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Das Kölner Viertel

Wer über die namenslose Fußgängerbrücke geht, überschaut das Kölner Viertel mit einem Blick, erkennt die unterschiedliche architektonische Gestaltung zweier Bauabschnitte, die aber durch die Verwendung gleicher Materialien einheitlich wirken. 1985 begannen die ersten Planungen neuer Wohngebiete auf den Restflächen der Altglienicker Feldmark, die von Gartensiedlungen geteilt und gesäumt war. Auch beiderseits der Bahnlinie sollten Hochhäuser in DDR-Großplattenbauweise entstehen.

      

 

 

 Ehrenfelder Platz

 

 

Der Baubeginn an der Schönefelder Chaussee hatte 1988 heftige Proteste Altglienicker Bürger gegen "Wohnsilos" ausgelöst, die sich nicht generell gegen Neubauten wandten, sondern eine dem Siedlungsumfeld angemesse Bebauung forderten. Einsprüche und Eingaben führten dann noch vor der Wiedervereinigung zu Konzeptionsänderungen und später für das weitere Geschehen zu einem Baustopp. Zwischen dem Mohnweg und dem Weidenweg standen derzeit schon einige Rohbauten von Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten, die Betonfundamente von Wohnbauten waren gegossen und eine schlanke Brücke verband die durch die Bahntrasse getrennten Teile der Großsiedlung. Die Umwälzungen und Neuorientierungen der Wendezeit gaben die Chance zu einer völlig neuen Baukonzeption, die dann unter Berücksichtigung der neuen Ramenbedingungen in einer Architekturwerkstatt erarbeitet wurde.

      

 Berlin

 

 Partnerstädte

 

 Köln

Das Bestehende entsprach nicht mehr den Wohnungsbauförderungsbestimmungen, war nicht nutzbar und wurde abgerissen. Im Jahre 1990 entstand die Städtepartnerschaft Berlin-Treptow mit Köln. Der Grundstein für dieses Viertel wurde im Jahr 1992 gelegt. Im Jahre 1993 konnte der Planungsprozess endlich realisiert werden. Es entstanden die ersten 587 Wohnungen im Kölner Viertel West. Die ersten Mieter konnten im August 1995 ihre neuen Wohnungen beziehen. Die Häuserblocks sind in Bogenform angeordnet, die Wohnhöfe mit Grünflächen und Sitzbänken sowie Spielanlagen für Kinder versehen. Während der Treptower Festwochen 1996 entschloss sich der Stadtbezirk, der Patenstadt Köln für Beistand und Hilfe in der Wendezeit mit einem "Kölner Viertel" in Altglienicke zu danken, dessen Straßen die Namen Kölner Stadtteile erhielten.

      

 

 

 

 

 

Somit entstand im Ortsteil Altglienicke ein neugebautes Quartier das als "Das Kölner Viertel" benannt wurde.

Dementsprechend erhielten die Straßen Namen nach Ortsteilen ihrer Partnerstadt Köln. So zum Beispiel : die Porzer Straße, Nippeser Straße, Coloniaallee, Ehrenfelder Platz, Rodenkirchender Straße, Chorweiler uvm. Im Jahr 1997 entstand das Kölner Viertel Ost. Dieser Komplex ist ein Bereich mit Gartenstadt -Charakter, die Häuser haben eine Terrasse im Erdgeschoss oder einen kleinen Garten.

      

 

 

 

 

 

Direkt auf dem Ehrenfelder Platz steht eine Plastik der Kölner Originale " Tünnes und Schäl" gestaltet von Wolfgang Reuter. Es wird gesagt, wer die Knollennase von Tünnes berührt, der soll Glück haben. Wie Ossi und Wessi stehen sie da als stumme Zeugen des mehr oder weniger pulsierenden Lebens und Treibens auf dem Stadtplatz. Ebenso sind dort ein Einkaufs- und Dienstleistungsviertel entstanden, mit Post, Friseur, Apotheke, Bäcker, Gastronomie und diverse Geschäften. In der Mitte des Colonia-Parks befindet sich eine große Rasenfläche für Sport-, Spiel- und Freizeit Aktivitäten. Ebenso sind sehr schön gestaltete Aufenthaltbereiche sowie Kinderspielplätze vorhanden. Parallel zur Porzer Straße befindet sich der Fernbahn Außenring. Zum Schutz der Anwohner vor Bahnlärm wurde 1999 eine Lärmschutzwand gebaut.

