Rundgang über unseren 10. Altglienicker Adventsmarkt

Zum zehnten Male fand am 8. Dezember, dem 2. Adventssonntag, von 14.00 bis 19.00 Uhr rund um die Pfarrkirche unser Altglienicker Adventsmarkt statt. Organisiert wurde er wieder gemeinsam vom Bürgerverein Altglienicke e.V. und der evangelischen Kirchengemeinde. An 18 Ständen wurde Essen, Trinken, Kleinkunst, Basteleien-und Geschenkartikel und einiges mehr von zumeist regionalen Institutionen, Vereinen, Selbständigen wie auch Privatpersonen sowie in der Kirche ein Kulturprogramm angeboten. Auf dem Video können Sie einen kleinen Rundgang über unseren Adventsmarkt sehen. (Video von B. Barthmann)

Bilder vom 10. Altglienicker Adventsmarkt am 08.12.2019 rund um die Pfarrkirche



Von der Eröffnungsfeier zweier Ausstellungen im Kosmosviertel rund um den Herbst 1989

Kulturell wird derzeit im Kosmosviertel allerlei geboten. Zwei Ausstellungen wurden am 11. Oktober hintereinander eröffnet, die sich auf den Herbst 1989, also Ereignisse vor 30 Jahren, beziehen. Im Bürgerhaus geht es um 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall, wenige Schritte weiter im Kiezladen WaMa werden noch einmal 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel gewürdigt. Beide Ausstellungen haben einen gewissen Bezug zum 7. Oktober 1989. An diesem Datum feierte die DDR noch einmal pompös ihren 40. Geburtstag. Es sollte auch der letzte Geburtstag sein, da 361 Tage später Deutschland wiedervereinigt wurde. Von daher wurde als Datum der Eröffnung eines gewählt, das in Nähe zum 7. Oktober lag. Der große Realitätsverlust der Regierung unter Erich Honecker über die damaligen Probleme im Land, sich davon unbeirrt feiern zu wollen, hat seinerzeit die Ereignisse der Friedlichen Revolution entscheidend verstärkt und so den Prozess eingeleitet, in dem am 9. November 1989 die Mauerfiel. Der 40. Jahrestag war aber auch das Zieldatum, das sich die DDR-Regierung stellte, um ihr am Ende letztes größeres Neubauprojekt in Berlin-Altglienicke als Erfolg bei der Schaffung dringend benötigten Wohnraums in der Hauptstadt zu verkaufen. Daher wurde in einem täglichen Drei-Arbeitsschichten-Programm alles Mögliche dafür getan, um nach dem Baubeginn im Januar 1989 zum 7. Oktober den Bezug der ersten Wohnungen an der Venusstraße verkünden zu können. Die Geburtsstunde, wo Leben in das Kosmosviertel einzog, das damals noch als Wohngebiet 2 Neubaukomplex Altglienicke formierte. Für das Prestigeobjekt wurden Bauarbeiter aus der gesamten Republik in die Hauptstadt abkommandiert. Für beide Ausstellungen schaute der Bürgerverein Altglienicke mit seiner AG Heimatgeschichte tief in sein Archiv, zu dem das seit Jahren ehrenamtlich betriebene Altglienicke Museum gehört, rief Bürgerinnen und Bürger auf, Bilder und Dokumente beizusteuern und einiges kam zusammen.So wurde dann am 11. Oktober 2019 gegen 18 Uhr im 1. Stock des Bürgerhaus an der Ortolfstraße 182 die neue Ausstellung zum Thema “30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall aus Altglienicker Sicht” durch den Bürgervereins-Vorsitzenden Joachim Schmidt und der Treptow-Köpenicker Kulturstadträtin Frau Cornelia Flader eröffnet.


