Die Rudower Grenze aus der Sicht von Ost-Berlin am 05.05.2012

Links: Herr Ziemer (Rudower Heimatverein), Rechts: Ingo Drews (Bürgerverein Altglienicke)
Links: Herr Ziemer (Rudower Heimatverein), Rechts: Ingo Drews (Bürgerverein Altglienicke)

Der Bürgerverein Altglienicke e.V. zu Besuch bei unseren Nachbarn in Rudow. Am 05.05.2012 fand um 11:00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung "Die Grenze aus der Sicht von Ostberlin" statt. Viele Gäste kamen, aber leider hatten nicht alle einen Sitzplatz. Herr Ziemer (Vorsitzender des Heimatverein Rudow) eröffnete die Ausstellung und begrüßte die Anwesenden und bedanke sich beim Bürgerverein Altglienicke für die Bereitstellung der Fotos. Ein Mitglied des Rudower Heimatverein trug ein Gedicht vor. Bevor es zur Besichtigung und der Rundgang zur Ausstellung los ging, wurde den Gästen noch eine Erfrischung gereicht. Danach wurde ein Rundgang durch die Ausstellungsfläche vorgenommen. Ein Gästebuch lag aus und Joachim Schmidt als Vorsitzender des Bürgerverein Altglienicke trug uns ein. Viele Gespräche wurden noch geführt und Herr Ziemer zeigte uns noch einige Exponate, die für andere Ausstellungen schon gezeigt wurden. Eine Ausstellung die sich lohnt. Ronald Seiffert unser Fotograf machte einige Fotoaufnahmen, die sie hier sehen können.
Der Rudower Heimatverein zeigt in einer Ausstellung vom 05. Mai - Ende Mai 2012 (Samstag und Sonntag von 10-16 Uhr) Bilder zur Grenze aus der Sicht von Ostberlin. Die Ausstellung findet in Rudow, in der Alten Dorfschule Alt-Rudow 60 statt. Der Eintritt ist frei. Der Bürgerverein Altglienicke e.V. stellt seine Bilder zur Ausstellung "Die Mauer in Altglienicke" dem Heimatverein Rudow zur Verfügung.


Rückblende: Der Bürgerverein Altglienicke veranstaltete am Sonnabend, den 13. August 2011, um 18.30 Uhr im Familien- und Begegnungszentrum (FBZ) Altglienicke, Köpenicker Straße 42 / Besenbinderstraße, 12524 Berlin, eine Vernissage zur Ausstellung „Die Mauer in Altglienicke“. Neben Bildern und einen Film wurden auch einige Exponate der Grenzsicherungsanlage gezeigt. Zudem wurde mit einem Blick in die persönlichen Biographien den fünf bekannten Mauertoten in Altglienicke gedacht, hier auch Lutz Schmidt, nach dem seit wenigen Jahren auf Initiative des Bürgervereins eine Straße in Altglienicke benannt ist.
Pünktlich zum 50. Jahrestag des Mauerbaus eröffnete der Bürgerverein Altglienicke e.V. eine Ausstellung, die eine Sicht auf das im Zuge der friedlichen Revolution im Herbst 1989 gefallene Bollwerk quer durch Berlin nur aus der Sicht eines einzigen Ortsteils zeigt. Drei Kilometer lang war die Grenzsicherungsanlage der DDR zwischen Altglienicke auf Ost-Berliner und Rudow auf West-Berliner Seite. Nur ganz wenig erinnert noch daran. Wo einst die Mauer verlief, verläuft heute die Autobahn A113 von der Innenstadt nach Schönefeld sowie ein Landschaftspark, der sich zur Aufgabe stellt, die einst getrennten Ortsteile als Grünzug zu verbinden.

Präsentation des Bürgerverein beim Hof und Schulfest an der Grundschule am Berg

Am 31.05.2012 von 15:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr präsentierte sich der Bürgerverein Altglienicke beim Hof und Schulfest an der Grundschule am Berg. Um 14:00 Uhr fanden wir uns auf dem Gelände der Grundschule ein. Wir konnten uns unseren Standpunkt selbst aussuchen. Wir haben den Infostand in der Nähe des Grillstandes vom Förderverein der Grundschule aufgebaut. Man stellte uns Tische und Stühle zur Verfügung. Das grosse Plakat wurde über zwei Tische gespannt. Des Weiteren wurden zwei große Bildertafeln "Altglienicke einst und jetzt" sowie zwei Bildertafeln von der Arbeit des Bürgerverein die nun schon seit 20 Jahren durchgeführt wird, aufgestellt.

Natürlich haben wir unser Buch "Ansichten von Altglienicke einst und jetzt" präsentiert und konnten ein Exemplar an die Frau bringen. Sehr beliebt waren an unseren Stand natürlich die Bildertafeln. Viele Kinder aber auch Erwachsene schauten sich die Bilder an und waren erstaunt, wie es früher mal aussah. Die Kinder fragten uns, was man an unseren Stand machen kann. Wir erklärten Ihnen, dass sie bei uns Bücher über die Geschichte des Ortsteil sowie Postkarten mit Motiven von Altglienicke erwerben können und Informationen über den Bürgerverein erhalten. Ein Junge kam sogar an und fragte was das Buch kostet. Wir teilten ihn mit, dass das Buch für 19,90 Euro zu erwerben ist. Da sagte er, dass ist ja ganz schön teuer und soviel Geld habe er nicht. Wir könnten es ja für ein Euro verkaufen, dann könnte er sich auch so ein Buch kaufen. Leider ging das nicht. Aber was erstaunlicherweise noch gut wegging, waren die Postkarten. Viele Kinder kauften die Postkarte mit dem Motiv der Dorfkirche im Winter drauf. Im ganzen waren es für uns gemütliche und erfolgreiche drei Stunden. Außer das es kurz mal geregnet hatte, aber ansonsten hat sich das Wetter gut gehalten.


