Wie steht es aktuell um das Areal Kühlautomat Johannisthal?

(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-42563- 0004 / CC-BY-SA 3.0)
(Foto: Bundesarchiv, Bild 183-42563- 0004 / CC-BY-SA 3.0)

Eine Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) im Berliner Abgeordnetenhaus beschäftigt sich mit der aktuellen Situation auf dem seit 1996 brachliegenden Betriebsgelände von Kühlautomat. Demnach befindet sich das ca. 21,1 ha große Gelände des ehemaligen VEB Kühlautomat am Segelfliegerdamm 1–45, bis auf eine der Deutschen Telekom AG gehörenden Teilfläche, im Eigentum der ungeteilten Erbengemeinschaft nach Frau Thekla Müller. Die Erbengemeinschaft besteht seit dem 01.02.2020 durch Erwerb des englischen Erbteils aus der Bauwert AG / Bauwert Segelfliegerdamm GmbH und dem American Commitee for the Weizmann Institute of Science, Inc. Zu den Zielsetzungen und weiteren Verfahrensschritten für dieses Gelände infolge des beim Senat in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan heißt es, mit dem Bebauungsplan 9-15a wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für Gewerbegebiete, Wohngebiete für rd. 1.800 Wohneinheiten und Flächen der grünen und sozialen Infrastruktur (u. a. Spielplatz, Kindertagesstätte) geschaffen. Der Bebauungsplan befinde sich nach abgeschlossener Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und sonstiger Behörden nach § 4 Abs. 2 BauGB in Überarbeitung. Dazu, welche Gebäude sich momentan auf diesem Gelände und in welchem Erhaltungszustand befinden, antwortete der Senat, die Bebauung besteht aus einer Vielzahl von ein- und zweigeschossigen Lager-, Produktions- und Werkstattgebäuden, Funktions- und Behelfsbauten sowie mehrgeschossigen Verwaltungsgebäuden. Ein Großteil der Gebäude sei in schlechtem bzw. sehr schlechtem baulichen Zustand. Die Anzahl der Gebäude könne nicht abschließend benannt werden, da einzelne Gebäude bis auf die Grundmauern abgebrannt, vollständig beräumt oder durch Witterungseinflüsse verfallen sind. Bei einer Ortsbesichtigung am 25.06.2019 konnten ca. 60 Gebäude teilweise von innen teilweise von außen besichtigt werden. Dazu wurde eine umfangreiche Liste mit dem jeweiligen Gebäudezustand vorgelegt. In der Denkmalliste eingetragen sind als Bestandteile der einstigen Flugzeugfabrik der Luftverkehrsgesellschaft von 1912–16 Verwaltungsgebäude mit Produktionshalle (Gebäude 7, 7A), Fabrikhalle (Gebäude 6), Wohlfahrtsgebäude und Schmiede (Gebäude 5), Versuchshalle (Gebäude 52), Fabrikhalle (Gebäude 4), Feuerwehr und Pförtnerhäuschen mit Einfriedung. Die Denkmalliste sei aber im Rahmen einer Inventarisierung noch nicht abgeschlossen, sie wird sukzessive fortgeschrieben. Die Senatsverwaltung beantwortete die Frage, wie künftig vor Ort angemessen an die Nutzung des Geländes am Beginn des Flugzeitalters und als Produktionsstätte eines bedeutenden Industriebetriebs zu DDR-Zeiten erinnert werden solle, dass mit dem Bebauungsplanverfahren 9–15a der Erhalt der Baudenkmäler Nr.5a/b, 6, 16 und 17 planungsrechtlich gesichert werde. Die Gebäude Nr. 5a/b, 6 und 17 sollen künftig als Kindertagesstätte und/oder für andere soziale Zwecke genutzt werden. Für das Baudenkmal Nr. 4, das nicht mehr erhalten werden kann, soll durch Wahrung der ursprünglichen Kubatur bei einer Neubebauung an die Geschichte des Ortes erinnert werden.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


Bald Start für den Umbau des Altglienicker Wasserturms

Visualisierung des geplanten Projektes (Quelle: terraplan)
Visualisierung des geplanten Projektes (Quelle: terraplan)

