Gemeinsam feiern, gemeinsam aktiv werden: Willkommensfest in der Flüchtlingsunterkunft

Pressemitteilung des Quartiersmanagement Kosmosviertel:

Am 16.August wurde in der Gemeinschaftsunterkunft am Quittenweg ein Sommerfest gefeiert – mit vielen interessierten Besucher*innen, Köstlichkeiten aus aller Welt und glücklichen Kindern.

Wenn man irgendwo neu hinzieht, wünscht man sich gute Kontakte zu den Nachbarn. Das geht den 236 Menschen, die derzeit in den Tempohomes im Quittenweg wohnen, nicht anders. Warum also nicht ein Fest feiern und die Nachbarschaft inklusive Kiezinitiativen dazu einladen? Diese Idee stieß sofort auf fruchtbaren Boden und etliche Bewohner*innen erklärten sich auch gleich bereit, Spezialitäten aus ihren Heimatländern zuzubereiten. Einzige Sorge: Das Wetter. Doch nachdem es vormittags noch geschüttet hatte, kam am Nachmittag die Sonne heraus und dem Feiern unter freiem Himmel stand nichts mehr im Wege. Es wurde ein schönes Fest, bei dem viel gelacht und zu persischer und arabischer Musik getanzt wurde.

Lachen und Tanzen ist international: Die Bewohner*innen freuten sich sichtlich über so viel Aufmerksamkeit, auch wenn die sprachliche Verständigung nicht immer einfach war. „Ich würde mich gern unterhalten, aber leider kann ich noch nicht so viel Deutsch“, erzählte eine Afghanin. Doch das freundliche Lächeln, das die Besucher*innen ihrem Baby schenkten, verstand sie. Die Kinder - 95 Jungen und Mädchen leben in der Unterkunft – hatten ohnehin keine Probleme mit der Sprache. Aufgeregt stürmten sie zwischen Kinderschminken, Seilspringen mit dem Kinderzirkus Cabuwazi und dem Büffet hin und her. Platte um Platte mit Essen trugen die Männer und Frauen heraus, es gab afghanische Reisgerichte, syrische Hackbällchen, Würstchen vom Grill und vieles mehr.


 

Neu-Berliner*innen werden aktiv: Organisiert wurde das Sommerfest vom Betreiber des Quittenweges unter Mitwirkung des BENN-Teams („Berlin entwickelt neue Nachbarschaften“). Das Integrationsprojekt ist im April 2017 an den Start gegangen und wurde beim Quartiersmanagement angedockt. Neben dem Kosmosviertel gibt es in Berlin drei weitere Standorte. „Wir wollen die Neu-Berliner*innen beim Ankommen unterstützen und gleichzeitig die nachbarschaftlichen Beziehungen mit den alteingesessenen Anwohner*innen stärken“, erklärt Simone Liebel vom Team. Ihr Eindruck: „Langsam wird’s.“ Mit ihrer Kollegin Ishtar Al-Jabiri und in Zusammenarbeit mit Kiezinitiativen hat sie bereits eine Nähwerkstatt und das Dienstagscafé eingerichtet. Viel Spaß hat den Geflüchteten auch die Bepflanzungsaktion gemacht. Im Mai wurden vor den Containern Beete mit Blumen, Kräutern und sogar Tomaten angelegt. Alle haben mit angepackt und dazu beigetragen, dass die Anlage jetzt ein wenig wohnlicher aussieht. Vieles sei einfacher und besser geworden, seit aus der einstigen Notunterbringung eine Gemeinschaftsunterkunft geworden ist, berichtet Simone Liebel: „Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten und die Bewohner*innen ermutigen, selbst aktiv zu werden.“ Neuestes Projekt: Eine Fahrradwerkstatt für alle Menschen aus der Unterkunft und der Nachbarschaft.

Termine: Mi, 20.09.2017 um 18.30 Uhr Sitzung des Quartiersrates (bitte anmelden)

Mo, 25.09.2017 um 18.00 Uhr Abendbrot im Bürgerhaus für alle

 

Quartiersmanagement Kosmosviertel, Schönefelder Chaussee 237 in 12524 Berlin
Tel:  (030) 77 32 01 95 - Fax: (030) 62 64 02 28
Web: www.kosmosviertel.de  / E-Mail: team@kosmosviertel.de

Allerdings wird weiterhin Hilfe jeder Art benötigt. Gern an Frau Kerth vom Tempohome wenden. Telefon : 030-89406830.

Nachbarschaft mit Flüchtlingen- Ein halbes Jahr Tempohomes in Altglienicke

Der Möglichkeit, von ihren Erfahrungen zu berichten, seit nunmehr einem halben Jahr mit Flüchtlingen als Nachbarn vor der Tür zu leben, kamen die Bewohner des Quittenweges gerne nach. Geht es doch darum, ihren Bedenken und Wünschen Gehör zu verschaffen. Sehr zu recht sahen sie sich in der Presse diffamiert, ungefragt in die rechte Ecke gestellt - ein Armutszeugniss der großen Tageszeitungen! Montags demonstriert wurde, wie oft und öfter wiederholt, NICHT gegen Flüchtlinge, sondern gegen die Verantwortlichen in der Bezirkspolitik. Sinnvollere und geeignetere Standorte hatten eben eine starke Lobby, die Tempohomes vor ihrer Tür zu verhindern. Nicht so das Kosmos-Viertel und die Anwohner vom Quittenweg. Angeführt wird die Liste der Ärgernisse wie zu erwarten vom Lärm und umhergeworfenen Müll. Jeder Nachbar einer Schule oder eines Kindergartens weiss, wovon geredet wird. Die Anwohner wünschen sich und den Kindern der Container-Bewohner einen schönen Spielplatz mit tollen Spielgeräten. Platz ist auf der restlichen Freifläche, zentral und direkt neben den Tempohomes verfügbar. In akzeptabelem Abstand zu den umliegenden Nachbarn. Allerdings finde ich die hier vorherrschende Mentalität fragwürdig, Geräusche von spielenden Kindern – egal ob Klein oder Groß- als Lärm zu bezeichnen. Ein weiterer Punkt der Kritik ist die starke Frequentierung der kleinen Straße mit Fahrzeugen aller Art. Dokumentiert werden die vermehrten Beschädigungen durch LKW`s , denn dafür ist die Straße ohne geeigneten Unterbau nicht ausgelegt. Zwei Anwohnerinnen berichteten von Gruppen junger Männer, welche Biertrinkend vor dem CabuWazi sitzen, vorbeikommende Frauen anpöbeln. Sieht ganz danach aus, als wären die Probleme im Kosmos-Viertel nur dichter an den Quittenweg gerückt. Es gibt auch Gutes zu berichten. Der Austausch zu den Problemen der Anwohner mit den Mitarbeitern, sowie Frau Guerrazzi als Leiterin, funktioniert regelmäßig. Mit der WORKS GmbH als Betreiber, haben die Anwohner als auch die Flüchtlinge vor Ort, ein engagiertes Team.