Bürgerverein Altglienicke e.V. tritt dem Förderverein "Freunde des Altglienicker Fußballs e.V." bei.

Am 04.06.2012 wurde in der Vorstandssitzung des Bürgerverein beschlossen, dass der Bürgerverein dem Förderverein "Freunde des Altglienicker Fußballs e.V. als Mitglied beitritt.
Rückblende: Am 19. April 2012 fand die Gründungsversammlung des Fördervereins "Freunde des Altglienicker Fußballs e.V" in der Gaststätte Ebel statt.
Dem Beispiel vieler erfolgreicher Berliner Fußballvereine folgend haben sich Verantwortliche, Sponsoren und Freunde der VSG Altglienicke dazu entschlossen, zur finanziellen Entlastung des Hauptvereins diesen Förderverein zu gründen. Er dient dazu, durch die Einnahme von Mitgliedsbeiträgen und der Gewinnung und Pflege von Sponsoren finanzielle Mittel zu erwirtschaften, die dann anlassbezogen die Arbeit der Fussballabteilung der VSG fließen sollen. Das finanzielle Risiko des Hauptvereins bei einem möglichen Aufstieg in die Oberliga des NOFV oder auch bei einem weiteren Verbleib in der BerlinLiga ist somit minimiert. Man sieht an vielen Beispielen in Berlin, dass die finanzielle Belastung von hochklassigen Fußballmannschaften oft unterschätzt wird. Dies soll vermieden werden.
Für einen Mitgliedsbeitrag von 60 Euro pro Jahr kann jeder dafür sorgen, dass die 1. Herrenmannschaft der VSG Altglienicke unseren Stadtteil und unseren Verein deutschlandweit bekannt machen kann.

25 Jahre Kosmosviertel Altglienicke – Ausstellung zur Geschichte des Neubaugebietes eröffnet am 08.06.2012

Die letzte Plattenbau-Großsiedlung der DDR - 1987 bis 2012
Anlässlich 25 Jahre Altglienicker Kosmosviertel, jenes letzten in Plattenbauweise errichteten Siedlungskomplexes zwischen Schönefelder Chaussee und Ortolfstraße sowie zwischen Venusstraße und Uranusstraße, zeigt die Arbeitsgruppe Heimatgeschichte des Bürgervereins Altglienicke e.V. aktuell eine umfangreiche Ausstellung im Bürgerhaus Altglienicke an der Ortolfstraße 182.
Die Eröffnung hierzu wurde am 8. Juni 2012 im Bürgerhaus im Rahmen einer Vernissage vorgenommen. Unter den Gästen weilten auch Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD), Ellen Haußdörfer, Mitglied des Abgeordnetenhauses (SPD), die Altglienicker Bezirksverordnete Dr.Ursula Walker (SPD) sowie die ehemalige BVV-Vorsteherin Heidrun Meißner (SPD).
Schade dass nur trotz entsprechender Einladungen niemand von den „Eigentümern“ des Kosmosviertels, von der WBG Stadt und Land wie auch der Wohnungsgenossenschaft Altglienicke, teilnahm. Auch überwog letztlich unter den Anwesenden die Zahl jener, die aus dem alten Siedlungsgebiet stammten. Eingangs sprach Joachim Schmidt als Vorsitzender des Bürgerverein Altglienicke e.V. in einem kurzen historischen Abriss über die Entwicklung Altglienickes von einem kleinen verschlafenen Dorf, in dem es immer wieder neue Siedlungen mit Zugewanderten (aus der Pfalz, Arbeiter aus Berlin etc.) gab, die erst am Rande unter sich bleibend neben den Alteingesessenen lebten, dann über viele Jahre zu ganz gewöhnlichen Altglienickern wurden, und darüber wie sich letztlich das dörfliche Altglienicke vor rund 25 Jahren zu einer Mittelstadt (26.000 Einwohner) etwa von der Größe der Stadt Meißen entwickelte. Die Ausstellung solle dazu beitragen nach einem Vierteljahrhundert, den Blick mit anderen Augen auf das oft als „Ghetto“ gescholtene Neubaugebiet zu werfen und Menschen in Altglienicke mit dem Blick auf eine bisher noch nicht im Ortsgebiet aufgearbeitete Historie zusammenführen. Danach sprach Bezirksbürgermeister Oliver Igel und bedanke sich beim Bürgerverein für die hervorragende Ausstellung. Ronald Seiffert (Leiter AG Heimatgeschichte) sprach einige Worte über die Vorarbeit und Zusammenstellung der Bilder. Altglienicke-Buch-Autor Hans-Eberhard-Ernst erzählte den Gästen, einiges über das Kosmosviertel (anfangs auch als „Die Außerirdischen“ tituliert), Bemühungen um die Wendezeit herum, die geplanten Bauhöhen zu reduzieren, und wie eigentlich der Name "Kosmosviertel" damals aus dem Bürgerverein heraus entstand.