Mehr als 35 Personen lauschten dann den einführenden Worten und schauten sich mit Interesse danach die zahlreichen Tafeln an, die der Vorsitzende der AG Heimatgeschichte im Bürgerverein, Ronald Seiffert, bekannt auch als Hobbyfotograf, liebevoll zusammenstellte. Musikalisch wurde alles mit zwei selbstverfassten, zum Anlass passenden Liedern des Altglienickers Jonathan Scherbarth begleitet. Die Ereignisse im Herbst 1989 mit der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall vom 9. November, den nachfolgenden Wahlkampf für die ersten und letzten freien Volkskammerwahlen und dem Prozess der Wiedervereinigung wurden allein aus der Sicht des Berliner Ortsteils Altglienicke präsent. Sie bilden damit eine gute regionale Ergänzung zu anderen Ausstellungen, die sich auf die zentralen Ereignisse im Ost-Berliner Stadtzentrum,in Leipzig oder anderen Großstädten fokussieren, denn der gesellschaftliche Umbruch in der DDR wurde seinerzeit auch in Kiezen wie Altglienicke mit diversen Aktivitäten vieler Menschen mitgestaltet. Nach seinen früheren Ausstellungen “Die Mauer in Altglienicke” (2011) und “WendeZeiten - Die Friedliche Revolution in Altglienicke” (2014) konnte nämlich der Bürgerverein in den vergangenen Jahren aus der örtlichen Bevölkerung eine Fülle neues weiteres Material gewinnen, welches bisher in Privatbesitzen der Öffentlichkeit verborgen war. Darüber hinaus steuerte der benachbarte Rudower Heimatverein ergänzendes bei, weil auch dort seinerzeit Menschen waren, welche die bewegenden Ereignisse bei ihren Nachbarn fotografisch dokumentierten. Die Ausstellung ist bis zum Frühjahr 2020 zu den regulären Öffnungszeiten des Bürgerhauses Altglienicke im 1. Obergeschoss zu sehen. Feste Kernzeiten sind Montag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr, aber auch darüber hinaus, wenn etwa Bibliothek oder Kiezklub offen haben, steht die Tür offen. Gegen 19.30 Uhr verlagerte sich das Publikum vom Bürgerhaus in den Kiezladen WaMa in der Ladenpassage des Kosmosviertels und wuchs unterdessen auf 50 Personen an. Dort wurde dann in einem Gemeinschaftsprojekt von Kiezband/ WeTeK und Bürgerverein die nächste Ausstellung eröffnet, wobei es sich eigentlich auch hier noch einmal in zwei Ausstellungen unterteilt. Neben 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel gibt es eine noch vom WaMa-Team zusammengestellte Dokumentation der Bepflanzung im Grünzug des Kosmosviertels. Dabei ist zu erfahren, dass dort unzählige Bäume aus anderen Regionen der Welt gepflanzt wurden, die man sonst oft nur in Botanischen Gärten findet. Hierzu gab es einen ausführlichen Vortrag. Die Ausstellung zu 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel unterscheidet sich noch einmal deutlich von der, die vom Bürgerverein Altglienicke schon im Frühjahr gezeigt wurde. Zwar finden sich etliche Bildtafeln wieder, auch das Planungsmodell des Ost-Berliner Magistrats für das Neubauvorhaben Altglienicke von 1987, aber das Ganze konnte vielfach ergänzt werden, um Dinge, die lange verschollen und so seit fast drei Jahrzehnte nicht mehr zu sehen waren.


Es gelang eine Erweiterung um viele Materialien und Tafeln aus der Planungsphase. Bei Aufräumarbeiten in Lagerräumen des Bürgerhauses wurden nämlich im Sommer dieses Jahres alte Ausstellungstafeln und weitere Modelle zum Kosmosviertel wiederentdeckt. Man sieht unter anderem Grundrisse und Fassadenpläne für eine nie realisierte Schwimmhalle, aber auch detailliert wie mal der sogenannte Dienstleistungswürfel aussehen sollte, von dem letztlich bis zum Abriss für das heutige Edeka-Center nur eine Kaiser’s-Kaufhalle blieb. Es handelt sich um jene Ausstellung, die im Herbst 1989 in der alten Bauarbeiterbaracke in der Anne-Frank-Straße (das dann mehrere Jahre Altglienicker Bürgerzentrum war) gezeigt wurde, um die Bürgerinnen und Bürger über das Bauprojekt zu informieren. Dabei wurden unter anderem auf einer Tafel herausragende Baukräfte gewürdigt. Einer dieser Bauarbeiter konnte ausfindig gemacht werden und war dann auch um 30 Jahre gealtert zur Ausstellungseröffnung anwesend. Dieser berichtete auf der Bühne der WaMa den Anwesenden von der Stimmung auf der Baustelle und den Sorgen der Bauarbeiter zur damaligen Zeit.

Um die Zeit vor 30 Jahren noch einmal in Erinnerung zu rufen, wurde aus dem Fundus des Altglienicke Museums das Schaufenster der WaMa mit einigen Waren des täglichen Bedarfs aus der DDR-Zeit dekoriert. Nachdem alles Offizielle gesagt und getan war, wurde das Büffet eröffnet, welches auch auf Ostprodukte fokussiert war. Es gab eine leckere, von André Bernhagen zubereitete Soljanka, dazu unter anderem Club Cola, Spreequell-Limo und Rotkäppchen-Sekt. Noch lange blieb man beieinander, um miteinander Gespräche zu führen, wie man die Zeit im Herbst 1989 erlebt hat und wie es beim Erstbezug im Kosmosviertel war, als zwischen den Häuserblöcken man sich noch durch viel schlammigen Boden kämpfen musste, weil Wege noch nicht fertig waren. Die zweite Ausstellung ist bis Ende November zu den regulären Öffnungszeiten der WaMa zu sehen. Das ist vor allem Montag bis Donnerstag 11 bis 15 Uhr, mittwochs bis 18.30 Uhr

(Text von Joachim Schmidt vom Dörferblick, Fotos: Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Doppelte Ausstellungeröffnung am 11.10. in Altglienicke: 30 Jahre Friedliche Revolution im Bürgerhaus und 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel in der WaMa

