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Der evangelische Friedhof

Der neue Friedhof in der Sraße " Am Alten Friedhof" wurde 1884 angelegt. In der Mitte des Gründstücks wurde eine Kapelle nach den Plänen von F.Nischau und E.Schindler erbaut. Das schmiedeeiserne Tor mit der aus dem Alten Testament entnommenen Portalüberschrift:

 ,,Ich weiss dass mein Erlöser lebt,,

   
Eingang zum Friedhof
 
Portalüberschrift (Hiob 19,25)

 wurde 1905 von E.Markus gestaltet. Die Kapelle, Tor und die Umfassungsmauer stehen unter Denkmalschutz.

Da die Hinterbliebenen mit dem Erwerb eines Erbbegräbnisses für ihre Familie auch für den entsprechenden Abschnitt der Friedhofsmauer sorgen mussten, hat diese ein wechselndes Aussehen.
Die Pflasterung des zur Kapelle führenden Weges wurde ebenso wie die Pflanzung von Ahornbäumen von den Einwohnern durch Spenden finanziert. Beim Gang entlang der Gräberreihen entdeckt man all die Namen von Einwohner, die Altglienicker Geschichte schrieben. Die Namen Hannemann und Haberecht, Partenheimer, Dietz, Höft, Hesse und Dürre tauchen auf.  
   
Kapelle
 
Grabmal von Friedrich Hannemann

 Die Umfassungsmauer mit den einzelnen Erbbegräbnissen ist ebenso in der Denkmalschutzliste eingetragen. Da die Hinterbliebenen mit dem Erwerb eines Erbbegräbnisses für ihre Familie auch für den entsprechenden Abschnitt der Friedhofsmauer sorgen mussten, hat diese ein wechselndes Aussehen.

Die älteste noch heute erhaltene Grabinschrift ist das Erbbegräbnis der Familie Dietz von 1887 aus der unmittelbaren Anfangszeit der Anlage. Im nördlichem Bereich des Friedhofes befinden sich viele sehr alte Gräber, die an bedeutende Familien und Einzelpersönlichkeiten der Altglienicker Ortsgeschichte erinnern, die zum Teil untereinander verwandt und verschwägert waren: einstige Landbesitzer, Pfarrer, Geschäftsinhaber, Architekten, Dorfschullehrer oder Gastwirte. Eines der herausragenden Grabmäler ist das des „Gemeinde- und Schulvorstehers, Patronatsältesten, Kreistagsabgeordneten, Kreisausschussmitglieder und Ritter p.p.“ Friedrich Hannemann (1831-1898), der als Dorfschulze die Entwicklung Altglienickes über lange Zeit prägte. In dessen Amtszeit fielen unter anderem die Errichtung der Pfarrkirche, der Alten Schule, der Feuerwache und eben dieser Friedhof, für den er das bis dahin landwirtschaftlich genutzte Land bereit stellte.
   
Gräber
 
Kirchhof

 

   
 
Kapelle

 

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  (Erstellt am 05.02.2010)
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