Kinderzirkus Cabuwazi in Altglienicke

Bild: Joachim Schmidt
Bild: Joachim Schmidt

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 03.02.2020

Aufwertung und Erweiterung des Kinder- und Jugendzirkus, 1. Bau- abschnitt: Errichtung eines Trainingskomplexes

Am 22. November 2019 konnte nach fast zweijähriger Bauzeit die neue Trainingseinrichtung dem Kinderzirkus Cabuwazi übergeben werden. Durch dieses Gebäude haben sich die Trainingsbedingungen für den Kinderzirkus wesentlich verbessert. Es kann auch im Winter durchgängig in beheizten Räumlichkeiten trainiert werden. Das Bauvorhaben wurde im Rahmen des Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen finanziert. Die Gesamtkosten betragen 2.352.000 €. Durch den Neubau stehen dem Kinderzirkus zwei Trainingshallen für Hochseilartistik mit jeweils ca. 100 m² Grundfläche und einer Höhe von 9 bzw. 7 m zur Verfügung. Es wurden ausreichende Flächen für Sanitär – und Umkleideräume geschaffen. Im zweigeschossigen Mitteltrakt entstand ein großzügiger Mehrzweckraum für Veranstaltungen jeder Art. Im Obergeschoss befinden sich Aufenthalts- und Büroräume für Verein und Trainer.

Der 2. Bauabschnitt beginnt in 2020. Es ist geplant, eine Rhönradhalle und ein Mehrzweckgebäude zu errichten. Auch diese Maßnahmen werden durch das o. g. Sonderprogramm der Senatsverwaltung finanziert


Gewerbevernetzung im Kosmosviertel

Das Gewerbe im Kosmosviertel rund um die Ladenpassage voranbringen - das ist eine Zielstellung, der sich vor zwei Jahren der Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer und verschiedene andere lokale Akteure im Rahmen des Quartiersmanagements gestellt haben. Am 5. Dezember gab es nun im Kiezladen WaMa ein abschließendes Gespräch zur Gewerbevernetzung im Kiez. Unter den Anwesenden waren Herr Hinz vom bezirklichen Stadtplanungsamt, Frau Dawurske von der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke eG, Frau Würz vom Sozial- und Quartiersmanagement Stadt und Land Wohnbautengesellschaft mbH, Herr Brunner von der Gewerbevernetzung Stadt und Land, Herr Seidel vom Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer und Projektkkordinator für die Gewerbevernetzung und Carolin Schmidt vom Quartiersmanagement. Es wurde im Rahmen eines vorweihnachtlichen Stammtischs für örtliche Gewerbetreibende eine erste Bilanz gezogen, was alles in den letzten zwei Jahren seit dem Startschuss für das Projekt Gewerbevernetzung so geschehen sei. Dazu berichtete Holger Seidel ausführlich. So gab es regelmäßige Stammtische zum gegenseitigen Austausch, eine Analyse der wirtschaftlichen Ist-Situation jedes einzelnen Gewerbetreibenden, gemeinsame Flyeraktionen mit verschiedenen Rabatten und Vorteilen, eine Aufstellung eines gemeinsamen Schildes vieler Gewerbetreibenden an der Schönefelder Chaussee, gemeinsame Stempelaktionen mit Preisen zum Weihnachtsmarkt, gemeinsame Werbeaktionen zu verschiedenen Kiezfesten, eine Begleitung während der Bauphase des Edeka-Centers, die Umsetzung eines Imagefilms der Gewerbetreibenden im Kosmosviertel, die Erstellung einer Internetseite der Ladenpassage und regelmäßige persönliche Gespräche mit den Gewerbetreibenden. Natürlich gab es hier und da auch besondere Herausforderungen, wie etwa die schwierige Erreichbarkeit einiger Gewerbetreibender, wenige Teilnehmende an den Veranstaltungen und Stammtischen und bei einigen die notwendige unternehmerische Begleitung zum Weiterbestehen des Gewerbes. Schließlich wurde der Imagefilm der Gewerbetreibenden präsentiert. Danach ging es um eine gemeinsame Strategie für die weitere Zeit. So sollen nach Projektende verschiedene Maßnahmen und Aktionen fortgeführt werden, wie etwa die Organisation von Stammtischen durch die Gewerbetreibenden dreimal im Jahr, die aktive Einbringung zum Weihnachtsmarkt zum Mitsingen sowie zum Kiezfest mit gemeinsamen Aktionen und die fortbestehende Infohomepage mit Einbindung des Imagefilmes. Darüber hinaus kann es im weiteren Verlauf des Soziale Stadt Programms möglicherweise auch ein Folgeprojekt für das örtliche Gewerbe geben. Dieses könne sinnvoll sein in Zusammenhang den kommenden Entwicklungen in der Umgebung des Kosmosviertels wie etwa der Eröffnung des Flughafen BER und weiterer Wohnungsneubauten in Altglienicke. Abschließend motivierte Holger Seidel als bisheriger Projektkoordinator die im Kosmosviertel ansässigen Wohnungsunternehmen, dass Austauschrunden für eine gemeinsame Vermietungsstrategie der Gewerbetreibenden stattfinden sollten. Dazu wollen sich auch die Wohnungsgenossenschaft Altglienicke und Stadt und Land austauschen. Die Wohnungsgenossenschaft bekräftigte, dass es ihr wichtig ist, die Ladenpassage als Flaniermeile mit attraktiven Geschäften zu erhalten.