Die `Zusammenarbeit`mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin gestaltet sich nicht einfach. Anwohner und Bewohner der Container hoffen, dass auch nach aktuellem Vertrag bis Monat Mai, WORKS als Betreiber und Ansprechpartner erhalten bleibt. Info`s vom LAF – Fehlanzeige. Man kommt also inzwischen im Großen/Ganzen miteinander aus, verteilt auch mal Schokolade an Flüchtlingskinder. Das Unbekannte hat den Menschen schon immer Angst gemacht. Die beste Therapie sind Gespräche und persönliche Kontakte. Versprochen habe ich allerdings einem Anwohner, sein individuelles Ausnahme-Erlebnis zu schildern, dessen Zeuge ich tatsächlich zufällig wurde. Momentan bin ich täglich bei meiner Patenfamilie, durchfahre also den Quittenweg. Ich sah den jungen Ausländer die Straße entlanggehen und in das Grundstück einbiegen. Wenige Augenblicke später stand der Mann vor dem Bett des schlafenden Anwohners im Haus. Ein Schock – selbstverständlich! Es gelang ihm, die Polizei zu benachrichtigen, welche nach acht Minuten den Mann mit den Händen in der 8 mitnahm. Er sagte er käme aus Syrien und suche die U-Bahn. Es war übrigens kein Bewohner der Altglienicker Container. Wohl ein makaberer Zufall. Dieses Ereignis fasste der Anwohner in Form eines Protestbriefes in Worte. Hier nur ein kurzer Auszug aus Platzgründen: „Herr Bürgermeister Igel! Ihre Worte zur Anwohnerversammlung letzten Jahres waren – Die Sicherheit in der näheren Umgebung ist gewährleistet! Herr Igel, das kann ich wiederlegen, da ich Opfer eines Flüchtlings wurde. Im Aufwachen hatte ich Todesängste! Mir ist etwas genommen worden, was unwiederbringlich ist – Sicherheit und Geborgenheit in meinem zu Hause…“ Die Anwohner haben sich mit der Situation arrangiert, ebenso die Bewohner der Container. Zwangsläufig.

(Bild und Text von - Ronald Seiffert Interessierter und informierter Altglienicker)

Ein Plädoyer für Menschlichkeit - Weihnachten in der Nachbetrachtung (Februar 2017)

Was hat Leserbriefschreiber Detlef K. mit gelebter Toleranz und Menschlichkeit zu tun? Eher nicht viel? Jedoch meldet er sich im letzten „Altglienicker“ zu diesem Thema zu Wort. (siehe unten) Die angesprochenen Waltersdorfer Unternehmen spendeten übrigens gut und gerne! Überhaupt kein Grund, sich mit schmalen Schultern schützend vor diese zu stellen. Jetzt zur Erklärung der Zusammenhänge, wie man sieht unbedingt notwendig. Informieren kann sich übrigens jeder nach seinen Möglichkeiten. In Syrien und Afghanistan, aus welchen Ländern ein besonders hoher Anteil an Flüchtlingen zu uns kommt, führt Deutschland in unheiliger Allianz mit seinen `Waffenbrüdern` Krieg. Aus Kriegsgebieten zu flüchten ist ein natürlicher Reflex. Einfach mal die Perspektive wechseln, und schon sieht man klarer. Endlich zum Wesentlichen. Zu helfen sehe ich als moralische Verpflichtung unter diesen Umständen. Meine Familie, Freunde und Bekannten ebenso.           Allerdings wird weiterhin Hilfe jeder Art benötigt. Gern an Frau Kerth vom Tempohome wenden. Telefon : 030-89406830.                                                        Unsere Patenfamilie kommt aus Afghanistan, klassisch Mama-Papa-Sohn-Tochter. In zwei Monaten haben meine Familie und ich schon sehr aufschlussreiche Erfahrungen mit der Deutschen Bürokratie sammeln können. Einfach ist naturgemäß überhaupt nichts. Aber gut, so geht das `Spiel`. Wir sind und bleiben unbeeindruckt am Ball. Ab 1.Februar nimmt meine Frau den zweijährigen Sohn unserer Paten-Familie zusätzlich! in ihre Kindergartengruppe auf. Ein kleiner-großer Sieg auf dem Weg! Unser schönstes Weihnachtsgeschenk des letzten Jahres zeigt das Foto. Ach ja Herr K., mit Altglienicker Kindergärten stehe ich echt gut, kenne einige Leiter und etliche Erzieherinnen, welche beim erfolgreichen Spielzeug- und Kleidungsammeln beteiligt waren. Tatsächlich sind unsere Kindergärten (OK, die mir bekannten), mit Spielzeug sehr gut ausgestattet. Für diejenigen, welche sich ein klareres Bild von den Vorgängen `da draussen` machen wollen folgende Tipp`s : im Netz die „NachDenkSeiten“ und als Buch – „Illegale Kriege“ von Daniele Ganser – Historiker. Jetzt im Februar sammele ich die Stimmen der Quittenweg-Anwohner, nach einem halben Jahr „Nachbarschaft mit Flüchtlingen“ , und werde sie (keine Sorge ungeschönt) hier zu Wort kommen lassen. Ja Herr K., die rechte Ecke ist Ihnen fremd. Sie sind in der ignoranten, eigentlich gleichgültigen Mitte zu Hause. Diese ist allerdings bequem genug, gegen verständiges Engagement zu ätzen. Sollte ich etwas falsch verstanden haben, die Redaktion gibt Ihnen gern meine Telefonnummer.

Ronald Seiffert interessierter und informierter Altglienicker (Text und Foto von R. Seiffert)

Rückblende: Leserbrief aus dem Altglienicker (Januar 2017) auf dem Artikel "Weihnachten in Altglienicke – Auch für ´unsere´ Flüchtlinge !?"

Leserbrief aus dem Altglienicker (Januar 2017)
Leserbrief aus dem Altglienicker (Januar 2017)

Weihnachten in Altglienicke – Auch für ´unsere´ Flüchtlinge !?

Gleich dem Einwand zu begegnen, was haben Moslems mit Weihnachten zu tun – eher nicht viel. Jedoch leben diese Menschen jetzt hier, und werden es noch eine Weile. Die unverantwortliche und unkoordinierte Art, wie Sie zu unseren Nachbarn wurden, hat die Bundes- und gleichwohl Bezirkspolitik zu verantworten! Darüber schrieb ich bereits. Nun, in der Adventszeit schmücken wir unsere Wohnungen, Häuser und Gärten weihnachtlich. Es geht auf das ultimative Familienfest zu Weihnachten. Über Geschenke und das Festmahl wird viel nachgedacht und beratschlagt.   Als interessierter und möglichst informierter Altglienicker, machte ich mir mehrfach vor Ort im Container-Dorf am Quittenweg, ein Bild der dortigen „Wohn- und Lebensverhältnisse“. In jedem Container befinden sich zwei Wohnräume. Davor ein winziger Flur. In den Räumen Neonlicht, blankes Linoleum auf dem Boden, an den Fenstern keine Vorhänge. Was für ein Vergleich mit unseren Wohnstätten! Mehr als nachdenklich geworden, war mein erster Impuls – Ich möchte helfen, diese Situation angenehmer zu gestalten. Vor Wochen führte mich mein Weg nach Waltersdorf zu IKEA und Möbel-Höffner. Sollte es nicht möglich sein, von diesen großen Unternehmen, Hilfe in Form einiger Deckenfluter-Stehlampen, ein paar Läufer für den Platz vor den Betten, sowie einige Meter Vorhang für die offen einsehbaren Fenster zu bekommen? Bis jetzt leider ohne Erfolg. Wohl formulierte „Bittbriefe“ blieben ohne Reaktion. Vielleicht ist im Vorweihnachtsgeschäft bisher bei den Entscheidern noch keine Zeit zum Antworten gefunden worden. Mal sehen. So bleibt mir und meiner Familie immerhin, eine Patenschaft mit einer dort lebenden Familie einzugehen, und diese mit dem nötigen für eine gemütliche Unterkunft auszustatten. Einige Altglienicker Vereine haben ein Netzwerk zur Hilfe organisiert. Es ist gelungen Kleidung, Spielzeug und Schuhe in beachtlicher Zahl zu beschaffen. Es fehlt natürlich noch an diversen Notwendigkeiten. Besteck und Geschirr gehören unter anderem dazu. Das Leben im Containerdorf spielt sich in dieser Jahreszeit zwangsläufig innerhalb derselben ab. Ich hoffe mit diesen Informationen weitere Unterstützer zu finden. Weitere Fragen zu möglichen Hilfen oder Familien-Patenschaften, beantwortet auch gern Frau Kerth – Tel.Nr.:030/89406830 . Der Aufwand hält sich tatsächlich in Grenzen, und wer hat schon ein Problem damit Gutes zu tun ?!                                                                    

