"Diese Schule bietet ganz viel Potenzial" - Interview mit Schulleiterin Rick von der Schule am Pegasuseck

Pressemitteilung des Quartiersmanagements Kosmosviertel:

Seit dem Sommer hat die Schule am Pegasuseck eine neue Schulleitung. In Kürze bekommt der Schulstandort auch einen Erweiterungsbau und das Bestandsgebäude wird modernisiert. Ines Rick stellt sich der Aufgabe, die Grundschule mit musikalischem Profil in ihrer Angebotsvielfalt weiterzuentwickeln. Wir haben uns mit der Schulleiterin zu einem Interview getroffen, um zu erfahren, was die Schule im Kosmosviertel bisher auszeichnet und was alles geplant ist.

Sie sind als neue Schulleiterin an der Grundschule am Pegasuseck tätig. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor .„

Mein Name ist Ines Rick, ich bin seit 1995 in Schulleitung tätig, habe zehn Jahre lang eine Schule in Nord-Neukölln geleitet, danach habe ich das Tätigkeitsfeld gewechselt und war sieben Jahre in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in verschiedenen Fachbereichen tätig, unter anderem in der Schulberatung, im Fachbereich Inklusion und im Fachbereich Ganztägig Lernen. Hier habe ich interessante und wichtige Einblicke in die unterschiedlichen Themenfelder der Berliner Bildungsarbeit sammeln können, die mir jetzt bei der Arbeit in der Schule von großem Nutzen sind. Nach sieben Jahren Tätigkeit in der Senatsverwaltung zog es mich jedoch wieder zurück in die Schule zur direkten Arbeit mit den Kindern und ich habe mich für die Schulleitung der Grundschule am Pegasuseck beworben. Es ist vom Kiez her ähnlich wie mein Wirkungsfeld vorher in Neukölln. Der Anteil von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Herkunft ist geringer als in Neukölln, dennoch ist das soziale Umfeld ähnlich.

"Wie sehen Ihre persönlichen Zielsetzungen als Schulleiterin aus?„

Meine Zielsetzung ist die Schule gut zu leiten, mich für die für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kolleginnen und Kollegen dieser Schule einzusetzen, ihre Probleme wahrzunehmen und gemäß dem Bildungsauftrag, allen Kindern entsprechend ihren Fähigkeiten und Begabungen gleiche Chancen der Teilhabe an Bildung zu gewährleisten. Ich denke diese Schule bietet ganz viel Potenzial und man kann diesen Schulstandort neben der baulichen Veränderung auch inhaltlich noch weiter voranbringen, die Schule weiterentwickeln.

“Wie würden Sie Ihre Schule kurz beschreiben?„

Die Schule ist ja schon seit zehn Jahren eine musikalische Grundschule. Dafür muss sie sich auch immer wieder zertifizieren lassen, das heißt, wir müssen nachweisen, dass die Musik in unserem Schulalltag eine große Rolle spielt und musikalische Veranstaltungen fest im Schulalltag integriert sind. Es wird bei uns für die Kinder eine musikalische Früherziehung angeboten, es gibt musikalische Arbeitsgemeinschaften, wie z. B. eine Trommel-AG und die Musik spielt natürlich auch im Unterricht eine große Rolle. Es finden an der Schule Menuhin-Konzerte statt. Musiker spielen für Schülerinnen und Schüler und führen diese an klassische Musik heran. Wir gestalten aber auch selber Konzerte, so gibt es ein Künstlerfest, das Konzert „Bunte Töne“ bei dem die Kinder die Möglichkeit haben, Gelerntes aus dem Musikunterricht den anderen Schülerinnen und Schülern zu präsentieren. Weiterhin bauen wir an der Schule die sportlichen Aktivitäten weiter aus. Seit diesem Schuljahr sind wir Kooperationsschule des 1. FC Union. Zwei Trainer unterstützen im Sportunterricht und bei außerschulischen Angeboten. Sie bieten Ballspiel-und Fußballarbeitsgemeinschaften an. Wir sind auch seit diesem Schuljahr Mitglied im Landesprogramm "Gute gesunde Schule". Das heißt, wir legen viel Wert auf die gesunde Ernährung. Es geht um die Gesunderhaltung aller am Schulleben Beteiligten. Dazu gehört auch Bewegung als festen Bestandteil von Unterricht und Erziehung zu verwirklichen. Als drittes Standbein haben wir den Umgang mit modernen Medien, sprich digitalen Medien,im Ausbau. Wir haben an der Schule schon zwölf Smartboards, die im Unterricht eingesetzt werden. Wir haben ein Medienkonzept entwickelt und bauen dieses weiter aus. Unser Bestreben ist es, auch in dieser Schule eine sogenannte Laptop-Klasse einzurichten, wo die Kinder intensiv mit Hilfe des Laptops, lernen. Rund um unsere drei Standbeine gesunde Lebensweise, musikalische Bildung und Erziehung und Umgang mit modernen Medien werden wir die Schule weiterentwickeln und unsere Angebote ausbauen. Ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird, denn ich habe viele engagierte Mitarbeiterinnen und Eltern und natürlich auch Schülerinnen und Schüler in der Schule am Pegasuseck.