Wie es mit dem Altglienicker Wasserturm weitergeht, beschäftigt uns in dieser Zeitung schon ganze 26 Jahre. Der allererste „Dörferblick” im September 1994 hatte als Titelthema das 1906 fertiggestellte Baudenkmal. Im Jahr zuvor, Mitte 1993, hatte der Bezirk Treptow den Turm mitsamt dem Grundstück in der Schirnerstraße 19 von den Berliner Wasserbetrieben übernommen. Diese nutzten den Wasserturm für seinen eigentlichen Zweck als Wasserreservoir und zum Aufbauen eines Drucks auf die vom Wasserwerk Altglienicke gespeisten Wasserleitungen für die Region schon seit 1956 nicht mehr. Er diente der Wasserwirtschaft nur noch als Vorhaltung und als Lagerraum. Es war nach einem entsprechenden Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung beabsichtigt, durch die Kommune ein soziokulturelles Zentrum für die Ortslage Falkenberg zu schaffen, etwas mit Kulturangeboten, Gastronomie, Galerie und Aussichtsplattform. Nur wenige Jahre später wurden die Pläne dann zu den Akten gelegt, als sich der Sanierungsbedarf nach festgestellten Rissbildungen im oberen Teil als recht groß erwies und die dafür erforderlichen mehr als eine Million D-Mark nicht im Bezirkshaushalt zur Verfügung standen. Ein privater Investor sollte darum her, den 38,55 Meter hohen Wasserturm in seiner neugotischen Gestaltung nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Heinrich Scheven zu sanieren. Mitte 1999 wurde der Wasserturm schließlich vom Bezirksamt an einen Bauunternehmer verkauft, der als Vorstellung dort eine Nutzung als Wohnung, Büroräume sowie unten im Sockelgeschoss einen öffentlichen Raum als Galerie und Café favorisierte. Ein Konzept, dass dem Bezirk gefiel, da so der Wasserturm neben der privaten auch weiter die ursprünglich verfolgte öffentliche Nutzung in einem Teilbereich beinhaltete. In einem ersten Schritt führte Eigentümer Michael Eyberg zeitnah eine Bestands- und Schadensanalyse durch, in dessen Folge Sicherungsmaßnahmen unter anderem an den Holzteilen erfolgten. Im September 2002 konnte der Wasserturm erstmals im Rahmen des Tages des Offenen Denkmals von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Mit der Zielsetzung seiner baulichen Weiterentwicklung wurde 2003 ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren eingeleitet, zu dem auch bauliche Vorschriften zu erfüllen waren, wie ein zweiter Fluchtweg über einen separaten Treppenturm mit Aufzug. Ferner plante der Eigentümer für eine bessere Nutzung des Turmkopfes einen modernen Neuaufbau mit größeren Panoramafenstern. Daraufhin formierte sich gegen die geplanten Veränderungen aus Anwohnern heraus eine Bürgerinitiative. Am Ende stellte Eigentümer Eyberg alle weiteren Aktivitäten zum Umbau des Wasserturms ein und das Bebauungsplanverfahren wurde nicht weiterverfolgt. Da durch verstärkte Rissbildung am Turmkopf 2005 unmittelbare Einsturzgefahr bestand, wurde im Einvernehmen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde das gesamte Mauerwerk, das den Wasserkessel umgab, abgetragen. So wird seit gut 15 Jahren der obere Teil des Wasserturms durch eine weiße Kunststoffplane verhüllt.

Der Wasserturm auf einer Ansichtskarte von 1910 (Bild: BVA).
Der Wasserturm auf einer Ansichtskarte von 1910 (Bild: BVA).

Jahrelanger Stillstand hatte ein Ende, als Eigentümer Eyberg das Wasserturm-Areal 2016 an die Terraplan Baudenkmalsanierungs-gesellschaft mbH verkaufte. Die ist in der Region bereits gut bekannt, da sie 2012 die benachbarte Preußensiedlung denkmalsgerecht sanierte, dafür im Nachgang für vorbildlichen Denkmalschutz mit der Berliner Ferdinand von-Quast-Medaille ausgezeichnet wurde. Damals beim Umbau der Preußensiedlung wurde Terraplan-Geschäftsführer Erik Roß-nagel auf diese von Weitem sichtbare Landmarke des Wasserturms aufmerksam. Jetzt soll es nach intensiven historischen Recherchen und planerischen Gedankenspielen sowie auch der frühzeitigen Einbindung der Anwohnerschaft in sämtliche Pläne losgehen. Das Stadtentwicklungsamt Treptow-Köpenick hat die nötige Baugenehmigung für den Umbau des historischen Wasserturms erteilt. Dieser soll zum Wohngebäude werden, in dem neun Wohnungen Platz finden, die durch einen ergänzenden Treppenturm erschlossen werden. Darüber hinaus werden neben dem Turm zur Schirnerstraße hin zwei weitere Doppelhäuser mit vier weiteren Wohnungen errichtet. Abrunden soll das ganze eine Tiefgarage für 20 Pkw. Terraplan investiert für das ganze Projekt fünf Millionen Euro. Der Bau soll im vierten Quartal 2020, spätestens im ersten Quartal 2021 beginnen. Wie das Ganze mal aussehen soll, hat Terraplan unterdessen als Visualisierung vorgestellt. Erkennbar ist, dass der Turmschaft weitgehend unverändert bleibt. Der vor 15 Jahren abgetragene Turmkopf wird in einer modernen, aber nachempfundenen Form in Ziegelrot wiedererrichtet. Wo sich bisher ein rostiger Wasserkessel befand, verteilen sich auf vier Ebenen mit entsprechenden Fenstereinschnitten nach außen Wohnungen. Oben als Dachabschluss werden die bisherigen Zinnen angedeutet. Gerechnet wird mit der Fertigstellung des Bauvorhabens nach zwei Jahren.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