Auch den Nachbarn außerhalb und drumherum werde ich wieder Fragen zu deren Erleben dieser nicht einfachen Situation stellen, und sie an dieser Stelle zu Wort kommen lassen. Frohe und besinnliche Weihnachten Ronald Seiffert (Dezember 2016)

Unsere Neuberliner aus dem Tempohome helfen im Kosmos

30.08.2016 - Organisiert vom Infopunkt im Bürgerhaus, gefördert vom Quartiersmanagement bemühen sich einige Kosmosbewohner seit einiger Zeit die potthässlichen, seit Jahren nicht mehr gepflegten Hochbeete in der Ladenstraße wieder in ansehnliche Blumenbeete zu verwandeln. Eine fast unmögliche Aufgabe, dachten die Aktivisten, als die das erste Beet bearbeiteten. Halbmetertief mit Quecken durchsetzt, erforderte die Bearbeitung des ersten Beetes mehrfach so lange, als gedacht - und es warten noch viele weitere Beete.
Heute, am 30.August wurde das nächste Beet in Angriff genommen und - wie wunderbar ist das denn - es kamen einige junge Männer aus dem neuen Tempohome um zu helfen. Dank der Hilfe unserer neuen Freunde, die richtig zugepackt haben, ging es den Quecken und auch den dicken Wurzeln schnell an den Kragen. Meter für Meter wurde das Beet zurück erobert und für die Bepflanzung vorbereitet.
Freundliche Nachbarn brachten Kaffee und Plätzchen, auch die vorbei gebrachten Melonen halfen, die Schwerarbeit bei der Hitze gut zu überstehen.
Am Freitag machen wir weiter. Wer Lust hat in unserem tollen Team mitzumachen, ist herzlich eingeladen, es ist UNSER Kiez, das dadurch schöner wird.
Inzwischen haben einige Geschäfte der Ladenstraße für fast alle Beete Patenschaften übernommen, sie werden das Gießen der bereits gepflanzten Blumen übernehmen. Ein riesiges Dankeschön dafür, und ein Danke auch an das Kiezmanagement, das unser Projekt unterstütz.
Gemeinsam für den Kosmos macht Spaß.

(Bilder und Text von Zilli Zenker)

Anwohnerversammlung in Berlin Altglienicke 29.08.16

Anwohnerversammlungin Berlin Altglienicke---Anwohner protestieren gegen die Art und Weise wie man vor Ort Flüchtlinge platziert--- Zuseher können sich gerne eine Meinung bilden , bitte um sachliche Kritik. Ich dulde keine Beleidigungen oder Diffamierungen ---Hier die Anwohnerversammlung ungeschnitten .

Quelle Video und Text von Youtube: Karsten Voß

Interviews von Anwohnern und Flüchtlingen zum Anwohnertreff

Quelle Video und Text von Youtube: Karsten Voß

Informationen zur Inbetriebnahme der Tempohomes in Altglienicke und Freizug dreier Sporthallen

Pressemitteilung vom 05.08.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

Wie das Bezirksamt am 14.04.2016 in einer Pressemitteilung informierte, sind am Standort Bahnweg neben 1/ Molchstraße, 12524 Berlin, im Pilotverfahren Tempohomes errichtet worden, die der Unterbringung von 500 geflüchteten Menschen dienen sollen. Nunmehr wurde ein Interimsbetreiber für den Standort ausgewählt, die Works gGmbH. Mit der Ausstattung der Tempohomes wird derzeit begonnen, ein Bezug ist für den 15.08.2016 in Planung.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Unterkunft werden im Bezirk drei Schul- und Vereinsporthallen freigezogen: In Adlershof die Merlitzstraße 16, die Turnhalle der Ahornschule in Friedrichshagen Peter-Hille-Straße 118 und die Turnhalle der HU Berlin in der Rudower Straße 18, Altglienicke.
Die Kinder- und Jugendeinrichtungen CABUWAZI und der Bauernhof Waslala bleiben vor Ort bestehen. Die Flächen für einen Spielplatz, einen Bolzplatz und einen Grillplatz sind nicht gestrichen worden, sondern werden auf anderen Flächen realisiert. Die neuen Planungen werden derzeit zwischen der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die im Auftrag des Landes bzw. des neuen Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten mit der baulichen Realisierung des Standortes betraut sind, und der zuständigen Genehmigungsbehörde, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgestimmt.

Reaktionen von Bürgern zum Thema Tempohome und Veröffentlichung auf altglienicke24.de

23.08.2016 - Sehr geehrte Redaktion, ich bitte doch freundlichst darum, diesem Herrn Peter Z. endlich den Hahn abzudrehen. Die Anwohner zu diffamieren, welche ursprünglich Klage einreichten, gegen diese Lagerhaltung, auch und vor allem weil sie (wie man nun sieht, mit Recht) Angst davor hatten, z. Bsp. nachts nicht zur Ruhe zu kommen, ist eine bodenlose Frechheit. Dieser Typ geht offenbar keiner geregelten Arbeit nach, kann täglich ausschlafen. Sie dürfen gern beste Grüße ausrichten, am Montag sind wir wieder dabei, gegen die diktatorischen Fehlentscheidungen in unserem Altglienicke zu protestieren.

17.08.2016 - Ich finde  es von Ihnen mutig, dass Sie auf dieser Seite, die Videos von dem friedlichen Anwohnertreffen der Altglienicker veröffentlichen. Das ist in dieser Zeit nicht selbstverständlich und es gibt Anderen die Chance, sich eine eigene Meinung, über die hohe Konzentration von Flüchtlingen in Altglienicke zu bilden.
Denn hier entstehen in einem Radius von ca 1 km 3 Flüchtlingsunterkünfte. 1MUF (Stadt und Land 500 Menschen), 1 Pilotprojekt (500 Menschen) und 1 Clearingstelle (100 Jugendliche bis 18 Jahre - Geheimprojekt Ortolfstr.107 ).
Durch eine andere Meinung, über die konzentrierte  Entstehung dieser Unterkünfte, wird man leicht in die rechte Ecke gerückt. Gerade von den Medien und den Politikern, wie z.B. SPD Frau H. Herr I., die noch nie anwesend waren. Von der Ferne, lässt es sich leicht reden, ohne Fragen zu beantworten. Großen Respekt gilt dessen Frau V. CDU, die sich für die Sorgen und Nöte der Bewohner einsetzt.
Ich möchte noch Herrn H. für seine frei und nachdenkliche Rede, beim letzten Anwohnertreffen danken. Ich hoffe, dass sich viele Menschen das Video ansehen.