Mit dem Bezug auf die hier vorhandenen Straßennamen nach den Gestirnen Pegasus, Saturn, Sirius, Uranus und Venus. Die bisherige Bezeichnung „Wohngebiet (WG) 2“ war ja auch alles andere als identitätsstiftend. Dann ging es zu einem kleinen Rundgang durch die Ausstellung mit rund 45 Tafeln, die zunächst einmal bis zum 31. August 2012 in der ersten Etage des Bürgerhauses zu sehen sein wird. Die offiziellen Öffnungszeiten sind dort Montag 11.00 bis 19.30 Uhr, Dienstag 13.00 bis 18.30 Uhr, Mittwoch 13.00 bis 17.30 Uhr und Donnerstag 11.00 bis 17:00 Uhr. Danach soll die Ausstellung aber auf Wanderschaft gehend auch im ganzen Jubiläumsjahr weiter zu sehen sein. Interessenten aus dem Bereich Altglienicker Einrichtungen können sich dazu gerne beim Bürgerverein melden.

Geschichte des Kosmosviertel

Bezirksbürgermeister Herr Oliver Igel
Bezirksbürgermeister Herr Oliver Igel

Die Geschichte des Kosmosviertels begann wie die Ausstellung zeigt vor genau 25 Jahren mit einem Beschluss des Ost-Berliner Magistrats am 31. August 1987 zur „Komplex-territorialen Aufgabenstellung und städtebauliche Leitplanung für den Wohnungsbaustandort Altglienicke im Stadtbezirk Berlin-Treptow“, wie es im damaligen DDR-Behördendeutsch formuliert wurde. Zwischen 1989 und 1992 sollten demnach nach Abschluss der Vorarbeiten im Zuge des komplexen Wohnungsbaus 16.000 neue Wohnungen entstehen, so dass der Ortsteil am Ende mal 62.000 Einwohner haben sollte. Zweieinhalbmal so viele wie es am Ende kraft der gesellschaftlichen Veränderungen wirklich wurden. Zielsetzung der Planungen waren die Wege für Arbeiter aus den Industriestandorten Treptow, Schöneweide und Köpenick zu verkürzen und diese möglichst auch über den Betrieb hinaus in einem gemeinsamen Wohnumfeld einzubetten über den Betrieb hinaus in einem gemeinsamen Wohnumfeld einzubetten.
Darüber hinaus waren Teile der Großsiedlung auch für Interflug-Mitarbeiter des nahen Flughafens Schönefeld wie auch der Grenztruppen angedacht. 70% der neuen Siedlungen plante man als Vier- bis Sechsgeschosser, die restlichen 30% höher. Geplant waren ganze acht Kaufhallen zur Versorgung des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus ein zentrales Warenkaufhaus. Für die gastronomische Versorgung sollten sechs Wohngebietsgaststätten dienen, darüber hinaus eine Tanzgaststätte mit 150 Plätzen sowie eine Spezialitätengaststätte „auch für Nachtschwärmer“. Perspektivisch war ein Hotel mit 600 Betten vorgesehen. Für die Gesundheitsbetreuung sollten drei Polikliniken mit 90 Ärzten zur Verfügung stehen. Ganze 14 polytechnische Oberschulen wurden in dieser Neubausiedlung vorgesehen, nebst unzähligen Kinderkrippen und -tagesstätten. Für das Freizeitangebot sah das Konzept fünf Jugendklubs, fünf Wohngebietsklubs, ein „Klubhaus mit Filmbespielung“, zwei Klubs der Volkssolidarität, drei Bibliotheken und eine Musikschule vor. Die Post verpflichtete sich bis 1990 in Altglienicke zusätzliche 7.000 Telefonanschlüsse einzurichten, die später nach 1990 auf 30.000 erweitert werden sollten, nebst 200 öffentlichen Münzfernsprechern. Unterteilt war das Vorhaben ursprünglich in vier Bauabschnitten zu errichtende Wohngebiete. Dabei sollte sich das Neubaugebiet in großen Ausmaßen von Altglienicke bis weit nach Schönefeld hinein erstrecken. Das Wohngebiet 1 nördlich des S-Bahnhofes Grünbergallee kam über Fundamente und wenige eingeschossige Rohbauten nicht hinaus. Anfang der 90er Jahre wurde entschieden diese wieder abzureißen und das gesamte Areal zeitgemäß ohne Plattenbauten neuzubeplanen. Die Wohnkomplexe 1.1 und 1.2 wurden ab 1994 das heutige „Kölner Viertel“, das 1.3 ab 1996 das sogenannte „Ärztinnenviertel“ am Mohnweg und schließlich das 1.4 das „Anne-Frank-Carré“ an der gleichnamigen Straße. Realisiert wurde in Plattenbauweise lediglich das zuerst begonnene Wohngebiet 2, mit Ausnahme des südlich der Stadtgrenze gelegenen Wohnkomplexes 2.4, wo Schönefeld später die Siedlung Wehrmathen errichten ließ. Das Wohngebiet 3 sollte sich dahinter zwischen Waltersdorfer Chaussee mit der damaligen Grenzübergangsstelle nach West-Berlin und Dorfanger Schönefeld erstrecken. Diese Fläche ist aktuell immer noch weitgehend Brache, wird aber in den kommenden Jahren nun mit einem modernen Wohnquartier Neu-Schönefeld bebaut.