In diesem Herbst jährt sich die Friedliche Revolution in der DDR und der Fall der Berliner Mauer zum 30. Male. Das ist auch für den Bürgerverein Altglienicke und seiner Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Anlass, im Bürgerhaus Altglienicke wieder eine neue Ausstellung zu präsentieren. Beide Themen sind dabei nicht völlig neu auf der Agenda des Bürgervereins. Der eine und andere erinnert sich noch an die Ausstellung „Die Mauer in Altglienicke“, die zum 50. Jahrestag des Mauerbaus im August 2011 eröffnet wurde. Vor fünf Jahren zeigte man dann im November 2014 die Ausstellung „25 Jahre WendeZeiten - die friedliche Revolution und Wende in der DDR in Altglienicke“. Zwar ist es immer so, dass der Bürgerverein früh im Vorfeld seiner Ausstellungen über die Lokalpresse aufruft, Fotos und Dokumente beizusteuern, aber mit Regelmäßigkeit erlebt man dann auch immer wieder erst nach deren Eröffnung, dass Ausstellungs-besucher auf die Veranstalter zukommen, sie hätten auch noch das eine und andere, was in so eine Dokumentation passen würde.

11.09.1989 Trabi und Wartburgs am S-Bhf. Altglienicke (Bild: BVA)
11.09.1989 Trabi und Wartburgs am S-Bhf. Altglienicke (Bild: BVA)
11.09.1989 Massen von Menschen strömen zum  S-Bhf. Altglienicke auf den Weg nach Rudow (Bild: BVA Aurich)
11.09.1989 Massen von Menschen strömen zum S-Bhf. Altglienicke auf den Weg nach Rudow (Bild: BVA Aurich)

Das war auch bei diesen Themen ebenso der Fall. Darüber hinaus tauchte auch davon losgelöst immer wieder neues Material auf, das dem Bürgerverein für sein Archiv überlassen wird. So waren darunter ganze Fotoalben, die Leute beim Aufräumen entdeckt haben, wo sie die Ereignisse 1989/90 festgehalten hatten. Ein Dank gilt dabei auch den Kollegen vom Rudower Heimatverein, die in ihrem Archiv vieles besaßen, was zugleich einen Blick aus der bewegten Zeit in den benachbarten Ortsteil Altglienicke zeigt. Von daher kann der 30. Jahrestag des Mauerfalls noch umfassender betrachtet werden als es bei dem Jubiläum vor fünf Jahren der Fall gewesen war. Zielsetzung der neuen Ausstellung war es die damals getrennten Themen zu einem zusammenführen. Man wird auf Bildern und Dokumenten die Berliner Mauer sehen, wie sie sich zwischen Altglienicke und Rudow durch die Landschaft schnitt, gefolgt von den Ereignissen des Aufbegehrens gegen das SED-Regime und den Ereignissen der Friedlichen Revolution bzw. Wendezeit, die zu freien Wahlen und letztlich zur Wiedervereinigung führten. Das alles nicht in den Bildern, die uns regelmäßig von zentralen Orten gezeigt werden, sondern aus Altglienicker Sicht. Neben einigen Dingen, die schon in den früheren Ausstellungen zu sehen waren, gibt es folglich ganz viel neues, was bislang noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen war. Beispielweise hat sich in dem Nachlass eines unterdessen verstorbenen Mitglied des Bürgervereins eine ganze Fotoserie gefunden, wo die überall hängenden Wahlplakate für die erste und letzte freie Volkskammerwahl fotografiert wurden. Dabei sieht man im Hintergrund wie teils trist es damals in den Straßen Altglienickes aussah. Bilder sind wieder aufgetaucht, welche die Grenzöffnung zeigen und wie sich Massen von Menschen zu Fuß oder im Trabbi bzw. Wartburg auf dem Weg nach Rudow machen. Daneben gibt es allerlei zusätzliches Material aus der Arbeit des Runden Tisches in Altglienicke, von der Oppositionsbewegung „Neues Forum“, wie auch der Parteien im Ortsbereich, die neben der zur PDS werdenden SED sich wendenden Blockparteien CDU, LDPD, NDPD und DBD als auch Neugründungen wie die SDP. Es wird ein umfassender Einblick in das Altglienicke vor 30 Jahren geboten von den ersten Bürgerprotesten bis hin zur Wiedervereinigung. Der Bürgerverein lädt daher zur Ausstellungseröffnung „30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall

aus Altglienicker Sicht“ am Freitag, den 11. Oktober 2019, um 18.00 Uhr, im Altglienicke Museum im Bürgerhaus Altglienicke, Ortolfstraße 182, ein. Damit ist aber nicht genug, denn im Kosmosviertel wird sich an diesem Tag eine echte Kulturachse auftun. Im Herbst 1989 jährt sich auch 30 Jahre Erstbezug Kosmosviertel, denn pünktlich zum damaligen 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober wurden an der Venusstraße die ersten Wohnungen bezogen.