(Absender sind unkenntlich gemacht und Namen im Text wurden gekürzt)

Flüchtlinge ziehen nach Alt-Glienicke

Quelle: Tagesspiegel vom 18.08.2016 - Ein Bericht von Frank Bachner

Flüchtlinge müssen von Turnhallen in eine Notunterkunft in Alt-Glienicke – dort ist die Stimmung ohnehin schon aufgeheizt.

Wieder einmal waren 250 bis 300 Leute gekommen, ein Ritual, jeden zweiten Montag versammeln sich Menschen in der Venusstraße Alt-Glienicke, um dagegen zu protestieren, dass aus ihrer Sicht zu viele Flüchtlinge in ihrem Ortsteil untergebracht werden. Aus ihren Lautsprechern dröhnen deutliche Kommentare. Ein paar Meter entfernt ist der Quittenweg, Standort eines Tempohomes, einer Art Containerdorf für Flüchtlinge.

Seit Monaten versammeln sich die protestierenden Bürger, am vergangenen Montag aber war etwas anders als sonst: Die ersten Flüchtlinge zogen ins Tempohome, 40 zunächst. Insgesamt 367 werden in Kürze im Quittenweg wohnen. Sie kommen aus drei Turnhallen in Köpenick und Treptow. Die werden derzeit geräumt. mehr lesen ...

15.08.16 - Reaktionen vom Bezirksamt auf die Veröffentlichungen auf Altglienicke24.de

Sehr geehrter Herr Drews,

ich wurde soeben auf die Veröffentlichung („Tempohomes“ - Was wird sein !? Die Politiker und die Wahrheit) auf Ihrer Seite www.altglienicke24.de aufmerksam gemacht. Hierzu möchte ich Ihnen einige Hinweise geben:

Bei den Informationsveranstaltungen handelte es sich um geschlossene Veranstaltungen, mit denen das Bezirksamt Treptow-Köpenick seiner Informationspflicht gemäß § 41 Bezirksverwaltungsgesetz BezVG nachgekommen ist (Einladung von über 10.000 Altglienickerinnen und Altglienickern). Entgegen Ihrer Darstellung fand eine Ausweiskontrolle statt, wenn sie auch nicht konsequent durchgeführt werden konnte. Der Pfarrer hatte in seinem Gemeindebrief nicht darauf hingewiesen, dass eine Anmeldung notwendig war. Die Anmeldungen dienten zum einen dem Überblick über die Gesamtnachfrage an der Informationsveranstaltung aufgrund der Kapazität der Kirche, zum anderen soll damit ausgeschlossen werden, dass radikale Gruppen die Veranstaltung als Bühne nutzen können und die tatsächlich in Altglienicke lebende Bevölkerung Informationen erhalten konnte. Schon aus Haftpflichtgründen als Veranstalter war eine Regulierung der Teilnehmerzahl, die in einer geschlossenen Räumlichkeit zulässig sind, zwingend notwendig.

Eine Speicherung der Daten, wie immer wieder mit dem Verweis auf „unfreie Zeiten“ angedeutet wird, fand an keiner Stelle statt.

Weiterhin ist richtig, dass Nachfragen zugelassen und gestellt wurden. Durch viel Unruhe bei der ersten Veranstaltung kamen vermutlich einige Nachfragen zu kurz. Die Informationsveranstaltung diente ja in erster Linie der Fragestellungen der Anwohnerinnen und Anwohner. Jedoch können keine Fragen beantwortet werden, wo keine gestellt werden, sondern lediglich Meinungsäußerungen kundgetan werden. Auch die Frage zur Kita- und Schulplatzsituation wurde während der Informationsveranstaltungen beantwortet. Da die Kinder und Jugendlichen aus den belegten Turnhallen in unserem Bezirk kommen, also schon eine Weile in Treptow-Köpenick leben, sind die Kinder und Jugendlichen zumeist bereits eingeschult und werden in der Regel weiter ihre ursprüngliche Schule besuchen. Die Kitaplatzsituation ist im gesamten Bezirk schon seit einiger Zeit angespannt, auch durch die sogenannte „wachsende Stadt“; denn nicht nur Menschen mit Fluchtgeschichte kommen nach Berlin. Auch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat dies erkannt und versucht nun, relativ zeitnah weitere Kita-Plätze zu schaffen.

Zur angezweifelten Kapazitätsgrenze möchte ich Ihnen mitteilen, dass rein kapazitätsmäßig (Bau- und Feuerschutzstandards, Qualitätssicherungsvorgaben) nicht mehr als 500 Menschen dort untergebracht werden dürfen.

Auch die Darstellung, dass rechte Demonstrationsteilnehmerinnen und –teilnehmer finanziert wurden, stimmt nach meinem Kenntnisstand nicht. Das Bündnis Uffmucken hat eine Spendenaktion für CABUWAZI und Waslala organisiert (ähnlich dem Vorbild von „Hass hilft“).

Zudem zeigen Sie auf Ihrer Webseite das Video des vergangenen Anwohnertreffens vom 01.08.2016. Dass Sie auf Ihrer Webseite – mit einer sonst eher sachlichen Berichterstattung - ein solch populistisches -ich würde sogar sagen demagogisches- Video zeigen, hat mich überrascht. In dem Video wird u.a. eine einseitige Kausalität zwischen ethnischem Hintergrund und Gewaltbereitschaft konstruiert. Nur allein aufgrund eines ethnischen Hintergrundes wird man aber nicht automatisch zum Gewalttäter. Für die Ergründung der Ursachen für Gewaltvorfälle sind solche plumpen Konstruktionen wenig hilfreich. Vielmehr tragen die Inhalte in dem Video dazu bei, dass Menschen gegeneinander aufgehetzt werden. Ich würde mich freuen, wenn Sie künftig verlautbarte Fakten überprüfen würden. Hierfür stehe ich Ihnen auch gerne als Ansprechpartner u.a. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Bezirksamt zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Büro des Bezirksbürgermeisters

Koordination Flüchtlingsfragen, Öffentlichkeitsarbeit

(Name vom Absender wurde Unkenntlich gemacht)

Anmerkung meinerseits

Jegliche Veröffentlichungen auf dieser Seite dienen nur der Information. Eingesendete und veröffentliche Beiträge sowie Videos spiegeln nicht die Meinung vom Bürgerverein Altglienicke e.V. sowie von altglienicke24.de wider, sondern dienen lediglich der Information und der Darstellung von Zusammenhängen.

Ich bin der Meinung, dass auch solche Informationen oder Videos dargestellt werden sollten, um die Ereignisse und Geschehnisse in unserem Ortsteils allen zu zeigen und zu dokumentieren. Alle Quellenangaben sind vorhanden. Für die Inhalte der dargebotener Information, haftet allein der Verfasser/Anbieter der Beiträge, auf welche die Quellenangaben verweisen.

Anwohnerversammlung Berlin Altglienicke . Ein Beitrag von Karsten Voß

Möchte bemerken dass ich die Gesellschaft reflektieren möchte und alle Aktionen , Verantstaltungen wo es möglich ist diese auch zu dokumentieren . User sollen sich selbst ein Urteil bilden . Kritik erwünscht ,aber ich erwarte Sachlichkeit und keine Beleidigungen ! Erwarte eine sachliche Streitkultur ! Wer das nicht kann , möchte weiterklicken ,Danke .Beleidigungen , Bedrohungen werde ich Anzeigen .