      

 

 

 

 

 

Über den Pultdächern hinaus ragt seit 1997 ein dominantes Hochhaus als Wahrzeichen des Viertels. Der 36 Meter hohe, zwölfgeschossige Wohnturm der Architekten Dörken & Heise wird "Campanille" genannt und ist nach dem Turm der Pfarrkirche von 1895 mit 42 Metern und dem Wasserturm von 1906 mit 38,5 Metern die Nummer 3 der herausragenden Bauten Altglienickes. Dieser befindet sich am Ehrenfelder Platz.

      

Tünnes und Schäl

 

Campanille 2010

 

Kölner Originale

Im Jahr 2005 feierte das Kölner Viertel sein 10jähriges Bestehen mit einem großen Volksfest rund um den Ehrenfelder Platz. Anwesend waren Vertreter der Partnerstadt Köln, Vertreter vom Stadtbezirk Treptow-Köpenick und WBG Stadt und Land.
Seit der Namensgebung zu den Treptower Festtagen im Jahr 1996 trägt das Wohngebiet offiziell den Namen " Kölner Viertel "
 

Stadt und Land feierte mit Ihnen am 24.09.2010 auf dem Ehrenfelder Platz das Umweltfest 

Gemeinsam mit der GASAG hat die STADT UND LAND im vergangenen Jahr in Altglienicke 1.349 Wohnungen von Fernwärme auf Blockheizkraftwerke umgerüstet. Dank der damit einhergehenden Verringerung der CO2-Emissionen um ca. 1.000 t CO2 pro Jahr haben wir unseren Anspruch, vorbildlich ökologisch zu wirtschaften, einmal mehr unter Beweis gestellt. Diesen Erfolg feiern wir mit unseren Mietern und der GASAG am:
 Freitag, 24. September 2010, 16.00 bis 22.00 Uhr auf dem Ehrenfelder Platz, 12524 Berlin.
Hier sehen Sie schon einige Bilder vom Umweltfest. Leider ist die Qualität der Bilder nicht sehr gut, da sie mit meinen Handy aufgenommen wurden. Ich war mit meinen Kindern von ca. 16:15 bis 18:30 Uhr beim Umweltfest. Für Essen und Trinken wurde gesorgt und wenn man die Einladung mitgenommen hat (ich hatte sie leider vergessen) gab es kostenlos jeweils was zum Essen und Trinken. Aber wir hatten Glück und bekamen vom Stand der Stadt und Land Wohnungsbaugesellschaft auch ohne Vorlegen der Einladung die Wertmarken, um uns ein Freigetränk und Grillgut zu holen. Am Anfang wurde auf der Bühne kurz einige Daten und Fakten über die neuen Blockheizkraftwerke erzählt. Danach gab es Musik und Unterhaltung. Für den heutigen späten Abend werden noch Ulli Zelle mit Band und die drei Berliner Tenöre (21.30 Uhr) erwartet. Des Weiteren konnten die Kinder sich Kostüme aus Verpackungsmaterial basteln und die große Hüpfburg war bei den Kindern begehrt. Eine kleine Ausstellung mit Erdgasfahrzeugen und Fahrräder mit Stromantrieb konnten besichtigt werden. Viele Stände über Umwelt, Ernährung, Recyling und Energie waren vorhanden. Die Kinder konnten sich noch schminken lassen oder auch mal einen Topf bepflanzen.  Auch die Geschichte der Entstehung der Wohnviertels mit Gebäudemodellen war zu sehen.  

   

   

im Hintergrund die Hüpfburg

 

Geschäftsführer Stadt und Land

 

Stromfahrräder

   

   

Umweltbasteln

 

 

 

Sportaktivitäten

   

   

Bühne

 

Publikum

 

BSR Stand

 

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(Erstellt am 18.04.10, bearbeitet 01.10.10)
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