Westlich des Schönefelder Dorfangers sollte nach alter Planung in Richtung Waßmannsdorf das Wohngebiet 4 abschließen. Auf dieser brach gebliebenen Fläche entstand ab Ende der 90er Jahre eine Mehrfamilienhaussiedlung mit Hotel und neuem Schönefelder Ortszentrum, so auch ein modernes Rathaus und eine Schwimmhalle. Eine Schwimmhalle sah die DDR-Planung übrigens auch schon mal vor und zwar an der Ecke Schönefelder Chaussee / Siriusstraße westlich der Kaufhalle.
Als erster Bau wurde im Sommer 1988 seitens der Post (heute noch in Regie der Telekom existierend) die Telefon-Ortsvermittlungsstelle Birnenweg / Ortolfstraße errichtet. Gleichzeitig baute man 1988 im unterirdischen Schildvortrieb eine 13 Kilometer lange Röhre quer durch Treptow-Köpenick, die zum einem Trinkwasser vom Wasserwerk Friedrichshagen nach Altglienicke bringen sollte, zum anderen Fernwärme, Abwasser und Elektroenergie zur Versorgung des neuen Wohngebietes aufnahm. Am 17. Januar 1989 war es dann auch mit dem Wohnungsbau soweit: An der Schönefelder Chaussee wurde nahe der Venusstraße die erste Platte für einen Sechsgeschosser gesetzt. Hier waren im Vorfeld Proteste aus der Altglienicker Bevölkerung, auch seitens der ortsansässigen Blockparteien, erfolgreich, denn südlich der Einfamilienhaussiedlung Altglienicker Grund sollten bis zu 11-geschossige Gebäude rund um das Pegasuseck stehen. Die Planung wurde mit Rücksicht auf die Einfamilienhäuser an Geschosshöhe reduziert. Im September 1989 waren an der Schönefelder Chaussee die ersten Häuser soweit, dass pünktlich zum 40. Jahrestag der DDR erste 620 Wohnungen bezogen werden konnten. Zwei Monate später sorgten der Fall der Mauer und der Wendeprozess für einen kurzzeitigen Baustopp, mit einer Debatte wie es nun mit dem Wohngebiet weiter gehen sollte. Im Februar 1990 gab es ausgehend vom Runden Tisch Protestdemonstrationen, die bis vor das Rote Rathaus führten gegen die Zerstörung des gewachsenen Siedlungscharakters Altglienickes. Im Ergebnis wurde entschieden, alles was als Rohbau fertig war noch zu vollenden, mit Ausnahme des kürzlich abgerissenen Dienstleistungswürfels neben Kaisers, die anderen Teile städtebaulich grundlegend zu überarbeiten. Heute unvorstellbar ist wie zerstörerisch sich ohne die Wendeereignisse 1989/90 das Neubaugebiet auch in den historischen Ortskern Altglienickes eingegraben hätte.
Geplant war zur verkehrlichen Anbindung die Köpenicker Straße / Schönefelder Chaussee vom Adlergestell an nach Schönefeld vierspurig mit einer relativ niveaufreien und kurvenarmen Straße auszubauen. Im historischen Dorf, auch das zeigt die Ausstellung in einem Sonderteil, sollten dafür viele Häuser abgerissen werden, so unter anderem der Hannemann‘sche Hof, die Gaststätte Ebel mit der gesamten Seite der Köpenicker Straße, die alte Post und die gesamte Bebauung zwischen Sportplatz und Schule am Berg. Die Pfarrkirche wäre eine verkehrsumtoste Insel auf einem Mittelstreifen geworden. Grünauer und Rudower Straße sollten beiderseits der Köpenicker Straße Sackgassen werden. In diesem Zuge war auch schon damals die Einstellung der Straßenbahnlinie 84 vom Magistrat geplant, wie es dann 1994 unter andere Umstände kam.
In jüngerer Zeit geriet das Kosmosviertels hier und da in negative Schlagzeilen, ist es doch auch ein sozialer Brennpunkt. Die aktuelle Ausstellung im Bürgerhaus bietet einen Anlass sich dem Wohngebiet mal auf andere Weise anzunähern und vielleicht auch über eine gewisse Identitätsstiftung positive Entwicklungen in Altglienicke voranzutreiben.


(Dieser Artikel wurde vom Herausgeber der Zeitung "Der Dörferblick" - Herr Joachim Schmidt zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)

Bilder von der Ausstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung "Vom MTV Spieß 1883 zur VSG Altglienicke Geschichte(n) des Altglienicker Sports" am 24.08.2012