Quelle Video und Text von Youtube: Karsten Voß

„Tempohomes“ - Was wird sein !? Die Politiker und die Wahrheit

Aufregung in Altglienicke – na klar und selbstverständlich! Informationen unserer Volksvertreter Fehlanzeige. Es werden Fakten geschaffen.

Die „Informationsveranstaltungen“ in der Altglienicker Pfarrkirche erwiesen sich als mehr als fragwürdig. Personalausweiskontrolle? Kennen wir doch noch aus ebenso unfreien Zeiten. Diese wurden an der Kirchenpforte glücklicherweise vom Pfarrer unterbunden.

„ Die Kirche ist ein offenes Haus“! Nichts hinzuzufügen. Nachdem die unumkehrbaren `Wahrheiten` dem Wahlvolk zur Kenntnis gebracht wurden, war die Zeit für die Veranstalter um, Nachfragen wurden nicht zugelassen. Letztes Wochenende besah ich mir den Baufortschritt der „Tempohomes“ Bahnweg/Molchstrasse. Na ja, kluges und zugleich bürgernahes Planen sieht wohl anders aus. Auch für die dort unterzubringenden Flüchtlinge nicht ideal. Zufällig genossen Familie W., direkte Nachbarn, die letzten ruhigen Tage draußen auf der Sonnenbank, gern bereit mir ihre Erfahrungen zu berichten. Bisher wird von 500 zukünftigen Bewohnern gesprochen. Mal sehen, ob sich diese Zahl in einem halben Jahr noch als Realität (um nicht das Wort Wahrheit zu missbrauchen) herausstellt.

An einem nicht eben einfachen, von Quartiersmanagement begleiteten Standort, diese Unterkunft zu errichten zeugt wirklich von politischer Ignoranz erster Güte – Chapeau! Der Name ist auch schon von den Anwohnern gefunden: Igel-Haußdörfer Gedächtnis Ghetto. Nicht schön, aber eben in der Welt. Familie W. zweifelt verständlicherweise, ob die vorerst geplante Zahl von 500 zukünftigen Bewohnern, mit verfügbaren Kita- und Schulplätzen, sowie Versorgungseinrichtungen an dieser Stelle realisierbar sind. Diese Fragen waren ja aus reinem `Zeitmangel` während der Informationsveranstaltungen leider nicht zu beantworten. Zusätzlich angedachte aber nicht umgesetzte Standorte werden nicht genutzt. Daraus hätten sich für alle Beteiligten bessere Integrationsmöglichkeiten ergeben. Die Not der Flüchtlinge wird gesehen und lässt auch in Altglienicke keinen kalt!

Zu schlechter Letzt: Die von Frau Vogel (CDU) unterstützen montäglichen Demonstrationen, durch bezahlte `Gegendemonstrationen` zu diskreditieren, und schlimmer noch, mit 50 Euro aus dem SPD-Säckel gesponserte Rechte unter die Demonstranten zu schicken – verachtenswert !

Die nächste Wahl ist nur eine Frage der Zeit – auch die Wahrheit…

Ronald Seiffert – interessierter und informierter Altglienicker

 

(Text und Fotos von Ronald Seiffert. Vielen Dank)

Anwohner diskutierten zum neuen Flüchtingsheim

Berliner Woche: Altglienicke - So erbittert diskutiert und gestritten wird in der evangelischen Dorfkirche an der Semmelweisstraße sicher nur selten. Für eine Informationsveranstaltung am 9. Juni zum im Bau befindlichen Flüchtlingsheim am Bahnweg hatten sich 200 Anwohner angemeldet.

Der BezirkTreptow-Köpenick hatte im Vorfeld 10 670 Anwohner aus dem näheren Umfeld eingeladen. Für die Gesprächsrunde am 9. Juni hatten sich 200 Bürger, für eine weitere Runde am 10. Juni noch einmal 100 Anwohner angemeldet.
Gesprächspartner waren neben Vertretern des Lageso unter anderem Bürgermeister Oliver Igel (SPD), Stadtrat Gernot Klemm (Die Linke), der zuständige Abschnittsleiter der Polizei Lars Neumann und Eberhard Diepgen vom Beirat für Zusammenhalt. mehr lesen ...

Container-Wohnanlage für 500 Flüchtlinge geplant an Bahnweg in Berlin-Altglienicke - rbb AKTUELL vom 09.06.2016

Streit um neue Asylunterkunft am Bahnweg in Altglienicke

Die Bewohner der Siedlungen "Falkenhöhe" und "Eigenheim 2" in Altglienicke fühlen sich von der Verwaltung im Stich gelassen. Ihnen liegen detaillierte Planungsunterlagen zum Bau einer temporären Asylbewerberunterkunft hinter dem "Cabuwazi" zwischen Quittenweg und Blindschleichengang vor. Schon in Kürze sollen dort inmitten eines Einfamilienhausgebiets Container für 500 Asylsuchende und Flüchtlinge errichtet werden - mit einem Abstand zu den Privatgrundstücken von nur sieben Metern.
Wie es in einer Pressemitteilung der Verwaltung heißt, geht es auf dem Grundstück Bahnweg 1/ Molchstraße um die Errichtung einer der sogenannten Tempohomes bzw. Containern, von denen aktuell 30 in ganz Berlin geplant sind, auch mit der Intention beschlagnahmte Sporthallen wieder freizuziehen. Eine Nutzung ist auf drei Jahre angelegt. Bestehen sollen sie aus mehreren Boxen. Jede Box hat 13 Quadratmeter Wohnfläche, etwa für zwei Vier-Bett-Zimmer mit Doppelstockbetten. Die Eröffnung ist schon für Ende Juni 2016 geplant. Ein Betreiber für die Unterkunft gibt es bislang noch nicht. Zuständig ist auch für diese Unterkunft das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo).
Die Anwohner beklagen sich, dass es im Vorfeld keinerlei sachliche Information zu dem Vorhaben an sie gab. Etwa 50 Haushalte haben sich unterdessen zu einer Informationsaustausch-Plattform zusammengeschlossen. Dabei wurden die Pläne dort einhellig mit allergrößter Sorge und großer Verärgerung über die ausbleibende konkrete Information der Anwohner aufgenommen. Man fragt sich, warum eine solche Konzentration von Einrichtungen im Bezirk ausgerechnet im Umkreis von einem Kilometer zum sozialen Brennpunkt Kosmosviertel stattfindet, den man jetzt mit Fördermitteln aus seiner Schieflage bringen will. In Altglienicke gibt es bereits drei Standorte zur Unterbringung Asylsuchender, doch in enger Nähe zueinander sollen weitere folgen. Eine angemessene Verteilung auf die 15 Ortsteile des Bezirks findet nicht statt. Das erschwert auch jegliche Integration.
Das Bezirksamt unter Bürgermeister Oliver Igel (SPD) entgegnete, dass die Planungen für die Unterkünfte ausschließlich bei der Senatsverwaltung stattfinden, die Bezirke ungenügend eingebunden und oft kurzfristig über Entscheidungen informiert werden. Daher verfüge der Bezirk bisher selber über recht wenig Informationen. Man plane Mitte Mai die unmittelbaren Anwohner für eine Diskussionsveranstaltung Anfang Juni einzuladen.
Im Juni sollen die Container allerdings dann auch schon bezugsfertig sein. Damit findet das ganze kurz vor der Eröffnung statt. Neben dem Grundstück Bahnweg 1 ist geplant, zeitnah noch ganz in der Nähe einen weiteren Containerbau für 500 Asylbewerber in der Venusstraße 81 zu errichten. Darüber hinaus sind immer noch Container für 1.000 Asylsuchende am Bohnsdorfer Weg südlich der Wegedornbrücke geplant, auch wenn das Bezirksamt dem Standort widersprochen hat. Die Frage bleibt, wie bei dieser Größenordnung integrative Angebote laufen sollen, denn schon allein Schulplätze dürften knapp sein.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)

