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Tagesausflug des Bürgervereins Altglienicke  

Am 03.09.2011 um 09:00 Uhr begann der Tagesausflug des Bürgervereins Altglienicke. Der Treffpunkt und der Start der Tour war bei Rewe. So nach und nach trafen alle Mitglieder (insgesamt 10 Leute) ein. Rudolf gab die Streckenroute nach Großbeeren bekannt und den Tagesablauf. Mit 4 Autos starteten wir den Ausflug. Die erste Station ging nach Großbeeren zur Besichtigung der Schinkelkirche. Empfangen wurden wir vom Pfarrer Christian Manntz, der uns etwas von der Geschichte der Schinkelkirche erzählte. Leider war die Kirche noch mit einen Gerüst versehen. Die Bauarbeiten an der Kirche haben sich doch etwas verzögert. 

      
     

      
     

Die Schinkelkirche war ein Geschenk des preußischen Königs an die hiesige Bevölkerung als Dank für die siegreiche Schlacht bei Großbeeren, durch welche die Armee Napoleons verhindert werden konnte. Erbaut wurde die Kirche 1818. Sie wurde im Oktober 1820, genau 60 Jahre nach der Zerstörung ihrer Vorgängerin im Siebenjährigen Krieg feierlich eingeweiht. Bereits vor dem Bau der Kirche, wurde nach Entwürfen von Schinkel ein gusseiserner Obelisk als erstes Denkmal 1817 auf dem damaligen Kirchhof errichtet. Hier auf den Kirchhof war es am 23.August 1813 zu schweren Kämpfen zwischen den verfeindeten Truppen gekommen. Dem tapferen Kolberger Landwehr-Regiment, welches hier gegen die Eindringlinge kämpfte, ist ein weiterer Gedenkstein neben der Kirche gewidmet. Während der Einweihungsfeier des Obelisk verkündete ein Mitglied des preußischen Königshauses, dass Großbeeren eine neue Kirche erhalten sollte. Bereits zum Siegesfest 1818 erfolgte dann die Grundsteinlegung für die benachbarte Schinkelkirche.

   

   
     

Danach ging es weiter zur Bülow-Pyramide mit Gedenktafeln. Die Bülow-Pyramide wurde 1906 auf dem Windmühlenhügel errichtet und ist General von Bülow gewidmet, welcher hier mit seinen preußischen Truppen, unter ihnen auch viele Landwehrleute, die Armee Napoleons angegriffen und in die Flucht geschlagen hatte. Sie ist aus "auf den Schlachtfeldern von Großbeeren" abgesammelten und dann beschlagenden Feldsteinen errichtet und trägt zwei Gedenktafeln, welche an die Kämpfe des 23. August 1813 erinnern. Auf einer Gedenktafel steht, "Unsere Knochen sollen vor Berlin bleichen. Nicht rückwärts". Soll heißen, lieber hier zu Grunde gehen als zurückzuweichen. Den preußischen Truppen der alliierten Nordarmee, der auch Schweden und Russen angehörten, gelang es, die zumeist sächsischen Truppen der Armee Napoleons bei strömenden Regen zurückzuschlagen. Die Verluste auf Seiten Napoleons waren größer, als die der Verteidiger. Alljährlich findet hier zum Siegesfest Ende August ein Bülow-Gedenklauf mit Start und Ziel an der Bülow-Pyramide statt.

      
     

      
     

Rechts von der Bülow-Pyramide befindet sich eine moderne Wasserskianlage. Nach kurzer Rast ging es weiter zum Gedenkturm. Durch das siegreiche Gefecht bei Großbeeren erlitten die Truppen Napoleons hier vor den Toren Berlins eine empfindliche Niederlage und wurden zum Rückzug gezwungen. Von diesem Sieg der Preußen im Befreiungsjahr 1813 ging eine wahre Signalwirkung und Wende im Kriegsverlauf für sie und ihre Verbündeten aus, welche später u.a. in der entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig gipfelte. Der zum 100. Geburtstag (1913) der Schlacht bei Großbeeren erbaute Gedenkturm ist 32 Meter hoch und bietet bei schönem Wetter eine wunderbare Aussicht über 30 km weit ins Land. Der Gedenkturm wurde zum Ortswahrzeichen von Großbeeren, während die Schinkelkirche als besonderes Kleinod bis heute den kirchlichen Mittelpunkt des Ortes prägt.