"Wo sind sonst noch aktuelle Herausforderungen der Schule?„

Eine Herausforderung ist sicherlich schon das Umfeld der Schule. Die Schüler tragen oft schon einige Probleme mit sich herum. Dem müssen wir uns auch stellen. Da haben wir viele Unterstützungsangebote innerhalb der Schule, so auch vier Sonderpädagoginnen und Pädagogen, die sich um Kinder kümmern, die etwa Lernschwierigkeiten haben oder Probleme im emotional-sozialen Verhalten. Wir haben im Zuge der Inklusion auch Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, die in unserer Schule in Regelklassen integriert sind und zusätzliche Unterstützung, auch durch Schulhelfer erhalten. In unserer Schule wird die Schulsozialarbeit durch drei Schulsozialarbeiterinnen getragen. Es gibt in den Klassen das „Soziale Lernen“, den Klassenrat, es gibt einen Trainingsraum und temporäre Lerngruppen, um nur einige Unterstützungsangebote zu nennen. Der Klassenrat sowie der Schülerrat (zusammengesetzt aus den Schülersprechern der Klassen) sind wichtige Elemente der Demokratieerziehung. Die Schüler werden somit einbezogen in die Planung der Arbeit innerhalb der Klasse und der Schule. Ansonsten steht die große Herausforderung der kommenden Baumaßnahmen vor uns und das is talles bei einem laufenden Schulbetrieb zu bewältigen.

“Was ist denn im Rahmen dieser Baumaßnahmen geplant?„

Geplant ist die Erweiterung der Schule mit einem flachen Anbau, einem Mehrzweckraum, in dem wir unserem Profil der musikalischen Grundschule noch besser gerecht werden. Wir bekommen dort eine Bühne, für Aufführungen und Veranstaltungen und die Schule wird komplett saniert und modernisiert. Sie wird also nicht nur einen neuen Farbanstrich erhalten, sondern auch unter anderem generell mit WLAN ausgestattet, die Smartboards werden weiter erweitert, dann nachfolgend wird auch der Schulhof neugestaltet. Und wir hoffen, dass dann irgendwann unser Gebäude für die ergänzende Förderung und Betreuung und die Sportanlagen einen neuen Schliff bekommen.

“Wird das dann am Standort perspektivisch auch größere Schülerzahlen mit sich bringen?

Wir wissen ja, dass die Bevölkerungszahl in Berlin wächst. Ob sich das dann hier anhand der Schülerzahlen ebenso bemerkbar macht, das wird die Zeit zeigen. Wir müssen dann sehen, was kann die Schule aufnehmen, wo sind die Kapazitätsgrenzen und wo kann die Schule erweitert werden oder nicht. Dazu können wir wenig sagen, die Entscheidung trifft der Bezirk dann über seinen Schulentwicklungsplan. 

"Inwieweit werden sonst die inhaltlichen Schwerpunkte mit dem Umbau gestärkt?„

Dazu ist ja schon einiges gesagt worden. Wir verbessern weiter die Ausstattung der Räume, also wir sind auf dem Weg zu einer kreidefreien Schule. Die Räume werden mit Smartboards oder Whiteboards ausgestattet. Im unteren Bereich, gerade im Foyer,schwebt uns vor eine Schulstation einzurichten, wo unsere Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter verortet sein werden. Unsere Schulbibliothek wird zugleich erweitert und kommt ebenfalls ins Erdgeschoss. Der Computerraum bekommt zusätzlich noch einen kleinen Medienraum, in dem eine Medien AG eingerichtet wird, die u.a., eine Schülerzeitung gestaltet oder ein Newsletter herausbringen kann. Wir hoffen letztlich dann einen guten WLAN-Anschluss zu haben und dass zugleich alle unsere Geräte modernisiert sind, sodass man das Medienkonzept wirklich gut umsetzen und weiterentwickeln kann.

"Wie sind Sie denn mit Ihrer Schule im Umfeld vernetzt?„

Wir haben wie gesagt eine Kooperation mit dem 1. FC Union als Sportverein. Weiter is tein Turnverein mit in der Schule. Wir kooperieren mit dem Medienzentrum in der Ortolfstraße. Da haben wir auch schon verschiedene Projekte geplant. Wir kooperieren mit der Musikschule Treptow-Köpenick. Wir arbeiten im Rahmen des Quartiersmanagements im Quartiersrat mit. Wir sind mit dem VBKI in Verbindung, haben Lesepaten bei uns an der Schule und wir kooperieren natürlich auch mit den Kindertagesstätten und dem Träger der freien Jugendhilfe JAO, dem unsere Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter angehören.

"Mal weiter geblickt: Wie stellen Sie sich denn die Schule in zehn Jahren vor?„

Ich denke, man kann den Schulstandort hier toll weiterentwickeln mit seinen Angeboten. Ich habe eine Vision von einem Bildungscampus, wo von der Kita, die wir nebenan haben,die Kinder rüberwachsen in die Schule oder zumindest eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden besteht. Ebenso kann man sich natürlich weiter vernetzen mit anderen Bildungseinrichtungen hier. Zusammen kann man viel erreichen.

“Was zeichnet abschließend sonst noch Ihre Schule aus?„

Zu erwähnen sind sicher auch unsere Arbeitsgemeinschaften und das viel in Projekten gearbeitet wird. Wir haben bald wieder ein Herbstprojekt, wo unsere Kinder hinaus gehen in die Natur und sich mit den dortigen Früchten auseinandersetzen, auch damit gebastel twird. Wir führen Ernährungsprojekttage durch, wo unter anderem mit den Kindern gemeinsam ein Frühstück zubereitet wird und wichtige Dinge über das Essen zu erfahren sind. Wir bieten Medienprojekttage mit verschiedenen Workshops, hatten ferner einen Sportaktionstag, wo die Schüler sich an verschiedenen sportlichen Stationen betätigen konnten. Lehrerinnen hatten im vergangenen Schuljahr mit den Kindern ein Musical einstudiert, das auf dem Kiezfest im Kosmosviertel aufgeführt wurde. Es sind also viele zusätzliche Dinge, die diese Schule ausmachen. Ich hoffe, dass Eltern, die ihr Kind auf einer Grundschule anzumelden haben, sich künftig noch intensiver mit uns auseinandersetzen. Seit mal eine Reportage über das Kosmosviertel als sozialen Brennpunkt im Fernsehen lief, in der auch die Schule vorkam, haben wir leider immer wieder mit Vorbehalten zu kämpfen, sodass viele Eltern ihre Kinder an anderen Grundschulen anmelden, ohne uns genauer anzuschauen.