10.11.1989 Grenzübergang Waltersdorfer/Rudower Chaussee (Bild: Rudower Heimatverein)
10.11.1989 Grenzübergang Waltersdorfer/Rudower Chaussee (Bild: Rudower Heimatverein)
Wahlwerbung im März 1990 in Altglienicke Grünauer Str/Köpenicker Str. - heute Küche Aktiv (Bild: BVA)
Wahlwerbung im März 1990 in Altglienicke Grünauer Str/Köpenicker Str. - heute Küche Aktiv (Bild: BVA)

Das wird im Kiezladen WAMA mit Unterstützung des Altglienicker Bürgervereins ebenso gefeiert. Es wird daher zum einen noch einmal die Ausstellung zu 30 Jahre Kosmosviertel gezeigt, aber auch dort bleibt es nicht bei der schon einmal von März bis Mai gezeigten Präsentation. Bei Aufräumarbeiten in Lagerräumen des Bürgerhauses wurden allerlei alte Ausstellungstafeln und weitere Modelle zum Kosmosviertel gefunden. Es handelt sich um jene Ausstellung, die im Herbst 1989 in der alten Bauarbeiterbaracke an der Anne-Frank-Straße (das dann mehrere Jahre Altglienicker Bürgerzentrum war) gezeigt wurde, um die Bürger über das Bauprojekt zu informieren. Dabei wurden auf einer Tafel auch herausragende Baukräfte gewürdigt. Von daher geht es nach der Ausstellungseröffnung um 18.00 Uhr im Bürgerhaus gegen 19.30 Uhr gemeinsam die wenigen Schritte herüber in die Ladenpassage des Kosmosviertels zum Kiezladen WAMA in der Ortolfstraße 206B, um weiter zu feiern, dort dann auch mit Getränken und Buffet sowie etwas Musik zum 30. Geburtstag des Wohngebiets. Es ist auf der Bühne in der WAMA eine Gesprächsrunde geplant mit damaligen Bauleuten und Erstbewohnern des Wohngebiets. Aus diesem Kreis werden noch weitere als Zeitzeugen gesucht, ihre Eindrücke von damals zu schildern. Von daher sind solche eingeladen, diese Runde zu bereichern. Einfach vorbeikommen oder anmelden unter kosmos@wetek.de. Es kann auch gerne etwas schriftlich hinterlassen werden, welches dann verlesen wird. Angefragt wurde zudem der damalige Architekt Roland Korn, unterdessen 89 Jahre, für ein Interview zu seinen Erinnerungen. Das Schaufenster des Kiezladens wird als weiteres Schmankerl an diesem Tag mit Waren des täglichen Bedarfs dekoriert sein, wie es sie im Herbst 1989 in Geschäften zu kaufen gab. Es lohnt sich also den 11. Oktober dick im Kalender anzustreichen und diese beiden aufeinander folgenden Veranstaltungen zum Altglienicke im Herbst 1989 zu besuchen.

(Text von Joachim Schmidt vom Bürgerverein Altglienicke e.V.)


Eine vergessene Grabanlage für 1.284 NS-Opfer wird neuer Gedenkort in Altglienicke

Klaus Leutner (l.) hielt einen eindrucksvollen Vortrag, welcher später von Jonathan Scherbarth (r.) musikalisch umrahmt wurde
Klaus Leutner (l.) hielt einen eindrucksvollen Vortrag, welcher später von Jonathan Scherbarth (r.) musikalisch umrahmt wurde

Am 20.09. konnte der Bürgerverein Altglienicke den 79-jährigen Hobby-Historiker Klaus Leutner im Kiezladen WaMa begrüßen. Schon seit vielen Jahren engagiert er sich dafür, dass für die auf dem Städtischen Friedhof Altglienicke an der Schönefelder Chaussee namenlos unter die Erde gebrachten 1.284 Opfer des Nationalsozialismus endlich ein würdiger Gedenkort entsteht. In einem eindrucksvollen Bildervortrag erklärte der frühere Reichsbahn-Ingenieur, wie er einst mit Nachforschungen nach einer unter den Nazis verschwundenen Frau aus dem Heimatort seiner polnischen Ehegattin, nämlich Bronislawa Czubakowska aus Zgierz, dazu kam, in dieser Richtung weitergehend zu forschen. So stieß er auf diesen Friedhof, wo in der Nazi-Zeit ab 1940 Urnen von umgebrachten Menschen aus den Konzentrationslagern Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen, von Euthanasieopfern sowie von Hingerichteten aus der Hinrichtungsstätte Plötzensee beigesetzt wurden. Dabei entdeckte er auf der Beisetzungsliste 18 ermordete katholische Priester. Für seine zusätzlichen Forschungen dazu und seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung wurde er unterdessen auch mit einem polnischen Verdienstorden ausgezeichnet. Ihm wurde zur Herzensangelegenheit, diese anonym beerdigten Menschen der Vergessenheit zu entreißen. Ein bloßer zu DDR-Zeit errichteter Gedenkstein, dass hier 1.284 Antifaschisten begraben wurden, ist für ihn nicht ausreichend, zumal das gerade für die Euthanasieopfer, zumeist geistig Behinderte in teils ganz jungen Jahren, wenig erklärend ist. Zu erfahren war auch, dass man jenen als Antifaschisten titulierten NS-Opfern auch in der DDR wenig Anerkennung schenkte. Es gab in den 1970er Jahren Bestrebungen beim Berliner Magistrat, die Urnen-Grabanlage einzuebnen und zur Neubelegung freizugeben, weil „die gesetzliche Ruhezeit abgelaufen“ sei. Quasi in letzter Minute wurde ganz oben in der Staatsführung entschieden, dass dies nicht ginge, weil die DDR den Genfer Konventionen beigetreten sei, nach der die Begrabenen wie Kriegsopfer zu behandeln und als Kriegsgräberstätte zu schützen seien. Dazu entsprechende Dokumente wurden gezeigt. Sein jahrelanger Einsatz wurde nun damit belohnt, dass die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Erinnerungsortes für das Urnensammelgrab ausschrieb.