(Der Text wurde vom Dörferblick von Joachim Schmidt zur Verfügung gestellt. Danke)


Coronavirus 2019-nCoV: Berlin ist vorbereitet

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 25.01.2020

Das Robert-Koch-Institut (RKI) als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten hat zur Einschätzung des neuen Coronavirus 2019-nCoV das Risiko für Deutschland derzeit als gering eingeschätzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass infizierte Personen nach Deutschland einreisen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Auch wenn die derzeitige Risikoeinschätzung des RKI für Deutschland gering ist, müssen wir leider auch auf einzelne Einreisefälle in Berlin eingestellt sein. Berlin ist gut vorbereitet für den Ernstfall. Es werden besondere Informationsmaßnahmen an beiden Flughäfen durchgeführt. Die Notaufnahmen und Rettungsdienste sind ausführlich informiert. Berlin verfügt mit dem Institut für Virologie und der Sonderisolierstation an der Charité über eine sehr gute Ausstattung für den Fall der Einreise eines an 2019-nCoV erkrankten Patienten in Berlin.“

Folgende Maßnahmen hat Berlin zur Vorbereitung für den Ernstfall getroffen:

  • Gezielte Informationsmaßnahme an den Berliner Flughäfen: Die Senatsgesundheitsverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Flughafengesellschaft das Anbringen von Informationsplakaten auf Deutsch, Englisch und Chinesisch in Tegel und Schönefeld vereinbart. Flugreisende von und nach China werden zudem am Flughafen Tegel mit Handzetteln auf die Symptome hingewiesen und aufgefordert, die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten: Bei Symptomen Kontakte zu anderen zu vermeiden und einen Arzt/Ärztin aufzusuchen. Bei Menschen, die bereits mit Symptomen aus der entsprechenden Region einreisen, wird empfohlen, sich direkt an das Flughafenpersonal zu wenden. Die Flughafensanitäterinnen und -sanitäter sind für solche Situationen gut geschult.
  • Informationen an Notfallaufnahmen und Rettungsdienst: Das RKI hat den Umgang mit einem Verdachtsfall genau definiert. Diese Informationen hat die Senatsgesundheitsverwaltung sowohl den Notaufnahmen der Berliner Krankenhäuser zur Verfügung gestellt, als auch mit dem Rettungsdienst der Feuerwehr abgestimmt.
  • Hervorrangende medizinische Ausstattung in Berlin: Mit dem Institut für Virologie der Charité hat Berlin die Expertinnen und Experten in der Stadt, die das Nachweisverfahren für den Coronavirus entwickelt haben und durchführen kann. Charité und RKI arbeiten hier eng zusammen und verweisen auf ausreichend Testkapazitäten für Verdachtsfälle. Mit der Sonderisolierstation des Landes Berlin in der Charité verfügt Berlin über die größte Sonderisolierstation Deutschlands. Lebensgefährliche, sich schnell ausbreitende Infektionskrankheiten können hier mit modernster Medizintechnik behandelt werden. Erst vor fünf Monaten wurde ihm Rahmen einer Übung am Flughafen Tegel die Prozesse geprüft. Ergebnis ist, dass das Zusammenwirken von Flughafengesellschaft, Charité und die Berliner Feuerwehr optimal aufgestellt ist für den Ernstfall.

Die Senatsgesundheitsverwaltung rät den Berlinerinnen und Berlinern:

1. Zur Risikogruppe gehört, wer unter Lungenentzündung, Husten, Fieber, oder Atemnot leidet UND in der Risikoregion (Definition Homepage des RKI) gewesen ist oder Kontakt mit jemanden aus der Region hatte. Menschen aus der Risikokruppe sollten sich auf den neuartigen Coronavirus testen lassen.
Dabei gilt:
- Achten Sie darauf, andere nicht anzustecken
Wenden Sie sich telefonisch an:
- die nächstgelegene Notaufnahme
- ihren Hausarzt/ihre Hausärztin
- den kassenärztlichen Notdienst unter 116 117,
um den Weg zur Abklärung zu besprechen.

2. Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • Händewaschen
  • nicht in die Hand niesen
  • Abstand halten
  • häufiges Lüften der Innenräume.