"Vielen Dank für das Interview.

Weitere Termine: Do, 12.12. 18 Uhr - weihnachtliches Abendbrot in der WaMa

Kontakt: Quartiersmanagement Kosmosviertel        Schönefelder Chaussee 237, 12524 Berlin 

Tel: (030) 77 32 01 95

www.kosmosviertel.de - team@kosmosviertel.de

Facebook: Quartiersmanagement Kosmosviertel  


Erster Teil der neuen Salvador-Allende-Brücke in Köpenick eröffnet

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 22.11.2019

 Fünf Wochen früher als geplant kann die wichtige Spreequerung in Köpenick wieder genutzt werden.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick haben heute den westlichen Teil der neuen Salvador-Allende-Brücke eröffnet. Damit ist die wichtige Spreequerung in Köpenick wieder auf einem Fahrstreifen je Fahrtrichtung befahrbar. Die zehnmonatige Vollsperrung, die seit dem 24. Januar dieses Jahres wegen umfangreicher Bauwerksschäden erforderlich war, hatte zu einer enormen Verkehrsbelastung entlang der Umleitungsstrecke geführt. Die Teileröffnung der Brücke entlastet die Verkehrssituation in Köpenick. Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sagte: „Der erste Teil der Salvador-Allende-Brücke kann fünf Wochen früher als geplant eröffnet werden. Heute ist ein sehr guter Tag für die Köpenicker, da für viele Menschen lästige Umwege nun nicht mehr notwendig sind. Das ist dem enormen Einsatz der beteiligten Baufirmen und der Tiefbauabteilung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zu verdanken, die die Baumaßnahme koordiniert hat.“ Die frühere Fertigstellung des ersten Brückenteils ist umso bemerkenswerter als mit der Vollsperrung der Brücke auch die Baustellenlogistik deutlich aufwändiger wurde: Für kurze Transporte von Materialien und Baugeräten über die Brücke musste eine lange Umleitungsstrecke mit hoher Verkehrsdichte gefahren werden. Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick sagte: „Mit der heutigen Teilfreigabe der Salvador-Allende-Brücke haben wir den ersten großen Meilenstein zur Erneuerung der Brücke erreicht - und das früher als geplant. Für die damit verbundenen Anstrengungen aller am Bau Beteiligten bedanke ich mich im Namen Treptow-Köpenicks recht herzlich. All diejenigen, die in den letzten Monaten zusätzliche Wege und enorme Zeitverluste in Kauf nehmen mussten, werden nun wieder eine Entlastung an dieser Stelle spüren. Ich wünsche uns, dass der weitere Baufortschritt reibungslos verläuft.“ Mit der Verkehrsfreigabe können auch die BVG-Busse die Brücke wieder befahren. Der Linienverkehr wird am Samstag, den 23. November um 03:00 Uhr aufgenommen.
Der Fußgänger- und Radverkehr wird vorübergehend weiter über den alten östlichen Überbau geführt.
Der weitere Bauverlauf ist folgendermaßen geplant: Die Rampen und Anschlussbereiche bis zu den Knotenpunkten Wendenschloßstraße und Friedrichshagener Straße werden im Anschluss an die Verkehrsfreigabe des westlichen Überbaus hergestellt. Parallel verschwenken die Medienträger ihre Leitungen vom östlichen auf den westlichen Überbau.
Bis zur Fertigstellung der vollständigen westlichen Fahrbahn im Bereich der Rampen sowie der Rad- und Gehwege sind für einzelne Arbeiten noch kurzzeitige Sperrungen erforderlich, die aber vor allem in der verkehrsarmen Zeit durchgeführt werden. Anschließend erfolgt dann die vollständige Verkehrsführung auf der neuen Westseite, so dass Baufreiheit auf der Ostseite besteht und die Bauarbeiten am östlichen Brückenüberbau fortgesetzt werden können. Die Anpassungen an den Lichtsignalanlagen entlang der Umleitungsstrecke werden schrittweise zurückgebaut.
Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke haben im September 2017 begonnen. Die Fertigstellung der gesamten Brücke ist für 2021 vorgesehen. Der Neubau ist eine Investition in eine leistungsfähige Infrastruktur Berlins. Die Gesamtkosten für die neue Brücke betragen etwa 37 Millionen Euro. Das Bauvorhaben wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) kofinanziert.
Für die Verkehrseinschränkungen, die mit dem Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke verbunden sind, bitten wir weiterhin um Ihr Verständnis. Über den Verlauf der Arbeiten und die weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation werden wir Sie fortlaufend informieren.


Termine der Bürgersprechstunden im Dezember 2019

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 15.11.2019

Im Dezember laden der Bezirksbürgermeister, die Bezirksstadträtin sowie die Bezirksstadträte an folgenden Terminen zur Bürgersprechstunde ein.

