Geschichte des Spionagetunnels
Am 22.4.1956 haben sowjetische Streitkräfte die Schönefelder Chaussee im Stadtteil Altglienicke aufgebuddelt.
Am 23.04.1956 wurde der Spionagetunnel entdeckt. Dieser wurde von den Amerikanern gebaut, um Telefonleitungen zwischen der sowjetischen Militäradministration in Karlshorst, dem Flughafen Schönefeld, Potsdam, Wünsdorf und Moskau abzuhören. Über die dort verlegten Telefondrähte hörten Amerikaner und Briten Gespräche der Sowjets ab, bis die Gegenseite die Anlage 1956 stilllegte
Warum wurde gerade in Altglienicke der Spionagetunnel gebaut ?
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Fotoausstellung "Spionagetunnel in Altglienicke" am 15.04.2011. Klicken Sie auf das Bild oder den Link. Mehr lesen | | |
Er grenzte durch den Ort Rudow an den amerikanischen Sektor. Die begehrten Leitungen verliefen parallel zur Schönefelder Chaussee und parallel zur Grenze. Der Boden zwischen den Orten Rudow und Altglienicke besteht aus stabilem Lehm. Dieser Lehm ist wie geschaffen für ein Höhlensystem.
1954 wurde von den Amerikanern ein Grundstück in Rudow gepachtet, und es wurden 3 Gebäude auf dem Grundstück errichtet. Die Amerikaner wühlten sich im rechten Winkel auf die Schönefelder Chaussee zu, am Friedhof vorbei, unter der Chaussee hindurch, denn die Leitungen verliefen auf der Ostseite der Chaussee. Der Tunnel lag in vier Meter Tiefe in Gestalt einer 1,90 Meter hohen Röhre, ausgekleidet mit Stahl und Beton. Für die im Schacht Arbeitenden gab es eine Klimaanlage und eine Anlage zur Entwässerung.
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Klicken Sie hier um das Video über den Spionagetunnel zusehen. (gesehen bei 60xDeutschland.de)

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Im Keller des Lagerhauses wurde der Einstieg für den Tunnel gebaut, und unter der Erde wurde aus Hunderten massiven Stahlsegmenten ein Tunnel gegraben.
Der horizontale Abschnitt des Tunnels wurde am 28. Februar 1955 fertiggestellt. Es wurden mehr als 3.000 Tonnen Erde ausgehoben, die alle in dem Hauptgebäude der "Radarstation" gelagert wurden.
Am 10. März 1955 wurde mit den Arbeiten zu dem Kabelschacht begonnen. Am 11. Mai 1955 wurden die ersten Kabel angezapft. Fast 11 Monate wurde eine Vielzahl von Daten und Informationen auf Tonbandgeräten aufgezeichnet.
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Die Aufdeckung des Spionagefalles war ein großer Propaganda- Erfolg für die Sowjetunion. Die Weltpresse durfte im Sommer 1956 den Tunnel besichtigen aber nur bis zu jenem Punkt, über dem oberirdisch die Sektorengrenze verlief, weil an dieser Stelle verhieß ein mehrsprachiges Schild :
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Bild 8 | | Wilhelm Pieck (links) bei der Besichtigung des Spionagetunnels Bild 9 |
Sie betreten den amerikanischen Sektor
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Der Doppelagent George Blake, ein Engländer, der für den sowjetischen und auch dem britischen Geheimdienst tätig war, verriet den Plan bereits im Januar 1954 vor Beginn der Arbeiten an die Sowjetunion. So konnte man auf Altglienicker Seite die Maulwürfe in Ruhe erwarten. Im Jahre 1956 wurde der Tunnel zugeschüttet.
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Die Reste des Tunnels auf Rudower Seite wurden von einem ehrgeizigen Geophysiker geortet. Bei den Bauarbeiten, dort wo die A 113 zwischen dem Tunnel Rudower Höhe und der Fußgängerbrücke Gerosteig verlaufen wird, wurde der Tunnel 1997 wieder entdeckt. Im September 1997 wurden Teile des zugeschütteten Tunnels an der Grenze zu Rudow wieder geborgen. Das Alliierten-Museum sicherte sich diesen Schatz. Ein Teil des Tunnels wurde ausgebaut und kam nach Dahlem in die Clayallee. Der Autobahnbau zwischen Altglienicke und Rudow erfordert die Beseitigung der Anlage.
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Mehr Fotos und Informationen über den Spionagetunnel, sehen Sie hier. (gesehen bei time o rama.com)
Klicken Sie hier time o rama.
Die Nachfolgenden Fotos wurden von Ronald Seiffert (AG Heimatgeschichte vom Bürgerverein Altglienicke e.V.) zur Verfügung gestellt.
Das erste Foto ist von 09/1997 zur ersten Tunnelhebung. Das geborgene Stück (anlässlich der Veröffentlichung des Buches der beiden ehemaligen Geheimdienstchefs-Russland-England) befindet sich im Alliierten-Museum in der Clay-Allee. Das zweite und dritte Foto sind von 08/2005, als der Autobahntunnel den Rest des alten Spionagetunnels querte,und geborgen wurde. Das dritte Foto zeigt den kurzzeitigen Blick von Tunnel (alt) zu Tunnel /neu).
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Bergung des Tunnels 09/1997 |
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Bergung des Tunnels beim Autobahnweiterbau 08/2005 |
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Bergung des Tunnels 08/2005 |
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(Das Fotomaterial wurde von Gisela und Wolfgang Scholtyssek sowie von Frau Lingenober zur Verfügung gestellt. Die Bilder 8, 9, 13, 14, 15, 16 wurden von Herrn Peschew zur Verfügung gestellt.Bearbeitet am 31.05.2010, bearbeitet 14.08.2011)