Dankeschön für Ihr Engagement! Germanenplatz steht nach Umgestaltung allen Anwohnerinnen und Anwohnern zur Verfügung

Nach einer4-jährigen Phase der Neuund Umgestaltung steht der Germanenplatz in Altglienicke seit Ende August wieder allen Anwohnerinnen und Anwohnern zur Nutzung zur Verfügung. Grundlage für die Umgestaltung war ein dreiteiliges Verfahren zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Das dreistufige Beteiligungsverfahren fand am 10.11. 2016 seinen Abschluss mit der Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie für die künftige Gestaltung des Germanenplatzes. Der Impuls zur Umgestaltung des damals heruntergekommenen Platzes kam durch die Bürgerinnen und Bürger auf der Ortsteilwerkstatt Altglienicke am 21.06. 2015. Viele Impulsgebende engagierten sich in den kommenden Monaten mit ihren Ideen und Vorschlägen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens. Ein großer Fokus wurde dabei auf die barrierefreie Erschließung und Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Altersgruppen gelegt. Daraus ergab sich in der Umsetzung ein eigener Bereich zur Nutzung für Kinder und Jugendliche im nördlichen Bereich des Platzes. FürErwachsene, insbesondere Seniorinnen und Senioren ist im südlichen Bereich ein Ort zum Erholen und Entspannen entstanden. In Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Sozialraumorientierten Planungskoordination, dem Fachbereich Grün, dem Fachbereich Stadtplanung und den Landschaftsarchitekten gruppe F hat der historisch gewachsene Schmuckplatz ein neues Gesicht bekommen und freut sich auf Ihren Besuch. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihre Zeit, Geduld und ihr großartiges Engagement.

(Pressemitteilung Bezirksamt Treptow-Köpenick)


Wasserwerk Johannisthal soll wieder aktiv ans Netz gehen

Seit nun mehr Jahrzehnten gibt es die Problematik regelmäßig volllaufender Keller in Späthsfelde, im nördlichen Johannisthal und auch Rudow Nord, weil im Wasserwerk Johannisthal am Königsheideweg die Trinkwasserförderung erst heruntergefahren und 2001 ganz eingestellt wurde. Dadurch stieg in der Umgebung der Grundwasserspiegel. Die Häuser wurden zu Zeiten gebaut, vor allem ab den 1930er Jahren, als dieser in einem früheren Feuchtgebiet aufgrund der Wasserförderung niedrig war. Wie aus einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) zu erfahren ist, gibt es ernsthafte Überlegungen das Wasserwerk Johannisthal wieder verstärkt für die Trinkwassergewinnung zu nutzen. Das Wasserwerk werde demnach künftig für die Versorgung der wachsenden Stadt benötigt. Es sei geplant, nach Umsetzung der erforderlichen baulichen Maßnahmen dieses wieder in Betrieb zu nehmen. In einem Standortkonzept werde untersucht, ob ein unbelasteter Teil der Ressource mit naturnaher Aufbereitung schnellstmöglich genutzt werden kann (ca. 3 Mio. m³/a).