Bezirksbürgermeister Oliver Igel
Leiter der Abteilung Bürgerdienste, Personal, Finanzen, Immobilien und Wirtschaft

  • Mi., 11.12.2019, 15:00 – 17:00 Uhr
  • Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, Raum 173
  • Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat Gernot Klemm
Leiter der Abteilung Soziales und Jugend

  • Im Dezember finden keine Sprechstunden bei Herrn Klemm statt.
  • Groß-Berliner Damm 154, 12489 Berlin, Raum 122
  • Anmeldung telefonisch unter: (030) 90297-6100

Bezirksstadtrat Rainer Hölmer
Leiter der Abteilung Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung

  • Mo., 18.12.2019, 15:00 – 17:00 Uhr
  • Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, Raum 165
  • Anmeldung telefonisch unter (030) 90297-2202

Bezirksstadträtin Cornelia Flader
Leiterin der Abteilung Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport

  • Mi., 04.12.2019; 14:00 – 15:00 Uhr
  • Hans-Schmidt-Straße 6/8, 12489 Berlin, Raum 209
  • Anmeldung telefonisch unter (030) 90297-4271

Bezirksstadtrat Bernd Geschanowski
Leiter der Abteilung Gesundheit und Umwelt

 

  • Do., 05.12.2019, 10:00 – 12:00 Uhr
  • Fr., 27.12.2019, 10:00 – 12:00 Uhr
  • Hans-Schmidt-Straße 16, 12489 Berlin, Raum 134
  • Anmeldung telefonisch unter (030) 90297-3266

14. November 2019: 30 Jahre Grenzöffnung zwischen Johannisthal und Rudow

14.11.1989 am Grenzübergang Stubenrauchstr.
14.11.1989 am Grenzübergang Stubenrauchstr.

Am 9. November 1989 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Male. Auch für unsere Region ein einschneidendes Ereignis, denn über 28 Jahre lang war der Ortsteil Johannisthal von seinen westlichen Nachbarn in Rudow abgeschnitten. Die Stubenrauchstraße endete faktisch an ihrer Kreuzung zu Eisenhutweg und Springbornstraße, denn schon für den Bereich dahinter benötigte man einen Passierschein. Kaum vorstellbar, dass es binnen weniger Tage gelang, dort einen neuen Grenzübergang einzurichten, zunächst nur für Fußgänger. Man muss wissen, dass die Brücke über den Teltowkanal recht marode war. Der Untergrund wurde daher provisorisch mit Holzplatten verstärkt. Am 14. November 1989 trafen sich dort um 8 Uhr morgens auf der Massantebrücke die Bezirksbürgermeister Frank Bielka (Neukölln) und Günter Polauke (Treptow), um unter großer Anteilnahme der Bewohnerschaft beiderseits eine symbolische Wiedervereinigung beider Bezirke zu feiern und den zusätzlichen Kontrollpunkt einzuweihen. Zwischen Sonnenallee und Schönefeld gab es bis dahin keinen. 

Grenzübergang in der Stubenrauchstr. 90
Grenzübergang in der Stubenrauchstr. 90

Die Menschen aus Johannisthal und Rudow fielen sich in die Arme. An der Brücke war ein Transparent einer damals bestehenden Rudower Ortsteilzeitung befestigt: "WIR IN RUDOW begrüßen herzlich unsere Nachbarn!". Viele Fernsehkameras waren dabei. Am1. Juli 1990, den Tag der Wärungsunion, entfielen die Grenzkontrollen. Drei Monate später war Berlin und Deutschland wiedervereinigt. Zwischenzeitlich wurde die Massantebrücke auch mit Metallplatten verstärkt, damit auch Autos herüberfahren konnten. Erst 2003 wurde die Massantebrücke durch einen Neubau ersetzt. Ab 2005 führte die Autobahn A113 entlang, dort, wo einst der Grenzstreifen war.

(Text und Bilder von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)


Von der Eröffnungsfeier zweier Ausstellungen im Kosmosviertel rund um den Herbst 1989

Kulturell wird derzeit im Kosmosviertel allerlei geboten. Zwei Ausstellungen wurden am 11. Oktober hintereinander eröffnet, die sich auf den Herbst 1989, also Ereignisse vor 30 Jahren, beziehen. Im Bürgerhaus geht es um 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall, wenige Schritte weiter im Kiezladen WaMa werden noch einmal 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel gewürdigt. Beide Ausstellungen haben einen gewissen Bezug zum 7. Oktober 1989. An diesem Datum feierte die DDR noch einmal pompös ihren 40. Geburtstag. Es sollte auch der letzte Geburtstag sein, da 361 Tage später Deutschland wiedervereinigt wurde. Von daher wurde als Datum der Eröffnung eines gewählt, das in Nähe zum 7. Oktober lag. Der große Realitätsverlust der Regierung unter Erich Honecker über die damaligen Probleme im Land, sich davon unbeirrt feiern zu wollen, hat seinerzeit die Ereignisse der Friedlichen Revolution entscheidend verstärkt und so den Prozess eingeleitet, in dem am 9. November 1989 die Mauerfiel. Der 40. Jahrestag war aber auch das Zieldatum, das sich die DDR-Regierung stellte, um ihr am Ende letztes größeres Neubauprojekt in Berlin-Altglienicke als Erfolg bei der Schaffung dringend benötigten Wohnraums in der Hauptstadt zu verkaufen. Daher wurde in einem täglichen Drei-Arbeitsschichten-Programm alles Mögliche dafür getan, um nach dem Baubeginn im Januar 1989 zum 7. Oktober den Bezug der ersten Wohnungen an der Venusstraße verkünden zu können. Die Geburtsstunde, wo Leben in das Kosmosviertel einzog, das damals noch als Wohngebiet 2 Neubaukomplex Altglienicke formierte. Für das Prestigeobjekt wurden Bauarbeiter aus der gesamten Republik in die Hauptstadt abkommandiert. Für beide Ausstellungen schaute der Bürgerverein Altglienicke mit seiner AG Heimatgeschichte tief in sein Archiv, zu dem das seit Jahren ehrenamtlich betriebene Altglienicke Museum gehört, rief Bürgerinnen und Bürger auf, Bilder und Dokumente beizusteuern und einiges kam zusammen.So wurde dann am 11. Oktober 2019 gegen 18 Uhr im 1. Stock des Bürgerhaus an der Ortolfstraße 182 die neue Ausstellung zum Thema “30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall aus Altglienicker Sicht” durch den Bürgervereins-Vorsitzenden Joachim Schmidt und der Treptow-Köpenicker Kulturstadträtin Frau Cornelia Flader eröffnet.


