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Ehemaliger Friedhof ist heute eine Parkanlage mit Spielplatz

Jahrhunderte lang verfügte Altglienicke um die Dorfkirche herum einen gelagerten Kirchhof (Friedhof) als Bestattungsort. Aufgrund eines sumpfreichem Gebiet mit hohem Grundwasserspiegel und bis zum Bau des Teltowkanals wiederkehrenden Überschwemmungen, erwies sich der Standort als weniger geeignet. Im 18. Jahrhundert wurde daraufhin ein höher gelegener Begräbnisplatz gesucht. Auf Grund der in Nachbarschaft befindlichen Hangkante zum Hochplateau Teltow, konnte kirchennah ein neuer Kirchhof gefunden werden. Dieser befand sich in der heutigen Köpenicker Str. 33.
   
Altes Pfarrhaus ( heute auch Pfarrhaus, Küsterei und Kita)
 
Das Pfarrhaus befindet sich in der Köpenicker Str. 35

In der Köpenicker Straße 33 (zwischen dem Pfarramt und der Grundschule am Berg)  befindet sich heute eine Grünanlage mit Spielplatz (ehemaliger Friedhof). Dieses Areal war lange Zeit durch Efeu und Wildwuchs überwuchert. Einige ganz wenige Überreste von Grabsteine sind nach Entfernung des Wildwuchses noch gefunden worden. Das große 6000 Quadratmeter große Areal das Jahrzehntelang brach lag, wurde naturnah im Jahr 2007 zur Grünanlage mit Kinderspielplatz umgestaltet. So wurde aus einer umgestürzten Eiche ein Kletterdrachen für Kinder. Ein Weg von der Normannenstraße führt durch die Grünanlage bis zur Köpenicker Straße entlang. Die neue Grünanlage wurde am 14.11.2007 eröffnet.

      
Blick von der Normannenstr. auf die Grünanlage
 
Spielplatz in der Grünlage
 
Kletterdrachen in der Grünanlage

Im Jahre 1764 wurden durch Friedrich den Großen in Glienicke Kolonisten aus der Pfalz angesiedelt. Da diese ihren reformierten, calvinistischen Glauben nach Brandenburg-Preußen mitbrachten, wurde diesen Neu-Glienickern weitestgehende Eigenständigkeit gegenüber den Alt-Glienickern zugestanden. Da die Standesamtlichen Angelegenheiten in kirchlicher Hand lagen und auch die Friedhöfe streng konfessionell getrennt waren, entstand neben den Friedhof in der Köpenicker Str. 33, ein neuer Friedhof für die Neu-Glienicker in der Köpenicker Straße 35.

(die Alt-Glienicker hatten den evangelisch-lutherischen Friedhof und die Neu-Glienicker einen evangelisch-reformierten Friedhof)
Aufgrund des gestiegenden Platzdedarfs und der Bevölkerung (Alt und Neu Glienicker), wurden die beiden Friedhöfe bis zum Jahr 1849 mehrmals erweitert. Da aber in der Folgezeit die Grenze der Kapazität erreicht war, mußte ein neuer Platz gefunden werden. Eine weitere Ausdehnung im Ortskern war nicht mehr möglich.
Dieser Platz wurde auf Hannemannschen Ackerland in der Nähe der Gemarkungsgrenze im Jahre 1884 gefunden. Dieser 1,7 Hektar große neue Begräbnisplatz, wurde oberhalb der Rudower Straße ( heute Straße am alten Friedhof) angelegt.
Die beiden alten Friedhöfe in der Köpenicker Straße wurden bis auf die mögliche Weiterführung vorhandener Erdbegräbnisse stillgelegt.
 Wir wünschen uns, das die bösen Geister nie zum Einsatz kommen

 

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 (Erstellt und bearbeitet am 17.10.09)

 

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