Man entschied sich für einen Entwurf von outside! Landschaftsarchitektur mit den Planern Thomas Leidinger, Katharina Struber und Klaus Gruber aus Wien, der endlich die Anonymität der Opfer aufhebt und alle Namen und Lebensdaten in geeigneter Form anbringt. Dazu wird mit Baukosten von 200.000 Euro neben der Grabanlage eine durchsichtige Wand errichtet. Ab Ende des Jahres soll der prämierte Entwurf umgesetzt werden. Auf den einzelnen Tafeln der Wand werden künftig die Namen der Opfer aufgeführt, geschrieben von heute lebenden Menschen. Dafür sollen Altglienicker oder auch von weiter her mit ihren Namen quasi eine Patenschaften für die jeweiligen Toten übernehmen. Für die Übernahme einer solchen Patenschaft warb Klaus Leutner auf der Veranstaltung eindringlich. Ebenso zeigte er auf, wie wichtig es sei, sich noch aktiver für ein deutsch-polnisches Miteinander einzusetzen. Umrahmt wurde der Abend zugleich von musikalischen Beiträgen. Der Altglienicker Jonathan Scherbarth spielte auf der Gitarre ein paar eigene Stücke, die textlich in Form eines Spazierganges zum Nachdenken anregend auch gut zum Thema passten. Am Rande seines Vortrages erklärte Leutner schließlich noch seinen Beitritt zum Bürgerverein Altglienicke, um dessen heimatgeschichtliche Arbeit künftig stärker zu unterstützen.

(Text und Bilder von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)


Aktion Glücksrad vom Bürgerverein beim Altglienicker Spätsommerfest war ein voller Erfolg

Gestern war unsere Glücksradaktion beim Altglienicker Spätsommerfest ein voller Erfolg. Einige Male kamen wir mit unserer Befüllung der Bürgervereinstüte gar nicht nach, da am Glücksrad so viele Leute standen und eine Tüte gewonnen haben. Der Hauptpreis unser Altglienicke Buch wurde am Glücksrad insgesamt zwölfmal gewonnen. Viel Spass beim Lesen unserer Altglienicker Geschichte an alle Gewinner. Insgesamt gingen bis 16:30 Uhr ca. 180 befüllte Bürgervereinstüten raus. Danach war dann aber auch alles weg. Danke nochmal an dm Drogerie Markt im Wegedornzentrum für die vielen Sachspenden. Alle haben sich riesig darüber gefreut. Wieder ein schöner Tag obwohl ab und an etwas stressig gewesen, aber insgesamt alles sehr gut verlaufen ist und das Wetter auch noch mitspielte. Hier einige Bilder von unserem Stand. Auf den ersten fünf Bildern sieht man noch die Vorbereitung und den Anfang, danach ging es richtig los am Glücksrad. Danke an alle unsere Helfer am Stand. 

