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 Spionagetunnelausstellung "Operation Gold "

(Klicken Sie auf das untere Video zuerst STOP um sich das obere Video anzusehen.)  

 
Hier sehen Sie das Video zur Ausstellungseröffnung ca. 15 Min

  

 
Film "Operation Gold" ca. 45 Min , aktuelle Fassung April 2011
Die AG Heimatgeschichte des Bürgerverein Altglienicke eröffnete am 15.04.2011 um 18:00 Uhr anläßlich des 55. Jahrestages der Entdeckung der Operation Gold, dem Spionagetunnel von Rudow nach Altglienicke, eine Bilderausstellung mit Bildern des Fotografen Heinz Junge, der diesen umfangreich dokumentiert hat.
Der Saal im FBZ wurde für die Gäste vorbereitet und der Beamer sowie die Technik um den Film "Operation Gold" zu zeigen wurde aufgebaut. 
Erst funktionierte der Beamer nicht, aber zehn Minuten vor Beginn der Ausstellung bekamen wir die Technik in Griff. Ein kleiner Kurzfilm wurde gezeigt. Der Saal füllte sich mit Gästen. Um 18:00 Uhr eröffnete Herr Schmidt (Vorsitzender des Bürgervereins) die Ausstellung und sprach einige Worte dazu. Danach wurde der Film "Operation Gold" gezeigt. Herr Köhler der den Dokumentarfilm gedreht hat, hatte auch eine neue Fassung vom Film mitgebracht, nur leider konnten wir diese nicht zeigen, weil die Technik es nicht zuließ. Der Film lief ca. 45 Minuten. 
 

   

   

 

   

   

Danach äußerte sich Herr Köhler zum Film und erklärte noch einige Details über die Herstellung des Films. Zur Erfrischung wurde Sekt und Wein serviert. Das aktuelle neue Buch "Ansichten von Altglienicke einst und jetzt" sowie Postkarten konnten erworben werden.  Informationsmaterial über den Bürgerverein Altglienicke, nähere Informationen über unsere geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Sonderpostkarte über den Spionagetunnel wurden kostenlos verteilt. 

Der ehemalige ADN-Korrespondent Herr Junge führte durch die Ausstellung und erklärte den Besuchern die Fotos. Herr Junge stellt den Bürgerverein Altglienicke e.V. seine Tunnel-Fotos für das Altglienicke Museum als Geschenk zur Verfügung.

   

   

Herr Junge äußert sich zum Film
 
Herr Junge erklärt den Besuchern die Fotos
 
Herr Junge und Herr Mauer (AG Heimatgeschichte)

 Geschichte zum Spionagetunnel    

Am 22.4.1956 haben sowjetische Streitkräfte die Schönefelder Chaussee im Stadtteil Altglienicke aufgebuddelt. Am 23.04.1956 wurde der Spionagetunnel entdeckt. Dieser wurde von den Amerikanern gebaut, um Telefonleitungen zwischen der sowjetischen Militäradministration in Karlshorst, dem Flughafen Schönefeld, Potsdam, Wünsdorf und Moskau abzuhören. Über die dort verlegten Telefondrähte hörten Amerikaner und Briten Gespräche der Sowjets ab, bis die Gegenseite die Anlage 1956 stilllegte.
Er grenzte durch den Ort Rudow an den amerikanischen Sektor. Die begehrten Leitungen verliefen parallel zur Schönefelder Chausee und parallel zur Grenze. Der Boden zwischen den Orten Rudow und Altglienicke besteht aus stabilem Lehm. Dieser Lehm ist wie geschaffen für ein Höhlensystem. 1954 wurde von den Amerikanern ein Grundstück in Rudow gepachtet, und es wurden 3 Gebäude auf dem Grundstück errichtet. Die Amerikaner wühlten sich im rechten Winkel auf die Schönefelder Chausee zu, am Friedhof vorbei, unter der Chaussee hindurch, denn die Leitungen verliefen auf der Ostseite der Chaussee. Der Tunnel lag in vier Meter Tiefe in Gestalt einer 1,90 Meter hohen Röhre, ausgekleidet mit Stahl und Beton. Für die im Schacht Arbeitenden gab es eine Klimaanlage und eine Anlage zur Entwässerung.

   

Herr Köhler und Zeitzeuge Herr G.Kuinke im Museum
 
Herr Junge

Die Aufdeckung des Spionagefalles war ein großer Propaganda- Erfolg für die Sowjetunion. Die Weltpresse durfte im Sommer 1956 den Tunnel besichtigen aber nur bis zu jenem Punkt, über dem oberirdisch die Sektorengrenze verlief, weil an dieser Stelle verhieß ein mehrsprachiges Schild :  

 Sie betreten den amerikanischen Sektor

Der Doppelagent George Blake, ein Engländer, der für den sowjetischen und auch dem britischen Geheimdienst tätig war, verriet den Plan bereits im Januar 1954 vor Beginn der Arbeiten an die Sowjetunion. So konnte man auf Altglienicker Seite die Maulwürfe in Ruhe erwarten. Im Jahre 1956 wurde der Tunnel zugeschüttet.