Weitere Hintergründe:

 

Pressekontakt:
Lena Högemann,
Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
030 90 28 28 53
pressestelle@sengpg.berlin.de


degewo startet Bau eines integrativen Quartiers in Altglienicke

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 21.01.2020

Der erste Schritt zu einem neuen Wohngebiet am Bohnsdorfer Weg – Auftakt mit Gebäuden zum Wohnen für geflüchtete Menschen

degewo schafft neuen Wohnraum in Altglienicke. Am Bohnsdorfer Weg startet das landeseigene Wohnungsunternehmen im Auftrag des Landes Berlin in einem ersten Schritt nun die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau von 64 Wohnungen. Mit dem Bau wird in 2020 begonnen. Diese Wohnungen sind für geflüchtete Menschen vorgesehen, die seit längerer Zeit in Deutschland leben und in der Regel bereits in Ausbildung oder Beruf sind. Für dieses Projekt wurde die Baugenehmigung Ende 2019 erteilt. Nach Beendigung des derzeit laufenden Bebauungsplanverfahrens für das Gesamtareal am Bohnsdorfer Weg werden in einem zweiten Schritt dann weitere Wohnhöfe mit rund 420 Wohnungen entstehen. Die vorgesehene Bebauung des neuen Quartiers wird sich gestalterisch an den derzeit bereits fertiggestellten degewo-Wohnungsneubauten am Knospengrund / Bohnsdorfer Weg orientieren.

Bild: degewo
Bild: degewo

In der Zeit vom 27. Januar 2020 bis einschließlich 7. Februar 2020 wird im Fachbereich Stadtplanung im Rathaus Köpenick die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für den Bebauungsplan 9-68 stattfinden. Das Ziel des Bebauungsplanes ist die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes. Es können in diesem Zeitraum Pläne und Entwürfe eingesehen werden. Neben der Wohnbebauung ist die Gestaltung eines öffentlichen Grünzuges mit Wege- und Freiflächen geplant. Die degewo beabsichtigt darüber hinaus den Bau sozialer Einrichtungen. Für die Bebauung des gesamten Areals im zweiten Abschnitt wird das Bebauungsplanverfahren voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Mit einem Baubeginn wird im Frühjahr 2022 gerechnet.

degewo ist mit fast 75.000 Wohnungen das führende Wohnungsbauunter-nehmen in Berlin und gehört mit rund 1.300 Mitarbeitern zu den größten und leistungsfähigsten Unternehmen der Branche. Durch Neubau und Akquisition wird der Bestand jährlich um 1.500 Wohnungen erweitert.

Weitere Informationen für die Anwohnerinnen und Anwohner erfolgen zu gegebener Zeit. Nachfragen zum ersten Bauabschnitt richten Sie gern an das Integrationsbüro unter integration@ba-tk.berlin.de oder an bohnsdorfer@degewo.de.


Bürgerversammlung zur Kiezkasse in Johannisthal am 18. Februar 2020

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 16.01.2020

  • Zeit: Dienstag, 18. Februar 2020, um 18:00 Uhr
  • Ort: Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12437 Berlin

 In diesem Jahr stellt der Bezirk für den Ortsteil Johannisthal 7.200 € zur Verfügung.
Die Bürgerversammlung zur Kiezkasse in Johannisthal findet am Dienstag, dem 18. Februar 2020, um 18:00 Uhr im Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12437 Berlin statt. Die Teilnehmer der Bürgerversammlung entscheiden, was mit dem Geld für die Gestaltung und die Entwicklung des Ortsteils getan werden kann.
Wir rufen Sie auf, Ihre Vorschläge einzubringen (bitte vorab an 
kiezkasse-johannisthal@ba-tk.berlin.de senden) und am 18. Februar über die Verwendung der Gelder zu entscheiden. Ihre Kiezpaten in Johannisthal Peter Groos und Sascha Lawrenz


Bürgerversammlung zur Kiezkasse in Grünau am 17. März 2020

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 14.01.2020

  • Zeit: Dienstag, 17. März um 18 Uhr
  • Ort: Bürgerzentrum Grünau, Wassersportallee 34 in 12527 Berlin

Die Bezirksverordnetenversammlung stellt auch im Jahr 2020 Mittel für die Kiezkasse Grünau zur Verfügung. Der verantwortliche Kiezpate André Schubert lädt die Grünauer Bürgerinnen und Bürger ein, um gemeinsam über die Verwendung der bereitgestellten Gelder in Höhe von 2.600 Euro zu beraten.
Im letzten Jahr konnten die Errichtung des Mehrgenerationensportplatzes auf dem Don-Ugoletti-Platz, die Anschaffung von Veranstaltungstechnik für das BürgerZentrum, das Friedenskonzert und das Weihnachtsfest des Fördervereins der Kita Grüne Aue unterstützt werden.
Die Bürgerversammlung findet am Dienstag, dem 17. März um 18 Uhr im Bürgerzentrum Grünau, Wassersportallee 34 in 12527 Berlin statt.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns vorab über Ihre Ideen für die Verwendung der Mittel informierten. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge in schriftlicher Form per Post oder per E-Mail unter dem Kennwort: „Kiezkasse Grünau“ an:
Postadresse: Büro der BVV Treptow-Köpenick
„Kiezkasse Grünau“
André Schubert
Postfach 910240, 12414 Berlin oder per E-Mail: 
kiezkasse-gruenau@ba-tk.berlin.de
Kontakt: André Schubert, Tel. 030 6322 4357