Der größere Teil der Ressource muss mit weiteren Verfahrensstufen aufbereitet werden. Deshalb sei der Bau eines Wasserwerkes an diesem Standort in modularer Fertigstellung vorgesehen: zunächst wird mit einem Pumpwerk begonnen, dessen Maschinenhaus für ein zukünftiges Wasserwerk genutzt und erweitert werden kann. Zum aktuellen Stand der Nutzungen heißt es, Im Rahmen der sogenannten wasserwirtschaftlichen Sofortmaßnahmen im Auftrag und auf Kosten des Landes Berlin werde in den Brunnen des Wasserwerks Johannisthal (Galerie Neue Königsheide und Teltowkanal-Galerie) Grundwasser gefördert, um die Altlastensanierung zu unterstützen. Ziel sei es, wieder eine Qualität des Grundwassers einzustellen, die eine Aufbereitung zu Trinkwasser mit einfachen technischen Mitteln erlaube. Die Reinwasserbehälter und das Reinwasserpumpwerk dienen nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe (BWB) in der Funktion eines Zwischenpumpwerks der Regulierung des Versorgungsdrucks im Umfeld des Wasserwerks. Zum aktuellen Stand einer Überarbeitung der Wasserschutzgebietsverordnung erklärt die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, es werde nach Abschluss der Auslegung vom 27. Mai bis 27. Juni 2019 und der Anhörung der Fachkreise und Verbände sowie der Auswertung und Bearbeitung der eingegangenen Stellungnahmen der Entwurf derzeit in die abschließende Bearbeitung gebracht. Es gab infolge des Auslegungs- und Anhörungsverfahrens gab es mehr als zwanzig Einwendungen. Nach Abschluss des bevorstehenden Mitzeichnungsverfahrens sei mit dem abschließenden Erlass der Verordnung bis zum Spätsommer zu rechnen.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


Kulturveranstaltungen starten wieder

Die weitreichenden Einschränkungen angesichts der Corona-Pandemie konnten dank zuletzt zurückgehender Fallzahlen wieder gelockert werden. Somit kann auch wieder unter Einhaltung einiger Regeln kulturelles Leben aufblühen. Das macht sich nun auch wieder in Altglienicke bemerkbar. Es gab so einiges an kulturellen Veranstaltungen, was in Corona-Zeiten in den letzten Monaten leider abgesagt werden musste. Das eine und andere an intensiven Vorbereitungen wurde dadurch zum Ärger der Beteiligten über den Haufen geworfen. Trotzdem blieben allerlei Kulturschaffende natürlich in der Hoffnung, dass es im Laufe dieses Jahres wieder mit einem gewissen Programm losgehen könne und blieben tätig darin, Veranstaltungen für die zweite Jahreshälfte zu planen. Das gilt auch für das zum Jahresbeginn 2020 im Altglienicker Kosmosviertel aus öffentlichen Mitteln gestartete Projekt „Kulturförderung und - koordination”, für welches Holger Wiegandt von der WeTeK gGmbH verantwortlich zeichnet. Mit den allgemein gültigen Regeln, die weiterhin gelten, etwa genügend Abstand zueinander, soll es nun wieder losgehen mit Kultur im Kosmosviertel. Wir befragten Holger Wiegandt in seinem Büro im Bürgerhaus Altglienicke zum derzeitigen Planungsstand.

 

Kunstaustellung

Im Bürgerhaus Altglienicke und im Kiezladen WAMA gibt es auf zwei Orte verteilt eine Ausstellung „Große Kunst in Altglienicke” mit Werken der Künstler Werner Domke und Mirko Gabris aus den Sparten Malerei – Plastik – Installation. Es handelt sich um zwei Künstler, denen es in ihren Werken vor allem um das Vergegenwärtigen der ureigensten Wahrnehmungen in verschiedenen Techniken, dem „Zum Bilde Werden” des Erfahrenen und Erlebten ging.

Die Vernissage, die offizielle Eröffnung, fand am Freitag, den 10. Juli, ab 19:00 Uhr, im Bürgerhaus an der Ortolfstr. 182, 1. Stock, statt. Danach wurde weitergefeiert im Kiezladen WAMA an der Ortolfstr. 206B. Die Ausstellung ist eine Kooperation Bürgerverein Altglienicke e.V. und Kiezladen der Möglichkeiten – WAMA.

 

Sommerkulturtage an der Ortolfstraße

Nach Gesprächen mit der Wohnbauten-Gesellschaft STADT UND LAND soll in diesem Sommer in Kooperation mit dem Kulturverein Phoenix e.V. der stillgelegte Bolzplatz vor den Wohngebäuden Ortolfstr. 196 bis 206 (Ecke Siriusstr.) zum Kulturareal erweckt werden. Es ist mit bis zu acht Veranstaltungen im besagten Innenhof ab Mitte August eine Konzertreihe geplant. Daneben soll es im Wechsel Freiluftkinoveranstaltungen geben. Für diese Sommerkulturtage gab es seitens STADT UND LAND als Eigentümerin der Fläche Anfang Juni grünes Licht. Derzeit wird ein genaues Programm vorbereitet und weitergehende Genehmigungen eingeholt.