„Limit schon erfüllt“

Bild : Berliner Zeitung
Bild : Berliner Zeitung

Auszug aus einen Bericht der Berliner Zeitung vom 09.05.2016:

„Wir sind nicht gegen Flüchtlinge, aber gegen die massive Konzentration von Unterkünften in unserem Ortsteil“, erklärte Rüdiger Schreiber, der zur Demo aufgerufen hatte. Auf einem Flugblatt heißt es, man wolle eine „gleichmäßige Verteilung von Asylanten und Flüchtlingen im Stadtbezirk“. Seine Rechnung war einfach: „Wenn die 3700 Flüchtlinge im Bezirk auf alle 15 Ortsteile aufgeteilt würden, käme auf jeden Ortsteil 300.“ Dieses Limit habe Altglienicke schon erfüllt. mehr lesen ...

CDU-Kreis-Chefin wehrt sich gegen Kritik an Demo-Teilnahme

Auszüge aus der Berliner Morgenpost vom 10.05.2016: 

Vogel reagierte auf die Kritik bei Twitter: "Es war eine Demo der Bürger vor Ort. Kann sich offensichtlich keiner vorstellen. Keine rechte Demo und auch keine der CDU. Ist so!"

In einem weiteren Tweet schrieb sie: "Echt traurig, wenn man sich den realen Problemen vor Ort nicht stellt und billige Polemik macht." Zuvor hatte die CDU-Kreisvorsitzende via Facebook für die Veranstaltung geworben und geschrieben: "Wir werden nicht sehen, wie unser Kiez kaputt gemacht wird." mehr lesen...

Initiative gegen Flüchtlingsheim in Altglienicke

Berliner Woche Altglienicke : Eine Brache am Bahnweg beunruhigt derzeit die Bewohner des anliegenden Siedlungsgebiets. Bis zum Sommer soll hier eine Containersiedlung, sogenannte Tempohome, für 500 Flüchtlinge entstehen. Am 9. Mai machten sich rund 350 Anwohner im Rahmen einer Demonstration an der Kreuzung Ortolfstraße/Venusstraße Luft. Wie auch an anderen Stellen in der Stadt hatten die Bürger erst aus den Medien von den Plänen der Senatsverwaltung für Soziales erfahren, hier für mindestens drei Jahre Flüchtlinge unterzubringen. „Wir haben nichts gegen Flüchtlinge, finden aber, das 500 für diesen Standort viel zu viel sind. mehr lesen ...

Tempohome-Pilotprojekt in Altglienicke

Pressemitteilung vom 14.04.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

Aufgrund der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen, insbesondere aus Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Irak und Nordafrika sowie der fehlenden Unterbringungskapazitäten, müssen im gesamten Land Berlin Gemeinschafts- und Notunterkünfte für geflüchtete Menschen eröffnet werden. Insbesondere die zum Ende letzten und Anfang diesen Jahres beschlagnahmten Turn- und Schulsporthallen sollen wieder beräumt und ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden.
Durch die Presseerklärung der Senatsverwaltung für Finanzen vom 23.02.2016 wurde bekannt gegeben, dass Berlinweit Standorte für die Errichtung sogenannter Tempohomes bzw. Containern geprüft werden. Wie die Berliner Management GmbH (BIM) heute mitgeteilt hat, werden am Standort Bahnweg 1/ Molchstraße, 12524 Berlin, im Pilotverfahren Tempohomes errichtet, die der Unterbringung von 500 geflüchteten Menschen dienen soll. Die Eröffnung ist für Ende Juni 2016 geplant. Ein Betreiber für die Unterkunft gibt es bisher noch nicht. Zuständig ist auch für diese Unterkunft das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo).
Seitens des Bezirksamtes wurde verdeutlicht, dass sowohl mit dem Kinder– und Jugendzirkus „Cabuwazi“ als auch dem Abenteuerspielplatz mit Kinderbauernhof „Waslala“ frühzeitig eine Abstimmung herbeigeführt werden sollte, um die Fläche weiterhin für Jugend- und Freizeitaktivitäten nutzen zu können.
Wenn weitere Informationen erfolgen, werden sie an dieser Stelle bekannt gegeben. Für die Anwohnerinnen und Anwohner in der unmittelbaren Umgebung wird das Bezirksamt, wie in der Vergangenheit auch, Informationsveranstaltungen durchführen.
Für weitere Fragen steht Ihnen das Bezirksamt wie gewohnt zur Verfügung.

Rückfragen: *Integrationsbeauftragter* Gregor Postler, Telefon: (030) 90297-2307

Container-Dörfer für Flüchtlinge: Das sind die 30 Standorte in Berlin

22.04.2016: 15.000 Plätze für Flüchtlinge sollen in Berlin entstehen. Die Standorte für die 30 neuen Container-Dörfer stehen fest. Sie werden temporär für drei Jahre bewohnt.

Freitag geht die erste Bestellung raus, Ende Juni steht das erste „Tempo-Home“. So heißen die neuen Containerdörfer für Flüchtlinge, die nur drei Jahre lang bewohnt werden sollen. mehr lesen ...

(In Treptow-Köpenick: ► Venusstraße 81, ► Bahnweg, ► Oktogon/James-Franck-Straße

► Rummelsburger Landstraße 100)

 

CDU Treptow- Köpenick : Keine vier weiteren Flüchtlingsunterkünfte in Altglienicke!

Pressemitteilung: Die CDU Treptow Köpenick spricht sich deutlich gegen die von Finanzsenator Kollatz-Ahnen (SPD) geplanten vier neuen Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Altglienicke aus.
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat sich in einer Pressemitteilung vom 25.02.16 ebenfalls klar positioniert und deutlich gemacht, dass diese vier Standorte in Altglienicke aus bezirklicher Sicht nicht möglich sein werden. "Diese Standorte befinden sich in einem Radius von einem km, mitten in einem Siedlungsgebiet und direkt angrenzend an das Kosmosviertel, welches der soziale Brennpunkt Altglienickes ist. Eine derartige Konzentration von Flüchtlingen wird nicht zur Akzeptanz durch die Bevölkerung beitragen und eine Integration nahezu unmöglich machen", so die CDU Kreisvorsitzende und Abgeordnete Katrin Vogel. Erst vor wenigen Wochen wurde das Kosmosviertel durch das Berliner Abgeordnetenhaus in das Programm Soziale Stadt aufgenommen und erhält ein Regionalmanagement. Die neuen Standorte für Flüchtlinge konterkarieren diese Maßnahme. "Man kann nicht auf der einen Seite viel Geld investieren, um bestehende soziale Brennpunkte zu verbessern und gleichzeitig für eine extreme Verschärfung der Rahmenbedingungen sorgen. So sieht verantwortungsvolles politisches Agieren nicht aus", sagt Katrin Vogel. Die CDU Treptow-Köpenick fordert Finanzsenator Kollatz-Ahnen und Flüchtlingsstaatssekretär Glietsch (beide SPD) auf, die vom Bezirk unterstützten Standorte in Treptow-Köpenick (wie z.B. Gerhard-Sedlmayr-Straße, Fürstenwalder Damm 388, u.a.) auszuwählen und eine gleichmäßige Verteilung innerhalb des Bezirkes sicherzustellen. Weiterhin ist es unabdingbar, dass der Finanzsenator Kollatz-Ahnen die finanziellen Mittel für die Bezirke bereitstellt, damit ein Ausbau der Kindertagesbetreuung und der Schulen an diesen Standorten schnellstmöglich gesichert werden kann.
Quelle: CDU Treptow-Köpenick , aktualisiert von Katrin Vogel, 02.03.2016, 15:21 Uhr