 Rückfragen: *Kiezkasse* Postadresse: Postfach 910240 12414 Berlin , Telefon: (030) 90297-4186


Bürgerversammlung zur Kiezkasse in Bohnsdorf am 20. Februar 2020

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 14.01.2020

  • Zeit: Donnerstag, 20. Februar 2020, 18 Uhr
  • Ort: Kiezklub Bohnsdorf im KiezZentrum in der Dahmestraße 33

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Treptow-Köpenick hat auch für das Jahr 2020 wieder Gelder für Kiezkassen in allen Ortsteilen des Bezirks bereitgestellt. Die nach Einwohnerstärke festgelegten Gelder betragen für Bohnsdorf in diesem Jahr wieder 4.800 Euro. Sie sollen die Bürgerinnen und Bürger dazu anregen, sich aktiv an dem Gestaltungsprozess in ihrem Kiez zu beteiligen.
Die erste Bürgerversammlung zu den Kiezkassen 2020 für Bohnsdorf findet am 
20. Februar um 18 Uhr im Kiezklub Bohnsdorf im KiezZentrum in der Dahmestraße 33 statt.
Die verantwortlichen Kiezpaten Wolfgang Knack (CDU) und Regina Klinger (SPD) rufen die Bohnsdorferinnen und Bohnsdorfer auf, Vorschläge zu machen, wofür das Geld im Kiez ausgegeben werden kann und laden herzlich ein, gemeinsam über die Verwendung der bereitgestellten Gelder zu beraten. Vorschläge sollten aus organisatorischen Gründen vorab den Kiezpaten mitgeteilt werden. Falls notwendig, kann auf einer zweiten Bürgerversammlung ein paar Wochen später dann über die Vorschläge der ersten Bürgerversammlung zur Verwendung der Gelder abgestimmt werden. Bis Ende des Jahres 2020 erfolgt dann die Umsetzung der Beschlüsse.
Kontakt: Wolfgang Knack, Tel.: 0172-9705319,
Regina Klinger

E-Mail: kiezkasse-bohnsdorf@ba-tk.berlin.de

Rückfragen: *Kiezkasse* Postadresse: Postfach 910240 12414 Berlin , Telefon: (030) 90297-4186


Bürgerversammlung zur Kiezkasse in Adlershof am 4.03.2020

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 10.01.2020

  • Zeit: Mittwoch, 4. März 2020, 18 Uhr
  • Ort: Theater Adlershof, Moriz-Seeler-Straße 1, 12489 Berlin

Die verantwortlichen Kiezpaten Dr. Claudia Schlaak und Ellen Haußdörfer laden Bürgerinnen und Bürger der Bezirksregion Adlershof ein, gemeinsam über die Verwendung der Kiezkassenmittel in Höhe von 7.100 Euro zu beraten. Die Bürgerversammlung findet am Mittwoch, dem 4. März 2020, etwa zw. 18:00 und 19:30 Uhr im Theater Adlershof, Moriz-Seeler-Straße 1, 12489 Berlin, statt.
Vorschläge können bis Ende März online und per E-Mail eingereicht werden. Auf der Versammlung können dann diese und weitere Ideen diskutiert werden. Abschließend wird über die Verteilung der Mittel abgestimmt. 

Kontakt:

oder


Bürgerversammlung zur Kiezkasse in der Bezirksregion Altstadt/ Kiez am 10. März 2020

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 09.01.2020

  • Zeit: Dienstag, den 10. März 2020, 18 Uhr
  • Ort: Rathaus Köpenick, Ratssaal, Alt Köpenick 21

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Treptow-Köpenick hat auch für das Jahr 2020 Gelder für Kiezkassen in allen Ortsteilen des Bezirks bereitgestellt. Die Bürgerversammlung für Altstadt/ Kiez findet am Dienstag, dem 10. März 2020 um 18 Uhr im Rathaus Köpenick, Ratssaal, Alt Köpenick 21 statt.
Die verantwortlichen Kiezpaten Edwin Hoffmann und Sebastian Pöhls laden Bürgerinnen und Bürger der Bezirksregion ein, um gemeinsam über die Verwendung der 
bereitgestellten Gelder in Höhe von 2.800 Euro zu beraten. Auf dieser Zusammenkunft werden die eingereichten Vorschläge 2020 vorgestellt und beschlossen. Die nach Einwohnerzahl bereitgestellten Gelder, keine Riesensumme, sind ein Anfang, die Einwohnerinnen und Einwohner zu beteiligen und einen Gestaltungsprozess vor Ort einzuleiten.
Anträge zur Verwendung der Kiezkassenmittel können bis zum 3. März 2020 per E-Mail unter 
kiezkasse-altstadt@ba-tk.berlin.de eingereicht werden. Zur Antragstellung ist das im Internet hinterlegte Antragsformular unter www.treptow-koepenick.de „Stichwort Kiezkasse“ zu verwenden.
Informationen und Kontakt:
Kiezpate Edwin Hoffmann, Tel. 0171/ 43 76 110
Kiezpate Sebastian Pöhls, Tel. 0152/ 06 39 54 62
E-Mail: 
kiezkasse-altstadt@ba-tk.berlin.de
Internet: www.treptow-koepenick.de unter dem Stichwort „Kiezkasse“