Bilder bei der Teilnahme am Altglienicker Spätsommerfest mit unserem Glücksrad 



Ein neuer Maulbeerbaum für den Hangkantenpark

Zum 250. Jahrestag der Ansiedlung von Pfälzer Familien am Rande des Dorfes Glienicke, damit entlang der Grünauer und Rudower Straße der Entstehung der neuen Gemeinde Neu-Glienicke, pflanzte der Bürgerverein Altglienicke aus Mitteln der Kiezkasse einen Maulbeerbaum. Im am Sportplatz gelegenen Hangkantenpark sollte er daran erinnern, dass die Kolonisten einst solche reihenweise pflanzten, um darauf Seidenraupen zu züchten. Die besagte Aktion ist nun fünf Jahre her. Leider ist der Baum mit dem lateinischen Namen Morus alba zwischenzeitlich eingegangen, wobei eine Tafel immer noch weiter an die Pflanzaktion erinnerte. Dieser Zustand sollte nicht so bleiben. Am Gründonnerstag wurde durch den Bürgerverein zum 255. Geburtstag von Neu-Glienicke an alter Stelle ein neuer Maulbeerbaum gepflanzt. Ein wesentlich größerer, der auch schon etwa fünf Jahre Wachstum hinter sich hat, damit es auch vom Alter her weiter passt. Möglich wurde das durch eine Spendenaktion für die erforderlichen 550 Euro, zu welcher der Wirtschaftsverband Altglienicker Unternehmer mit 200 Euro sowie zahlreiche Einzelspender beitrugen. Ebenso erklärte sich die den Baum stellende Rudower Baumschule Fischer bereit, 200 Euro vom ursprünglichen Gesamtpreis als Spende abzuziehen. Diese half dann auch gleich beim Anliefern und professionellen Einsetzen mit. Dafür herzlichen Dank. Nun hoffen wir alle, dass dieser zweite Baum besser gelingt und in ein paar Jahren nicht nur Schatten spendet, sondern auch uns Früchte liefert. Die Maulbeeren sind nämlich essbar, der Geschmack liegt zwischen Brombeeren und Rosinen, man bekommt sie jedoch kaum im normalen Einzelhandel, da sie nach Ernten recht schnell verderben. Zwei Baumpaten sorgen jetzt dafür, dass er zum guten Angedeihen regelmäßig gegossen wird.

(Text und Foto von Joachim Schmidt vom Dörferblick. Vielen Dank)

Bilder zur Baumpflanzung am 18.04.2019 im Hangkantenpark



Bürgermeister Igel eröffnete Ausstellung über 30 Jahre Kosmosviertel in der WaMa

Im Rahmen eines Jahresauftaktempfangs lud am 15. Februar 2019 der Bürgerverein Altglienicke in die Räume des Nachbarschaftstreffs WaMa in der Ortolfstraße 206B ein. Dabei wurde feierlich eine Ausstellung zur 30-jährigen Geschichte des Kosmosviertels eröffnet, welche dank einer Kooperation mit dem Projekt Kiezband die kommenden Monate dort zu sehen sein wird. Möglich wurde eine solche Präsentation außerhalb des im Bürgerhaus befindlichen Altglienicke Museums, da im Vorfeld aus Mitteln des Aktionsfonds Gelder bewilligt wurden, um mobile Ausstellungswände und Galerieschienen anzuschaffen.

Eine kurze Eröffnung machte für den Nachbarschaftstreff WaMa Marion Krippner von Kiezband, die das Wort an Bezirksbürgermeister Oliver Igel übergab. Der Bürgermeister lobte die Aktivitäten des Bürgervereins für die kontinuierliche Aufarbeitung der Altglienicker Geschichte und dass diesem kein Jubiläum im Ortsteil entgehe, während es sich in manchen anderen Ortsteilen schwieriger gestalte. Dort müssten Feierlichkeiten vom Bezirksamt angeregt werden. Hier könnte nun auf 30 Jahre Kosmosviertel zurückgeblickt werden, wo sich aktuell vieles bewege. Igel ging auf die anstehende Übertragung von Wohnungen von der Schönefeld Wohnen GmbH an die kommunale Wohnbauten-Gesellschaft Stadt und Land ein, womit sich einiges bei der Weiterentwicklung des Viertels vereinfache. Bezüge nahm er auch auf die Geschichte des Wohngebietes und dass sich manches wiederhole. Schon in den späten 80er Jahren hätte es aus der Bürgerschaft im Einfamilienhausbereich Proteste gegen eine allzu hohe und dichte Bebauung dieses Areals gegeben, so dass hier und da nachgebessert wurde. Dieses sei in heutiger Zeit nicht anders, wenn es darum gehe, Flächen für zusätzlichen Wohnungsbau zu erschließen.

Ein Streifzug durch die Geschichte des Kosmosviertels

Danach sprach der Bürgervereins-Vorsitzende Joachim Schmidt zur Geschichte des Kosmosviertels. Mit historischen Karten wurde eingangs verdeutlicht, wie sich hier bis in die zweite Hälfte der 80er Jahre hinein nur Ackerflächen befanden, es aber schon in den 30er Jahren einmal Pläne gab, im Rahmen der Errichtung der Gagfah-Siedlung bis südlich über die heutige Venusstraße hinaus Eigenheime zu errichten. Diese Pläne kamen kriegsbedingt nicht zur Ausführung. 1987 beschloss der Ost-Berliner Magistrat im Süden Altglienickes komplexen Wohnungsbau zu errichten, der vor allem den Wohnungsbedarf für Mitarbeiter bei Interflug, Akademie der Wissenschaften und Wachregiment „Feliks Dzierzynski“, aber auch der Industriearbeiter in Oberschöneweide befriedigen sollte. Das alles stand im Rahmen einer DDR-Wohnungsbauoffensive, die auf dem VIII. Parteitag der SED 1971 beschlossen wurde, um die „Wohnungsfrage als soziales Problem bis 1990“ zu lösen. In diesem Zuge entstanden durch die Bebauung bislang landwirtschaftlich genutzter Flächen 1979 Marzahn, 1985 Hohenschönhausen und 1986 Hellersdorf als drei neue Berliner Stadtbezirke. 