Mehr als 35 Personen lauschten dann den einführenden Worten und schauten sich mit Interesse danach die zahlreichen Tafeln an, die der Vorsitzende der AG Heimatgeschichte im Bürgerverein, Ronald Seiffert, bekannt auch als Hobbyfotograf, liebevoll zusammenstellte. Musikalisch wurde alles mit zwei selbstverfassten, zum Anlass passenden Liedern des Altglienickers Jonathan Scherbarth begleitet. Die Ereignisse im Herbst 1989 mit der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall vom 9. November, den nachfolgenden Wahlkampf für die ersten und letzten freien Volkskammerwahlen und dem Prozess der Wiedervereinigung wurden allein aus der Sicht des Berliner Ortsteils Altglienicke präsent. Sie bilden damit eine gute regionale Ergänzung zu anderen Ausstellungen, die sich auf die zentralen Ereignisse im Ost-Berliner Stadtzentrum,in Leipzig oder anderen Großstädten fokussieren, denn der gesellschaftliche Umbruch in der DDR wurde seinerzeit auch in Kiezen wie Altglienicke mit diversen Aktivitäten vieler Menschen mitgestaltet. Nach seinen früheren Ausstellungen “Die Mauer in Altglienicke” (2011) und “WendeZeiten - Die Friedliche Revolution in Altglienicke” (2014) konnte nämlich der Bürgerverein in den vergangenen Jahren aus der örtlichen Bevölkerung eine Fülle neues weiteres Material gewinnen, welches bisher in Privatbesitzen der Öffentlichkeit verborgen war. Darüber hinaus steuerte der benachbarte Rudower Heimatverein ergänzendes bei, weil auch dort seinerzeit Menschen waren, welche die bewegenden Ereignisse bei ihren Nachbarn fotografisch dokumentierten. Die Ausstellung ist bis zum Frühjahr 2020 zu den regulären Öffnungszeiten des Bürgerhauses Altglienicke im 1. Obergeschoss zu sehen. Feste Kernzeiten sind Montag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr, aber auch darüber hinaus, wenn etwa Bibliothek oder Kiezklub offen haben, steht die Tür offen. Gegen 19.30 Uhr verlagerte sich das Publikum vom Bürgerhaus in den Kiezladen WaMa in der Ladenpassage des Kosmosviertels und wuchs unterdessen auf 50 Personen an. Dort wurde dann in einem Gemeinschaftsprojekt von Kiezband/ WeTeK und Bürgerverein die nächste Ausstellung eröffnet, wobei es sich eigentlich auch hier noch einmal in zwei Ausstellungen unterteilt. Neben 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel gibt es eine noch vom WaMa-Team zusammengestellte Dokumentation der Bepflanzung im Grünzug des Kosmosviertels. Dabei ist zu erfahren, dass dort unzählige Bäume aus anderen Regionen der Welt gepflanzt wurden, die man sonst oft nur in Botanischen Gärten findet. Hierzu gab es einen ausführlichen Vortrag. Die Ausstellung zu 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel unterscheidet sich noch einmal deutlich von der, die vom Bürgerverein Altglienicke schon im Frühjahr gezeigt wurde. Zwar finden sich etliche Bildtafeln wieder, auch das Planungsmodell des Ost-Berliner Magistrats für das Neubauvorhaben Altglienicke von 1987, aber das Ganze konnte vielfach ergänzt werden, um Dinge, die lange verschollen und so seit fast drei Jahrzehnte nicht mehr zu sehen waren.


Es gelang eine Erweiterung um viele Materialien und Tafeln aus der Planungsphase. Bei Aufräumarbeiten in Lagerräumen des Bürgerhauses wurden nämlich im Sommer dieses Jahres alte Ausstellungstafeln und weitere Modelle zum Kosmosviertel wiederentdeckt. Man sieht unter anderem Grundrisse und Fassadenpläne für eine nie realisierte Schwimmhalle, aber auch detailliert wie mal der sogenannte Dienstleistungswürfel aussehen sollte, von dem letztlich bis zum Abriss für das heutige Edeka-Center nur eine Kaiser’s-Kaufhalle blieb. Es handelt sich um jene Ausstellung, die im Herbst 1989 in der alten Bauarbeiterbaracke in der Anne-Frank-Straße (das dann mehrere Jahre Altglienicker Bürgerzentrum war) gezeigt wurde, um die Bürgerinnen und Bürger über das Bauprojekt zu informieren. Dabei wurden unter anderem auf einer Tafel herausragende Baukräfte gewürdigt. Einer dieser Bauarbeiter konnte ausfindig gemacht werden und war dann auch um 30 Jahre gealtert zur Ausstellungseröffnung anwesend. Dieser berichtete auf der Bühne der WaMa den Anwesenden von der Stimmung auf der Baustelle und den Sorgen der Bauarbeiter zur damaligen Zeit.