"Diese Schule bietet ganz viel Potenzial" - Interview mit Schulleiterin Rick von der Schule am Pegasuseck

Pressemitteilung des Quartiersmanagements Kosmosviertel:

Seit dem Sommer hat die Schule am Pegasuseck eine neue Schulleitung. In Kürze bekommt der Schulstandort auch einen Erweiterungsbau und das Bestandsgebäude wird modernisiert. Ines Rick stellt sich der Aufgabe, die Grundschule mit musikalischem Profil in ihrer Angebotsvielfalt weiterzuentwickeln. Wir haben uns mit der Schulleiterin zu einem Interview getroffen, um zu erfahren, was die Schule im Kosmosviertel bisher auszeichnet und was alles geplant ist.

Sie sind als neue Schulleiterin an der Grundschule am Pegasuseck tätig. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor .„

Mein Name ist Ines Rick, ich bin seit 1995 in Schulleitung tätig, habe zehn Jahre lang eine Schule in Nord-Neukölln geleitet, danach habe ich das Tätigkeitsfeld gewechselt und war sieben Jahre in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in verschiedenen Fachbereichen tätig, unter anderem in der Schulberatung, im Fachbereich Inklusion und im Fachbereich Ganztägig Lernen. Hier habe ich interessante und wichtige Einblicke in die unterschiedlichen Themenfelder der Berliner Bildungsarbeit sammeln können, die mir jetzt bei der Arbeit in der Schule von großem Nutzen sind. Nach sieben Jahren Tätigkeit in der Senatsverwaltung zog es mich jedoch wieder zurück in die Schule zur direkten Arbeit mit den Kindern und ich habe mich für die Schulleitung der Grundschule am Pegasuseck beworben. Es ist vom Kiez her ähnlich wie mein Wirkungsfeld vorher in Neukölln. Der Anteil von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunft ist geringer als in Neukölln, dennoch ist das soziale Umfeld ähnlich.

"Wie sehen Ihre persönlichen Zielsetzungen als Schulleiterin aus?„

Meine Zielsetzung ist die Schule gut zu leiten, mich für die für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kolleginnen und Kollegen dieser Schule einzusetzen, ihre Probleme wahrzunehmen und gemäß dem Bildungsauftrag, allen Kindern entsprechend ihren Fähigkeiten und Begabungen gleiche Chancen der Teilhabe an Bildung zu gewährleisten. Ich denke diese Schule bietet ganz viel Potenzial und man kann diesen Schulstandort neben der baulichen Veränderung auch inhaltlich noch weiter voranbringen, die Schule weiterentwickeln.

“Wie würden Sie Ihre Schule kurz beschreiben?„

Die Schule ist ja schon seit zehn Jahren eine musikalische Grundschule. Dafür muss sie sich auch immer wieder zertifizieren lassen, das heißt, wir müssen nachweisen, dass die Musik in unserem Schulalltag eine große Rolle spielt und musikalische Veranstaltungen fest im Schulalltag integriert sind. Es wird bei uns für die Kinder eine musikalische Früherziehung angeboten, es gibt musikalische Arbeitsgemeinschaften, wie z. B. eine Trommel-AG und die Musik spielt natürlich auch im Unterricht eine große Rolle. Es finden an der Schule Menuhin-Konzerte statt. Musiker spielen für Schülerinnen und Schüler und führen diese an klassische Musik heran. Wir gestalten aber auch selber Konzerte, so gibt es ein Künstlerfest, das Konzert „Bunte Töne“ bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, Gelerntes aus dem Musikunterricht den anderen Schülerinnen und Schülern zu präsentieren. Weiterhin bauen wir an der Schule die sportlichen Aktivitäten weiter aus. Seit diesem Schuljahr sind wir Kooperationsschule des 1. FC Union. Zwei Trainer unterstützen im Sportunterricht und bei außerschulischen Angeboten. Sie bieten Ballspiel-und Fußballarbeitsgemeinschaften an. Wir sind auch seit diesem Schuljahr Mitglied im Landesprogramm "Gute gesunde Schule". Das heißt, wir legen viel Wert auf die gesunde Ernährung. Es geht um die Gesunderhaltung aller am Schulleben Beteiligten. Dazu gehört auch Bewegung als festen Bestandteil von Unterricht und Erziehung zu verwirklichen. Als drittes Standbein haben wir den Umgang mit modernen Medien, sprich digitalen Medien,im Ausbau. Wir haben an der Schule schon zwölf Smartboards, die im Unterricht eingesetzt werden. Wir haben ein Medienkonzept entwickelt und bauen dieses weiter aus. Unser Bestreben ist es, auch in dieser Schule eine sogenannte Laptop-Klasse einzurichten, wo die Kinder intensiv mit Hilfe des Laptops, lernen. Rund um unsere drei Standbeine gesunde Lebensweise, musikalische Bildung und Erziehung und Umgang mit modernen Medien werden wir die Schule weiterentwickeln und unsere Angebote ausbauen. Ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird, denn ich habe viele engagierte Mitarbeiterinnen und Eltern und natürlich auch Schülerinnen und Schüler in der Schule am Pegasuseck.