Auch Altglienicke sollte mit einem ursprünglich für 50.000 Menschen geplantes Wohngebiet, das auch die gesamte Gemeinde Schönefeld umfassen sollte, bis zum Jahr 1992 ein eigenständiger Stadtbezirk werden. Als Architekt verantwortlich für diese Neubaugebiete, so auch das Kosmosviertel, war der Ost-Berliner Chefarchitekt Roland Korn (*1930), der vorher für das alte Schlossportal im Staatsratsgebäude, im Rahmen der Neugestaltung des Alexanderplatzes für das Hotel-Hochhaus „Interhotel Stadt Berlin“ und das „Haus des Reisens“ sowie die unterdessen abgerissene Großgaststätte „Ahornblatt“ war. Am 17. Januar 1989 wurde an der Venusstraße die erste Platte gesetzt und da die politische Zielsetzung war, zum 40. Jahrestag der DDR ersten Bezug zu melden, zogen im September 1989 die ersten Menschen ein. Nach dem Fall der Mauer und letztlich dem Ende der DDR setzte ein Baustopp ein. Plattenbausiedlungen galten nicht mehr als zeitgemäß. Entschieden wurde, dass das, was man heute als Kosmosviertel kennt und schon hochgezogen war, noch mit dem Innenausbau fertigzustellen und dem Wohnungsmarkt zur Verfügung zu stellen. Wo im heutigen Kölner Viertel und in Schönefeld-Wehrmathen nur einige wenige Kellerfundamente standen, blieb der Stopp und wurden die Gebiete architektonisch neubeplant. Schmidt verwies dabei auf ein in der Ausstellung aufgestelltes Modell, wie das Neubaugebiet eigentlich aussehen sollte.


Aufgezählt wurde, was alles in diesem Gebiet mal an Kaufhallen, Kitas, Schulen, Wohngebietsklubs, Jugendklubs, Gaststätten etc., aber auch eine Schwimmhalle, eine Post, ein Stadion und ein Kaufhaus geplant waren. Ebenso hätte es eine großzügige Straßenplanung mit vier bis sechs Spuren vom Adlergestell zur Neubausiedlung gegeben, für die größere Teile des historischen Ortskerns rund um die Pfarrkirche abgerissen werden sollten. Die fertiggestellte Plattenbausiedlung hieß auch anfangs nur Wohngebiet 2, bis auf eine Initiative des Bürgervereins hin, es den Namen Kosmosviertel bekam, angelehnt an die Straßennamen nach Himmelskörpern.

Ein Blick auch in die Gegenwart mit dem Film "Kosmos Berlin"

Nach der ganzen Historie hieß es sich ebenso dem Aktuellen im Kosmosviertel zu widmen. Dazu wurde nochmals der 2018 veröffentlichte Film „Kosmos Berlin“ gezeigt. Vorab gab es einführende Worte von Benjamin Barthmann, der Vorstandsmitglied im Bürgerverein Altglienicke ist und an dem Filmprojekt beteiligt war. Dann wurde auch die Ausstellung und das Büffet offiziell eröffnet. Die Anwesenden konnten sich alte Bauzeichnungen, Zeitungsausschnitte und jede Menge Bilder aus 30 Jahren anschauen. Lange saß man noch zusammen, um über das eine und andere im Wohngebiet zu sprechen, etwa wie man selber die Jahrzehnte hier erlebt hat.


Wann kann die Ausstellung gesehen werden?

Die Ausstellung kann ab sofort zu sämtlichen Öffnungszeiten im Kiezladen WaMa an der Ortolfstraße 206B angeschaut werden. Dieses ist mindestens jeden Mittwoch von 11 bis 17 Uhr. (Text von Joachim Schmidt und Bilder von Benjamin Barthmann)

Bilder zur Ausstellung 30 Jahre Erstbezug im Kosmosviertel in der WaMa am 11.10.2019



Als vor 30 Jahren die ersten Mieter einzogen - Bürgerverein Altglienicke zeigt ab 15.02. in der „WaMa“ Ausstellung über das Kosmosviertel

Ansicht Siriusstr. Ecke Ortolfstraße 1991 - Bild: Archiv BVA
Ansicht Siriusstr. Ecke Ortolfstraße 1991 - Bild: Archiv BVA