Um die Zeit vor 30 Jahren noch einmal in Erinnerung zu rufen, wurde aus dem Fundus des Altglienicke Museums das Schaufenster der WaMa mit einigen Waren des täglichen Bedarfs aus der DDR-Zeit dekoriert. Nachdem alles Offizielle gesagt und getan war, wurde das Büffet eröffnet, welches auch auf Ostprodukte fokussiert war. Es gab eine leckere, von André Bernhagen zubereitete Soljanka, dazu unter anderem Club Cola, Spreequell-Limo und Rotkäppchen-Sekt. Noch lange blieb man beieinander, um miteinander Gespräche zu führen, wie man die Zeit im Herbst 1989 erlebt hat und wie es beim Erstbezug im Kosmosviertel war, als zwischen den Häuserblöcken man sich noch durch viel schlammigen Boden kämpfen musste, weil Wege noch nicht fertig waren. Die zweite Ausstellung ist bis Ende November zu den regulären Öffnungszeiten der WaMa zu sehen. Das ist vor allem Montag bis Donnerstag 11 bis 15 Uhr, mittwochs bis 18.30 Uhr

(Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick, Fotos: Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Qualifizierung des Grünzuges im Kosmosviertel

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick vom 11.11.2019

Gute Nachrichten für die öffentlichen Freianlagen im Kosmosviertel
Nun ist es soweit! Mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ soll der zentrale Grünzug im Kosmosviertel qualifiziert werden. Nach einem EU-weiten Verhandlungsverfahren nach Teilnahmewettbewerb wurden in diesem Herbst drei Planungsbüros ausgewählt. Die Bietergemeinschaft hochC Landschaftsarchitekten PartG mbB und Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH wurde mit der Freianlagenplanung und der Regenwasserbewirtschaftung beauftragt, das Büro stadtraum - Gesellschaft für Raumplanung, Städtebau & Verkehrstechnik mbH wird die Planung der Straßenbeleuchtung übernehmen. Die Planungen und die Realisierung von Maßnahmen im öffentlichen Grünzug im Kosmosviertel sind bis Ende 2023 geplant.
Der öffentliche Grünzug im Kosmosviertel zieht sich von der Venusstraße im Norden bis hin zur Uranusstraße im Süden an der Grenze zu Brandenburg. In diesen sind Spiel- und Sportplätze eingebunden und im Zentrum des Quartiers befindet sich zudem eine Ladenzeile mit verschiedenen Nahversorgungsbetrieben. Das Planungsgebiet funktioniert daher besonders identitätsprägend für das Quartier und hat als Begegnungsort eine große soziale Bedeutung.
Die Qualifizierung beinhaltet eine barrierearme Umgestaltung, die Entwicklung von Freiräumen und Plätzen mit attraktiven Verweil- und Begegnungsorten für die Nachbarschaft. Diese umfasst weiterhin Spiel- und Sportbereiche, verkehrssichere Querungen sowie eine Gestaltung, durch die Vandalismus vorgebeugt wird und Angsträume abgebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen Pflege und Instandhaltung der Grünflächen. Entlang von Wegen mit öffentlicher Bedeutung, wie beispielsweise der Schulweg zur Grundschule am Pegasuseck, wird die Beleuchtung in Hinblick auf Sicherheit neu konzipiert.
Zu guter Letzt soll ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung Berlins als „Sponge-City“, also Schwammstadt erfolgen. Vereinfacht heißt es, das Niederschlagswasser soll möglichst in den Boden versickern und nicht in Entwässerungskanäle ablaufen.
Die nächsten Schritte: Beteiligung, Planung
Bewohnerinnen und Bewohner des Kosmosviertels werden selbstverständlich auch in den Prozess miteinbezogen. Das Quartiersmanagement und das Landschaftsarchitekturbüro hochC werden dazu eng zusammenarbeiten. Der Startschuss für die Beteiligung ist bereits am Samstag, dem 23. November von 10 bis 12 Uhr. Bei einem gemeinsamen „Spaziergang mit Redestationen“ durch das Planungsgebiet möchten die Landschaftsarchitekten mit Nutzerinnen und Nutzern zu besonderen Orten im Grünzug ins Gespräch kommen. Anfang 2020 werden dann parallel zur Planung diverse Beteiligungsworkshops durchgeführt werden. 


Eine vergessene Grabanlage für 1.284 NS-Opfer wird neuer Gedenkort in Altglienicke

Klaus Leutner (l.) hielt einen eindrucksvollen Vortrag, welcher später von Jonathan Scherbarth (r.) musikalisch umrahmt wurde
Klaus Leutner (l.) hielt einen eindrucksvollen Vortrag, welcher später von Jonathan Scherbarth (r.) musikalisch umrahmt wurde

Am 20.09. konnte der Bürgerverein Altglienicke den 79-jährigen Hobby-Historiker Klaus Leutner im Kiezladen WaMa begrüßen. Schon seit vielen Jahren engagiert er sich dafür, dass für die auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke an der Schönefelder Chaussee namenlos unter die Erde gebrachten 1.284 Opfer des Nationalsozialismus endlich ein würdiger Gedenkort entsteht. In einem eindrucksvollen Bildervortrag erklärte der frühere Reichsbahn-Ingenieur, wie er einst mit Nachforschungen nach einer unter den Nazis verschwundenen Frau aus dem Heimatort seiner polnischen Ehegattin, nämlich Bronislawa Czubakowska aus Zgierz, dazu kam, in dieser Richtung weitergehend zu forschen. So stieß er auf diesen Friedhof, wo in der Nazi-Zeit ab 1940 Urnen von umgebrachten Menschen aus den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen, von Euthanasieopfern sowie von Hingerichteten aus der Hinrichtungsstätte Plötzensee beigesetzt wurden. Dabei entdeckte er auf der Beisetzungsliste 18 ermordete katholische Priester. Für seine zusätzlichen Forschungen dazu und seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung wurde er unterdessen auch mit einem polnischen Verdienstorden ausgezeichnet. Ihm wurde zur Herzensangelegenheit, diese anonym beerdigten Menschen der Vergessenheit zu entreißen. Ein bloßer zu DDR-Zeit errichteter Gedenkstein, dass hier 1.284 Antifaschisten begraben wurden, ist für ihn nicht ausreichend, zumal das gerade für die Euthanasieopfer, zumeist geistig Behinderte in teils ganz jungen Jahren, wenig erklärend ist. Zu erfahren war auch, dass man jenen als Antifaschisten titulierten NS-Opfern auch in der DDR wenig Anerkennung schenkte. Es gab in den 1970er Jahren Bestrebungen beim Berliner Magistrat, die Urnen-Grabanlage einzuebnen und zur Neubelegung freizugeben, weil „die gesetzliche Ruhezeit abgelaufen“ sei. Quasi in letzter Minute wurde ganz oben in der Staatsführung entschieden, dass dies nicht ginge, weil die DDR den Genfer Konventionen beigetreten sei, nach der die Begrabenen wie Kriegsopfer zu behandeln und als Kriegsgräberstätte zu schützen seien. Dazu entsprechende Dokumente wurden gezeigt. Sein jahrelanger Einsatz wurde nun damit belohnt, dass die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Erinnerungsortes für das Urnensammelgrab ausschrieb.