"Wo sind sonst noch aktuelle Herausforderungen der Schule?„

Eine Herausforderung ist sicherlich schon das Umfeld der Schule. Die Schüler tragen oft schon einige Probleme mit sich herum. Dem müssen wir uns auch stellen. Da haben wir viele Unterstützungsangebote innerhalb der Schule, so auch vier Sonderpädagoginnen und Pädagogen, die sich um Kinder kümmern, die etwa Lernschwierigkeiten haben oder Probleme im emotional-sozialen Verhalten. Wir haben im Zuge der Inklusion auch Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die in unserer Schule in Regelklassen integriert sind und zusätzliche Unterstützung, auch durch Schulhelfer erhalten. In unserer Schule wird die Schulsozialarbeit durch drei Schulsozialarbeiterinnen getragen. Es gibt in den Klassen das „Soziale Lernen“, den Klassenrat, es gibt einen Trainingsraum und temporäre Lerngruppen, um nur einige Unterstützungsangebote zu nennen. Der Klassenrat sowie der Schülerrat (zusammengesetzt aus den Schülersprechern der Klassen) sind wichtige Elemente der Demokratieerziehung. Die Schüler werden somit einbezogen in die Planung der Arbeit innerhalb der Klasse und der Schule. Ansonsten steht die große Herausforderung der kommenden Baumaßnahmen vor uns und das is talles bei einem laufenden Schulbetrieb zu bewältigen.

“Was ist denn im Rahmen dieser Baumaßnahmen geplant?„

Geplant ist die Erweiterung der Schule mit einem flachen Anbau, einem Mehrzweckraum, in dem wir unserem Profil der musikalischen Grundschule noch besser gerecht werden. Wir bekommen dort eine Bühne, für Aufführungen und Veranstaltungen und die Schule wird komplett saniert und modernisiert. Sie wird also nicht nur einen neuen Farbanstrich erhalten, sondern auch unter anderem generell mit WLAN ausgestattet, die Smartboards werden weiter erweitert, dann nachfolgend wird auch der Schulhof neugestaltet. Und wir hoffen, dass dann irgendwann unser Gebäude für die ergänzende Förderung und Betreuung und die Sportanlagen einen neuen Schliff bekommen.

“Wird das dann am Standort perspektivisch auch größere Schülerzahlen mit sich bringen?

Wir wissen ja, dass die Bevölkerungszahl in Berlin wächst. Ob sich das dann hier anhand der Schülerzahlen ebenso bemerkbar macht, das wird die Zeit zeigen. Wir müssen dann sehen, was kann die Schule aufnehmen, wo sind die Kapazitätsgrenzen und wo kann die Schule erweitert werden oder nicht. Dazu können wir wenig sagen, die Entscheidung trifft der Bezirk dann über seinen Schulentwicklungsplan. 

"Inwieweit werden sonst die inhaltlichen Schwerpunkte mit dem Umbau gestärkt?„

Dazu ist ja schon einiges gesagt worden. Wir verbessern weiter die Ausstattung der Räume, also wir sind auf dem Weg zu einer kreidefreien Schule. Die Räume werden mit Smartboards oder Whiteboards ausgestattet. Im unteren Bereich, gerade im Foyer,schwebt uns vor eine Schulstation einzurichten, wo unsere Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter verortet sein werden. Unsere Schulbibliothek wird zugleich erweitert und kommt ebenfalls ins Erdgeschoss. Der Computerraum bekommt zusätzlich noch einen kleinen Medienraum, in dem eine Medien AG eingerichtet wird, die u.a., eine Schülerzeitung gestaltet oder ein Newsletter herausbringen kann. Wir hoffen letztlich dann einen guten WLAN-Anschluss zu haben und dass zugleich alle unsere Geräte modernisiert sind, sodass man das Medienkonzept wirklich gut umsetzen und weiterentwickeln kann.

"Wie sind Sie denn mit Ihrer Schule im Umfeld vernetzt?„

Wir haben wie gesagt eine Kooperation mit dem 1. FC Union als Sportverein. Weiter is tein Turnverein mit in der Schule. Wir kooperieren mit dem Medienzentrum in der Ortolfstraße. Da haben wir auch schon verschiedene Projekte geplant. Wir kooperieren mit der Musikschule Treptow-Köpenick. Wir arbeiten im Rahmen des Quartiersmanagements im Quartiersrat mit. Wir sind mit dem VBKI in Verbindung, haben Lesepaten bei uns an der Schule und wir kooperieren natürlich auch mit den Kindertagesstätten und dem Träger der freien Jugendhilfe JAO, dem unsere Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter angehören.