Am 24.08.2012 um 18:30 Uhr fand im Saal des Sportfunktionsgebäudes am Altglienicker Stadion die Eröffnung einer neuen Ausstellung zur Geschichte des Vereinssports in Altglienicke statt. Sie beleuchtet die Anfänge mit dem Männer-Turnverein Spieß 1883 und geht bis in die jüngere Zeit der VSG Altglienicke. Auf dem Weg gebracht wurde sie als Gemeinschaftsprojekt vom Bürgerverein Altglienicke und der VSG Altglienicke. Vertreter von Bürgerverein und VSG sowie einige Gäste waren dann auch entsprechend zum Auftakt anwesend. Leider waren an einem Freitagabend vor dem ersten Oberliga-Heimspiel der VSG nicht ganz so viele gekommen, wie man sich vorgestellt hat. Trotz z.B. Einladung sämtlicher Bezirksverordneter, Mitglieder des Abgeordnetenhauses, zuständiger Vertreter des Bezirksamtes und der Medien kamen als Offizielle nur zwei Bezirksverordnete mit Tino Oestreich (Linke) und Axel W. Sauerteig (Grüne), die dann aber letztlich umso mehr im Mittelpunkt standen. Joachim Schmidt und Steffen Gottschalk sprachen für die beiden Veranstalter als jeweilige Vorsitzende die einleitenden Worte, wie das Projekt zustande kam und was nun der Öffentlichkeit so gezeigt werden kann. Letztlich ist die Ausstellung auch ein Appell aufzuzeigen, was es so gibt und eine Ermunterung weiter in privaten Fotoarchiven zu suchen nach weiterem Bildmaterial.

Denn irgendwann soll als weiterer Schritt mal eine gedruckte Chronik der VSG Altglienicke mit seinen Vorgängervereinen stehen. Bisher gibt es die nicht, auch wenn sich die Gründung des MTV Spieß kommendes Jahr zum 130. Male jährt, man seit Juli dieses Jahres immerhin 60 Jahre unter dem Namen VSG mit ein paar wenigen Jahren zuvor als Altglienicker SV existiere.
Nachfolgend ergriff als VSG-Vereinschronist und früherer 1. Vorsitzender Bernhard Bieske das Wort, auch mit ein paar kritischen Worten an die Bezirkspolitik gerichtet, was die immer wieder verschobenen Sanierungsarbeiten am Sportfunktionsgebäude sowie die wünschenswerte Erweiterung der Sportanlage um mehr Trainingskapazitäten betrifft. Die ursprünglich für den Ortsteil versprochene zusätzliche Sportanlage am Hornkleepfad fiel ja vor vielen Jahren der Haushaltslage endgültig zum Opfer. Mittlerweile spielt die VSG im Fußball über Berlin hinaus überregional. Der Jugendbereich ist im Aufwärtstrend. Damit leiste man auch eine Aufgabe der Jugend eine Freizeitgestaltung jenseits von der Straße zu bieten. Zu guter letzt sprach Ronald Seiffert als Leiter der AG Heimatgeschichte im Bürgerverein einige Worte, wie er die Ausstellung konzipierte.


Im Anschluss entwickelte sich gar anders als bei sonstigen Ausstellungseröffnungen eine halbstündige politische Diskussion, wie es mit dem Sportstandort Altglienicke weitergehen solle und wie die letztlich nur beiden anwesenden Bezirksverordneten das sähen. Sie mussten sich dann tapfer den Fragen stellen, wo andere Verantwortungsträger fehlten, der eine und andere natürlich entschuldigt wegen anderweitiger terminlicher Verhinderung.
Danach bestaunten die Anwesenden die Tafeln, die so viel über Sport in Altglienicke, aber auch über die Geschichte der Sportanlage selber zeigten. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich ganz sicher! Vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere auch im Sportdress wieder?
Gehen Sie doch einfach auf Entdeckungsreise liebe Leserinnen und Leser! So wie es am nachfolgenden Tage auch die beiden ersten Männer-Fußball-Mannschaften am Rande ihrer Heimspiele taten. Natürlich geht es in der Ausstellung nicht nur um Fußball, sondern auch um die anderen Sportarten, die hier im Verein beheimatet sind, die Handballer, die Volleyballer, die Kegler etc.

Bis mindestens Ende November 2012 ist die Ausstellung im Saal oberhalb des Vereinscasinos zu sehen.
Die Öffnungszeiten sind mindestens Dienstag bis Freitag von 16:00 bis 20:00 und am Wochenende von 10:00 bis 20:00 Uhr.
Danach wandert die Ausstellung in das neue Ausstellungszentrum des Bürgerverein Altglienicke auf den Ehrenfelder Platz (Kölner Viertel)
Ein Dank geht jedenfalls an das Sportamt Treptow-Köpenick, das als Hausherr schnell und unbürokratisch die Genehmigung erteilte.
Eine Einladung zur Ausstellungsbesichtigung geht auch an die Besucher des 11. Altglienicker Spätsommerfestes, die wenigen Schritte zum Alten Schönefelder Weg herauf zu gehen. Sie hat auch am 9. September den ganzen Tag geöffnet.