Man entschied sich für einen Entwurf von outside! Landschaftsarchitektur mit den Planern Thomas Leidinger, Katharina Struber und Klaus Gruber aus Wien, der endlich die Anonymität der Opfer aufhebt und alle Namen und Lebensdaten in geeigneter Form anbringt. Dazu wird mit Baukosten von 200.000 Euro neben der Grabanlage eine durchsichtige Wand errichtet. Ab Ende des Jahres soll der prämierte Entwurf umgesetzt werden. Auf den einzelnen Tafeln der Wand werden künftig die Namen der Opfer aufgeführt, geschrieben von heute lebenden Menschen. Dafür sollen Altglienicker oder auch von weiter her mit ihren Namen quasi eine Patenschaften für die jeweiligen Toten übernehmen. Für die Übernahme einer solchen Patenschaft warb Klaus Leutner auf der Veranstaltung eindringlich. Ebenso zeigte er auf, wie wichtig es sei, sich noch aktiver für ein deutsch-polnisches Miteinander einzusetzen. Umrahmt wurde der Abend zugleich von musikalischen Beiträgen. Der Altglienicker Jonathan Scherbarth spielte auf der Gitarre ein paar eigene Stücke, die textlich in Form eines Spazierganges zum Nachdenken anregend auch gut zum Thema passten. Am Rande seines Vortrages erklärte Leutner schließlich noch seinen Beitritt zum Bürgerverein Altglienicke, um dessen heimatgeschichtliche Arbeit künftig stärker zu unterstützen.

(Text und Bilder von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)


„Engagiert in Altglienicke“ „Ich muss weiter!“

Pressemitteilung des Quartiersmanagements Kosmosviertel 

Mit diesem Satz beendet Margot ihren kurzen Gruß und eilte durch die Einkaufspassage des Kosmosviertels fröhlich und entschlossen zur Arbeit. Margot ist 80 Jahre alt und muss längst nicht mehr arbeiten. Dennoch arbeitet Margot seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Sie gratuliert älteren Menschen zum Geburtstag, besucht Kranke und hilft Kindern bei den Hausaufgaben in der Unterkunft für Geflüchtete. Margot ist einer der vielen Menschen, die sich in ihrem Stadtteil Altglienicke engagieren. Viele von ihnen sind in sozialen Einrichtungen verankert, wie z.B. André, der sich seit Jahren um die Tiere auf dem Abenteuerspielplatz kümmert. Andere arbeiten für sich, wie Uwe, er pflegt die Hochbeete in der Einkaufspassage des Kosmosviertels.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren, aber wie und wo erfährt man von diesen Möglichkeiten?

Künftig informiert das Quartiersmanagement Kosmosviertel sowie das Familienbegegnungszentrum Altglienicke alle Interessierten über Möglichkeiten des Engagements in ihrem Kiez. Dies wurde auf der Bühne des Spätsommerfestes Altglienicke unter dem Motto „Engagiert in Altglienicke“ von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen angekündigt. Über das Netzwerk „Engagiert in Altglienicke“ sollen die Kiezbewohner/Innen ohne großen Aufwand den Weg zum langfristigen oder punktuellen Ehrenamt finden. Dank „Engagiert in Altglienicke“ muss auch Margot die Belohnungsschokolade für die Hausaufgabenhilfe nicht mehr selber zahlen und kann sich künftig auf mehr Unterstützung und Anerkennung freuen. Steckbrief: Was ist „Engagiert in Altglienicke“?

Ein Netzwerk von Einrichtungen, die interessierte Bürger über Möglichkeiten des Engagements in ihrem Kiez informieren.

Wer ist „Engagiert in Altglienicke“?

QM- und BENN-Team Kosmosviertel, Familienbegegnungszentrum Altglienicke, Sozialraumorientierte Planungskoordination Treptow-Köpenick und Koordinationsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit des Bezirksamts Treptow-Köpenick.

Wo finden Sie „Engagiert in Altglienicke?

BENN und QM Kosmosviertel

Schönefelder Chaussee 237 in 12524 Berlin und im 

Familienbegegnungszentrum Altglienicke

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Aktion Glücksrad vom Bürgerverein beim Altglienicker Spätsommerfest war ein voller Erfolg

Gestern war unsere Glücksradaktion beim Altglienicker Spätsommerfest am 08.09.2019 ein voller Erfolg. Einige Male kamen wir mit unserer Befüllung der Bürgervereinstüte gar nicht nach, da am Glücksrad so viele Leute standen und eine Tüte gewonnen haben. Der Hauptpreis unser Altglienicke Buch wurde am Glücksrad insgesamt zwölfmal gewonnen. Viel Spass beim Lesen unserer Altglienicker Geschichte an alle Gewinner. Insgesamt gingen bis 16:30 Uhr ca. 180 befüllte Bürgervereinstüten raus. Danach war dann aber auch alles weg. Danke nochmal an dm Drogerie Markt im Wegedornzentrum für die vielen Sachspenden. Alle haben sich riesig darüber gefreut. Wieder ein schöner Tag obwohl ab und an etwas stressig gewesen, aber insgesamt alles sehr gut verlaufen ist und das Wetter auch noch mitspielte. Hier einige Bilder von unserem Stand. Auf den ersten fünf Bildern sieht man noch die Vorbereitung und den Anfang, danach ging es richtig los am Glücksrad. Danke an alle unsere Helfer am Stand. 