"Mal weiter geblickt: Wie stellen Sie sich denn die Schule in zehn Jahren vor?„

Ich denke, man kann den Schulstandort hier toll weiterentwickeln mit seinen Angeboten. Ich habe eine Vision von einem Bildungscampus, wo von der Kita, die wir nebenan haben,die Kinder rüberwachsen in die Schule oder zumindest eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden besteht. Ebenso kann man sich natürlich weiter vernetzen mit anderen Bildungseinrichtungen hier. Zusammen kann man viel erreichen.

“Was zeichnet abschließend sonst noch Ihre Schule aus?„

Zu erwähnen sind sicher auch unsere Arbeitsgemeinschaften und das viel in Projekten gearbeitet wird. Wir haben bald wieder ein Herbstprojekt, wo unsere Kinder hinaus gehen in die Natur und sich mit den dortigen Früchten auseinandersetzen, auch damit gebastel twird. Wir führen Ernährungsprojekttage durch, wo unter anderem mit den Kindern gemeinsam ein Frühstück zubereitet wird und wichtige Dinge über das Essen zu erfahren sind. Wir bieten Medienprojekttage mit verschiedenen Workshops, hatten ferner einen Sportaktionstag, wo die Schüler sich an verschiedenen sportlichen Stationen betätigen konnten. Lehrerinnen hatten im vergangenen Schuljahr mit den Kindern ein Musical einstudiert, das auf dem Kiezfest im Kosmosviertel aufgeführt wurde. Es sind also viele zusätzliche Dinge, die diese Schule ausmachen. Ich hoffe, dass Eltern, die ihr Kind auf einer Grundschule anzumelden haben, sich künftig noch intensiver mit uns auseinandersetzen. Seit mal eine Reportage über das Kosmosviertel als sozialen Brennpunkt im Fernsehen lief, in der auch die Schule vorkam, haben wir leider immer wieder mit Vorbehalten zu kämpfen, sodass viele Eltern ihre Kinder an anderen Grundschulen anmelden, ohne uns genauer anzuschauen.

"Vielen Dank für das Interview.

Weitere Termine: Do, 12.12. 18 Uhr - weihnachtliches Abendbrot in der WaMa

Kontakt: Quartiersmanagement Kosmosviertel        Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin 

Tel: (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de - team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel  


Erste Pläne für alte Bärenquell-Brauerei stehen

Nachdem in diesem Jahr beim bezirklichen Stadtplanungsamt nach und nach mehrere Bauanträge für die einzelnen Gebäude auf dem Areal der früheren Bärenquell-Brauerei eingereicht wurden, soll es 2020 an der Schnellerstraße so richtig losgehen. Der historische Brauereikomplex mit seinen Anfängen in der Borussia-Brauerei von 1882, 1898 übernommen von Schultheiß, ab 1959 Bärenquell, wird nach 25 Jahren Leerstand zu einem Gewerbestandort mit Büroflächen, Gastronomie- und Einzelhandel ausgebaut. Die bestehende neuere Halle am Wasser ist für Kreative im Bereich Kunst und Kultur / Manufacturing vorgesehen. Ferner sind ein Hostel sowie eventuell weitere Hotelnutzungen in der Entwicklung. Die bestehenden Gebäude auf dem ca. 44.400 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Spree und Schnellerstraße stehen überwiegend unter Denkmalschutz und sollen erhalten bleiben. Die Sanierung der Bestandsgebäude und die ergänzenden Neubauten ergeben letztlich etwa 88.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Dabei soll ein Spannungsfeld zwischen historischer Backsteinarchitektur und zeitgemäßer Architektur entstehen. Zahlreiche Graffiti dokumentieren das Zeitgeschehen zwischen Betriebsaufgabe der Brauerei und neuer Nutzung. Sie sollen im Zuge der Sanierungsmaßnahmen teilweise erhalten bleiben und zusammen mit den bestehenden industriellen Ein- und Aufbauten das Erscheinungsbild prägen. Im Jahr 2017 übernahm die Waterbound Real Estate (WBRE) das Projektmanagement für die Entwicklung der alten Brauerei. Nachdem zunächst die Projektorganisation neu aufgesetzt wurde, folgte eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Festlegung der Projektziele. Dokumente wurden gesichtet und geordnet und die Bestandsgebäude hinsichtlich der Größe und des Zustands erfasst, Nutzungskonzepte entwickelt und der Rahmen für Kosten und Termine aufgestellt. Frühzeitig wurden erste Gespräche mit den Bezirk und Senat geführt, um ein entsprechendes Genehmigungskonzept aufzustellen. Den Masterplan für die Gesamtmaßnahme entwickelt derzeit das Büro Tchoban Voss Architekten aus Berlin.

Neben Tchoban Voss Architekten sind die Architekturbüros Barcode Architects aus Rotterdam und Jo Klein Architekten aus Berlin als Entwurfsarchitekten tätig und beplanen die insgesamt sieben Bauabschnitte. Zudem sind weitere 20 Büros beteiligt, welche im Rahmen der Planungen, Untersuchungen und Begutachtungen tätig sind.