Die Volkssportgemeinschaft Altglienicke e. V. am Alten Schönefelder Weg präsentiert sich mit seiner Chronik und Präsentation zur historischen Entwicklung des Sports in Altglienicke auf seinem Gelände. Die Ausstellung macht deutlich, dass der Sport in Altglienicke eine lange Tradition aufweist.
Einiges zur Geschichte : 1883 erfolgte die Gründung des damaligen MTV Spieß. Die noch erhaltene Vereinsfahne mit dem Gründungsjahr spricht dafür beredtes Zeugnis. Dokumente belegen, dass der MTV Spieß bis zum Ende des 2. Weltkrieges kontinuierlich seine Stiftungsfeste durchführte. Ab 1906 gab es den Altglienicker Ballspiel Club, den Arbeiter- und Turnverein Altglienicke und den Bewegungsspielclub Freiheit Altglienicke. Aus den beiden letztgenannten ging 1913 die Turn- und Sportvereinigung Altglienicke 06 hervor. Diese wurde zur Zeit der NS- Herrschaft 1933 aufgelöst und verboten. Nach dem Alliierten Kontrollgesetz mussten alle in Deutschland bestehenden Vereine am 10.10.1945 zunächst dran glauben. Am 01.01.1946 wurde die Bildung kommunaler Sportgruppen erlaubt. 1949, am 01.04., kein Aprilscherz, erfolgte die Gründung des Altglienicker Sportvereins, der sich 1952 in Volkssportgemeinschaft Altglienicke (VSG) umbenannte. Turnen, Handball, Fußball, Kegeln, Tischtennis und Schach- eine Vielfalt an sportlicher Betätigung war gleich nach der Gründung im Angebot.
In sieben sportlichen Abteilungen sind die Sportfreunde wie folgt aktiv:
Alterssport ( seit 1976), Fußball ( seit Gründung), Gymnastik ( seit Gründung), Handball ( seit Gründung), Kegeln ( seit Gründung), Tanzen ( seit 2010), Volleyball ( seit 1996). Am 24. August erfolgt die Eröffnung der Ausstellung um 18:30 Uhr. Bis dahin ist noch ein ganzes Stück Arbeit zu leisten. Der Altglienicker Bürgerverein und der VSG Altglienicke e.V. ziehen hier an einem Strang. Viele historische Fotos und Dokumente lassen die lange Tradition des Altglienicker Sports wieder lebendig werden.

(Die Texte wurden von Joachim Schmidt und Viola Unverfehrt für den Dörferblick geschrieben. Vielen Dank)

Von Streichern und Straußen – Unterwegs mit dem Bürgerverein

Wer fleißig arbeitet darf sich auch etwas gönnen. Nach zwei neuen Ausstellungen zur Altglienicker Geschichte ließen sich die Mitglieder des Bürgervereins Altglienicke e. V. nun ihrerseits in die interessante frühe Ziegelindustrie einführen. Unser alljährlich auf reges Interesse stoßender Ausflug führte uns am 1. September 2012 in den Ziegeleipark Mildenberg zwischen Gransee und Zehdenick an der Havel. Im dortigen Museumspark gab es zuerst eine Rundfahrt mit einer historischen Tonlorenbahn auf dem Gelände zweier ehemaliger Ziegeleien, die uns einen Überblick über Ausmaße und Anordnung dieser frühen Industrieanlagen ermöglichte. Nach einem ausgiebigen Mittagessen direkt am Ufer der Havel erklärten uns Mitarbeiter des Parks ausführlich die Stationen der Ziegelherstellung.

 

Die sogenannten Streicher schafften mit einer einfachen Holzform 5000 bis 7000 Ziegelförmlinge am Tag herzustellen. Sie arbeiteten unter kaum mehr vorstellbaren Bedingungen bis zu 13 Stunden am Tag. Direkt aus der Ziegelei ging die Fracht vorwiegend nach Berlin mit dem Schiff über die Havel. Um die vorletzte Jahrhundertwende schickte sich Berlin an, Metropole zu werden. Infolge dessen sprach man davon „Berlin wurde aus dem Kahn erbaut.“ Nach diesen informativen Einblicken führte uns der Weg auf die nahegelegene Straußenfarm der Familie Winkler in Neulöwen-berg. Bei Kaffee und Kuchen oder Eis und Kakao wurden Eindrücke ausgetauscht, die sich sogleich um weitere „tierische“ bereichern sollten. Von wenige Tage alten Feder-knäueln bis zu 2,30 Meter großen Straußen-Exemplaren durften alle bestaunt und auch gefüttert werden. Das war dann aber auch eine Frage des Mutes, seine Hand den großen Laufvögeln mit Futter entgegen zu strecken. Einige trauten sich. Familie Winkler war gerne zu Auskünften bereit, und so fanden sich auch nicht wenige Straußen-Knacker oder Straußen-Eierlikörflaschen im Gepäck der Reisenden wieder. Alles in allem ein vortrefflich gelungener Ausflug! Wir bedanken uns herzlich beim Organisator Rudolf Bernig.

(Ronald Seiffert, Leiter Arbeitsgruppe Heimatgeschichte)

1.Kiezfest im Kosmosviertel 2012

Das 1. Kiezfest im Kosmosviertel in Altglienicke fand am 15.09.2012 in der Ladenpassage Schönefelder Chaussee statt.
Hier einige Bilder davon.