   

   

Herr Junge im Gespräch mit Herr Ernst
 
Zeitzeuge Herr Boßdorf und Doku-Filmer Herr Köhler im Gespräch
 
Herr Ernst übergibt Herrn Junge eine Zeichnung

 

   

   

Zeitzeuge R. Boßdorf zeigt eine original Bohrmaschine aus dem Spionagetunnel
 
Zeitzeuge Herr Boßdorf erklärt die Tunnelzeichung
 
Im Hintergrund sehen Sie die große Tunnelzeichnung

Die Reste des Tunnels auf Rudower Seite wurden von einem ehrgeizigen Geophysiker geortet. Bei den Bauarbeiten, dort wo die A 113 zwischen dem Tunnel Rudower Höhe und der Fußgängerbrücke Gerosteig verlaufen wird, wurde der Tunnel 1997 wieder entdeckt. Im September 1997 wurden Teile des zugeschütteten Tunnels an der Grenze zu Rudow wieder geborgen.

Das Alliierten-Museum sicherte sich diesen Schatz. Ein Teil des Tunnels wurde ausgebaut und kam nach Dahlem in die Clayallee. Der Autobahnbau zwischen Altglienicke und Rudow erfordert die Beseitigung der Anlage.

Zwei Zeitzeugen waren bei der Veranstaltung anwesend - Herr Rainer Boßdorf und Herr G. Kuinke. Herr Boßdorf erzählte, wie sein Vater im Tunnel arbeiten musste, um die Kabel wieder zusammen zuflicken. Eine Original Bohrmaschine die im Tunnel gefunden wurde und die Arbeitstasche die sein Vater mitführte, wurde gezeigt. Danach wurde die große Zeichung des Tunnels erklärt.  Herr Kuinke zeigte noch einige alte Fotos und erzählte von seinen Erlebnissen.   
 Die Ausstellung ist im Familien und Begegnungszentrum in Altglienicke, Köpenicker Straße 42, 12524 Berlin vom 15.04.2011 bis Ende Juli zu sehen.

 Die Öffnungszeiten sind Mo-Do von 09:00 - 18:00 Uhr und Freitag von 09:00 bis 16:00 Uhr. 

 (Die Fotos wurden von Ronald Seiffert (Bürgerverein Altglienicke) gemacht und zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank) 

    

Fotopremiere zur Ausstellung  

Am 15.04.2011 fand in den Räumen von Offensiv 91 (FBZ) unsere Ausstellung "55 Jahre Spionagetunnel in Altglienicke" statt. Der Fotograf Heinz-Peter-Junge (einst ADN-Reporter), der dem Bürgerverein Altglienicke die Fotos für die Ausstellung zur Verfügung stellte, beteiligte sich selbst aktiv an den Vorbereitungen. Für die große Überraschung sorgte der Zeitzeuge Günther Kuinke, der ohne Einladung zur Veranstaltung kam und sich erst später als ehemaliger Bereitschaftspolizist vorstellte. Er hatte nach Entdeckung des Tunnels, zusammen mit anderen Polizisten den Tunneleingang zu bewachen. Sie gehörten zur so genannten Ersten Dienstbereitschaft der Berliner Bereitschaftspolizei. Sechs Wochen lang bewachten sie das Objekt. In dieser Zeit wurde der Tunnel beräumt und nach Abbau aller elektrischen Anlagen zugeschüttet. Stationiert war die Bereitschaftspolizei 1956 in dem Gebäude der Seelenbinder Straße (Köpenick), wo sich heute das Finanzamt befindet. Für eine weitere Überraschung sorgten seine mitgebrachten historischen Schwarz-Weiß-Fotos aus dieser Zeit. Die nahm Ronald Seiffert von der AG Heimatgeschichte mit großer Freude als Leihgabe entgegen und scannte sie für die weitere Nutzung des Bürgervereins ein.

Jetzt hier und ganz aktuell können Sie die Fotos von Günther Kuinke sehen.

 Anlage auf  Rudower Seite
 

 Im Tunnel

 Bewachung des Eingangs

 

Innenansicht
 
Bereitschaftspolizei
 

Geräte im Tunnel

 

Innenansicht des Tunnels

 

Sehr empfehlenswert  sind auch auf jeden Fall die historischen Fotos von Heinz-Peter-Junge , der zu den Journalisten und Fotografen gehörte, die nach Entdeckung des Tunnels vor Ort waren und fotografierten. Diese  sehr informative Ausstellung sollten sie bis zum 30.07.2011 noch besuchen und vielleicht einen Abstecher in die obere Etage, ins Heimatmuseum, vornehmen. Die Ausstellung und das Museum finden sie in der Köpenicker Str/ Ecke Besenbinderstr. im Familien und Begegnungszentrum. Sie werden es nicht bereuen. Es handelt sich hier in jedem Fall um ein hoch interessantes Stück Heimatgeschichte.

Eine REPORTAGE über die Ausstellung finden sie auch ganz aktuell in der Zeitschrift

"Der Altglienicker" Ausgabe Juni.  

(Teilweiser Text wurde vom Altlgienicker (Text Viola Unverfehrt) übernommen. Vielen Dank)
 
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 (Erstellt im April 2011)

 

 

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