Die Normannen-Apotheke bleibt!

Frank Masthoff und Christiane Bochert vor der Normannen-Apotheke
Frank Masthoff und Christiane Bochert vor der Normannen-Apotheke

Die Brüder Frank und Harald Masthoff aber verabschieden sich. Nach ein paar Details aus der langjährigen Geschichte der Normannen-Apotheke gefragt, werde ich auf den nächsten Tag vertröstet – die Kunden sind wichtig!

Sehr gut vorbereitet, mit ein paar niedergeschriebenen Stichpunkten, werde ich höflichst zur vereinbarten Zeit empfangen.  Auch für mich noch etliches Neue. Frank Masthoff heuerte Mitte der 80ger Jahre an Bord der Normannen-Apotheke an, die damals noch Bestandteil des Pharmazeutischen Zentrums Berlin-Treptow war, dem Zusammenschluss der Apotheken in Berlin-Treptow. Von der Treuhand nach dem Anschluss ausgeschrieben, kaufte Frank Masthoff nach erfolgreicher Bewerbung die Apotheke, welche seitdem privatwirtschaftlich, mit seinem Zwillingsbruder Harald und engagiertem Team betrieben wird. Zum 1. September gehen wir in den Vorruhestand. Keine leichte Entscheidung, jedoch mit Sicherheit ein spannender neuer Lebensabschnitt!

Ab dem ersten September wird Frau Apothekerin Christiane Bochert die

Normannen-Apotheke übernehmen. Ein herzliches Dankeschön an alle Patienten und Kunden für die vielen Jahre Treue zur Apotheke. Frank und Harald Masthoff“

Liebe Brüder Masthoff – zu danken haben Generationen von Altglienickern,

welche Jahrzehnte zuvorkommend und mit unglaublichem Fachwissen von Ihnen

betreut wurden! Oftmals weit über die Öffnungszeiten hinaus, bis zur „an die

Haustür-Lieferung“ nach Ladenschluss oder am Wochenende.

Die letzten Worte von den Brüdern Masthoff : Frau Apothekerin Christiane Bochert wünschen wir viel Erfolg, hoffen sehr, dass unsere Patienten ihr das gleiche Vertrauen entgegenbringen“ Unglaublich, diese Zwei – gut, dass wir sie hatten ! Stammkunde bis jetzt und auch weiterhin! Ronald Seiffert  (Text und Foto von Ronald Seiffert)


„Tante-Emma-Laden“ im Altglienicke Museum Altglienicker Geschichte wird bewahrt

Partiehandlung Adolf Ehrlich Grünauer / Ecke Köpenicker Straße um 1916
Partiehandlung Adolf Ehrlich Grünauer / Ecke Köpenicker Straße um 1916

Nicht ungenutzt geht die Museums-Sommerpause zu Ende. Unser Vereinsmitglied Ezard Geike überlässt dem Museum, nicht ohne Wehmut, seine Sammlung von Einrichtungsgegenständen aus Altglienicker Geschäften. Der Verkaufstresen von Oskar Hasche (Köpenicker Straße), der Hauklotz und das Fleischerbeil aus der Fleischerei Jauer (Straße am Falkenberg), das beleuchtete Reklameschild überm Tresen von Bäckerei Werner (Rudower Straße), Waagen und Kassen aus verschiedenen weiteren Geschäften (Schirnerstraße, Germanenstraße u.a.), desweiteren ein Füllhorn sehenswerter Artefakte Altglienicker Geschäftigkeit. Wir Ehrenämtler im Bürgerverein geben alles, um den „Tante-Emma-Laden“ lebendig werden zu lassen. Ungezählte Stunden haben wir schon investiert, viele weitere werden folgen. Wir suchen gerne noch Mitstreiter, die Freude am Bewahren ihrer, unserer Altglienicker Geschichte haben.

Auch suchen wir jedes Foto, jedes Dokument, welches hilft, Altglienicke wie es einst war, zu zeigen und somit den Einwohnern und Gästen nahe bringen zu können! Durchstöbern Sie ihre Keller und Dachböden auf der Suche nach heimatgeschichtlichen Kostbarkeiten! Jedes noch so kleine Detail im Hintergrund kann für uns wichtig sein. Kontakt: Ronald Seiffert Tel.: 01727525761 oder ronald.seiffert@web.de .

Seien Sie neugierig, besuchen Sie uns wieder im Altglienicke Museum, dort erfahren und erleben Sie weiterhin Altglienicker Geschichte in geselliger Runde.

(Text und Foto: Ronald Seiffert BVA Arbeitsgruppe Heimatgeschichte)

 

Achtung bitte beachten: Zur Zeit ist leider das Museum zwecks Umbau und Aufstellung neuer Museumsexponate nicht besuchbar. Sie können aber unsere beiden Veranstaltungen am 20.09 um 19:00 Uhr in der WaMa im Kosmosviertel (Vortrag über die vergessene Grabanlage auf dem Friedhof Altglienicke) und am 11.10 um 18:00 Uhr unsere Ausstellung 30 Jahre Mauerfall im Bürgerhaus Altglienicke besuchen kommen.