Senat streicht zehn Standorte für Flüchtlingsheime, aber in Altglienicke keinen

01.03.2016 - Wenn sich die Berichterstattung bewahrheiten sollte, fallen unproblematische Standorte weg und kritische Standorte sollen bleiben. Bei uns im Bezirk Treptow Köpenick soll der unproblematische Standort in Adlershof an der Gerhard-Sedlmayr-Str. wegfallen, dafür sollen die diversen kritischen Standorte in Altglienicke weiterhin auf der Liste bleiben. Die ablehnende Haltung unseres Bezirkes wird weiterhin vom Senat ignoriert. mehr lesen ...         (Wie wird jetzt unser Bezirk darauf reagieren und handeln ?)

Bezirk nimmt Stellung zu geplanten Flüchtlingsunterkünften in Treptow-Köpenick

Pressemitteilung vom 25.02.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

In der heutigen Sitzung des Rates der Bürgermeister wurde der Beschluss des Senats aus dieser Woche mit den geplanten Standorten zur Unterbringung von Flüchtlingen in Containerbauten bzw. als Modulbauten vorgelegt.
Hierzu erklärt Bezirksbürgermeister Oliver Igel:
„Zu einem Teil der heute als Tischvorlage verteilten Standortvorschläge konnte das Bezirksamt – soweit sie bekannt waren – vorab Stellung nehmen. Dies hatte dazu geführt, dass ursprünglich im Gespräch befindliche Standorte nicht weiter verfolgt wurden. Ich begrüße ausdrücklich diese Offenheit des Senats. Es wurden aber nicht in Gänze die Gründe des Bezirks berücksichtigt. Finanzsenator Dr. Kollatz-Ahnen hat das Angebot unterbreitet, dass die Bezirke erneut Stellung beziehen dürfen. Allerdings müssten wegen des hohen Bedarfs an Plätzen bei Standortablehnungen dann Alternativen vom Bezirk angeboten werden.
Ich habe heute gegenüber dem Senat Stellung zu dieser Liste bezogen.
Das Bezirksamt hat einer Flüchtlingsunterkunft mit 1000 Plätzen in Containerbauweise am Fürstenwalder Damm 388 in Friedrichshagen – wie es fälschlich in der Presse berichtet wurde – nicht zugestimmt. Vielmehr bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen „normalen“ Standort mit 500 Plätzen handelt. Einem solchen Standort kann ich zustimmen, einer Ausweitung der Plätze an dieser Stelle dagegen nicht.
Zu den Standorten in Altglienicke sei anzumerken, dass das Bezirksamt auch nicht den beiden Standorten am Bohnsdorfer Weg zugestimmt hat. Im Gegenteil: wir haben an dieser Stelle empfohlen, den geplanten Wohnungsbau voranzutreiben. Bei dieser Ablehnung bleibe ich für das Bezirksamt. Zu dem von der städtischen Wohnungsgesellschaft Stadt und Land geplanten Standort am Hassoweg werde ich in den nächsten Wochen ein Gespräch mit der Wohnungsgesellschaft haben, an das ich konstruktiv und ergebnisoffen herangehen werde. Alle vier Standorte in Altglienicke werden aus bezirklicher Sicht nicht möglich sein.
Auf der Liste hat sich zudem ein Zuordnungsfehler herausgestellt. Der dem Bezirk Neukölln zugeordnete Standort „Späthstraße 33-39“ liegt in Treptow-Köpenick. Es handelt sich um die Späthstraße / Ecke Chris-Gueffroy-Allee. Auch hierüber werde ich mit der Wohnungsgesellschaft Stadt und Land sprechen.

Rückfragen: *Integrationsbeauftragter* Gregor Postler, Telefon: (030) 90297-2307

Die ersten Flüchtlingsheimstandorte für Treptow Köpenick stehen fest, 4 davon in Altglienicke

Grafik: cs, ha / Quelle: Senat Berlin
Grafik: cs, ha / Quelle: Senat Berlin

24.02.2016 - Die Senatoren haben sich mit den Berliner Bezirken auf 26 Grundstücke für neue Containerdörfer geeinigt. Die ersten Unterkünfte könnten bis Juni aufgestellt werden.

In diesem Jahr sollen in Berlin 15.000 Flüchtlinge in Container einziehen und dadurch sollen 47 Sporthallen freigemacht werden. Derzeit sind noch 10.000 Flüchtlinge in Sporthallen untergebracht. Es sollen 30 Containerdörfer und zunächst 38 modulare Unterkünfte für Flüchtlinge im Einvernehmen mit den Bezirken gebaut werden. Die Modularen Flüchtlingsunterkünfte, kurz MUFs genannt, sollen bis zu 60 Jahre stehen bleiben und nach einem Auszug der Flüchtlinge für andere einkommensschwache Bürger oder für Studenten genutzt werden.

Hinzu kommen zwölf weitere Modularbauten, die die städtischen Wohnungsgesellschaften bauen sollen. Bis die MUFs bezogen werden können, wird es nach Schätzungen der Finanzverwaltung 48 Wochen dauern. Jeder Bezirk soll nun mindestens fünf und höchstens neun der neuen Containerdörfer oder Modularbauten aufnehmen. Von den sieben Standorten in Treptow-Köpenick mit bis zu 500 Bewohnern sind vier dicht beieinander in Altglienicke. In einem nicht allzu gut erschlossenen Siedlungsgebiet, wo es außer Einfamilienhäuser nichts groß vor Ort gibt, für Kinder sind die Schulen weit weg und es kaum noch Raumkapazitäten gibt. Seit Anfang Februar 2014 dient auch schon das ehemalige, seit 2008 weitgehend ungenutzte Schulgebäude des Oberstufenzentrums Holztechnik in der Rudower Straße 18 als vorübergehende Heimat als Flüchtlingsunterkunft für derzeit 150 Flüchtlinge. Das bedeutet, wenn alles fertig gebaut ist, befinden sich dann 5 Flüchtlingsunterkünfte in Altglienicke. Ob das für den Ortsteil so gut ist, bleibt fraglich. Weil auch unser Kosmosviertel rund um die Ortolfstraße (von vielen Ghetto genannt) ist ein Problem Kiez, deswegen hat sich der Senat in diesem Jahr entschieden, dort ein Quartiersmanagement aufzubauen.
Hier noch eine gesamte Übersicht der neuen Flüchtlingsstandorte in Berlin.

