Altglienicke. Am ehemaligen Standort von Netto eröffnet demnächst eine Filiale der Niederländischen Action-Kette. Damit ist (endlich) der unansehnliche, verwilderte Berg inmitten des Ortes einem Gebäude gewichen, das sich mit seinen elegant verrundeten Ecken ins Straßenbild einfügt, ohne dabei klotzig zu wirken.

Platz vor der Bebauung
Platz vor der Bebauung

Das freistehende Solitär-gebäude, welches seit kurzem die Oberkante des Windmühlenbergs ziert, ist mit seinen Klinkerriemchen an historische Altglienicker Klinkerbauten wie die Dorfkirche oder die alte Mädchenschule in der Rudower Straße (heute Kita Rudower Straße) angelehnt. Die – für die Geländeverhältnisse relativ kurze – Bauzeit von etwa zwei Jahren soll nicht darüber hinweg täuschen, mit welcher planerischen Sorgfalt bei dem Projekt vorgegangen wurde. Das erste Grundstück für dieses Vorhaben wurde bereits 2004 erworben und alleine die Erteilung der Baugenehmigung hat einen Zeitraum von zehn Jahren beansprucht.

Und gedacht wurde dabei nicht nur an die zukünftigen Mieter der Wohnungen über dem Supermarkt, die, unbehelligt vom hektischen Treiben des Marktes, über die Dachbegrünung auf den Platz des VSG schauen. Ein Augenmerk lag auch auf den Fußgängern. Zum Einen durch den, auf Bitten der G & G, vom Bezirksamt dort installierten Zebrastreifen, der den Schülern der Schule am Berg einen sicheren Weg zum Sportplatz – und nicht zuletzt zum neuen “Bäcker Wahl” – bietet. Und zum Anderen durch die Wegführung an den Einfahrten, die eine ungehinderte Spazierstrecke vom Park, der die Germanen- mit der Köpenicker Straße verbindet und dem Zentralpark Altglienicke ermöglicht.

Betrachtet man die Projekte der G & G, und das nicht nur hier in Altglienicke sondern auch in Grünau, drängt sich ein gemeinsamer Nenner unwilkürlich auf. Ob es sich nun um Pflege-WGs oder barrierefreie Wohnungen in fußläufiger Entfernung zu Einzelhändlern handelt – die Konzepte zeugen von Nachhaltigkeit. Es wird über Jahre in Standorte investiert, um ihr Potential voll zu entfalten. Am Wegedornzentrum kann man dies bebachten: es ist aktuell das Zuhause von 100 und bietet Arbeitsplätze für etwa 70 Menschen.

Der Geschäftsführer äußerte einmal vor mehr als 10 Jahren im Gespräch, dass es ihm nicht nur darum ging Supermärkte zu bauen, sondern die Standorte optimaler zu entwickeln. Nahversorgungszentren sind die neuen Marktplätze. Lidl und Aldi beginnen erst jetzt mit ähnlichen Planungen.

Man darf gespannt sein, was der G & G als Nächstes zum Thema Nahversorgung einfällt. Vielleicht wäre es ja langsam an der Zeit, dass Altglienicke eine eigene Tankstelle bekommt.

(Der Text und die Fotos wurden vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Joachim Schmidt und MAGO GmbH & Co. Immobilienverwaltung KG für den Text und die Bilder)