Veranstaltung "Altglienicke in Ton und Bild" am 12.11.2012

Am 12.11.12 um 18:30 Uhr fand unsere Veranstaltung "Altglienicke in Ton und Bild" im Kölner Viertel am Ehrenfelder Platz statt. Ca. 20 Gäste ließen sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen. Zur Begrüssung für unsere Gäste gab es Getränke und etwas zum Knabbern. Den Anfang machte James Stanion (Singer -Songwriter) der uns musikalisch auf der Gitarre begleitet hat. Unser Vorsitzender Joachim Schmidt begrüßte die Gäste, unter anderem auch Frau Thyrolph (Leiterin Kulturamt Treptow Köpenick) und Frau Lobing (Leiterin des Bürgerhaus Altglienicke). Danach wurde der Film "Der nackte Mann auf dem Sportplatz" gezeigt.
Dieser Film wurde 1974 in Altglienicke gedreht und die Plastiken im Film stammen von dem Bildhauer Werner Stötzer, der die Rolle des Bürgermeisters verkörpert. Der Film schildert ein paar Wochen aus dem Leben des (fiktiven) Bildhauers Kemmel.
Kemmel ist Bildhauer, ein Künstler, der es sich und anderen nicht leicht macht. Auf die Vierzig zugehend, fragt er sich, was er bisher Bedeutendes geschaffen hat. Einige Arbeiten werden von den Leuten nicht angenommen. Sein Relief zum Beispiel, das er für ein Dorf angefertigt hat, verschwindet in einem Abstellraum. Der Arbeiter Hannes, den er als Modell für eine Porträtplastik haben will, zeigt kein Interesse. Hannes läßt sich dann doch darauf ein. Die Arbeit mißlingt, doch die stundenlangen Sitzungen sind für beide ein Gewinn. Jeder dringt ein wenig in die Welt des jeweils anderen ein. Kemmel fährt in sein Heimatdorf und bekommt den Auftrag, eine Skulptur für den Sportplatz zu schaffen. Einen Fußballer stellt man sich vor. Was Kemmel schließlich anfertigt, ist ein Läufer - ein nackter dazu. Das Publikum ist peinlich berührt und ablehnend. Doch die Auseinandersetzung mit dem Werk, der vorsichtig einsetzende Umgang damit, führt sie schließlich zu Akzeptanz. Nach dem Film spielte James Stanion sein reiches Repartoir an Rockklassikern von den Rolling Stones bis Jonny Cash, sowie eigene Kompositionen mit großartigen Texten vor. Ein toller Abend mit einem großartigen und einmaligem Programm.
Mit freundlicher Genehmigung der PROGRESS Film - Verleih GmbH / www.progress-film.de ist es uns gelungen, Ihnen diesen Film zeigen zu dürfen. Weiterhin möchten wir uns bei der Medienetage des Bürgerhaus Altglienicke bedanken, für die kostenlose Benutzung und Bereitstellung des Beamer und Laptops. Auch einen Dank an unsere Nachbarn (gegenüber unserem Ausstellungszentrum auf dem Ehrenfelder Platz) die uns kostenfrei Sitzmöglichkeiten zur Verfügung gestellt haben.
Und denken Sie daran, ab Anfang Dezember 2012 kommen unsere anderen Ausstellungsexponate (25 Jahre Kosmosviertel, Geschichte(n) des Altglienicker Sports) in unser Ausstellungszentrum am Ehrenfelder Platz.

3. Altglienicker Adventsmarkt am 02.12.2012

3. Altglienicker Adventsmarkt mit neuem Besucherrekord
Auch 2012 fand wieder ein Altglienicker Adventsmarkt statt. Und das schon zum dritten Mal rund um die Pfarrkirche im Ortskern, Semmelweis-/ Ecke Köpenicker Straße. Durchgeführt wurde dieser abermals vom Bürgerverein Altglienicke e.V. und der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Altglienicke. Diesmal sogar etwas früher als sonst, bereits schon am 1. Adventssonntag, am 2.Dezember, weil den Organisatoren der bisherige Termin 2. Advent mit dem 9. etwas spät erschien, zum anderen man auch nicht mehr in Konkurrenz zum stets gut besuchten Adventskonzert des Siedlerchors im Bürgerhaus Altglienicke treten wollte. So heißt nun die Regel: Es gilt der erste Sonntag im Dezember. Die Terminwahl erwies sich auch als glücklich, trotz dem anderen Umstand, dass einige potentielle Standnehmer absagten, weil sie anderswo am 1. Advent stehen, wir nun plötzlich mit anderen Märkten in der Umgebung wie in Schönefeld und Rudow zu konkurrieren hatten. Dinge, die sich aber bei der Vielfalt von Advents- und Weihnachtsmärkten in Berlin und Umgebung nie vermeiden lassen. Trotz alledem war es der bisher bestbesuchte Adventsmarkt mit schätzungsweise 500 Besuchern. Zum einen erwies es sich als positiv mit 14 statt 15 Uhr früher zu beginnen. So waren viel mehr junge Familien mit Kindern dabei. Zum anderen gibt es ja die relativ neue Regelung im Berliner Ladenschlussgesetz, dass nicht mehr jeden, sondern nur noch jeden zweiten Adventssonntag die Geschäfte geöffnet haben dürfen. In der Praxis haben die meisten Berliner Einkaufszentren sich dafür den 2. und 4. Adventssonntag auserwählt. Man merkte so stadtweit, dass viele die wohl in Einkaufszentren mit oft marktähnlichen Zeilen in den Gängen flaniert hätten, an diesen beiden Sonntagen verstärkt Advents- und Weihnachtsmärkte frequentierten.
Sämtliche Standnehmer des 3. Altglienicker Adventsmarkts zogen eine positive Bilanz wie noch nie. Es gab etliche Stände, die irgendwann kurz vor 18 Uhr so gut wie keine Ware mehr hatten, insbesondere die gastronomischen Stände.
In jedem Fall ging es früh los. Nachdem wir zwei Wochen zuvor noch eine Klippe zu überwinden hatten, weil der bisherige Standverleiher kurzfristig aus gesundheitlichen wie folglich personellen Gründen absprang, konnten wir dank der Unterstützung und Vermittlung des Fachbereiches Kultur im Bürgerhaus Altglienicke unter Andrea Lobing noch Marktstände zu etwa gleichen Konditionen bekommen. Ab 9.30 Uhr wurden diese aufgebaut. Dann ging es an die weitere Dekoration des Geländes und schließlich an die Verlegung von Stromleitungen, damit jeder Stand auch versorgt war.