Nutzung des ehemaligen Abschiebegefängnisses Grünau als Flüchtlingsunterkunft

Pressemitteilung vom 07.01.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

Wie das Bezirksamt der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus entnehmen konnte, werden etwa ab Mitte Januar in drei Häusern des ehemaligen Abschiebegewahrsams in Grünau ca. 260 geflüchtete Menschen untergebracht. Vorab müssen bauliche Arbeiten durchgeführt werden, um eine gefahrlose Unterbringung der Menschen zu gewährleisten. Betreiber der Einrichtung wird der DRK Müggelspree e. V.
Für weitere Fragen steht den Bürgerinnen und Bürger das Bezirksamt weiterhin zur Verfügung. Die schriftliche Anfrage können Sie in voller Länger hier http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S17-17537.pdf nachlesen.

Informationen zu Ersatzangeboten für Schulen und Sportvereine

Pressemitteilung vom 07.01.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

Aufgrund der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Flüchtlingszahlen sowie der fehlenden Unterbringungskapazitäten und den derzeitigen Witterungsbedingungen werden im gesamten Land Berlin zurzeit sehr kurzfristig weitere Unterkünfte für geflüchtete Menschen eröffnet. Auch im Bezirk Treptow-Köpenick wurden zu diesem Zwecke in den vergangenen Wochen entgegen den Bedenken und der Kritik des Bezirksamtes Sporthallen durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) beschlagnahmt. Der Bezirk bietet den Schulen und Sportvereinen bestmöglich Ersatzangebote an, die auch genutzt werden. Vereinssport Die nutzenden Vereine der Sporthalle in der Glienicker Straße wurden in die Doppelhalle in die Rudower Straße in Niederschöneweide annähernd 1:1 umgesetzt. Die angemeldeten und geplanten Turniere und Veranstaltungen an den Wochenenden können ebenfalls in der Rudower Straße durchgeführt werden.
Die Merlitzhalle wurde erst am 06.01.2016 geräumt und ein vollständiger Ersatz konnte noch nicht geschlossen werden. In diesem Bereich wird es zu Einschränkungen in einigen Vereinen kommen müssen, da 4.000 Sportlerinnen und Sportler den Sportkomplex im Monat nutzen. Die Judoka des PSV Olympia sind bereits im Olympiacafé an der Regattatribüne untergebracht und haben die Matten bereits ausgelegt. Einzelne Stunden werden für die Adlershofer Grundschülerinnen und Grundschüler in der alten Halle der Heideschule am Dienstag und Donnerstag abgesichert. Den Reha- und Seniorensportlerinnen und -sportlern wurden Nutzungszeiten in der Sportpromenade 3 angeboten und sollen ab nächste Woche genutzt werden. Die Gesundheitssportlerinnen und -sportler von Treptow 93 und Kursteilnehmende werden ebenfalls in der Sportpromenade 3 versorgt. Die Punktspiele der 3. Bundesliga Volleyball des BBSC werden in der Friedenstraße abgesichert. Die Berliner Meisterschaft im Ringen findet in der Grundschule am Buntzelberg statt. Einige Hallenfußballturniere werden ausfallen müssen, aber diese Sportart ist keine sporthallenspezifische Nutzung.
Mit den besonders betroffenen Vereinen wird am Montag im Rahmen der Sportstättenvergabekommission nach Hilfsangeboten gesucht. Schulsport Die Grundschule in der Köllnischen Vorstadt hat Ersatzzeiten in der Waldstraße erhalten. Beide betroffenen Grundschulleitungen haben sich über die Nutzungszeiten verständigt.
Die Schule an der Dahme kann die Sporthalle in der Luisenstraße nutzen und nutzt noch zusätzlich Sportstunden in der Flatow-Schule. In der Merlitzhalle fand fast kein Schulsport statt. Alternativstandorte Für die Errichtung, Belegung und Schließung von Einrichtungen für geflüchtete Menschen ist die Landesverwaltung zuständig. Das Bezirksamt unterstützt jedoch die Bemühungen des Senates und der Landesverwaltung und hat eine Reihe von Alternativstandorten zur Turnhallenbelegung vorgeschlagen, die tatsächlich geprüft werden bzw. sich in Realisierung befinden oder schon realisiert sind. Da es sich aber um eine landesweite Aufgabe handelt, muss auch landesweit eine entsprechende Platzkapazität hergestellt werden. Die Möglichkeiten in Treptow-Köpenick reichen hierzu nicht aus. Die möglichen Grundstücke für eine Bebauung in Modularbauweise zur Flüchtlingsunterbringung werden derzeit von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vorbereitet. Die Abstimmungen mit dem Bezirk laufen dazu ebenfalls. Hier ist allerdings von einer mehrmonatigen Bauphase auszugehen, sodass dies aktuell keine Lösung darstellt.

Sporthalle Merlitzstraße muss kurzfristig als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden

Pressemitteilung vom 05.01.2016, Bezirksamt Treptow Köpenick

Bezirksbürgermeister Oliver Igel wurde am heutigen Vormittag vom Senat darüber informiert, dass es unausweichlich ist, die Sporthalle in der Merlitzstraße in Adlershof kurzfristig als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Aufgrund der Tatsache, dass mehrere geplante Unterkünfte nicht zeitgerecht starten konnten, ist eine Belegung einer Sporthalle nach Auskunft des Senats nunmehr doch notwendig.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel hat Widerspruch gegen die Beschlagnahmung der Sporthalle eingelegt. Es ist dennoch davon auszugehen, dass mit den entsprechenden Vorbereitungen und der Umsetzung kurzfristig begonnen wird.

Neue Notunterkünfte für geflüchtete Menschen in Treptow-Köpenick

Pressemitteilung vom 16.11.2015, Bezirksamt Treptow Köpenick

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) hat am vergangenen Wochenende in zwei Sporthallen im Bezirk Treptow-Köpenick kurzfristig Notunterkünfte für geflüchtete Menschen eingerichtet. Es handelt sich um die bislang für den Hochschulsport der Humboldt-Universität genutzte Sporthalle in der Rudower Straße 18, 12524 Berlin (Altglienicke) sowie um die Turnhalle der Ahorn-Schule in der Peter-Hille-Straße 118, 12587 Berlin (Friedrichshagen). Des Weiteren ziehen ab heute – wie in den Medien bereits zu lesen war – Flüchtlinge in das Union Fanhaus in der Lindenstr. 18-20, 12555 Berlin. Der 1. FC Union stellt den ehemaligen Supermarkt bis zum Frühjahr für Flüchtlinge zur Verfügung.
Träger der Notunterkunft in Altglienicke ist die Berliner Wohnplattform, die auf dem gleichen Gelände bereits seit mehreren Monaten eine Unterkunft für geflüchtete Menschen betreibt. Wer als Träger der Unterkunft in der Peter-Hille-Straße ausgewählt wird, ist derzeit noch nicht entschieden. Die Unterkunft im Fanhaus wird vom Internationalen Bund (IB) betrieben.
Michael Vogel, Bezirksstadtrat für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, arbeitet gemeinsam mit dem bezirklichen Sportamt an Möglichkeiten, um kurzfristig Alternativen für den Sportbetrieb im Bezirk zu organisieren. Das Bezirksamt wird wie bisher für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen und zeitnah weitere Informationen herausgeben.
Aufgrund der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Flüchtlingszahlen, insbesondere aus Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Irak und Nordafrika sowie der fehlenden Unterbringungskapazitäten und dem bevorstehenden Winter müssen im gesamten Land Berlin weitere Unterkünfte für geflüchtete Menschen eröffnet werden. Es ist daher davon auszugehen, dass in den nächsten Tagen weitere Notunterkünfte im Bezirk Treptow-Köpenick eingerichtet werden.