   

   

Im Turm erwartete uns der Turmwächter von der Geschichtswerkstatt, der extra für uns, den Turm schon am Vormittag geöffnet hat. Sonst sind Besichtigungen erst am Nachmittag möglich. Die Geschichte des Turms und das Gefecht wurde uns erläutert. Der Turm beherbergt ein kleines Museum zur Schlacht bei Großbeeren. Über insgesamt 137 Stufen ist die Aussichtsplattform zu erreichen, von der aus man bei schönem Wetter und klarer Sicht über 30 km weit ins Land und nach Berlin schauen kann. Der Gedenkturm gehört mit zu den ersten großen Bauwerken, welche Anfang des 20.Jh. in der damals noch ganz jungen Stahlbetonbauweise errichtet wurden und stellte sowohl durch seine Gestaltung als auch durch seine extrem kurze Bauzeit (nur 6 Monate) eine besondere Herausforderung für Planer und Bauleute dar. Unter Federführung vom damaligen Kreisdeputierten des Kreises Teltow und Regierungsmeister Karl Lange wurde die Berliner Firma "Eisenbetonbau Schwartz GmbH" mit der Projektierung und Bauausführung betraut. Die Baukosten trug der damalige Kreis Teltow. Pünktlich zum 100. Jahrestag der Schlacht konnte der Gedenkturm am 23.August 1913 durch Kronprinz S. Kgl. Hoheit Eitel Friedrich und Landrat von Achenbach u.a. in Anwesenheit eines Bülow-Nachfahren und vieler damaliger Traditionsvereine feierlich eingeweiht werden.

      
     

      
     

Seither sind viele Jahre vergangen und der Zahn der Zeit nagte auch kräftig an den Gedenkturm. Deshalb machte sich in jüngerer Zeit eine gründliche Sanierung des denkmalgeschützten und in dieser Region einmaligen Bauwerkes notwendig. Im Rahmen der Sanierung des Gedenkturmes u.a. ein zusätzliches inneres Skelett zur Verstärkung, die entstandenen Risse wurden verpresst, von der Museumshalle aus wurde eine Wendeltreppe zum Aufgang des Turmes neu eingebaut, die obere, noch originale Wendeltreppe wurde durch drei Seitenpfeiler verstärkt und die Stufen trittgedämmt. Besonders am Äußeren des Turmes wurden die zum Teil bis dahin noch sichtbaren Kriegseinschüsse beseitigt und alle durch die Jahre hinweg geschädigten Schmuckelemente wieder sachgerecht ergänzt. Auch die kleine Museumshalle wurde neu gestaltet. Nach ca. 3-jähriger umfassender Sanierung von 1998 bis 2001 (Kosten ca. 1.850.000 DM, davon ca. 1 Million DM Fördermittel des Landkreises Teltow-Fläming) konnte der Gedenkturm und das neu gestaltete Museum zum Siegesfest am 24. August 2001 wieder der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben werden. Durch die Gestaltung des neuen Umfeldes mit dem großzügigen Vorplatz gewinnt der Gedenkturm zusätzlich an Reiz. Heute stellt der abends angestahlte Gedenkturm nicht nur das Ortswahrzeichen von Großbeeren dar, sondern zieht auch viele Besucher von Nah und Fern an.

      
     

   
   

Nach der Besichtigung des Turm fuhren wir weiter zum Schloß Diedersdorf. Da kamen wir ungefähr 11:45 Uhr an. Wir begaben uns zum Landgasthof um unser Mittagessen einzunehmen. Ein Tisch war reserviert und es wurde erst mal auf unseren Tagesausflug angestoßen. Das Essen wurde bestellt und während wir auf unser Essen warteten, las Hans-Eberhard-Ernst aus dem Altglienicker (Seite 3) vom Jahr 2008 vor, was Altglienicke und Diedersdorf gemeinsam verband. Na dem Essen konnte sich jeder bis 14:00 Uhr das Schloß und die Umgebung anschauen und sich etwas ausruhen. Um 14:00 Uhr trafen wir uns alle wieder, um eine Kremserfahrt durch die Nuthe-Niederung zu unternehmen. Rudolf spielte auf seiner Mundharmonika und die anderen stimmten die Lieder mit ein. Einige Mücken plagten uns zwar, aber wir konnten sie besiegen. Selbst einige Pony-Reiterinnen trafen wir unterwegs die uns im Gegenverkehr begegneten. Na ca. 1 Stunde waren wir wieder am Startpunkt angekommen. Eine Kaffeepause wurde in der eigenen königlichen Bäckerei eingelegt. Wir ließen uns unseren Kuchen und Kaffee schmecken. Einige nutzten noch die Zeit um sich genauer umzusehen. Um ca. 16:00 Uhr wurde die Runde aufgelöst und der Tagesausflug damit beendet. Mir hat dieser Ausflug sehr gefallen und viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

      
     

      
     

Wir empfehlen Ihnen einen Besuch in Großbeeren sowie Schloß Diedersdorf und schauen Sie sich die Denkmäler an. 
Hier die Links, wo sie sich informieren können :  www.grossbeeren.de  und www.schlossdiedersdorf.de
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

 

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(Erarbeitet 04.09.2011)

 

 

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