Was sich erstmal als nicht ganz einfach erwies, weil von einem der beiden Stromverteilerkästen kurz zuvor das Kupferkabel entwendet wurde. So musste es mit einem Verteilerkasten klappen und jede Menge Verlängerungsschnüre von quasi jeder freien Steckdose im Kircheninneren. Einige kurze Stromausfälle bei Teilen der Stände waren dann ab Einbruch der Dunkelheit immer wieder zu überstehen, wurde dann aber irgendwann in Griff bekommen. Ab ca. 12.30 Uhr kamen auch nach und nach die Standnehmer, die ihre Stände aufbauten und schmückten.
Auf dem Außengelände rund um die Kirche zeigten sich wieder festlich beleuchtet rund 18 verschiedene Stände mit Essen, Trinken, Kleinkunst, Basteleien und Geschenkartikeln von regionalen Institutionen, Vereinen und Selbständigen. Zwar aus oben geschilderten Gründen einige weniger als beim letztenmal, und auch das Anschreiben im Vorfeld an um die 100 im Bezirk tätigen freien Trägern und Vereinen im sozialen Bereich, wie auch Kindertagesstätten und Schulen der Region, zwecks Frage einer Teilnahme, ließ sich im Antwortverhalten an einer einzigen Hand abzählen (schade auch, dass anders als bei solchen Märkten in anderen Ortsteilen die Altglienicker Schulen bzw. deren Fördervereine sich bisher nicht beteiligen), aber dafür waren diesmal auch alle Standnehmer, die zugesagt haben, auch wirklich da. Es gab erstmals keine leeren Stände. Im Gegenteil, wir mussten sogar einen Stand noch kurzfristig teilen, weil es kurzfristig einer mehr wurde als wir Marktstände hatten. Von daher gelang es auch stärker als in den beiden Vorjahren nicht nur den Bereich hinter der Pfarrkirche, sondern auch den auf dem Kirchengelände zur Köpenicker Straße hin mit Leben zu erfüllen. Selbst dort herrschte diesmal Zufriedenheit.
In der Pfarrkirche selber war jenseits der neu hinzugekommenen Adventsandacht zu Beginn für ein durchgehendes musikalisches Angebot gesorgt von Orgel- bis Chormusik mit Liedern zur Adventszeit. Erstmals beteiligte sich die Joseph-Schmidt-Musikschule Treptow-Köpenick mit einem kurzen Auftritt ihres Fötentrios. Danach gab es folgend wieder eine weihnachtliche Geschichtenlesung.


Beteiligt hat sich erneut an dem Adventsmarkt das schräg gegenüber gelegene Familien- und Begegnungszentrum (FBZ) von offensiv 91, welches wieder in seinem Gebäude vor allem Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Familien vorhielt, auch eine Möglichkeit zum Aufwärmen bot. Dort war ebenso das Bürgerhaus Altglienicke mit seinen Angeboten präsent.
Auch unser Bezirksbürgermeister von Treptow- Köpenick Oliver Igel (SPD) ließ sich unseren Adventsmarkt abermals nicht entgehen. Trotz eines in der vorweihnachtlichen Zeit vollen Terminkalenders war er über mehrere Stunden präsent, suchte vor Ort den Kontakt mit Bürgern.
Das Wetter spielte gut mit (im letzten Jahr regnete und stürmte es ja zeitweise) und wo es langsam dunkel wurde, fing es sogar an leicht zu schneien. Viele (Kinder) freuten sich über den ersten Schnee des jungen Winters. Und auch hier war die Terminwahl glücklich, denn eine Woche später schneite es sehr viel und war auch glatt. So hätten wir bei dem ehrenamtlich getragenen Adventsmarkt schon etwas mehr zu tun gehabt einen rutschfesten Untergrund zu gewährleisten.
Viele Standbetreiber waren in der Bilanz also zufrieden und wollen auch 2013 wieder dran teilnehmen. Im Rahmen des Adventsmarktes gingen bei mir bereits erste Anfragen ein, wir würden uns beim nächstenmal gerne neu beteiligen wollen.
Kurz vor 19.00 Uhr merkte man, das nur noch sehr wenige Gäste kamen und einige Stände wurden - auch aufgrund der knapp gewordenen Ware - schon vorzeitig abgeräumt. Die dreifache Erfahrung zeigt uns, dass wohl 20.00 Uhr an einem Sonntag als Endpunkt zu lang ist. Auch wenn wir überall verteilt kleine Feuerschalen zum Aufwärmen hatten. Selbst auf innerstädtischen Märkten erlebte ich ab 19.00 Uhr ähnliches. Der frühere Beginn kam hingegen gut an. Deshalb haben wir uns entschlossen, im nächsten Jahr den 4. Adventsmarkt am 1.12.2013 von 14.00 bis 19.00 Uhr durchzuführen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns da wieder besuchen. Oder sich vielleicht gar auch mit einem Stand oder kulturell-künstlerischen Angeboten selber beteiligen.
Joachim Schmidt (Vorsitzender BVA e.V.) (Bilder und Text von Ingo Drews und Joachim Schmidt (Vorsitzender BVA)