Bis heute liegen bereits zwei Baugenehmigungen vor. Momentan werden weitere Bauabschnitte planerisch vorbereitet.

Jo Klein Architekten aus Berlin bearbeiten den 1. und 2. Bauabschnitt bestehend aus überwiegend denkmalgeschützten Bestandsbauten und einem neuen modernen Glasbau als neues Bürogebäude sowie den 7. Bauabschnitt mit einem Neubau am Wasser. Tchoban Voss Architekten sind für den Masterplan zuständig, der das Gesamtprojekt vereinigt und für die Bauabschnitte 3, 4 und 5, die teilweise mit denkmalgeschützten Bestandsgebäuden bebaut sind und durch neue Gebäude bzw. moderne Aufbauten ergänzt werden. Barcode Architects planen die bestehende ehemalige Abfüllhalle der Brauerei, den 6. Bauabschnitt, in ein multifunktionales Gebäude mit Aufstockung um, in dem kreatives Arbeiten und Leben ermöglicht werden soll. Das Gebäude ist als kultureller Standort für Events, Ausstellungen, Co-Working Space, Manufaktur/Produktion geplant. In der ehemaligen Verwaltungsvilla soll Gastronomie unterkommen. Hier sind rund 560 Quadratmeter in Unter- und Erdgeschoss gedacht. Im Obergeschoss plant man Büroflächen. Auch das daneben befindliche Beamtenwohnhaus, mit Baujahr 1882 das älteste Gebäude Niederschöneweides, soll für Büronutzung hergerichtet werden. Damit erfolgt eine umfangreiche Wiederbelebung. Die 1991 von der hessischen Henninger-Bräu (2001 in der Binding-Brauerei aufgegangen) übernommene Bärenquell-Brauerei stellte am 1. April 1994 ihre Bierproduktion ein, nachdem im Herbst 1993 das Bezirksamt Treptow einen modernen Neubau an der Straßenfront nicht genehmigte, für den die ältesten denkmalgeschützten Gebäude vorne aus den Jahren 1882 bis 1901 komplett abgerissen werden sollten. Es folgte nach ganz kurzer Zwischennutzung weniger Gebäudeteile für Lagerzwecke der Leerstand und schließlich damit verbunden massiver Vandalismus. Mehrfach brannte es auch. 2013 stand die Baumarktkette Bauhaus bereit, die Brauerei zur neuen Filiale auszubauen, dann ging die Konkurrenz von Max Bahr pleite, und Bauhaus kippte seine Pläne, um stattdessen den Bahr-Standort zwei Grundstücke weiter zu übernehmen. 

Was damals für die Stadtplaner im Rathaus als großer Rückschlag galt, denn man fing so wieder völlig bei Null an, vermag letztlich zum Segen für den Denkmalschutz zu werden. Bauhaus machte nach einer Bestandsaufnahme frühzeitig klar, dass man verbunden mit einer neuen Halle nur das mittige Sud- und Maschinenhaus und das sich am südöstlichen Rand langstreckende Kühl- und Lagerhaus mit dem Turm erhalten werde. Die gesamte Straßenfront, mit unter anderem dem Verwaltungsgebäude von 1888, sollte zugunsten eines großen Parkplatzes abgerissen werden. Nach wenigen weiteren Jahren kaufte schließlich die englische Activum SG Capital Management das Brauereigelände. Jetzt fand sich endlich ein Investor, der trotz der hohen Sanierungskosten bei den alten Gemäuern etwas Reizvolles zu sehen versprach, der die HCM Home Center Management als Projektentwicklungsgesellschaft mit allen weiteren Maßnahmen betraute und auch alle denkmalgeschützten Gebäude erhalten möchte.

Erste bauliche Sicherungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Das Bezirksamt arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, parallel zu den Baugenehmigungen auch noch den Bebauungsplan für das Areal zu ändern. Dieser erlaubte bislang nur Fachmärkte. Büros, Einzelhandel und Gastronomie, all das muss neu ermöglicht werden. Da auch größere Restaurantflächen geplant sind, wo das eine und andere Bier getrunken werden kann, schließt sich damit auch etwas ein Kreis. An dieser Stelle an der Spree lag einst die traditionsreiche Ausflugsgaststätte „Neuer Krug“ aus dem 18. Jahrhundert. Das verleitete den Kaufmann und Rittergutsbesitzer Max Meinert und dem bisher bei Schultheiß angestellten Braumeister Alex Kampfhenkel daneben die eigene Borussia-Brauerei aufzumachen, die sie nach zehn Jahren aber schon wieder an die expandierende Schultheiß-Brauerei verkaufen mussten. Lange gehörte zur Brauerei auch eine größere eigene Schankwirtschaft mit Felsen- und Grottenarchitektur. Da es in Berlin immer mehr Gaststätten gibt, die ihr eigenes Hausbier brauen, vielleicht gibt es ja einen findigen Gastronomen, der sich solches auch dort in Schöneweide wieder vorstellen kann. Eine Fertigstellung des neu entwickelten Brauereikomplexes ist für 2023 geplant. (Text und Bilder von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)