 

Märchentage

Die 31. Internationalen Märchentage, die in Berlin wieder von 5. bis 2. November 2020 sind, diesmal unter dem Motto„Himmel und Erde–Märchen von unten und oben”, sollen wie schon im Vorjahr wieder im Kiezladen der Möglichkeiten WAMA stattfinden.

 

Weihnachtsmarkt im Kosmosviertel

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen Weihnachtsmarkt im Kosmosviertel geben. Geplant ist der 28.11. von 15 bis 18 Uhr – der Sonnabend vor dem 1. Advent. In atmosphärischer Stimmung soll es wieder Leckereien, Spiel und Spaß für Groß und Klein geben. Das Highlight der Veranstaltung ist ein gemeinsames Singen mit allen Festbesuchern.

 

Mehr Infos und Kontakt zur Kulturkoordination

Das Projekt Kulturkoordination und -förderung wird vom Quartiersmanagement durch das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt” ermöglicht. Umgesetzt wird das Projekt durch den Träger WeTeK Berlin gGmbH in Person von Holger Wiegandt. Mehr Infos und alle Kontakte finden Sie auf der Website des Projektes:

http://kiezladen-wama.de/ kultur

 

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)


Altglienicker Brücke wird 2025 erneuert

Foto: BVA
Foto: BVA

Schon über ein Vierteljahrhundert ist die Altglienicker Brücke im Zuge der Köpenicker Straße ein Ärgernis. 1993 wurde die Brücke zwischen Altglienicke und Adlershof aufgrund ihrer anhaltenden Mängel (unter anderem Risse und Einbrüche an den Widerlagern) zunächst für LKW und die damals noch über sie führende Straßenbahn gesperrt. Zu diesem Zwecke wurde 1995 neben der alten eine Behelfsbrücke errichtet, die wie es damals hieß nur kurzzeitig ihren Dienst erfüllen sollte. Doch dann war plötzlich kein Geld mehr da. Schon wenige Jahre nach Eröffnung der Behelfsbrücke musste auch diese zeitweise gesperrt werden. Sie war von ihrer ganzen Befestigung zum einen nicht genügend auf mehrjährigen Betrieb angelegt und zum anderen erwies sich das Provisorium als zu tief errichtet, da nach der Wiederfreigabe des nach dem Mauerbau versandeten Teltowkanals etliche Güterschiffe nicht unterhalb der Brücke durchfahren konnten. Daher wurde im Jahr 2003 die Behelfsbrücke mit den entsprechenden Rampen für ganze 750.000 Euro um 80 Zentimeter angehoben, während nebenan die alte Altglienicker Brücke weiter im Dornröschenschlaf verharrte und wegen der Baufälligkeit auch für Fußgänger gesperrt wurde, da sich Gehwegplatten lösten und in den Kanal zu fallen drohten. Die alte Brücke musste vorerst weiter als Leitungsträger erhalten werden.Über und unter ihr verlaufen einige Gasleitungen, ein Frischwasserrohr der Berliner Wasserbetriebe sowie mehrere Kabel. Die Behelfsbrücke ist hingegen mit ihren baulichen Schlenkern aufgrund der Kurvenradien nicht unproblematisch zu befahren für Busse und LKW. Jetzt werden endlich Planungen für einen Ersatzneubau konkret, wie durch eine Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus zu erfahren ist. Ein Grund für die lange Dauer waren Abstimmungen verschiedener Behörden mit Senat und Bezirk. Die Altglienicker Brücke befindet sich im Eigentum und in der Unterhaltung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Berlin. Für die Planung und Baudurchführung des Ersatzneubaus der Brücke ist das Wasserstraßenneubauamt (WNA) Berlin zuständig.Das WNA teilte zum aktullen Planungsstand mit, dass die für das Bauvorhaben erforderliche Haushaltsunterlage nunmehr genehmigt wurde. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Ersatzneubau gegeben, sodass die Maßnahme planmäßig fortgeführt werden kann. Eine Sanierung der im Jahr 1906 erbauten Fachwerküberbaubrücke ist dabei aus bautechnischen Gründen nicht mehr möglich, so dass neugebaut werden muss. Hinsichtlich der Baudurchführung wird angegeben, dass die bestehende Behelfsbrücke bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus weiterhin genutzt werden soll. Der geplante Standort für den Ersatzneubau befindet sich ungefähr in der Lage der alten Altglienicker Brücke, mit Anpassung in Fahrtrichtung stadteinwärts, um die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich besser gestalten zu können. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, nach Fertigstellung des Ersatzneubaus für die Marggraffbrücke an der Köpenicker Landstraße.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt.)