Sommer 2012 zeigte der Bürgerverein Altglienicke im Bürgerhaus an der Ortolfstraße eine umfangreiche Ausstellung zu 25 Jahre Kosmosviertel. Als letztes größeres Neuvorhaben in der DDR entstand zwischen 1987 und 1990 das in Plattenbauweise errichtete Gebiet an der Schönefelder Chaussee. Die ersten Wohnungen wurden im Jahr 1989 bezogen. Da dieses sich zum 30. Male jährt, präsentiert der Bürgerverein diese noch einmal in seiner vollen Breite und neu aufbereitet, wie es im beschränkten Umfang des von ihm betriebenen Altglienicke Museums so schwerlich möglich ist. Im Rahmen eines Jahresauftaktempfangs wird diese am Freitag, den 15. Februar 2019, um 18.30 Uhr, in den Räumen des Nachbarschaftstreffs „Alte Waschmaschinenbörse“ (WaMa) feierlich eröffnet.
In dem vielfältig durch Aktivitäten und Veranstaltungen genutzten Kiezladen in der Ortolfstraße 206B inmitten der Ladenpassage kann die durch Bilder und Dokumente aufgearbeitete Geschichte des Kosmosviertels dann zu regelmäßigen wöchentlichen Öffnungszeiten angeschaut werden. Dort wird auch das Architektenmodell zu sehen sein, wie das Kosmosviertel einmal aussehen sollte.
Ursprünglich war die Plattenbausiedlung viel größer geplant, sollte sich auch über Schönefeld bis nach Waßmannsdorf erstrecken, mal in einen weiteren Berliner Stadtbezirk münden, doch mit dem Prozess der Wiedervereinigung wurde das Bauvorhaben gestoppt und lediglich das schon Errichtete fertiggestellt. So wurde letztlich nur das sogenannte „Wohngebiet 2“ verwirklicht, welches in der zweiten Hälfte der 90er Jahre auf Vorschlag des Bürgervereins den Namen Kosmosviertel bekam, weil die Straßen hier nach Gestirnen wie Venus, Pegasus, Uranus und Sirius benannt waren. Das Planungsmodell zeigt auf projektierten Straßen so manches Gestirn zusätzlich, doch Namen wie Andromedastraße, Marswinkel und Polluxring sollte es nicht mehr geben, nachdem die DDR endgültig verglimmte. Statt für anvisierte 48.000 wurde nur für 6.000 Menschen gebaut.
Die Ausstellung über das Kosmosviertel zeigt die ersten Beschlüsse des Ost-Berliner Magistrats zur Errichtung eines neuen Wohngebietes auf bisherigen Ackerflächen am Stadtrand, die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen, die Proteste der Altglienicker Bevölkerung gegen ein in ihren Augen überdimensionierten Bauvorhaben, die geplanten Abrisse im Ortskern für eine mehrspurige Straße, die ersten Baukörper an der Venusstraße und die nachfolgende Entwicklung. Zu sehen sind auch allerlei Bauwerke, die keine Realisierung mehr fanden, wie eine Schwimmhalle, eine Großgaststätte, ein Stadion oder ein Postamt. Ein paar Dinge zu sehen gibt es unterdessen auch, die nicht mehr stehen, wie etwa die frühere Kaufhalle, die lange einen Kaiser’s Verbrauchermarkt beheimatete, oder das ehemalige Seniorenheim in der Venusstraße.
Der Bürgerverein Altglienicke möchte mit seiner Ausstellung den Bewohnern des Kosmosviertels, aber auch allen anderen rund um Altglienicke die Geschichte des Wohngebietes näherbringen und einen Beitrag leisten, sich näher mit seinem Wohnumfeld zu beschäftigen. Diese gerade im Nachbarschaftstreff der WaMa in einer Kooperation mit WeTeK und Kiezladen der Möglichkeiten sowie dem Quartiersmanagement zu zeigen, macht es umso spannender. Sie sind herzlich eingeladen am 15. Februar in der WaMa vorbeizuschauen… oder danach zu den sonstigen Öffnungszeiten.

(Text wurde von Joachim Schmidt vom Dörferblick zur Verfügung gestellt. Vielen Dank)

Bilder zur Ausstellung 30 Jahre Kosmosviertel in Altglienicke am 15.02.2019 in der WaMa



Die GAGFAH machte das Dorf zur Stadt- Ausstellung zur Geschichte der Wohnsiedlung an der Ortolfstraße

Bild: Bürgerverein Altglienicke e.V.
Bild: Bürgerverein Altglienicke e.V.

Ein Bericht von der Berliner Woche:

Kunibertstraße, Ortolfstraße und Wolfmarsteig erhielten ihre Namen vor rund 80 Jahren. Die Straßen entstanden beim Bau der Gagfah-Siedlung.

Im vorigen Jahr wurde die Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten 100 Jahre alt. Seine Spuren hat das Unternehmen auch in Altglienicke hinterlassen. Um 1930 war das noch eher ein beschauliches Dorf. Dann wurden Ackerflächen parzelliert. Dort entstand ab 1934 die Gagfah-Siedlung. mehr lesen ...